Debian in der Krise?

Am 04. Dezember sollte Debian Etch ursprünglich erscheinen. Nun verzögerte Releases sind nichts Besonderes, in der Regel dienen sie doch der Qualitätssicherung. In diesem Fall aber rauschte es im Blätterwald, Debian-Entwickler zogen sich zurück oder ließen ihre Arbeit am Projekt gewaltig sinken und das ob moralischer Aspekte.

According to a blog note by Andreas Barth, Debian developer and release manager, the delay has resulted because «Some people who used to do good work reduced their involvement drastically. There was nothing I could do about, and that happened way before I started full-time on release, but on the global picture that still counts.»

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Und warum das alles? Nun da gab bzw. gibt es ein Experiment, dunc tank, ein Projekt das es sich zur Aufgabe machte die Entwicklung von Debian finanziell zu fördern. Auch Open Source Programmierer wollen etwas essen, nun gut bei [[wikipedia:de:Debian]] ist dem nicht so — egal 😉
Spaß beiseite, Debian hat strenge moralische Vorstellungen, die weit über die GPL hinausgehen und letztendlich wäre es schade, wenn Debian einzig ob einer finanziellen Hilfe scheitern würde.

He’s not the only developer to get sick of Debian politics coming before Debian development. Scott James Remnant, another Debian developer who has left the fold, recently explained on his blog why he has gone to Ubuntu.

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Sic transit gloria mundi

5 Antworten zu “Debian in der Krise?”

  1. gnokii sagt:

    es geht doch weniger um die Idee dunc tanks sondern um die Art der «ich setze es trotzdem durch Haltung» von Anthony Towns.

  2. Oli sagt:

    Nun um da vollends durchzublicken, müßte ich wohl Partei ergreifen für einen der Entwickler, dann paßt es wohl so wie oben geschildert am besten. Letztendlich war auch die Finanzierung der initiale Grunde und das «ich machs dennoch» das i-Tüpfelchen imo. Meine Meinung dazu — ich seh nichts schlimmes daran, verstehe aber die Haltung der Debian Leute auch, ob der moralischen Ansprüche bei dieser Distro.

  3. gnokii sagt:

    Der Witz ist doch, dass trotz dunc tank und der Bezahlung des Releasemanagers sich das Release verspätet, gestern warens noch 130 releasekritische Pakete.

  4. Oli sagt:

    Nun wenn schon einige Entwickler mit Beginn dieses «Experiments» ihre Leistung zurückfuhren — ich kann ja nur sagen was ich an Meinungen von beiden Seiten in den Mailinglists lesen kann. Meine Meinung zu dem Projekt insgesamt kann man nachlesen, ich sehe nichts verwerfliches daran. Und Einhaltung der Frist … mag zwar prof. klingen, jedenfalls für Firmen im big business, aber ich stehe mehr auf Qualität.
    Und man muß ja nicht auf Teufel komm raus Firmen wie Microsoft nacheifern, bei den Release vor Bugfixes geht, Fedora z.B. eifert dem ja ebenso nach.

  5. […] Ahm ja es dreht sich um Debian etch verzörgern wirds sichs wohl noch ein wenig, wohl deswegen, auch ist man nicht so ganz glücklich über die bisherige Entwicklung. Auch kann es mitunter sein, nicht überall, das da im Zusammenhang mit ext2/ext3 Datenverluste auftreten ob der LSB Patches im aktuellen Kernel. Wo noch und vor allem warum, darüber brütet auch Linus und Anhang. Na dann, viel Glück — schließlich nutzen wir auf dem Server auch ein Debian sarge. Wobei ich dieses LSB sausen lassen würde, die Qualität die Debian an sich beinhaltet ist imo weitaus größer und LSB mehr ein buzzword für die Entscheider in Firmen […]

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