Datenpanne auf Komunalebene

Laut Report München waren die Daten von Bürgern aus 200 Gemeinden und Städten über Jahre(!!!) hinweg frei verfügbar im Internet. Die für die eingesetze Software zuständige Firma hatte die default-Daten in einer Onlinedemo im Klartext stehen. Nun gut jeder Router besitzt solche geheimen Zugangsdaten wie admin/0000, interessant hierbei also eher welche Inkompetenz auf komunaler Ebene herrscht, die berühmt, berüchtigte Spitze des Eisbergs drängt sich hier wieder einmal geradezu auf. Klar wer würde schon auf die Idee kommen die Daten zu ändern. Die default-Zugangsdaten selbst waren nur für kurze Zeit online, was jedoch nicht ausschließt, daß der Mißbrauch schon seit längerem statt fand. Nun wird man die protokollierten Zugriffe auswerten, sofern Tor und im Moment noch relativ kurze Verbindungsdatenspeicherungen nicht einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Übrigens ist dies ein hervorragendes Beispiel für all diejenigen die da herumlaufen und sich sicher wähnen mangels Internet oder Computer — eure Daten sind allesamt vogelfrei!

heise, golem

, ,

10 Antworten zu “Datenpanne auf Komunalebene”

  1. Gerriet sagt:

    Ja, was soll man dazu sagen … Das heisst doch nur, das diese firma mehr nun verloren hat .. lol

    Erst gehen einem die scheiss Spammer auf den Sack und nun Admins, die nicht mal wissen, wie sie Daten absichern.

    Man oh man, da hilft nicht mal inbuddeln .. wo soll das hinführen ..

  2. Oliver sagt:

    Wegen derartigen Dingen hat noch keine Firma ihren Auftrag verloren, da gibts Verträge und dann sich die Schulungen auch recht teuer etc. pp. Aber selbst die verantwortlichen Fachkräfte wird man nicht zur Rechenschaft ziehen, aussitzen und warten bis sich die Wogen geglättet haben.

  3. WarMac sagt:

    Ooh man wie panne…

    Kann man denn wenigstens irgendwo nachschauen, welche Kommunen betroffen waren?

  4. Solche Pannen lassen sich vermutlich nie völlig ausschließen. Schon deswegen sollte man so wenig Daten wie möglich erheben, sie so schnell es geht wieder löschen und sie möglichst dezentral verwalten.

    Vielleicht ist es an der Zeit für eine Renaissance der Karteikarte.

  5. Oliver sagt:

    >Vielleicht ist es an der Zeit für eine Renaissance der Karteikarte.

    Auch da fand man schon vor Jahren dergleichen auf dem regulären Müll. Von Pannen kann man da kaum noch sprechen.

  6. Die Karteikarte findet man aber wenigstens nur auf einer Müllhalde.

  7. Jäger sagt:

    Da sollte sich es die Gewerkschaft der Polizei aber genau überlegen, ob es so sinnig ist, das zentrale Waffenregister ins Melderegister zu integrieren.

    http://www.gdp.de/gdp/gdp.….pdf?open

    «Na, Ede, wo wollen wir denn heute einbrechen, um eine Waffe für unseren Banküberfall zu bekommen.» «Och, Knut, lass ma ins Internet schauen.»

  8. […] immer wieder das er noch lange nicht reif ist für die modernen Errungenschaften der Technik, just am Beispiel des komunalen Datenlecks wiederholt recht gut verdeutlicht. Neben der fortschreitenden Entmenschlichung vieler Bürger dieses Landes, wird auch […]

  9. […] Fahndung. Und wer dies immer noch nicht glaubt, den muß man wohl nur an den just aufgedeckten Komunal-GAU erinnern :-) Kurzum für den jetzigen GAU benötigte man noch viele, viele inkompetente […]

  10. […] Zumindest ob des Wetterfähnchens Zypries sollte selbst der letzte gutgläubigste SPD-Anhänger die Genossen meiden wie der Teufel das Weihwasser. Nicht nur das Zypries und ihre Genossen fortwährend zum Abbau der Privatssphäre beitrugen und beitragen, nein nun schiebt man die eigene Inkompetenz und das eigene Versagen auch noch dem Bürger in die Schuhe. Sicherlich gibt Bürger einiges Preis — mitunter zuviel, aber es befinden sich auch die Daten vieler im Umlauf die nicht einmal einen Computer ihr eigen nennen dürfen und den Berliner Versagern gezwungenermaßen die persönlichen Kronjuwelen anvertrauten! Daten wiederum die an Brisanz kaum mit einem Bild, dem Namen und einigen persönlichen Vorlieben zu vergleichen sind. Wie kann sich denn der Bürger beispielsweise gegen die vorranschreitende gierige Datenakquise seitens des Staats wehren? Wie soll sich Bürger seiner noch sicher sein, wenn Behörden quasi datentechnisch Amok laufen? Denn sie wissen nicht was sie tun. […]

RSS-Feed abonnieren