Datenschutz und so

Ja kennen wir nicht und unsere Bildungselite (Schüler, Studenten) mag das auch nicht so, denn Datenschutz != Fun. Leider geht Datenschutz immer mit ein paar Unbequemlichkeiten einher, man kann versuchen es bequemer zu machen, läuft dabei jedoch immer in Gefahr das primäre Ziel aus den Augen zu verlieren — sprich man opfert essentielle Dinge, die die eigenen Daten schützen.

Was jemand daheim macht, was jemand für sich im Netz macht, das ist alles dessen eigene Entscheidung. Man kann jenen aufwecken, ihm Dinge erklären, ihn für etwas sensibilisieren, kurzum es entsteht vielleicht ein mündiger Bürger, der mit seinen Grundrechten auch umzugehen weiß und diese verantwortungsvoll nutzt. Muß man nicht, kann es aber tun — vice versa kann man zuhören oder dreht sich einfach um und geht weiter.

Was aber tun bei Angeboten im Web, die mit den Daten anderer hantieren? Nun primär geht man davon aus, das diese mit den Daten verantwortungsvoll umgehen, gemäß gängigen Datenschutzrichtlinien. Ist irgendwo ein Leck und jemand zeigt drauf, so ist das nicht schlimm. Der Admin geht dann hin, fixt die Dinge und gut ist — alle freuen sich, hat man doch einen verantwortungsvollen Admin der da für ein sicheres Angebot sorgt. Natürlich kann man es auch anders machen, viele große Firmen sind da führende Beispiele,

  • die einen wissen gar nichts davon
  • die anderen warten lieber ob des hohen Aufwands ab, ob es überhaupt jemand bemerkt
  • wiederum andere dementieren bis zum abwinken
  • es gibt auch einige behaupten gar das Gegenteil

Was bleibt dabei über? Ein verunsicherter Nutzer, ein nicht wiedergutzumachender Schaden. Natürlich hofft man darauf, das in der schnellebigen Neuzeit und insbesondere im Internet, jegliche Infos schnell dem digitalen Nirwarna übergeben werden. Dem ist auch so, das Netz ist ultra-schnellebig und die meisten User haben dank einer medialen Ãœberflutung meist nur das Kurzzeitgedächnis für derlei Dinge aktiviert — man bemerkt halt das Zittern am Rande.

Muß das sein? Nein wir haben dann Firmen/Angebote die den Datenschutz mit Füßen treten oder nur halbherzig umsetzen ob der Quote/Marketing/In–Faktor/. Auch der User kommt da nicht besser bei weg, sicherlei DAU ist jeder einmal und immer wieder in neuen Bereichen. Aber Lebewesen machen Erfahrungen, gute und schlechte — da lernt man draus und ta taaaa in Zukunft weiß man es besser. So jedenfalls lautet die Theorie.

Wie schon erwähnt den User kann man aufklären und desöfteren drauf hinweisen, aber nicht zwingen. Firmen/Webangebote sind dazu verpflichtet, man kann auch diese darauf hinweisen, immer und immer wieder — man kann dort aber nicht kopfschüttelnd weitergehen. Oft gehörte Argumente in diesem Zusammenhang …nun man muß wissen das man im Internet nichts mit richtigen Daten irgendwo macht wirken da schon recht befremdlich. Ich denke da ist mehr da draußen im Cyberspace als eine gigantische Spaßfraktion, da gehts auch um vernetztes Wissen, da gehts schlicht um Datenaustausch — profan ausgedrückt ist es schon beinahe einen vernetze Welt, auch Vater Staat bewegt sich dort, d.h. die Daten gehen so oder so durchs Netz, immer und überall.

Deswegen ist es wichtiger denn je, das der Bürger sich seiner Situation bewußt wird, er ist weder vogelfrei noch zum Abschuß freigegeben für irgendwelche Dataminer. Nein er ist mündiger Bürger im Netz, der mit seinen Daten und denen anderer bewußt umgeht, dabei auch Spaß haben kann.

Ergo die Verneinung von Datenschutz ob des Fun-Faktors ist absurd, gar die Verneinung ob vermeintlicher Wichtigkeit der Daten mehr als fahrlässig. Drücken wir es so aus, die Wichtigkeit gewisser Daten mag nicht offen auf der Hand liegen, meist mangelt es auch am technischen Verständnis, aber man muß immer davon ausgehen das jemand damit arbeiten kann und wird. Und wird man sich erst dieser Option gewahr, dann sollte es auch mit dem Lerneffekt klappen. Last not least ist man dann nicht 100prozentig sicher, man kann auch noch Fehler machen, aber man weiß zumindest das man gemäß der eigenen Fähigkeiten das Bestmögliche tut, Hilfe gibts zudem immer und überall.

Fear, uncertainty and doubt — also Furcht, Unsicherheit und Zweifel im Angesicht von Kritik oder einem einfachen Fingerzeig ob Datenlecks oder leichtfertigen Verhaltens wirkt also letztendlich nur infantil, hat man denn Angst davor sein geliebtes Spielzeug zu verlieren. Denn im Gegenteil, das Spielzeug wird sicherer ähnlich TÃœV und geprüfte Sicherheit bei Kinderspielzeug. Oder welche Eltern lassen sich schon mit dem Argument abspeisen klar der Teddy ist mit Glas gefüllt, aber hey ihr Kind muß ja nicht damit spielen. Okay ein drastisches Beispiel, aber auch nur dann wenn man sich nicht dessen bewußt ist, was man denn da eigentlich im Netz tut und welche Daten wo eventuell wie Anwendung finden können. Dabei ist es doch recht einfach … Augen auf im Straßenverkehr äh WWW 😉

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