World of Warcraft (WoW):
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- World of Warcraft — auch in Europa mit Rekordstart
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- Eine Million Europäer spielen World of Warcraft
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Nun kann ich persönlich mit WoW rein gar nichts anfangen. Das ist aber nicht das Thema — Millionen andere können es, sind begeistert. Oli und ich beobachten die Entwicklung bei manchen virtuellen Bekannten mit Sorge — da kann man schon fast von Sucht sprechen. Was ist das Erfolgsgeheimnis des Spieles? Es muss allen Anschein nach für einen Großteil der (Online-) Spieler grandios sein — und verkauft sich deshalb so hervorragend.
Liebe Contentindustrie, liebe Musikschaffenden, liebe Filmproduzenten: Liefert gute Spiele, und sie werden verkauft. Produziert tolle Musik, und sie wird gekauft. Schafft grandiose Filme, und die Menschen rennen ins Kino. Gängelt nicht die Menschen, die fair mit Euch umgehen — seht sie als das, was sie sind, Kunden, Partner im digitalen Zeitalter. Es liegt an Euch, ähnliche Erfolgsgeschichten wie die von WoW zu schreiben. Sie sind möglich, auch in heutigen Zeiten, wo manchmal maßloses Filesharing von urheberrechtlich geschützten Material usus scheint. Aber das ist alles nicht neu — es ist Zeit aufzuwachen. Holt Euch Eure Kunden zurück. Wacht endlich auf. Wir wollen keinen Kopierschutz, kein DRM — wir wollen einfach gute Produkte. Das ist das Geheimnis.




Das war ein Seelendump von mir. Aber keine Sorge, steht unter CC-Lizenz
«Wir wollen keinen Kopierschutz, kein DRM — wir wollen einfach gute Produkte. Das ist das Geheimnis.»
Amen.
Wie man sieht muß noch nicht einmal das sein, der Suchtfaktor langt — die Qualität des Spiels ist dabei völlig belanglos
*rautiert*
Nicht, wenn man nicht einen Hype schafft. Leider ist «gut» allein heutzutage nicht mehr ausreichend. Denn das würde zu der irrigen Annahme führen, das in den Verkaufscharts gute Musik zu finden ist. Und das bezweifle ich ja sehr stark.
Hype ist eine Blase, nur Engagement und gute PR rechnen sich auf Dauer — überall. Hype ist eine generierte Lüge, die man auf Dauer eben nicht aufrecht erhalten kann. Der ganzen Industrie (egal ob nun Musik oder Video etc.) fehlt die Portion Ehrlichkeit.
Mit einer Nische z.B. kann man ehrlich sein, man kann jedoch trommeln wie man möchte, letztendlich bleibts eine Nische. Ergo ist Hype doppelt dumm, einmal belügt man die Kunden, zum anderen sich selbst.
Bei Musik zählt sowieso nur die Vermarktungsschlacht zwischen den Major Labels. Radio, Fernseheh und Zeitschriften arbeiten da meistens Hand in Hand mit der Musikindustrie.
Könnte man WoW mal eben brennen, dann hätte es wohl weniger Abonnenten. Allerdings verliert das Verlangen nach Qualität dadurch kein Stück an Wichtigkeit. Trotzdem, das Leechertum ist nach wie vor weit verbreitet und verhindert auf der wirtschaftlichen Seite eine Entwicklung auf der künstlerischen Seite.
Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, das die Nischen zuerst ausgetrocknet sind, wenns nicht *nur* um Idealismus geht.
Ich habe Warcraft III incl. irgendeiner Missions-CD (also nur die Single-Player-Version) irgendwann mal durchgespielt und es hat mir auch Spass gemacht (wie eigentlich fast alle Blizzard-Spiele).
Aber für WoW kann ich absolut kein Interesse aufbringen.
Zum Einen habe ich keine Lust eine monatliche Gebühr für ein Online-Spiel zu löhnen, dann ist das Ding vermutlich ein ziemlicher Zeitfresser (zumindest wenn man es halbwegs ernsthaft spielt, wobei das schon ein weiterer Grund dagegen ist: ernsthaft + Spiel will in meiner Vorstellunsgwelt nicht so recht zusammen passen).
Zum Anderen ist mein reales Leben (noch nicht
) so langweilig und ereignislos das ich mich mehrere Stunden täglich in eine Fantasy-Rollenspiel-Welt flüchten muss.
Und zusätzlich kommt noch dazu: ich langweile mich bei Spielen sehr schnell, vermutlich hätte ich schon anch kurzer Zeit mehr als nur genug von WoW (ich habe hier Spiele im Regal stehen die ich nie durchgespielt habe einfach weil sie mich nur noch langweilten, dazu zählt z.B. auch Oblivion und sein Vorgänger).
@Falk, will einfach heißen die meisten gehen da mit völlig falschen Vorstellungen in den Ring und holen sich mehr als nur eine blutige Nase.
Die Nischen trocken nicht aus, wenn über allem der gesunde Menschenverstand schwebt und leider ist das sehr sehr wenig zu beobachten.
@Oli: Teilweise geb ich dir da auch recht — die Vorstellungen, die manche im Musikzirkus haben sind schlichtweg illusorisch. Allerdings ist es tatsächlich so, an einem bestimmten Punkt geht die künstlerische Entwicklung auch einher mit erzielbaren Einnahmen. Bleiben diese aus, kannst auch niemanden mehr fördern. Nur von Luft und Liebe zur Musik machst niemanden bekannt.
Ich schrieb ja auch nicht das ich sklavisch zur anderen Seite der Medallie tendiere — jede aufgezählte Komponente gehört zwingen dazu, damits klappt bzw. irgendwie klappt.
Fehlt aber eine, diese erwähnte ich ja oben, dann klappts auch mit dem Rest nicht. Ich trenne klar zwischen Hype, PR und Engangement — die beiden letzeren Dinge müssen Hand in Hand gehen zu gleichen Teilen, nur PR ist gleich Hype und letztendlich eben diese Blase. Nur Liebe zur Musik, ist zwar nett, aber ohne PR eben ein Witz — ich denke so herum betrachtet dürfte es klar sein, das das der einzig gangbare Weg ist, übrigens in jedem Bereich.
Denk ich ja auch, das dieser Weg der bessere ist. Wenn man selbst liebt, was man in der PR verkauft, dann ist es nicht mehr seelenlos. Ist allerdings der schwierigere Weg, den Viele scheuen