Da mag wer nimmer spielen

ich gestehe: Ich bin über 20 Jahre treuer Microsoft-Kunde und habe mir seit DOS jedes Betriebssystem aus Redmond brav gekauft, Anwendungssoftware gleich noch obendrein. Und zwar den Microsoft Flight Simulator — eine frühe Version in krakeliger CGA-Grafik zählte zum Fundus meines ersten PCs, und seitdem bin ich begeisterter Computerpilot.

LinuxUser

Viele von uns alten Herren verbrachten u.U. zuviel Zeit mit diesem System, aber es dauert erst bis Vista den Umstand des Fehlens zu realisieren?

Kennen Sie Windows-Anwender, die schon länger mit einem Umstieg auf Linux liebäugeln?[…]

Jetzt habe ich die besten Argumente, wie es weiter dort steht, warum? Gemäß dem Motto besser spät als nie? Vista bietet nicht viel neues, aber es hat weder die Zahl 666 eingebrannt noch irgendwelche anderen teuflischen Anzeichen die man da herauslesen könnte. Der Bringer war Windows95 schon nicht, NT hatte ein paar gute Ansätze, ließ aber schneller nach, als man denn da noch etwas erwarten konnte. Von daher, wer es jetzt immer noch nicht kapiert haben sollte, soll doch besser bei Windows bleiben — denn die Sachen die dort als Essenz genannt werden, haben nichts mit den wirklichen Mängeln von Windows gemein.
Klar Preis, Lizenz, Aktivierung und natürlich die Löschmethoden von Windows Defender — okay lese ich mir die Dinger bei anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln durch und da kann ähnliches passieren … Software läuft danach nimmer. Nun aber da hängts wohl nicht an der EULA 😉

Und der Rest? Der Rest war in der Form etwa schon immer vorhanden, nur wenige machten sich die Mühe sich damit auseinanderzusetzen und nahmen es eben privat einfach so.

Wieviele kaufen denn tatsächlich neu? Auch ich führte den hohen Preis an, aber letztendlich werden viele Vista mit einem neuen Rechner erwerben bzw. die OEM Versionen weitaus günstiger im Handel erwerben.

Und nu? Nach der dortigen Argumentationskette — ich kann ja hier nicht alles zitieren, also bitte lesen 😉 — Windows wegschmeißen, Linux installieren und ein schickes Magazin für das neue OS erwerben? Ja wer denn mag, ich mag jedoch lieber Leute bei freien Systemen, die die volle Tragweite erkennen — diese User hat man auch auf Dauer. 😉

Ergo mit diesen Argumenten kann ich Windows-User vielleicht abhalten von W2k oder XP auf Vista umzusteigen, aber die anderen zerre ich allenfalls auf Ubuntu rüber. Diese werden eventuell aber schnellstens wieder verschwinden, wenn ihnen irgendeine Oberflächlichkeit bei Linux mißfällt. Es sind halt i-Tüpfelchen, keine tatsächlich ausschlaggebenden Argumente.

Ich weise die Leute lieber darauf hin, Linux != Windows :)

32 Antworten zu “Da mag wer nimmer spielen”

  1. justme sagt:

    Was ist an Ubuntu auszusetzen? Habe das mitunter schon getestet da ich auch kein Vista haben will sondern ein freies System, fand das nicht schlecht. Die Dokumentation war Spitzenklasse.

  2. Oli sagt:

    Was ist an Ubuntu auszusetzen?

    Alles.

  3. justme sagt:

    Du hast an allem etwas auszusetzen. 😉

    Alles als Antwort ist aber irgendwie etwas mager. Klar kannst Du mir auch einfach nur Links vorwerfen + eventuell Deine persönliche Distroempfehlung aber nur so ist das etwas uninformativ. 😉

    PS: OpenSuse findest bestimmt auch Müll und OpenBSD ist dein Favorit? 😀

  4. Oli sagt:

    Da komme ich von einem 10 Jahre Weg von Linux, imo beurteile ich da Distros anders.

    Debian lassen wir bei uns auf dem Jabber Server rennen, mitunter ganz praktisch. ArchLinux ist ebenso nicht schlecht, auch Zenwalk für Einsteiger interessant vor allem da es auf Slackware basiert. FreeBSD ist mein ultimativer Favorit, OpenBSD ist auch sehr nett, mit NetBSD kann *ich* nichts anfangen. Fedora war ganz schön, ich war lange Jahre RedHat «Fan», Ubuntu nutze ich schon sehr früh, die Entwicklung gefällt mir nicht mehr.
    Ach ja und ich arbeite bei DesktopBSD mit im Team, keine Distro, sondern ein vorkonfiguriertes FreeBSD. Langt das für den Anfang?
    Und wie man an meinen Artikeln sieht, arbeite ich anderes mit unixoiden Systemen, ich suchte nie ein Windows-Pendant.

    Und Suse, ja ich hatte das sogar mal vor Urzeiten gekauft noch mit Textinstaller, war nur ne Phase und die sind nie wirklich gut gewesen bzw. werden es jemals sein.

  5. nickpol sagt:

    @Oli, danke, dem ist nichts hinzu zufügen.
    :)

  6. kobalt sagt:

    Da ihr «Jehova» sagtet: Ich benutze Suse. Und KDE. Und zuweilen empfinde ich beides als zu groß, irgendwie, als zu bunt.
    (X)ubuntu würde ich sogar meiner Großmutter zutrauen
    Debian finde ich interessant.
    Damn Small Linux habe ich auf einem uralten Rechner und der schurrt seitdem wie ein Kätzchen.

    Was ich gern sähe, ist eine Distribution, mittels der man Unix/Linux «erlernen» kann, die mit einer Art Trainingsprogramm daherkommt.

  7. Oli sagt:

    DSL ist auch nur Debian btw. Und wenn Jehova, dann werf ich auch nen Stein 😀 Trainingsprogramm -> hinsetzen und machen. Allerdings nehme ich eher an das dafür die Oberflächlichkeiten wie KDE/Gnome gemeint sind und die haben nun rein gar nichts mit Linux zu tun.

  8. kobalt sagt:

    «Trainingsprogramm -> hinsetzen und machen.»

    Richtig.
    Bei der schier unübersichtlichen Anzahl an Distributionen vermutete ich, jemand hier wüßte um eine Distribution, die ein geeignetes Lernprogramm mitbringt, immerhin gibt es auch Lernprogramme für Kinder. Gnome und KDE sind zum lernen nicht geeignet. Ein guter Anfang wäre es zB., wenn in den Menüs neben die anklickbaren Einträgern (wie «Kopieren nach») die Konsolenentsprechung, also der Befehl, wie er in der Konsole eingegeben werden müßte, stünde. Die Tastenkürzel stehen ja schon daneben, wenn man die durch die jeweiligen Befehle ersetzte, wäre das sehr gut.

  9. Oli sagt:

    Tja meist gehts aber nicht weil die Oberflächen ihren eigenen Weg gehen, Suse ist dabei z.B. ja noch schlimmer und konfiguriert an Linux vorbei.

  10. kobalt sagt:

    Das ist schade.
    Was ich meine ist, das es natürlich möglich ist, sich durch –zig manpages zu lesen und die Dokumentationen und Standards zu lesen und nochmals zu lesen und auszuprobieren usw.
    Das aber ist umständlich und unstrukturiert. Man kann das tun, wenn man viel Zeit hat.
    Will man strukturiert lernen, kostet das Geld weil man Kurse belegen muß. Nun wäre es schön, wenn die Struktur der Kurse auch als Trainingsprogramm, zum Selbststudium, auf einer LiveCD verfügbar wäre.

    Es geht mir ums Verstehen.
    Ich kann zwar kompilieren und installieren und so kleine Sachen in der Konsole tun, weil ich die Zeichen kenne, die ich eintippen muß, aber was genau der Rechner dann macht und warum er tut was er tut, weiß ich nicht. Und das ist unbefriedigend weil es Halbwissen ist. Im Grunde tippe ich Sachen aus Büchern ab.

  11. Oli sagt:

    Learning by doing halt 😉

    UNIX ist ein gigantisches Gebiet, das kaum von einem Kurs abgedeckt werden kann — wenn dann nur im Ansatz. Das Gros der Kurse, sind jene für die Oberflächen.

    Einführungen gibts schon, z.B. hier

    http://www.uwsg.iu.edu/UA.….uau.html

    noch grundlegender hier,

    http://freeengineer.org/l.….tes.html

    Speaking UNIX von IBM

  12. justme sagt:

    Kubuntu kommt mit KDE und ist Windwos wirklich ähnlich, allerdings nur die Oberfläche. Die andern Oberflächen von (X)ubuntu dürften anders sein.

    Daher fällt es Windows Umsteigern leicht. Werde sogar demnächst mal das Xp Theme als Oberfläche ausprobieren.

    Man kann Microsoft/Windows auch krankhaft hassen, ja krankhaft. Eine Distro zu verteufeln, weil es eine Oberfläche angeboten wird die Windows nahe kommt finde ich unkonstrutiv.

    Um davon abzuraten müsste es keine andere Oberfläche unterstützen, Sicherheitslücken haben, ausspionieren, langsam, inkompaibel sein oder sowas in der Richtung. 😉

  13. kobalt sagt:

    @ Olli:
    Vielen Dank für die Links.

  14. kobalt sagt:

    @ justme:
    Xubuntu habe ich als LiveCD hier. Es kommt mit Xfce und ist *wirklich* sehr einfach zu bedienen. Wenn ich Linder hätte und sie an die Computerei heranführen wollte, würde ich das mit X/Edu/K– Ubuntu tun. Am ehesten vermutlich mit Xubuntu, weil die Oberfläche da so schön übersichtlich und aufgeräumt ist.

  15. Oli sagt:

    @justme,

    Eine Distro zu verteufeln, weil es eine Oberfläche angeboten wird die Windows nahe kommt finde ich unkonstrutiv.

    Zu Ubuntu und Oberfläche schrieb ich gar nichts. Suse und Oberfläche bedeutet imo etwas anderes, dazu müßte man aber wissen was UNIX Shell bedeutet und «Oberfläche» bei Suse. In der Ausstaffierung der Oberflächlichkeit halte ich Fedora sogar für durchdachter als Ubuntu, bei beiden mangelts jedoch an grundlegenden Dingen.

    Man kann Microsoft/Windows auch krankhaft hassen, ja krankhaft.

    Man kann auch älter als 18 sein und Erfahrungen haben die bis pre-Window3.11 Zeiten zurückreichen. Nicht jeder wurde erst in den 90ern geboren. Aber auch auf dem Mac war ich vor Urzeiten mal zuhause und mochte ihn *damals* noch.

    Und wie man an meinen Artikeln sieht, arbeite ich anderes mit unixoiden Systemen, ich suchte nie ein Windows-Pendant.

    Das bedeutet mehr als nur Oberfläche und man sollte auch Ubuntu wirklich kennen. Und wie Chris gerne bestätigen kann war ich mal vor Jahren von Ubuntu wirklich überzeugt :)

    Ich wiederhole es noch einmal, ich beurteile derlei Sachen nicht durch den «Klick-Test» und ob auch Firefox und Thunderbird vorhanden sind — da ist schon ein wenig mehr dabei. Und da Ubuntu/Fedora/Suse sich nicht als bloße Einsteiger-Distros sehen, sondern auch für andere Leute tauglich sein möchten, müssen sie auch diesem Anspruch gerecht werden.
    Ich nutze z.B. kein KDE, Gnome oder Gnome/Gtk Spar-Xfce, sondern einen WindowManager. Dennoch arbeite ich bei DesktopBSD mit, das KDE nutzt und wir versuchen dort es Anfänger so leicht wie möglich zu machen — dennoch wollen wir diesem das Denken nicht abnehmen.
    Warum ich das mache? Nun das verstecht man wirklich nur, wenn man differenzieren kann — ist halt mehr als schwarz und weiß da draußen … gibt auch Wege dazwischen :)

    Oder um es kurz arrogant zu schreiben, die Texte hier schreibe ich nicht für blutige Anfänger :) — wenn ich letzteren helfe, dann sehen die Texte ganz anders aus.

  16. dico sagt:

    Oli: Mich würde mal interessieren, was genau die Kritikpunkte an *ubuntu sind. Es ist es im Grunde auch nur ein Debian. Sätze wie «…Ubuntu nutze ich schon sehr früh, die Entwicklung gefällt mir nicht mehr.» hinterlassen Fragezeichen im Raum. :)

  17. Oli sagt:

    Blog lesen, vielleicht kommt man durch Umkehrschlüsse drauf, im Moment fehlt mir die Zeit und die Muße wirklich etwas großes über Ubuntu zu schreiben. Wobei ich in reinen Abwatsch-Texten auch nicht viel Sinn sehe, auch wenns manchen vielleicht dienlich wäre.

  18. justme sagt:

    An Ubuntu ist nichts auszusetzen. Ok, der Name ist bischen Geschmackssache. 😉 gg

    Jedenfalls gäbe es Gründe davon abzuraten, wenn absichtlich oder unabsichtlich Lücken eingebaut wären die Remotesteuerung durch andere erlauben oder sowas in der Richung.

    Klar kann man sagen es gibt Distros die mir besser gefallen. Es aber nur deshalb so durch den Kakau zu ziehen finde ich unsinnig.

  19. Sammy sagt:

    Was durch Ubuntu vermittelt wird ist fast & easy. Das ist es aber nicht. Das ist es nie. Computer sind absolut kompliziert. Ein Betriebssystem kann dem Nutzer mehr oder weniger Arbeit abnehmen, aber kein Betriebssystem kann dem Nutzer jegliche administrative Arbeit abnehmen, damit dieser seinen Computer bedienen kann wie Messer und Gabel. Wenn dann ein Windows Nutzer daher kommt und erzählt bekommt, dass mit Ubuntu alles besser ist, dann ist das Käse. Es gibt viele Vorteile, schon auf Grund der immensen Strukturunterschiede, aber was nutzt das einem User mit der Erwartungshaltung Klick-Klick-fertig?

    DesktopBSD erleichtert vieles durch Vorkonfiguration und nicht durch Kastration, was mein Eindruck unter Ubuntu ist. Abgesehen davon, dass DesktopBSD eigentlich ein FreeBSD ist und auch dessen für meine Belange absolut empfehlenswerten Funktionen, wie jails und die ports, beinhaltet, sollte auch ein Anfänger unter DesktopBSD nicht mehr Schwierigkeiten haben als unter Ubuntu, ohne den Anspruch zu stellen alles fast & easy dahinzuzaubern.
    Wieso sollte ich da noch Ubuntu nutzen?

  20. Oli sagt:

    Klar kann man sagen es gibt Distros die mir besser gefallen. Es aber nur deshalb so durch den Kakau zu ziehen finde ich unsinnig.

    Es hochzujubeln obwohl es eigentlich nichts besonderes macht ebenso. Das Problem fängt irgendwo bei «Linux» an und wird von Ubuntu (ich finde den Namen nett btw.) «perfektioniert» bzw. auf die Spitze getrieben. Hype bis zum Erbrechen. Das ich Linux ansonsten sehr selten oder mäßig bashe liegt eher daran das ich die wirkliche Problematik bei Systemen wie MacOS und Windows sehe. Geschlossene Systeme, die den Leuten für viel Geld Märchen vom OS-Paradies verkaufen.
    Und last not least macht Linus mit seinem *Kernel* auch kaum Hype.

  21. justme sagt:

    Ich zum Beispiel will Microsoft nicht weiter unterstützen da ich es nicht mag wenn Datenschutz mit Füßen getreten wird und eine Firma ein zu großes Monopol und damit zu viel Macht hat. Außerdem unterstütze ich open source Software weil sie kostenlos ist, überprüft werden kann und auch eine bessere Communty und Support hat.

    Meine Meinung: Ubuntu hat eine super Dokumentation. Für Windows Umsteiger für mich ist es erstmal einfach und schon gut vorkonfiguriert (es werden soweit ich es bis jezt durch schaue keine unsichern Dienste per Default im Internet angeboten). Das Wiki und das Forum finde ich von denen vom Desing her, von der Art wie es geschrieben ist und vom Umfang sehr gut.

    Die Oberfläche, naja. Kde oder Gnome sind ja nicht schlecht aber ein Xp Dekstop würde es noch leichter machen. Ich weiß nicht ob ich noch etwas bessers für den Linux Einstieg finde. Suse scheint nicht ganz so simpel zu sein.

    Es ist nicht so einfach umzusteigen wennn jeder der Bekannten Windwows verwendet nur auch sonst im normalen Leben kaum etwas von nicht Windows Systemen hören kann. Bei Ubuntu muss ich ja schon bei 0 anfangen und alles im Wiki nachlesen. Wenn ich jetzt noch ein System nehme das mir gleich noch mehr Einstellungen zumutet und auch nur englische Formulierungen hat die für Geeks gemacht sind blicke ich noch mehr wie die Sau ins Uhrwerk.

    Wenn Du mir jetzt noch sagst das Linux «hype» (= laut Übersetzung Medienrummel/Schwindel) ist und Du die nur nicht «bashst» weil Windows/Mac als teure und geschlossene Systeme noch viel schlimmer sind und dann nicht rausrücken willst was Du meinst ist die Verwirrung perfekt. 😉

  22. kobalt sagt:

    @ justme:
    «Die Oberfläche, naja. Kde oder Gnome sind ja nicht schlecht aber ein Xp Dekstop würde es noch leichter machen. Ich weiß nicht ob ich noch etwas bessers für den Linux Einstieg finde. Suse scheint nicht ganz so simpel zu sein.»

    Für solche Zwecke, also zum testen und ausprobieren, gibt es die LiveCDs.
    Der Umstieg von Windows wird IMHO deshalb als schwierig empfunden, weil der User sich an Windows gewöhnt hat und er mit der Freiheit, die Linuxe/Unixe bieten, erst umzugehen lernen muß. Verständnisprobleme sind da völlig normal. Linux lebt vom Ausprobieren.
    Für Linuxe/Unixe gibt es reichlich Foren, in denen Fragen gestellt werden können.

  23. dico sagt:

    Hmm. Hype ist also das Stichwort.
    Ich selbst nutze Kubuntu seit fast 2 Jahren (davor 10 Jahre Ms) und der Hype hat mich bisher nie sonderlich interessiert. Man liest in den Medien Dieses und Jenes über Ubuntu, klickt weiter und gut ist.

    Als ich damals zu Linux wechseln wollte suchte ich etwas einsteigerfreundliches, leicht erlernbares mit einer guten Dokumentation. Die damals schon grosse Nutzerzahl gab mir das Gefühl, dass eventuelle Fehler nicht ausgerechtet bei mir zum ersten Mal auftraten und ich Problemlösungen ergooglen konnte.
    Sicherlich ist Ubuntu eine Distri wie jede andere auch. Ohne ein Grundverständniss für Computer und Betriebssystem und ein bisschen Lernwillen ist man auch hier aufgeschmissen.

    Das aber die Medien Ubuntu grundlos in den Himmel loben halte ich für ein Gerücht. Worüber sollten sie sonst schreiben als über ein einsteigerfreundliches Betriebssytem welches interessant für die Zielgruppe ist?

  24. Oli sagt:

    Worüber sollten sie sonst schreiben als über ein einsteigerfreundliches Betriebssytem welches interessant für die Zielgruppe ist?

    Weil zuvor schon andere existierten es besser machten und auch immer noch besser machen bzw. überhaupt «Innovation» liefern und sich nicht nur Trittbrettfahrer von Debian sind?
    Warum die Medien dieses oder jenes pushen, darüber könnte man nen eigenen großartigen Text schreiben und es gibt mitunter einige freie Mitarbeiter diverser Online-Magazine, die dir ein Lied davon singen könnten was dort Realität ist. Da wird gepusht was Quote macht und mitunter generiert man auch manchmal Quote, indem man andere Dinge vernachlässigt.

    Als ich damals zu Linux wechseln wollte suchte ich etwas einsteigerfreundliches, leicht erlernbares mit einer guten Dokumentation. Die damals schon grosse Nutzerzahl gab mir das Gefühl,

    Fedora? Nur mal als völlig weltfremdes Beispiel wertfrei in den Raum geworfen 😉

    Der Hype beginnt z.B. dort das Ubuntu die gute Konfiguration und Dokumentation nachgesagt wird — das sind die Verdienste von Debian und nur von diesem. Debian selbst kann auch per default Gnome hübsch vorkonfiguriert installieren — ja mit einem traurigen, aber sehr leicht zu bedienendem apititude. Klar Konsole, aua — Anfänger bla bla. Nur der Ubuntu-Mensch wird schneller in die Abgründe der Konsole gestoßen als es ihm lieb ist, dann nämlich wenn sich die Datenbank verheddert und man diese reparieren möchte.
    Indem man diese Mär verbreitet, unterminiert man die Leistungen der Debian Entwickler. Warum machte man nicht ein Ubuntu, das quasi ein vorkonfiguriertes Debian darstellt? Stattdessen bietet man nicht anderes, aber die Pakete sind kaum untereinander kompatibel — mal ehrlich schaut man sich die Entwicklung an, hat Debian null und nichts davon. Halt das Pech in Open Source mit Freiheit und so, allerdings sollte auch mal was zurückfließen, nur möchte ja Ubuntu das «neue Debian» sein, wenn nicht gar «das Linux». Und das ist gelinde ausgedrückt lächerlich.

  25. dico sagt:

    Debian hatte ich damals auch auf der Liste. War auch ziemlich weit oben. Letztendlich sagten mir die langen Release-Zyklen nicht zu. Ein stabiles System, schön und gut. Aber ich hatte keinen lebenswichtigen Server. Ich wollte nicht ewig warten bis ein Update auch für Debian verfügbar war. Das Ubuntu auf Debian aufbaut und die Stabilität von diesem mitbringt war mir nur recht. Schlussendlich gab der Debian-Hintergrund mit dem Paketmanagement den Ausschlag.

    Zu den letzten beiden Absätzen von Dir fällt mir nicht viel ein. Deinen Standpunkt hast du dargelegt. Vielleicht gibt es einen Unterschied zwischen freier Software und freier Software…

  26. justme sagt:

    Das der Debian / Ubuntu Konflikt dazu ausreichen soll von Ubuntu für Anfänger abzuraten finde ich bischen arg.

    Es ist nun mal so, wenn man den Source unter einer Lizenz veröffentlich diesen zu verändern (weiterentwickeln) zu dürfen und wieder zu veröffentlichen, dann brauch man sich nicht wundern das es auch gemacht wird.

    Ubuntu hätte einfach ein vorkonfiguriertes Debian werden können? Die Entwickler haben das bestimmt nicht gemacht um die Debian Entwickler zu ärgern. Man kann immer kritisieren und Vorschläge machen, werden diese allerdings abgelehnt hat man die Möglichkeit es hinzunehmen oder selbst aktiv zu werden. Sie haben das Potenzial entdeckt und weiter entwickelt.

    Dem Windows Umsteigern und Usern kann es doch egal sein. Sie können sich über die Geschichte und die Eigenschaften des Systems informieren und haben dann die Möglichkeit zu wählen. Das ist es ja gerade was freie Software ausmacht.

    Ich finde es gut wenn jemand von geschlossener Software die auch noch ein Monopol hat auf offene Software umsteigt. Es ist offensichtlich das ein zu großes Monopol zu Machtmissbrauch führen kann und den Überwachungsstaat näher bringt. Das finde ich gefährlich. Das aber den Ruhm andere verdient haben ist eine nette Info, der Krieg zwischen Ubuntu und Debian im Vergleich dazu aber nur Kinderkram. Eigentlich hat doch die Welt andere Probleme wozu soll man dann noch über sowas nachdenken. Es hat doch jeder die Wahl… :)

  27. Oli sagt:

    Man kann immer kritisieren und Vorschläge machen, werden diese allerdings abgelehnt hat man die Möglichkeit es hinzunehmen oder selbst aktiv zu werden. Sie haben das Potenzial entdeckt und weiter entwickelt.

    Ja wenn dem nur so wäre, aber diese Diskussion wurde schon von weitaus beruferenen Leuten, sprich in der Materie massiv bewandert, bis zum Erbrechen durchdiskutiert.

    Eigentlich hat doch die Welt andere Probleme wozu soll man dann noch über sowas nachdenken.

    Es sind letztendlich *immer* andere Problem, die einen die kleinen, unwesentlichen Dinge übersehen lassen.

    Es hat doch jeder die Wahl

    Ich erwähnte es schon mal Kuschelkurse sind mir fremd, was Meinungsfreiheit ist weiß ich ebenso und hier steht nun einmal meine. Ich antworte gerne, erwarte aber auch das der andere Diskutant sich selbst eingehend informiert und mich nicht mit Oberflächlichkeiten zuwirft — von wegen Kleinkrieg etc.
    Da gehts nun mal um mehr und wenn man Open Source wirklich und tatsächlich begriffen hat, ist es keine Kleinigkeit. Spinnt man dann noch ein wenig weiter und weiß das eben gerade der geschlossene Softwaremarkt massiv dazu genutzt wird dritte-Welt-Staaten auszunutzen, kommt eines zum anderen.

    Ein kleines Beispiel, wenn ich hier vor Ort schreibe ähnlich wie in der Biedermeierzeit oder …so wie es die Apo tat, werde ich diese Begriffe in keinster Weise näher erläutern. Um Zeit zu sparen muß ich halt ein bestimmtes Wissen vorraussetzen bzw. den Willen des Lesenden sich selbst eingehender zu informieren. Mag zwar usus sein in Linux-Foren Kleinkriege mittels 2-Zeilern zu führen, aber bei mir spielt mehr eine Rolle.
    Sage ich also xyz in einem Text steht da mehr dahinter. Irgendwie klappt das ja hervorragend bei politischen Texten, bei derlei Sachen fühlt sich aber jeder berufen seinen Senf dazuzugeben.

    q.e.d. könnte ich das Geschreibsel enden, denn Linux oder überhaupt ein freies OS ist halt mehr als für lau und offener Quellcode.

    Schau dir meine Texte an die ich als Anleitungen schreibe, dann kannst du auch mein Bewertungsniveau erkennen.

    Z.B.

    http://www.fixmbr.de/fetc.….ermsmtp/

    Und den Schuh muß sich Ubuntu selbst anziehen, den diese behauptet von sich nicht eine Anfängerdistro zu sein, sondern eine für alle — u.a. auch für Server. Eben davon gehe *ich* aus.

    So beschäftige ich mich mit Dingen und darauf fußen auch meine Aussagen,

    http://www.fixmbr.de/kult.….technik/

    http://www.fixmbr.de/ich-.….rbergen/

    http://www.fixmbr.de/free.….ukernel/

    Es gibt wichtigere Dinge, das stimmt und mit diesen beschäftige ich mich auch sehr eingehend — öfters mitunter als viele die mir das Gegenteil unterstellen!

    Aber eines ist versprochen, ich schreib noch etwas über das geliebte Ubuntu — groß und breit, nur das kostet mehr Zeit als das hier in 2–3 Minuten zu tippseln :)

    Und die Arroganz? Voll vorhanden, eben weil wir hier bei allen Texten in der Regel ein gewisses Niveau voraussetzen — geht nun mal nicht anders, wir sind ja kein Newsmagazin — sondern hier stehen Infos, Tipps von Menschen mit Erfahrung und einer *Meinung*.

  28. justme sagt:

    Ich weiß ja nicht woher Du die Information hast das Ubuntu «Das» Linux sein will aber ich vermute das Bild ist nur mit der Zeit in deiner Assoziation entstanden. Man sollte lieber von den offiziellen Portalen ausgehen (Was ist Ubuntu).

    Vieleicht verwechselst Du es ja mit Suse. Die sagen von sich etwas anders (Ziele des openSUSE Projekt) was da eher zu passt als «Das» Linux.

    Debian steht unter DFSG, da heißt es u.a. «Erlaubnis, die Software zu ändern und abgeleitete Werke zu erstellen.». Wenn es Ihnen nicht Recht gewesen wäre das sich daraus etwas anders entwickelt hätten sie in Ihre Lizenzen einfach reinschreiben müssen das man sie um Erlaubniss fragen muss oder was weiß der Teufel. Haben sie aber nicht getan, daher brauch man sich auch nicht wundern wenn jemand den Source nimmt und weiter bearbeitet.

    Freie Software, definiert durch GPL (oder ähnlich DFSG) ist immer nur freie Software. Dafür gibt es feste Definitionen an die man bei einer Diskussion halten muss sonst redet man an einander vorbei. Dieses «ehrenhafte» Verhalten, wie das Ubuntu zu arrogant wäre oder zu wenig Gegenleistung gegenüber Debian bringt wird dadruch nicht abgedeckt. Habe ich auch so noch nie gehört und konnte dafür auch noch keinen passenden Begriff finden bzw. eine Definition.

    Auf get-privacy beschwerst Dich das zu wenig passiert und sich zu wenig Leute interessieren. Wenn aber dann «Anfänger» hier Dinge kommentieren und knallharte Antworten verlangen warum warum warum, dann scheint Dir das auch nicht zu passen. 😉

  29. kobalt sagt:

    Ich habe eine Zwischenfrage: Gibt es von DesktopBSD bereits eine LiveCD? Ich habe auf den geheiligten Seiten der Internetpräsenz des Projektes zwar die Ankündigung eine LiveDVD erspähen können, doch nichts über eine LiveCD gelesen.

  30. Oli sagt:

    Shuttleworth hat nen Blog, den kann man auch lesen — dazu gibts Aussagen von ihm auf diversen OS Conventions.

    Dieses ?ehrenhafte? Verhalten, wie das Ubuntu zu arrogant wäre oder zu wenig Gegenleistung gegenüber Debian bringt wird dadruch nicht abgedeckt.

    Blafasel, Debian ist nicht nur GPL, sondern beinhaltet auch einen Gesellschaftsvertrag. Und was GPL insbesondere ist mußte sich gerade Ubuntu schon oft genug vorhalten lassen. Es geht nicht um eine schwarz/weiß-Sicht, sondern die Fähigkeit differenzieren zu können. Die GPL schließt Ethik mit ein und deswegen und gerade wegen seltsamen Trittbrettfahrern im Open Source Bereich, wird auch die GPL 3 zusammengeschustert, um derlei Dinge noch exakter zu definieren.

    http://www.debian.org/soc.…..de.html

    Und ich bitte davon abzusehen mich mit belanglosen und bekannten Links zuzumüllen, danke. Mit stupiden Reaktionen a la aber dann hätte man die Lizenz…, rumms, falsch, Open Source im Arsch, man hat nichts gerafft und sollte bei geschlossenen Systemen bleiben, das ist die dortige Denkweise!

    Wenn aber dann ?Anfänger? hier Dinge kommentieren und knallharte Antworten verlangen warum warum warum dann scheint Dir das auch nicht zu passen.

    Mir paßt es dann nicht, wenn das nötige Wissen fehlt, das ich eben bei einigen Aussagen voraussetze — egal welcher Bereich.
    Ich schriebs schon hier,

    http://www.fixmbr.de/waru.….m/

    3/4 Ernst, der Rest Spaß — der Kern bleibt, privates Umfeld hier, eigene postulierte Meinung die ein gewisses Niveau vorraussetzt. Macht sogar die FAZ, kann man Fraktur nicht lesen, bleiben die Kommentare außen vor. Diskussion gibts dort auch keine. Ich kann und will hier auch nicht die Welt abdecken. Und wenn ich etwas hinrotze, dann kann *ich* es hier tun, ebenso wenn *ich* etwas groß und breit erklären möchte. Insbesondere, wenn es wie hier in diesem Text nur sekundärer oder gar tertiärer Natur ist!

    Und wenn alle Ubuntus mit ihrer Oberflächlichkeit hier hereinstürzen, sag ich ganz arrogant ihr habt nicht mal den Schimmer einer Ahnung von was ihr da fabuliert.

    Und was mit Linux nicht stimmt kann man hier auf OSNews in einem hübschen Artikel nachlesen.

    Und was .get privacy betrifft — nun da gehts um den Schutz der eigenen Person, wirft man das insgesamt in einen Korb hat man aber auch wirklich nichts verstanden. Und wenn wer knallharte Antworten von mir verlangt, weiß ebenso wenig von was er redet — die meisten würden gar nicht damit klar kommen.

    Noch etwas meine Texte hier spiegeln sich im Kontext dieses Blogs wieder, man muß nicht *jeden* Text gelesen haben — ein Großteil jedoch schon, da wir das hier primär für *uns* machen können wir auch diesen Anspruch erheben.

    Wir helfen mit großen Texten schon der Denkfaulheit vieler Mitmenschen nach und liefern Dinge passend zum verinnerlichen — aber bitte, ich mache das dort wo es mir paßt, nicht aufgrund einer Forderung — oder bezahlt hier wer eine Gebühr, davon wüßte ich schon mal nichts 😀

    Aber kurz, magst es ja knallhart

    –kein Niveau in der Diskussion, mitunter wegen mir, da ich kein Bock dazu habe
    –Ubuntu ist shayze, ein niveauloser Trittbrettfahrer von Open Source und Linux
    –Linux ein Möchtegern-Unix für die Leute die Heimwerken schon immer geil fanden, jedoch lieber am Computer rumwerkten

    Und der Oli schreibt hier was ihm Spaß macht, wenns ihm paßt, wenn er mag, wenns Niveau stimmt und er mag auch Linux, das sagt er aber nicht jedem — alle anderen bekommen knallharte Antworten 😀

    Ein Tipp,

    http://linux.oneandoneis2.…./LNW.htm

    Linux und bla bla XYZ-System, sprich die die frei sind, sind nicht auf Kundschaft aus. Entweder man paßt zum System oder man paßt halt nicht.

    Guten Tag dann auch, ich widme mich wieder wichtigeren Dingen, nachdem ein paar Freaks mittels Unverstand von tertiären Aussagen eines Textes die Essenz von diesem komplett torpedierten. Danke!
    Und nein ich geiere nicht jedem Klick auf dem Blog hinterher …

  31. Oli sagt:

    @Kobalt, nein es gibt keine — der Rest wann,wieso,wo etc. ist aber hier im Blog oder dort auf der Homepage nachzulesen. Um aber einem Punkt vorzubeugen Desktop != Windows-Feeling und FreeBSD != Linux. Ist essentiell, sonst kann man es gleich bleiben lassen. DesktopBSD ist keine Distro insofern identisch mit FreeBSD. Linux ist ein Kernel mit vielerlei Tools drum herum, jeder wie er halt mag — deswegen versucht man schon ewig da irgendwie erfolglos nen Standard mit unterzubringen. *BSD braucht das nicht, da gibts seit Jahrzehnten einen Standard und das System kommt aus einer Hand — wohl vergleichbar als würde Linux statt nur des Kernels ein komplettes System pflegen.

  32. Oli sagt:

    Leute das ist shayze hier, Ubuntu war da oben ein Beispiel — der intiale Anlaß ein völlig anderer, in jedem guten Forum wäre der Thread wegen massiven Offtopic schon längst dicht. So auch hier, wenn ich mal was primär zu Ubuntu schreibe drüft ihr gerne fabulieren, wie toll es ist. Hier, Thema komplett verfehlt und deswegen ist hier nicht.

    Zu dem Rest,

    –Blog lesen, Archiv nutzen
    –Wikipedia.de
    –opensource.org
    –die oben eingestreuten Links

    ->denken.

    Danke.

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