Der nächste Asus EEE kommt mit Touchscreen

Nachtrag: Das wird wohl doch nichts

Asus EEEDer größte Wunsch der EEE-Kunden von Asus könnte Mitte des Jahres erfüllt erden. Wie engadget berichtet, wird die nächste Generation der EEE-Reihe de facto mit Touchscreen ausgeliefert werden. Ob ebenso GPS zur Ausstattung gehören wird, wurde seitens Asus noch nicht bestätigt. Bis 12 GB Speicher, größeres Display und zusätzlich Touchscreen — der EEE wird in der Form sicherlich ein Hightech-Spielzeug sein, für den anvisierten Preis in Höhe von $500 würde ich mir dann doch lieber einen ganz normalen Laptop kaufen. So ist das eben, in der ersten Version, die sicherlich bahnbrechend war und ein neues Marktsegment erschlossen hat, war man noch spartanisch, das KISS-Prinzip wurde berherzigt, dann kommen unzählige Kundenwünsche, man will es allen recht machen und schon schießt man meiner Meinung nach über das Ziel hinaus. Für den voraussichtlichen Preis von $500 bekommt man nun wirklich schon ein feines Produkt der Konkurrenz — da benötigt es kein Spielzeug, welches mit großen Einschränkungen leben muss, auch wenn es das eine oder andere Highlight bietet. Dann doch lieber die Laptop-Tasche, eine verschlüsselte Festplatte und etwas Vernünftiges zum Arbeiten. Spielzeuge sind nett — sie sollten aber genau das bleiben. Bei dem Preis ist der Asus EEE beileibe kein Spielzeug mehr. Siehe auch Golem, aus dem dortigen Forum, Todesstoß vielleicht nicht, aber der Abschied vom KISS-Prinzip für den Otto-Normal-Anwender:

Der EEE-PC war seinerzeit angekündigt zum Preis von 200 EUR, 300 EUR waren für das Teil schon fast unangemessen viel Geld. 400 EUR sind der Todesstoß, da konkurriert er vom Preis her direkt mit vollwertigen Notebooks.

Bild: jaaron unter dieser Creative Commons-Lizenz stehend.

14 Antworten zu “Der nächste Asus EEE kommt mit Touchscreen”

  1. Grainger sagt:

    Bisher habe ich den Asus EEE als ein Gerät betrachtet, das irgendwie eine Lücke zwischen PDA und Notebook schließt (sowohl von der Leistung, dem Funktionsumfang und dem Preis her).

    Für 500 Euro kaufe ich mir dann doch lieber gleich ein Notebook, der Presivorteil des EEE ist dann nämlich imho dahin.

  2. Oliver sagt:

    Das is ja auch völlig egal was Asus da macht, die Konkurrenz wartet schon mit Intels Atom-Linie auf, die _deutlich_ billiger herzustellen ist (Elitegroup, Acer, MSI, Gigabyte …). Und wenn man abseits der Windows-Welt sieht was die Leute mit den Geräten anstellen kann man ganz und gar nicht von Spielzeugen reden. Ich kenne Leute die schrieben damals in den 80ern auf dem C64 ihre Dissertation, da bekomme ich heute noch in puncto Ergonomie das kalte Grausen und doch … es geht, wenn man denn will. Die einen schauen beispielsweise DVDs im Heimkino an, mir langt dafür ein 21 Zöller :)
    Teuer ist bei obigem Gerät nur der spezielle Flashspeicher und vor allem der Touchscreen, ein GPS Empfänger ist unter der Rubrik Peanuts einzuordnen. Über den Touchscreen kann man streiten, bei kleineren Geräten u.U. durchaus sinnvoll, über die Platte leider nicht und Solid State Drives kosten eben im Moment leider noch ein kleines Vermögen. Aber auch Asus will im zweiten Quartal mit Atom klotzen und dann dürften die Preise wieder auf ein erträgliches Maß sinken. Zudem steigen im Moment viele große Hersteller in den SSD Markt ein, von daher dürfte auch dort ein Preissturz im Laufe des Jahres zu bemerken sein. Nebenbei, ob dieses 500er Stücks werden die anderen im Preis auch sinken. Insofern … :)

  3. […] Der nächste Asus EEE mit Touchscreen Das wird doch sicherlich nochmal ein zusätzlicher Anreiz, könnte aber auch dazu führen, dass die Leute jetzt noch warten… […]

  4. HerrK sagt:

    Für mich unverständlich was ASUS da gerade vor hat! Kann nur meinen Vorrednern zustimmen 500 USD machen aus dem EEE dann nur noch ein Hightech-Spielzeug…und dazu noch eines mit schlechter Ausstattung. Dazu kommen dann noch arge Lieferprobleme und die Konkurrenz im Nacken. Aber ist wie mit dem iPhone, genörgelt haben alle, aber trotzdem verkauft es sich wie geschnitten Brot… 😉

  5. Oliver sagt:

    Hoffen wir mal darauf das aus 500$ vielleicht noch noch knapp 350–400€ werden, denn umgerechnet wären das ca. 324€ 😉

  6. Grainger sagt:

    @Oliver

    Das ist doch bei den bisherigen Modellen auch nicht der Fall, die sind in der EU deutlich teuerer als in den USA.

    Scheinbar rechnet Asus mit einem Wechselkurs von 1:1. 😉

  7. Oliver sagt:

    Jetzt mußt du nur ein paar Parameter beachten, als BWLer dürfte dir das leicht fallen ;-), (noch) teure Komponenten, geringe Auflange, erst relativ kurze Markteinführung. Würde für mich heißen Europa finanziert mit den 1:1 Preisen mit, mehr Konkurrenz, eine größeres Spektrum der angebotenen Geräte und der Preis wird eher günstiger werden als teurer, eventuell gar dem Euro angepaßt.

  8. Solarix sagt:

    Also ich halte das auch fuer uebertrieben. Ich besitze einen eee pc und habe den Kauf in keinster Weise bereut.Das Ding ist wirklich praktisch, insbesondere dann wenn man unterwegs ist. Hat so gut wie kein Gewicht und funktioniert relativ reibungslos, mal abgesehen von ein paar unschönen Bugs, wie dem DCOP Server der beim aendern des Hostnamens abraucht.

    Ich denke Asus waere besser beraten wenn Sie noch einen Kleinrechner im Stile des Imacs zusammenbasteln. Einen simpleren auf einem Open Source System aufgebauten Rechner habe ich naemlich bisher nicht gesehen. Sogar meine Mutter hat das Ding sofort verstanden und das will was heissen. Das Prinzip des eee pc ist naemlich genial auch wenn man sich bei OLPC bedient hat. Die Umsetzung stimmt und das ist entscheidend.

    Ich denke es gibt einen Markt fuer solche Rechner.

  9. Grainger sagt:

    Jetzt mußt du nur ein paar Parameter beachten, als BWLer dürfte dir das leicht fallen 😉

    Ich bin sogar BWLer genug, um zu wissen, das teure Komponenten, geringe Auflage, usw. beim teuereren Euro-Preis sicher nur eine absolut untergeordnete Rolle spielen. 😉

    Schließlich werden die Teile Asus momentan auch für den Preis von 299 Euro aus den Händen gerissen, warum sollten sie die also billiger anbieten?

    Man nimmt eben, was der Markt hergibt.

    Und die Deutschen sind ganz offensichtlich bereit, mehr dafür zu bezahlen als die Amerikaner.

  10. Oliver sagt:

    >warum sollten sie die also billiger anbieten?

    Weil im Mai die billigere Konkurrenz anrollt, ergo sehe ich auch den Preis mit 500€(?) nicht so drastisch. Die Dinger laufen noch mit regulärer Laptop Hardware, der Atom Chip schlägt mit weitaus weniger Kosten zu Buche und ist darüber hinaus noch weitaus sparsamer. Ich denke man hofft noch auf die early adopter, die schnell zu diesem greifen bevor die Konkurrenz ihre Geräte zum Verkauf anbietet. Die haben ja jetzt kein Monopol drauf und verkaufen in puncto Prozessor und Chipsatz noch die Restposten 😉

  11. HerrK sagt:

    Wird sich zeigen wenn es soweit ist. Ich persönlich glaube nicht daran das sich der USA Preis an dem EUR Wechselkurs orientiert und es das Teil hier bei uns für 350 EUR geben wird. Das hat es im Technik-Bereich noch nie gegeben…1:1 Umrechnung ist da leider der Standard. Und der PPreis wäre dann definitiv zu teuer…für mich. 😉

  12. […] für den kleinen Geldbeutel wächst unaufhaltsam, Asus gab den Startschuß und hob jedoch ein wenig zu weit ab. Grund genug für die Konkurrenz hier mit günstigeren Angeboten in die Presche zu […]

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