Das Thema GEZ nimmt nicht wirklich ein Ende

Ein Thema das uns alle angeht und zwar recht akut, denn wie man weiß werden derlei Dinge schnell unter der Hand durchgewunken. Gestern noch in den Medien, morgen vergessen, übermorgen Realität. In Zukunft soll also die GEZ Daten abrufen können, von diversen Stellen, u.a. Adresshändlern, Unternehmen. Schwarzseher möchte man finden, ich bezeichne das auch ohne die Bitcom als tätlichen Angriff auf die Grundrechte eines jeden Bürgers. Selbst eine reguläre Behörde besitzt dabei recht hohe Auflagen, aber davon abgesehen, die GEZ ist noch nicht einmal eine Behörde! Demgegenüber kommt natürlich der kaum geistreichere Vorschlag der Bitcom, niedrigere Beiträge und jeder zahlt solidarisch ins Staatssäckel. Wer die Dienste in Anspruch nimmt, die tatsächlich mittels dem Begriff Rundfunk gedeckelt sind, soll auch dafür bezahlen — alles andere ist Schwachsinn. Und wenn wir dann bei diesem Punkt sind, müßten wir auch endlich mal den Vertretungsanspruch der ÖR angehen, die meint jeden Scheiß, der ihnen so in den Kram paßt, mit einer Gebühr deckeln zu müssen.

computerbase

,

8 Antworten zu “Das Thema GEZ nimmt nicht wirklich ein Ende”

  1. Falk sagt:

    Steter Tropfen höhlt den Stein…

  2. Oliver sagt:

    Eine Springflut wäre wohl angebrachter, da tröpfelts schon seit Beginn der BRD.

  3. Falk sagt:

    Ich meinte damit auch eher die Gesamtheit der Methoden, die derzeit angewandt werden, um den Bürger durchsichtiger zu machen. Das geht bei solchen Sachen wie da oben los (wobei ich schon die Methode, dass Meldeämter Adressen rausrücken per se ablehne), geht weiter über die Auskunftsmöglichkeit deiner Kontobewegungen, hin zu der Datenbank für Lohnempfänger und schlussendlich noch zur viel diskutierten Onlineüberwachung. Wer kann eigentlich noch sagen, was davon jetzt auch Nebelkerzen sind, um von der Datensammelwut eines totalitären Staates abzulenken. Wer hat noch den Überblick, in welchen Bereichen längst die Totalüberwachung durchgeführt und noch schlimmer akzeptiert wird. Den Otto Normal interessierts erst dann, wenn das BKA bei ihm vor der Tür steht und ihn festnimmt oder wenn aufgrund einer Kontoabfrage Bezüge gekürzt werden. Kamera am Bahnhof? Ach egal, ich hab ja nichts zu verbergen…

    Dieser schleichende Prozess ist es, der mich stört und den ich mit diesem Sprichwort symbolisieren wollte.

  4. Oliver sagt:

    Im Prinzip offeriert man nun den Persilschein für derlei Dinge, praktiziert wurde es schon immer — denn wie sonst käme man an die Daten?

    >Den Otto Normal interessierts erst dann, wenn das BKA bei ihm vor der Tür steht und ihn festnimmt oder wenn aufgrund einer Kontoabfrage Bezüge gekürzt werden.

    Aber auch nur den Betroffenen an sich, den Rest juckt das Beispiel in Prinzip auch nicht weiter.

    Ich schriebs ja schon mal anderswo, es ist nicht unbedingt das Nichtwissen, das es zu bekämpfen gilt, sondern weitesgehend die Ignoranz. Auch eine Art von Dummheit, aber eine der man nicht mal ebenso mit der Wissensoffensive begegnen kann.

  5. Michael sagt:

    Hallo,

    also auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, breche ich hier mal eine Lanze für den Otto Normalo…

    Ich denke das die Erwartungshaltung der derzeit betroffenen IT Branche gegenüber diesem besagten, einfach total überzogen ist.

    Es mag uns ja allen nicht gefallen, aber wenn wir mal zur Abwechslung realistisch bleiben, muss doch festgestellt werden das alles eine Frage der persönlichen «Betroffenheit» ist. Und zwar auf so ziemlich allen Gebieten, und alle Gesellschaftsschichten durchdringend. Ignoranz ist in Wirklichkeit ein Spiel für die ganze Bevölkerung. Ein eher lustig Beispiel:

    Wann ist euch das letzte mal wirklich aufgefallen, dass in letzter Zeit das Verkaufspersonal im Frischwarenbereich (Backwaren, Wurst o. Käse) entweder diese merkwürdigen Gummihandschuhe trägt, oder wenigstens peinlich genau darauf zu achten scheint, die Ware nur via Plastikfolie anzufassen?

    Und JA das ist bemerkenswert, denn dies ist ja eines diser unsinnigen Dinge, die nur existieren, weil kein Mensch darüber nachdenk…

    Denn wen schützen den z.B. diese Handschuhe, und wichtiger noch, vor was?

    Wieviele Leute mussten Sterben, bevor diese gewaltige Innovation des Seuchenschutzes im Einzelhandel eingeführt wurde?

    Aber mal im Ernst:

    Was sollen denn nun die wirklich gut motivierten jungen Menschen sagen, die gerne im Lebensmitteleinzelhandel tätig wären, aber allergisch auf das Material reagiert? Z.B.: «Ach diese IT Leute, die ignorieren doch die Unsinnigkeit solcher Sachen, die interessiert doch überhaupt nicht, dass ich nun meinen Traumjob nicht ausüben kann!»

    Ich bin der Meinung, dass es Zeit ist die Methode zur Meinungsbildung zu ändern. Für mich stellt es sich so dar, als ob die derzeitigen IT-Versteher, dem Rest der Bevölkerung in etwa so gegenüberstehen, wie die Öko-Versteher selbiger vor rund 30 Jahren gegenüber standen. Mit dem Unterschied, dass als Resultat der damaligen Situation, sich die Ökoorganisationen formierten und begannen die ignorante Bevölkerung zu sensibilisieren.

    Gruß

  6. Falk sagt:

    Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Gelesen, verstanden und sicherlich werd ich beim nächsten Einkauf drauf achten. Aber sonst, wen interessierts? Deinen Otto Normal sicher nicht, es sei denn, es steht in der Bild.

  7. Michael sagt:

    @Falk: Richtig…

    …und wenn in der Bild steht, das die Beschichtung dieser Gummihandschuhe krebseregende Stoffe absondert, dann schafft die Behörde, welche diesen Schwachsinn ja verursacht hat, diese Vorschrift schnell ab und beruft sich darauf, dass da wohl «Jemand» über die Stränge geschlagen sei… und der zuständige politische Vertreter wird seinen Sündenbock vorschieben und behaupten er hätte diesem vertraut und sei nun masslos entäuscht, schockiert wie betroffen… SO FUNKTIONIERT DIESES LAND!

    Geschrieben weil praktiziert 😉

  8. Bernd sagt:

    Was hast Du nur gegen Gummihandschuhe und Hygenevorschriften? Wie sonst soll man den Gammelfleisch anfassen 😉

RSS-Feed abonnieren