Der Service des Tages: Die Vorratsdatenspeicherung

Über manche Frechheiten kann man nicht einmal mehr lachen. O2 verkauft seinen Kunden die Vorratsdatenspeicherung nun als zusätzlichen Service:

O2 stellt Ihnen mit Ihrer Rechnung aus rechtlichen Gründen einen überarbeiteten Einzelverbindungsnachweis kostenlos zur Verfügung. Dies bietet Ihnen mehr Transparenz bei der Abrechnung Ihrer Nachrichten. So werden SMS / MMS einzeln, mit Datum, Uhrzeit und Zielrufnummer ausgewiesen. Mehr Infos finden Sie unter www.o2online.de/goto/faq

Screenshot, weitere Infos nebenan bei campino2k

, , , ,

6 Antworten zu “Der Service des Tages: Die Vorratsdatenspeicherung”

  1. ~b sagt:

    Dies wird bei O2 (und anderen Mobilfunkanbietern) auch andersweitig getan. Beispielsweise war der «Ortungsservice» früher kostenpflichtig. Da diese Daten (Funkzellenstandort) ja nun ebenfalls auf Vorrat vorliegen, ist dieser Service ebenfalls kostenlos.

  2. Oliver sagt:

    Hängt vom Tarif ab und dem Anbieter. Die Daten fallen immer an, viele bieten dies als Service seit Jahren, andere lassen es sich gar vergülden, ich nutze es als Service (aka Kontrollfreak). VDS? Eher business as usual, bei den Mobilfunkanbietern und deren xxxx Optionen etc. tun sich ohnehin Abgründe auf — könnte man einen Blog mit füllen.

  3. Chris sagt:

    Ach, das hätte ich nun nicht gedacht, dass es das in diversen Formen schon immer gab. 😉

    Der Punkt ist ein anderer. Hier geht es um das gezielte Verkaufen der VDS als Service:

    […] rechtlichen Gründen einen überarbeiteten Einzelverbindungsnachweis kostenlos […] Transparenz […] SMS / MMS […] mit Datum, Uhrzeit und Zielrufnummer […]

  4. .campino2k sagt:

    Eben dieser «zusätzliche Service» ist das, was ich irgendwie sehr komisch finde. Denn EVN mit SMS-Übersicht hab ich noch nirgends gesehen.

  5. Oliver sagt:

    Nun mir ist schon klar worum es geht — schließlich beschäftige ich mich vornehmlich mit derlei Dingen, ich sehe nur nichts anbei das es lohnt überhaupt empört zu sein. Wenn es mit der VDS zu tun hat, dann find ich es klasse das wenigstens die Daten weitergereicht wird. Der Staat sollte hierbei Ziel der Empörung sein –alleinig. Der Grund für diese Formulierung — falls es etwas mit dem Kontext der VDS zu tun hat — ist recht simpel: man muß auf eine Majorität denkbeschränkter Kunden reagieren. Wenn Firma A nun schreiben würde: Aufgrund zwischengespeicherter Daten bla bla.. würden viele ob Unwissen schnellstmöglich den Anbieter wechseln. Empörend sind jene Firmen die dies mit keiner Silbe erwähnen oder gar noch tatsächlich Profit herausschlagen wollen.

    Zwar endet die Frist für Internet-Gedöns März diesen Jahres, für Telefonie und somit auch SMS endete diese aber bereits Mitte 2007. Ob es nun speziell im Kontext der VDS zu vermuten ist, sei mal dahingestellt. Kleinere Regulierungen, welche die Web20-Aktivisten nicht jucken, existieren auch zu Hauf.

    So könnte es denn auch einfach mit einer Verordnung der Bundesnetzagentur zu tun haben,die 2008 festlegte das Standard her muß — inkl. 6-monatigem Umsetzungszeitraum. Nennt sich: Verbindliche Mindeststandards für Einzelverbindungsnachweise und hat nichts mit der VDS zu tun. Möglicherweise ging O2 an das Limit der Umsetzungsfrist …

  6. Chris sagt:

    Ich bin nicht empört. Das sieht anders aus.

RSS-Feed abonnieren