Der Kriegsminister

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Agenda 2013

Nach Host Köhler hat nun auch Karl-Theodor von und zu Guttenberg zugegeben, dass Kriege aus wirtschaftlichen Gründe geführt werden. Das ist zwar keine Neuigkeit, aber es wird interessant sein, zu beobachten, wie die Medien die Politkasper aus Bayern wieder einmal ob seiner Ehrlichkeit hochjubeln werden, während sie Horst Köhler sturmreif geschossen haben, was schließlich zu dessen Rücktritt geführt hat. Kriege um die eigenen Wirtschaftsinteressen durchzusetzen ist nicht nur ein politisches Thema, sondern auch ein mediales. Quo vaditis, liebe Medien?

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16 Antworten zu “Der Kriegsminister”

  1. Heiko sagt:

    Also ob da von den GEZ finanzierten Medien irgendwelche Attacken kommen, wage ich zu bezweifeln.
    -> Erstens sind ARD und ZDF mehr oder weniger auf Pro-Regierungskurs gezwungen, da man die kritischen Geister nach und nach entmachtet hat. Letztes Beispiel: Herr Bender!
    -> Zweitens sind TV-Interviews alles andere als gefährlich für Politiker, da die Interviewer inzwischen eher so gefährlich wie ein schlafender Chihuahua sind.
    Und ob die rechts-konservative Springer-Presse es sich traut, mit Guttenberg einen echten Konservativen quasi zum Abschuss freizugeben dürfte mehr als fraglich sein.

  2. Bernd sagt:

    Unabhängig davon sei aber auch erwähnt, dass man Horst Köhler aus meiner Sicht nicht «sturmreif geschossen» hat. Auch ein Präsident muss mit Kritik umgehen und eine Hetzjagd über Wochen war das damals ja wohl nicht.

  3. Heiko sagt:

    Ich hatte den Eindruck, dass der damalige Shit-Storm für Köhler ein willkommener Grund war, das für ihn persönlich inzwischen zur Belastung gewordene Amt des Bundespräsidenten endlich loszuwerden.

  4. Anonymous sagt:

    Lautete der Imperativ von «bewerben» in der hier genutzten Person nicht «bewirb»?

  5. @Anonymous: Gerade nachgeschlagen. 😉 Stimmt. Ob der Satz selbst ein Imperativ ist, kann man interpretieren…

  6. Anonymous sagt:

    @Christian

    Die ersten beiden Sätze wohl kaum — aber für «Bewerbe Dich noch heute» sehe ich keinen Interpretationsspielraum neben der Auslegung als Imperativ 😉

    So. Ich glaube jetzt überlassen wir den Platz mal den Leuten die inhaltlich und nicht orthographisch-grammatikalisch zum Artikel beitragen wollen :)

  7. unschland sagt:

    ich denke es handelt sich einfach wieder um einen testballon,
    – mal gucken, wie weit man gehen kann.
    diesmal eben personalisiert mit dem smarten, vornehmen baron.

    ob wohl die kombination:
    verarmung breiter schichten
    +massenarbeitslosigkeit
    +aus wirtschaftlichen interessen erzwungene «freiwillige gleichschaltung der presse
    +gut ausschlachtbare feinbilder
    +ein schöner charismatischer führer, der eifach alles tragen kann und stets eine gala-taugliche figur hinlegt
    +schönes führerfrauchen mit rustikalem äußeren und herz, die für den pöbel herrenjagd auf untermenschen macht
    +ac/dc

    genügend zustimmung einbringt zur restauration wirtschaftsfreundlicherer verhältnisse?

    selbst wenn diesmal eine scharte in seinem aalglatten panzer bleibt nach der medialen aufregung, er sich ein wenig «desavouiert» hat,
    es bleibt mal –wieder– der eindruck, dass heute –wieder– so gedacht werden darf und völlig selbstverständlich auch wird («soll sich der pöbel nicht so aufregen!»)
    – propaganda(abteilung: sturmreif schießen).

    (macht gutti eigentlich auch so putin-mäßige actionfotos.comm-dinger?)

  8. unschland sagt:

    (ps: ich meine, dass es doch noch ein wenig aufregung geben wird, aber erst verspätet und zögerlich)

  9. Pessimist sagt:

    Der Unterschied zu Köhler ist: Guttenberg wird das nicht das Geringste anhaben, im Gegenteil. Er bekommt höchstens noch Dank für seinen Mut, seine Ehrlichkeit und den Verstoß gegen die «Politcal Correctness» des «Establishments». Könnte ähnlich laufen wie bei Sarrazin — in vier Wochen sind dann in Meinungsumfragen 90% der Deutschen für militärische Überfälle auf wirtschaftliche Konkurrenten.

  10. Frank sagt:

    Der Freiherr aus Bayern darf im Gegensatz zum ehemaligen Sparkassenpräsidenten die Geschäftsgrundlage des BRD-Kapitalismus offen aussprechen. Denn natürlich wird geschossen, wo deutsche Wirtschaftsinteressen bedroht sind, in Ex-Jugoslawien, am Horn von Afrika und in Afghanistan, um nur einige zu nennen.

  11. Solarix sagt:

    Da wird gar nix passieren. Vorher bekommen wir noch Actionfiguren von Mattel serviert mit Ken und Barbie im Guttenberglook serviert. 😉
    Die Presse liebt doch den Freiherrn, bzw sie warten auf den Tag wo es sich dann lohnt ihn kaputt zu schreiben und der Tag ist wohl noch nicht gekommen. So meine Einschätzung. Er hat ja noch nicht mal sein Gesellenstück gemacht. Da werden noch ein paar Jahre ins Land gehen und als anerkannter Mr. Teflon hat er gute Chancen die nächsten Jahre gut zu überstehen. Ernst wird es für Ihn wohl erst dann wenn er Ministerpräsident werden will, oder muss. 😉

  12. >Vorher bekommen wir noch Actionfiguren von Mattel serviert mit Ken und Barbie im Guttenberglook serviert.

    Das schreit geradezu nach Big Jim 😀

  13. Solarix sagt:

    @Oliver, mindestens. 😉 Merchandising im Politbetrieb gibts sowieso noch nicht. 😉
    Wo bleibt eigentlich das Guttenbergauto und die Merckel Lunchbox? Oder der Cem Özdemir Rasenmäher? 😀
    DAS wäre doch mal was wo man noch «Potentiale» wecken könnte. 😉

  14. Halt mal, zieht man dem ein karriertes Sacko an, dann geht der auch als Autoverkäufer durch *g (erinnert mich zeitweise auch an Stan von Monkey Island)

  15. […] Derweilen rüsten die Interessenvertreter der obersten 10 Prozent aber erstmal zum Krieg auf: Guttenberg — Der Kriegsminister Schönes Bild im Bericht Und wir erinnern uns: «Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch […]

  16. unschland sagt:

    @ solarix
    wo kann ich mir denn so eine merkel-lynchbox bestellen?

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