Der anständige Herr Beck

ASPD Frosch | openclipart.orgWie wir alle wissen, ist der Parteivorsitzende der SPD ein sehr anständiger Mensch. Er holt nicht raus, was geht, wird also selbst keinen Steuerberater beschäftigen (ich vermute das mal, schließlich ist er ja kein Schmarotzer), um eben dieses Schmarotzertum bei den deutschen Bürger anzuprangern. Ja, der Herr Beck ist schon ein vorbildlicher deutscher Staatsbürger.

Nun muss, wer in der Öffentlichkeit steht, damit rechnen, von diversen satirischen Zeitschriften aufs Korn genommen zu werden — an vorderster Front tut sich hier immer die Titanic hervor. Schon Birne Helmut Kohl musste das Woche für Woche erfahren. Ob Helmut selbst gelacht hat, ist nicht überliefert, nur so viel, er hat die Titanic einfach ignoriert.

Nicht so Kurt Beck, der ist nämlich von der unanständigen Titanic ganz doll enttäuscht. Zeigt sie doch auf dem neuesten Cover ein Foto des anständigen deutschen Staatsbürger mit der Betitelung: Problembär außer Rand und Band: Knallt die Bestie ab! Eine meiner Meinung nach mehr als gelungene Satire, wenn man bedenkt, dass das Cover entstanden ist, als Bruno noch das Leben der bayerischen Bevölkerung aufs Äußerste bedrohte. Gut, die einstweilige Verfügung ist erwirkt, die Titanic darf die bisher ausgelieferten Hefte noch verkaufen, mehr aber auch nicht.

Ich fordere die unanständige Redaktion der Titanic auf, sich beim anständigen Deutschen Kurt Beck zu entschuldigen, ihn vielmehr in der nächsten Ausgabe zu huldigen. Höret meine Worte: Ihr, die ihr auf Kosten anderer Geld verdient, Ihr seid einfach nur Schmarotzer, die rausholen was geht!

10 Antworten zu “Der anständige Herr Beck”

  1. Oli sagt:

    Solange es nur gegen Kohl ging Saumagen und Birne, da war die Welt in Ordnung. Nun aber da die Pharisäer der SPD selbst betroffen sind, ob ihrer asozialen Haltung und zum Ziel des öffentlichen Spott werden, da zeigen die Leute aus welchem Holz sie geschnitzt sind.

  2. Chris sagt:

    Ja, die ASozialdemokraten zeigen seit ein paar Jahren ihre wahre Fratze…

  3. Helgoländer Vorbote sagt:

    Entschuldigung hat Beck ja gar nicht verlangt — und die Unterlassungserklärung kam erst nach der EV — statt, wie laut ZPO vorgesehen, vor ihr.

  4. Chris sagt:

    Die Satire in diesem Artikel ist wohl verstanden worden — oder es ist einfach wieder profane Werbung mit einem dahingerotzten Satz…

  5. jot*be sagt:

    Kannte das Cover bislang nicht. Glücklicherweise hilft ohne Kiosk um die Ecke auch der Google Cache.

  6. Oli sagt:

    Da sieht man mal wieder wieviel Beck von Demokratie, Satire etc. versteht …

    Ein paar Beispiele,

    http://www.titanic-magazi.….id=robot

    oder hier,

    http://www.titanic-magazi.….1024.jpg

    http://www.titanic-magazi.….0905.php

    http://www.titanic-magazi.….main.php

    Insbesondere bei Roland Koch kommt oft ins Bild 😀

  7. Falk sagt:

    Wir wollten einzig und allein auf das ungeheure, brutale, grausame Vorgehen der bayerischen Killer und Bärenverachter hinweisen, die Bruno zum Problembären erklärten und ihn wie eine Bestie haben abknallen lassen, nur weil er ein paar Schafe verspeist hat. Süß war der doch trotzdem. Diese Sauerei mußte skandalisiert werden: mit einem absolut schockierenden Titel, einem, der alle Bärenhalter zum Heulen bringt. Und als wir dann bei dpa das Suchwort »lustiger Brummbär« eingaben, erschien zuerst ein Eintrag zu Beck, und so landete er auf dem Titelblatt.

    Ein Gespräch mit Thomas Gsella

    *rotfl*

  8. […] Über den anständigen Kurt Beck haben wir schon gesprochen. Doch heute muss es mal wieder sein — avenciert er doch wieder zum ASozialdemokraten des Tages. Die SPD ist seit Jahren in einem Umfragetief — wen wundert es noch bei deren menschenverachtender, neoliberaler Politik. Der anständige Kurt Beck hat nun große Pläne, wie er aus diesem Tal wieder rauskommen möchte. Laut dem neoliberalen Kampfblatt SPIEGEL, wird sich Kurt Beck wieder auf die Mitte konzentrieren. Die SPD werde sich wieder stärker denjenigen zuwenden, die Werte schaffen […] Leistungsträger seien die “40 bis 50 Prozent in der Mitte der Gesellschaft”, erfolgreiche Facharbeiter, Angestellte, Selbstständige und Ingenieure. Er wolle den Mittelschichten wieder das Gefühl geben, dass man ihnen nicht ständig nur nehme, sondern auch etwas gebe. […]

  9. […] Wir haben heute die Sensation unseres Landes zu vermelden. ASPD-Chef Kurt Beck hat *die* Lösung präsentiert um wieder zur Vollbeschäftigung zurückkehren zu können, um in eine rosige Zukunft blicken zu können, und somit auch unseren Finanzminister zu entlasten. Nie wieder arbeitslos, endlich ist der Grund dafür gefunden, warum so viele Sozialschmarotzer auf der Straße landen, keinen neuen Job finden, anständigen Menschen wie Kurt Beck auf der Tasche liegen, hungern sollen. Die ASPD blickt wieder in eine gute Zukunft. Der Tipp des Tages von ASPD-Chef Kurt Beck: Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job. […]

  10. […] Der anständige Herr Beck macht mal wieder von sich reden. Während Tante Merkel vom Volk geliebt wird, fristet der Frontmann der ASPD ein Nischendasein — keiner mag ihn, keiner will ihn, keiner nimmt ihn wahr — naja, es sei denn, ein Punk auf dem Rathausmarkt. Herr Beck gibt sich gerne als wahrer Solzialdemokrat — was das heißt, durften wir in den letzten Jahrzehnten erleben. SPIEGEL Online zitiert unseren bärtigen Vollblutpolitiker wie folgt: […]

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