Debian Squeeze Quickie: Installation

Debian Squeeze ist just erschienen und bringt auch in dieser Inkarnation diverse Mali mit sich, die sich u.U. schon bei der Installation zeigen. Zwar ist der bis dato notwendige «Klimmzug» mittels hdimage und Netinst-Image eine Debian-Installation via USB-Stick zu basteln hinfällig — inzwischen kann man die Netinst-ISO einfach mit dd auf den Stick bannen — dennoch ist oftmals eine Installation ob fehlender Firmware, eines veralteten Kernels, etc. pp. unmöglich.

Man kann natürlich die notwendige Firmware, z.B. für aktuelle Intel-Wifi-Adapter, während der Installation seitens eines weiteren Datenträgers einspielen. Spätestens jedoch beim Kernel per se oder dem auf WEP beschränkten Wifi-Script ist Schluß. Ich will hier auch gar keine Diskussion bezüglich dieser Politik entfachen, dies wäre vergebene Müh, vielmehr weise ich auf einen alternativen Weg hin: grml to the rescue :-)

Grml bietet von Haus aus einen aktuellen Kernel, die notwendige Firmware und eine Vielzahl von nützlichen Werkzeugen. Darüber hinaus ist es möglich mittels grml-debootstrap Debian via grml zu installieren. Standard ist die Formatierung der root-Partition mit ext3, wer dies ändern möchte, ändert schlicht entsprechende Zeile in /etc/debootstrap/config1.

Die Vorgehensweise ist simpel: mit grml-network das Netzwerk einrichten, mit cfdisk oder fdisk bereitet man den Datenträger vor und mit grml-debootstrap –r squeeze –t /dev/sda1 schließlich installiert man Debian, hier Squeeze auf sda1. Wer vor dem Start in das neue System noch einige Einstellungen in diesem ändern möchte, der kann diese mittels einer chroot-Umgebung vornehmen. Nach dem Start in das eigentliche System hängt man noch seine home-Partition ein, ich verschlüssele diese immer mittels LUKS, et voila … fertig ist Debian. Ich ärgere mich schon längst nicht mehr über derlei Unzulänglichkeiten, denn grml macht es einem da recht einfach und ansonsten ist Debian ja ganz passabel 😉

  1. MKFS=‘mkfs.ext4’ []

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4 Antworten zu “Debian Squeeze Quickie: Installation”

  1. Anonymous sagt:

    Danke für den Tipp. Die 6.0er läuft schon ein paar Wöchelchen zu meiner vollsten Zufriedenheit auf meiner Box. Was ich an Debian/Ubuntu (Alternate Install CDs) mag ist die Möglichkeit der Einbindung von cryptsetup/LUKS gleich bei der Installation. Physical Volume for encryption und Physical Volume for LVM helfen mit alle Partitionen (außer /boot) zu verschlüsseln.

  2. Andreas sagt:

    @Anonymous: Für Ubuntu habe ich ein Skript und Anleitung geschrieben, welches die Einrichtung einer Vollverschlüsselung unter Ubuntu noch angenehmer machen sollte, vllt. kannst du es ja auch brauchen. Dann muss man nicht die Alternate CD bemühen und ist flexibler bzgl. Partitionierung.

    Deutsch:
    http://readm3.org/de/os/u.….lvm-luks

    Englisch:
    http://readm3.org/os/ubun.….lvm-luks

    Gruß
    Andreas

  3. Anonymous sagt:

    @Andreas:

    Danke. Den Link merke ich mir. Bezüglich der Flexibilität der Partitionierung: Ich partitioniere einfach manuell. In den Anfangstagen (Debian 4.0/Etch) hatte ich natürlich auch die automatische Variante gewählt um zu sehen wie die Sache Funktioniert. Learning by looking sozusagen 😉

    Der Empfehlung des Linux-Magazin Artikels kann ich nur beipflichten. Ich habe ihn damals auch gelesen und er erklärt auch schön einige hintergründe (Salting+Streching, PBKDF2, etc.).

  4. Solarix sagt:

    Debian, ist qualitativ, was die Qualität der Pakete angeht, mit Slackware immer noch das beste was zu kriegen ist. Aber die Selbstkastration die bei Debian aus ideologischen Gründen vorherrscht, finde ich einfach ein Unding. Es kann nicht sein, das diverse NIC’s aus ideologischen Gründen aussen vor gelassen werden. So sehr ich die Distribution schätze, so gaga finde ich manche Denkweissen. Leider sind die Alternativen zu Debian, wirklich mau. :-( Dass man zu Tools wie grml greifen muss, finde ich schon bezeichnend und auch ein bisschen traurig. Gerade für den professionellen Einsatz ist das echt nicht tragbar. Leider. :-(

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