Der Dorian Gray des Web 2.0

Clap-MagazinSeit 10 Minuten halte ich das neue Clap-Magazin in Händen. In der Titelgeschichte wird ein junger Mann porträtiert, der — höflich ausgedrückt – sehr streitbar und diskussionswürdig in Erscheinung tritt: Ehssan Dariani. Und auch nach dieser Begegnung, bleibt — wie schon so oft in der Vergangenheit – nur noch das Prinzip Hoffnung. Am Ende könnte aus dem selbstverliebten Dorian Gray vielleicht ein sympathischer Peter Pan werden, schließt die Clap-Redaktion ihren Artikel über den mittlerweile mehrfachen Millionär. Dass es dazu nicht kommen wird, dafür sorgt Ehssan Dariani auch in diesem Artikel selbst. Er gibt zu Protokoll:

Gut gebildete, intelligente Leute sollten die Pflicht dazu haben, Kinder zu bekommen und dies nicht der Unterschicht überlassen.

Aus manch kleinem, hässlichem Entlein wird ein wunderschöner Schwan – aus dem Dorian Gray des Web 2.0 wird aber niemals ein sympathischer Peter Pan werden. Ich glaube, es kann für einen Journalisten kaum etwas Dankbareres und Schöneres geben, als Menschen wie Ehssan Dariani zu interviewen. Man lässt sie einfach reden und irgendwann fällt die Maske.

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5 Antworten zu “Der Dorian Gray des Web 2.0”

  1. Oliver sagt:

    Erst seit 10 min? Die Post lahmt wohl in HH 😀 Zu diesem «Dorian», einfach mal das Magazin entzweien und die Reaktion abwarten … Narziss paßt da imho besser, wenn ich jetzt dieses maßlos vervielfältigte Konterfei betrachte.

  2. phoibos sagt:

    kann man sich heutzutage überhaupt noch kinder leisten? und will man überhaupt den eigenen kindern diese welt antun?
    für einen multimillionär mag die welt ja noch ponyhofig sein, aber für mich hier draußen in der realität muss ich beide fragen mit «nein» beantworten — und ich nehm für mich in den anspruch, gut gebildet und intelligent zu sein.

  3. Chris sagt:

    Ich wohn hier halt weit vom Schuß in HH. 😀 Da kommt das Clap-Magazin immer am Sonnabend gegen Mittag… 😀

  4. Nimue sagt:

    Nun ja, ich hoffe doch, das dieser «Herr» sich selber nicht beim Wort nimmt… Das letzte, das diese Welt braucht, sind mehr von dieser Sorte.
    Diesen Spruch habe ich aber schon einmal gelesen, ist 1–2 Jahre Herr, damals war es ein Politiker.

  5. Grainger sagt:

    Im Prinzip sagt unsere Mutter der Nation Ursula von der Leyen doch nichts anderes, allerdings sagt sie es mit mehr Worten und weniger deutlich (sie ist eben primär Politkerin).

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