Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins


via Datenschutz ist Bürgerrecht

Mehr Infos:

Soziales Web: Zurück zum Einfachen und Notwendigen
NYT — Facebook Privacy: A Bewildering Tangle of Options
EFF — Facebook Should Follow Its Own Principles
epic: Facebook Privacy
boing boing — Facebook: New «social» features secretly install malware
Jürgen Fenn — Facebook is a closed shop: XI, X, IX, VIII, VII, VI, V, IV, III, II, I

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26 Antworten zu “Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins”

  1. devnull sagt:

    Danke fuer den Hinweis. Hab zwar keinen Facebook-Account, hab’s mir aber trotzdem angeschaut. Gut gemacht und eigentlich zeigt’s nur
    – wieso sollt’ ich mich da (oder equiv. Network) anmelden? Vorteil: Nada. Nachteil: Es fliegen noch mehr Daten meinereins rum…
    – Datenschutz fuer Lieschen Mueller verkommt zum Fulltime-Job. Das haett’ mir mal der Fidonet-Op erzaehhlen sollen 😉
    – Datenschutz fuer diesen Quark scheint irrelevant (und undurchsetzbar).
    – …

    Ich erlaub’ mir mal den Link auf den Artikel so weiterzugeben, muss jeder selber wissen was er draus macht…

  2. olhe sagt:

    >Datenschutz fuer Lieschen Mueller verkommt zum Fulltime-Job.

    Der beste Datenschutz ist ohnehin gewisse Dienste zu meiden, nur wird das Netz dann für einige richtig leer bzw. man kann nur derart Kontakt halten etc. pp. Wie auch immer, vielleicht läßt sich auch ein Bewußtsein beim User schaffen für den _bewußten_ Umgang mit seinen wertvollen Daten? Weniger ist mehr: weniger Privates, mehr Schutz.

  3. Valentin sagt:

    Allein der erste Punkt bei der «Anleitung» ist doch schon fragwürdig. Wieso sollte man glauben, dass ich in Facebook was über meinen Chef schreiben kann, ohne das er es im Zweifelsfall erfährt.

    Momentan sollte man immer damit rechnen das alles und jede Information die man bei Facebook eingibt auch öffentlich ist oder später mal wird. Lästereien über den Chef sind da nur das eine.

  4. olhe sagt:

    Dieses «Lästern» ist ein breites Spektrum, mitunter ist es jemandem überhaupt nicht bewußt was er da tut. Selbst die feinst nuancierte und berechtigte Kritik, kann in den Augen des Kritisierten zu einem mitunter abmahnenswerten «Lästern» führen. Man kann einerseits bewußt mit freizugegebenden Informationen umgehen, andererseits kann man sich auch selbst einen Maulkorb verordnen. Letzteres jedoch hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Und was in der Regel beim simplen Telefongespräch gilt oder beim Brief hat auch für die elektronische Kommunikation zu gelten. Daß jegliche Daten vogelfrei im virtuellen Raum sind kann einfach nicht sein und darf auch nicht sein.

  5. […] in Medien, Meinung, Netzkultur von jfenn am 15. Mai 2010 Das Unbehagen an den sozialen Netzwerken nimmt zu. Sie bringen die Menschen dazu, Glasperlen gegen Perlen zu tauschen, wie Cem Basman zutreffend […]

  6. Anonymous sagt:

    Ihr wollt eine Anleitung verbreiten, wie man auf Facebook seine Privatsphäre schützt und direkt drunter steht ein «I like this»-Button.
    Muss man das verstehen?

  7. Chris sagt:

    Das eine nennt sich Aufklärung, das andere Verbreitung der eigene Inhalte, auch dieser Anleitung.

  8. Anonymous sagt:

    Aber macht man damit sich und die Leser nicht wieder ein Stück weiter abhängig von Facebook?

  9. Chris sagt:

    Nein, es ist komfortabel, ein Klick für Leser und Facebook-Nutzer und sie verbreiten dieses Artikel. In dieser Einfachheit besteht natürlich auch eine Gefahr — wir haben das im Auge. Wir sind nicht abhängig davon, so dass wir es jederzeit rausnehmen könnten.

  10. Chris sagt:

    Wir sind nicht dafür verantwortlich, wenn die Leute bei FB angemeldet sind und durch die Gegend surfen. Auch deswegen: Aufklärung, kein Stopp-Schild. 😉

  11. olhe sagt:

    Selbst ist der Mann oder die Frau, wie Chris schon sagte … wir wollen ein Bewußtsein schaffen, nicht irgendwelchen Usern die Schuhe zubinden.

  12. Anonymous sagt:

    Muss man bei Facebook angemeldet sein, damit facebook.com das gesetzte Cookie abfragen kann?

  13. Chris sagt:

    Dann können sie Deine IP zuordnen. Wenn nicht angemeldet, dann nicht.

  14. Anonymous sagt:

    Die IP und das Cookie ändern sich nach dem Ausloggen bei Facebook nicht. D.h. dass Facebook kann seine Nutzer auch tracken, wenn sie ausgeloggt sind.

    Und mit der «Selbst schuld»-Begründung kann ich mich auch nicht so richtig anfreunden.

  15. Chris sagt:

    Gut, ich kann trotzdem nicht die Verantwortung für alle User im WWW übernehmen. Dazu fehlt mir die Zeit.

  16. olhe sagt:

    >Und mit der “Selbst schuld”-Begründung kann ich mich auch nicht so richtig anfreunden.

    Hier geht es auch nicht darum, wir liefern die Infos, dies mit dem mündigen User muß dann in Eigenregie erfolgen. Mit Flash-Cookies oder Googles «Superkeks» etc. schaut es ja auch nicht viel besser aus.

  17. Anonymous sagt:

    Vorschlag: Wie wärs, wenn ihr die ganzen Empfehlungsicons auf eine gesonderte Seite setzt, die man erst einen Klick weiter erreicht (z.B $URL/empfehlen).
    Damit würde der Leser erst dann getrackt werden, wenn er den Eintrag auch weiterempfehlen will. Derjenige, der nur lesen will, bleibt davon unbehelligt.

  18. Chris sagt:

    Sorry, das ist Blödsinn. Und die Empfehlungsicons tracken nichts, schau Dir mal die URLs an.

  19. Anonymous sagt:

    Die restlichen Empfehlungsbuttons tracken nicht, aber eben der Like-Button von Facebook.
    Mir ist klar, dass Ihr nicht die Verantwortung für alle User übernehmen könnt, aber genausowenig solltet Ihr (imho) der Datensammelwut von Facebook Vorschub leisten.

  20. Chris sagt:

    Es bleibt (vorerst) so wie es ist. Und damit ist dann auch gut.

  21. olhe sagt:

    Das sich keiner an den Keksen von Flash und Google stört … aber da hat man sich wohl schon dran gewöhnt oder meint der eine oder andere Filter bedient diese sicherlich. Eigentlich dürfte man ja das Gros der User gar nicht ins Web lassen.

  22. devnull sagt:

    @olhe
    Ich stimm Dir ja zu, deswegen hab ich ja gerade keinen Facebook-(o.ä)-Account — kein Account keine Daten, hätt’ ich einen, wär’s ‘ne Legende (und das Netz wird für mich weder leerer, noch verliere ich Kontakte — es gibt auch noch ein Reallife). Die optimale Lösung ist natürlich, dass die User selbst das entsprechende Bewusstsein entwickeln, nur seh’ ich’s (als kleiner Admin) eben genau entgegengesetzt laufen: Wo ist die nächste Party, was ist die nächste Hype, da specht ich meine Daten ein… Und genau deswegen sind solche Artikel gut und wichtig.

  23. Robert B. sagt:

    Diese Diskussion zeigt nur, wie wichtig (Medienkompetenz!) es ist, die nötigen Datenschutz– und Sicherheits-Vorkehrungen in seinem Browser zu treffen: Wenn man automatisch keine fremden Inhalte (Facebook, Google Analytics, …) zulässt, vielleicht gar per /etc/hosts aussperrt, kann einem auch keiner ans Leder. Man muss eben bei jeder Seite entscheiden (Medienkompetenz!), wie weit man ihr vertrauen kann:

    Eigentlich dürfte man ja das Gros der User gar nicht ins Web lassen.

    Ich habe mir eben mal im HTML-Code angeschaut, wie der Like-Button eingebunden wird: Prinzipiell kann Facebook jeden Besucher des Artikels tracken, egal ob Mitglied oder nicht (außer ich blockiere Iframes oder facebook.com). Das ist im Grunde die gleiche „Problematik“ wie Zählpixel, Bilder von anderen Seiten, … hier scheint es dann auf die Paranoia anzukommen.

  24. Chris sagt:

    Es ist ja nicht so, dass an der FB-Kritik nichts dran wäre.

    1. FB-Like-Button ist raus.
    2. Anderer Like-Button (einfacher Zähler) rein. Unser kommerziell-freier Gegenpart zu Flattr… 😀
    3. Bookmarks rechts (Share) in die Sidebar.

    Fragen, Anregungen, Kritik?

  25. Anonymous sagt:

    Cool, danke. Jetzt fühle ich mich gleich viel wohler hier 😀

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