Der letzte seiner Art, noch innerhalb der SPD

Jörg Tauss heute vor dem Brandenburger Tor. Spricht hier der zukünftige Bundesvorsitzende der Piratenpartei? Auf seinem Twitter-Profil wurde bereits die Verbindung zur SPD gekappt.

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16 Antworten zu “Der letzte seiner Art, noch innerhalb der SPD”

  1. robo47 sagt:

    Tjoa, 3 Leute von der SPD haben etwas dagegen getan, schwaches Bild, war aber so zu erwarten, immerhin sieht man jetzt wer für was gestimmt hat:

    Abgeordnetenwatch

  2. […] und die PP? Wie mir grad per F!XMBR zugeflattert ist, hat Jörg Tauss in seinem Twitter Account die Verbindung […]

  3. […] Tauss auf der Sperrwache am gestrigen Morgen vor dem Brandenburger Tor. Video embedded bei Fixmbr: Klick 19.06.2009  •   internetsperre, politik […]

  4. daMax sagt:

    Yeah, der soll ruhig mal zu den Piraten rüberkommen. Dann hätten wir einen echten Profi an Bord, das wär schon was.

  5. cyberfux sagt:

    Musste ja ein wenig schmunzlen als Tauss die Mahnwache fast «liebe Genossen» genannt hat am Anfang — er muss sich halt erst noch umgewöhnen 😉

  6. Pirat4KA sagt:

    Hi,
    also auf Twitter habe ich Herrn Tauss so verstanden, dass er sich am Tag geirrt hat und die Demo am Samstag meinte.

    Pirat4KA

  7. PZK sagt:

    Also ist das Ermittlungsverfahren wegen KiPo mittlerweile eingestellt? Ich halte Ihn bis zur Verurteilung für unschuldig, denn wieso sollten BKA und Zensursula sich beruflich mit KiPo beschäftigen und Herr Tauss nicht. Der andere Schluss ist aber immer noch möglich! Solange das nicht vom Tisch ist, kann er leider einer jungen Partei die medial verpönt wird, eher schaden. Denn die Berichterstattung der Piraten vor Somalia bestimmen in der Masse der Bevölkerung eher das Bild der Partei, als deren Programm (zumindestens in «meinem» Wahllokal)

  8. Oliver sagt:

    >Denn die Berichterstattung der Piraten vor Somalia bestimmen in der Masse der Bevölkerung eher das Bild der Partei,

    Nebenher ist der Begriff auch negativ belegt, da Piraterie per se, abseits von romantischen Anwandlungen a la Hollywood, eben kein alltägliches Geschäft in Robin Hood Manier darstellte. Es existieren sicherlich noch xx andere Begrifflichkeiten, die diese Bewegung adäquater öffentlich fassen würden — man hätte im Vorfeld eben etwas darüber nachdenken müssen.

  9. PZK sagt:

    @Oliver: Dieses Argument kommt immer wieder und du hast durchaus Recht. Ich möchte das aber ein bißchen mit Piercings und Tätowierungen vergleichen. Ja man läßt sich sowas stechen um anders zu sein und muss damit leben, dass die Masse das nicht unbedingt wohlwollend respektiert. Aber genauso wie bei Piercings und Tätowierung wird die Gesellschaft irgendwann merken, dass sich solche Dinge durch alle Schichten durchziehen und diese Erscheinungsmerkmale nicht alleine zur «Beurteilung des Menschen» reichen. Man darf halt, wie du und Chris und viele Andere, nicht müde werden, versuchen aufzuklären! Und bei diesem DOS gegen Rechtsstaat und Freiheit ist das ziemlich schwer.
    Was mich nur immer noch wundert, wenn die Piraten von ca > 200 000 zur Europawahl angekreuzt wurden, wieso gab es nur ca 130 000 Petenten. Das finde ich schade!

  10. Oliver sagt:

    >Aber genauso wie bei Piercings und Tätowierung wird die Gesellschaft irgendwann merken, dass sich solche Dinge durch alle Schichten durchziehen und diese Erscheinungsmerkmale nicht alleine zur “Beurteilung des Menschen” reichen.

    Ich gehe mal von dieser Bewegung aus nicht nur die Jugend anzusprechen bzw. einige die sich noch jung wählen oder das ganze cool finden. Insofern geht es weniger darum ob ich jemandem mit einem Tattoo toleriere, sondern ob ein Tattoo zum Pflichtprogramm wird, wenn ich diese oder jene Ziele erreichen möchte. Sprich man schaut die Ziele, findet aber das Piratengehabe befremdlich und wittert eventuell ebenso mehr den Stallgeruch der Internetmitnahmequalität, denn die Vertretung breiterer Interessen. Dies alles transportiert eine derartige Bezeichnung, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt. Mag egal sein wenn man eine «Handvoll» Leute bewegen möchte, gerät u.U. jedoch zum Pferdefuß, wenn man größere Ambitionen hat. Die Gesellschaft will Stück für Stück verändert werden, dies würde in vielen Bereichen nicht nur Vorteile bedeuten, sondern auch Nachteile und dazu sind bisher die wenigsten wirklich bereit.

  11. Robert sagt:

    «einen echten Profi an Bord».

    Nein, diese Sorte Profis braucht niemand (was nichts mit dem Menschen Tauss zu tun hat).

    Die Abstimmung müsse freigegeben werden, sagt er irgendwann. Sicher habe ich das Grundgesetz nicht gründlich genug gelesen, wenn ich den Fraktionszwang nirgends finde.

    Ist nicht jede geschlossene Abstimmung nach Fraktionen offener Verfassungsbruch?

    Wozu brauchen wir hunderte von Abgeordneten, wenn sie sowieso auf Befehl von oben abstimmen? Das würden sie zu fünft auch hinkriegen.

    Wir alle sollten uns schnell überlegen, wie man eine repräsentative Demokratie ohne das jetzige Kaspertheater hinkriegen kann. Und dazu braucht man alles mögliche, nur nicht die jetzt agierenden «Profis».

    Parteien in der herkömmlichen Form nützen ebenfalls wenig. Die neuen gehen alle den Weg der bisherigen, mit dem Unterschied, dass sie 30 Jahre Kampf für ihre Ziele auslassen und gleich zur Postenschacherei übergehen.

  12. PZK sagt:

    @Robert: Hi Robert, Fraktionszwnag ist so eine Sache da hast du Recht. Aber die verfassungsgemäße Aufgabe des Parlamentes ist es auch per se, Mehrheiten zu finden. Effektiv heißt dass, das es bereits im Vorfeld Aufgabe der Partei ist, intern zu einem Ergebnis zu kommen. Wenn dass dann so passiert ist, ist ein Fraktionszwang für den demokratischen Menschen nicht unbedingt mehr ein solches Thema. Wenn aber die gesamte Partei undemokratisch nach den Machtzentren strebt und die Einzelpersonen sowohl Parteiintern als im Bundestag eben eine «Leckmichamarsch»-Haltung annehmen, gibt das nichts. Da die Masse aber im Moment auch keine Lust hat die anscheinend gleichgeschalteten Medien zu durchschauen und sich einlullen läßt, dürfen wir einfach nicht müde werden und weiter aufklären, streiten, provozieren damit die da oben merken, wer Ihr eigentlicher Arbeitgeber ist!

  13. Robert B. sagt:

    Achja, wahre Worte heute morgen in der, ähem, Frankfurter Rundschau: „Die SPD ist nicht glaubwürdig“. Wer hätte das gedacht? Ich verstehe nicht, wieso die so genannte „Basis der SPD“ weiterhin auf Magenbitter o.ä. vertraut, anstatt eine Partei ihrer politischen Heimat zu finden oder ggf. zu gründen, das Know-How ist doch vorhanden – sogar „auf der anderen Seite“.

    Meine gewagte Behauptung: Diese Politik gegen das Volk ist ein Grund für die momentane „Krise“ der parlamentarischen Demokratie. Und damit sind für einen großen Teil der Bürger die so genannten, ehemaligen „Volksparteien“ dann leider doch irgendwie „systemrelevant“, weil er sich nicht die Mühe macht, rechts und links der vorgegeben Denkmuster (aka. Wahlprogramme) zu schauen oder selbst zu denken (vielleicht deshalb auch der geringe Zuspruch zur Piratenpartei?). Die nächsten Wochen und Monate könnten jedenfalls sehr interessant werden.

    Abschließend noch eine Idee, die mir gerade beim Nachdenken über die zuletzt von Laien in Auftrag gegebene Umfrage, wonach hauptsächlich ungebildete und ältere Bürger Internetsperren befürworteten: Vielleicht sollten wir als „Generation C64“ (mal Hand aufs Herz an meine Altersgenossen mit Mitte 20: Wer von euch hat an so einem Teil schon mal gezockt?) uns eine schöne Ecke auf der Welt suchen und dort einen aufgeklärten Staat gründen, der zu seinen Menschenrechten steht. Wenn es nicht so viele werden, ist das gar kein Problem, ganz im Gegenteil: Meiner Erfahrung nach funktionieren kleine Verwaltungsstrukturen ohne Profilierungsdruck sehr gut.

  14. Thaniell sagt:

    @PZK:
    Soweit ich weiß überlegt die Staatsanwaltschaft noch ob sie Anklage erhebt — bzw. ist wohl am Beweise sichten/sammeln.
    Schuldig und unschuldig ist in dieser Sache schwer zu klären, weil man nicht wirklich seine Motivation überprüfen kann. Er mag juristisch schuldig gesprochen werden und dennoch moralisch unschuldig sein und umgekehrt.

  15. gelegentlich sagt:

    Diese Staatsanwaltschaft ist seit Jahren Partei gegen Jörg Tauss. Sie hatte gegen ihn aufgrund einer anonymen Anzeige wegen Steuerhinterziehung ermittelt und Nachrichten darüber mitten in den Landtagswahlkampf Baden-Württembergs platziert. Die Mitteilung über die Einstellung der Ermittlungen kam so spät (und ging in den Medien natürlich unter) dass der wohl gewünschte Effekt erreicht wurde.
    Dabei können diese Beamten auf fleißig sein: 5 Minuten nach Beginn der Hausdurchsuchung war auf SPON schon ein langer Artikel darüber erschienen, der offenbar von dort kam. Ob gegen den Informanten ermittelt wird (Bruch des Dienstgeheimnisses) ist nicht bekannt.

    Soweit ich weiß überlegt die Staatsanwaltschaft noch ob sie Anklage erhebt — bzw. ist wohl am Beweise sichten/sammeln.»

    Diese Überlegungen werden mit Absicht in die Länge gezogen. Bis zu einer Entscheidung darüber ist Jörg Tauss nämlich in der Schwebe, alle möglichen Aktionen von ihm stehen sozusagen immer unter Vorbehalt — und das ist das Ziel dieser Intrige.

    In einem freiheitlichen Land würden selbst CDU-Wähler aus Prinzip gegen solche Leute stimmen. Wie lange müssen wir auf den Aufstand der Anständigen warten?

  16. Alte Genossen oder neue Helden…

    Seit einigen Tagen geistert ein “neuer Held” durch die “Zensursula-Gemeinde”. Die Rede ist von Jörg Tauss, bis heute Mitglied der SPD, und das erste mal vor drei Monaten durch seine — sagen wir mal eher unglückliche — …

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