Collateral Murder

WikiLeaks has released a classified US military video depicting the indiscriminate slaying of over a dozen people in the Iraqi suburb of New Baghdad — including two Reuters news staff.

Reuters has been trying to obtain the video through the Freedom of Information Act, without success since the time of the attack. The video, shot from an Apache helicopter gun-site, clearly shows the unprovoked slaying of a wounded Reuters employee and his rescuers. Two young children involved in the rescue were also seriously wounded.

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Für die Freiheit und Demokratie…

Weitere Links:
Collateral Murder Timeline
New York Times — 2 Iraqi Journalists Killed as U.S. Forces Clash With Militias
KR254 Wikileaks (Island Edition)
Jennifer 8. Lee @ Twitter

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19 Antworten zu “Collateral Murder”

  1. Chris sagt:

    Schauen wir doch mal, wie lange das Video bei YouTube online bleibt…

  2. Madder sagt:

    Sollten sie versuchen das aus dem Netz und aus Wikileaks zu löschen dann wird das Video nur noch mehr gesehen.

    Bin ich der einzige dem das mehr vorkommt wie eine Szene aus einem Computerspiel? Irgentwie pervers.

  3. sebastian sagt:

    Dein Feed ist kaputt. Die ganzen MrWong und ähnlichen hinzufügelinks sind im Feed mit drin, teilweise eine längere Liste als dein eigentliches Posting.

  4. Chris sagt:

    It’s not a bug, it’s a feature…

  5. sebastian sagt:

    Naja, ich empfinde es eher störend, aber vielleicht finde ich ja nen weg es selber auszublenden …

    Wozu überhaupt diese Buttons, wer bei MrWong ist, hat doch sowieso das Bookmarklet in seiner Toolbar.

  6. markus sagt:

    mhh

    nachdem ich mir das Vid nun zig mal angeschaut habe, kann ich die Sit der Piloten bis zu einem gewissen Grad verstehen. um 3:42 sind 2 Personen zu sehen, die längliche Gegenstände in der Hand halten. relativ zur Körpergröße gesehen könnten es ein Stumgewehr und ein RPG gewesen sein. Die RPG kann man recht gut erkennen und es sieht sehr nach einer RPG7 aus.
    Bewaffnete sind nunmal ein Ziel in nem Krieg, ob die sich nun aggresiv verhalten oder nicht. Soweit zum Verständnis…

    Der überwiegende Teil der Leute hat jedoch klar gar nichts in der Hand. Damit hört mein Verständnis dann auf. Die beiden wirken schon ziemlich schießgeil und überinterpretieren da massiv. nichtmal mit viel fantasie kann man die cams der beiden journis als waffen identifizieren, die sit mit «gets ready to fire» ist nochmal etwas unklar (das es wohl die cam war, konnten die beiden net wissen). Das da aber niemand «ready to fire» gewesen sein kann, sollte aber an der menschentraube klar werden, die sich da gebildet hat. beide enden einer RPG sind gefährlich, dahinter stellt sich ganz sicher niemand auf! kurz bevor die BMK loslegt ist auch keine Waffe mehr in dem Grüppchen zu sehen.

    bis zu diesem Punkt wäre ich bereit sowas als mh «unfall» bzw fahrlässigkeit zu interpretieren. einen Vorsatz, in dem sinne das sie bewusst etwas falsch machen kann ich so nicht erkennen. In beurteilung der rechtlichen Situatuin bin ich mir bis hierhin etwas unsicher. AFAIK hätten sie den angriff abbrechen müssen, da es sich um eine überwiegend zivile gruppe gehandelt hat. Sprich das legitime bekämpfen eines militärischen Ziels (2−4 bewaffnete (2 tatsächlich und 2 eingebildete (die journis)) kann nicht gerechtfertigt werden, da der «collateral damage» 1. unvermeidlich 2. zu groß wäre.

    die kotzerei fängt jedoch an, wenn sie die Helfer attakieren, auch ohne rotes kreuz auf dem dach ist klar zu erkennen, dass die leute keine bedrohung darstellen und können der ersten gruppe nichtmal im ansatz zugeordnet werden. endgültig hakts aus, wenn man sich auch noch den funkverkehr dazu gibt (shouldn’t bring their kids…). bei so viel menschenverachtung ist dieser Zwischenfall für mich kein «betriebsunfall» mehr sondern zwangsläufige konsequenz der Grundeinstellung dieser Leute. Damit fällt sowas auch auf die vorgesetzen zurück, die sowas tolerieren oder fördern, mindert aber nicht die indiviuelle schuld der besatzung.

    disclaimer: habe 6 meine 9 monate in einem luftbildauswertezug verbracht und fühle mich sehr sicher, was die auswertung unscharfen bildmaterials angeht ( ist aber scho ein paar jährchen her).
    bevor mir man hier aber nen bias unterstellt… u.a. durch meine erfahrungen bei der Grukentruppe bin ich inzwischen ziemlich pazifistisch eingestellt und auf keinen Fall FÜR militärisches Engagement. schon gar nicht für «Demokratisierung» o.ä. pseudogründe.

    Kurzfassung meines Schriebs (Grüße an Herrn Schirrmacher): Die Ausgangslage war ziemlich unklar, die Attacke entbehrte nicht jeglicher Grundlage. Die hohe Anzahl von Zivilisten hätte jedoch zur Einschätzugn führen müssen, dass ein Angriff nicht gerechtfertigt werden kann, da sonst Kriegsverbrechen. für den Angriff auf zivile Helfer gilt dies um so mehr. Der funkverkehr zeigt, welche Geisteshaltung zu solchen «Überinterpretationen» geführt hat.

  7. markus sagt:

    nachtrag @ madder:

    well, die entsprechenden simulationsspiele versuchen ja die wirklichkeit möglichst genau nachzustellen. die ähnlichkeit ist also alles andere als zufällig.

    es gibt jedoch einen gewaltigen unterschied von der simulation zur wirklichkeit. in PC-Spielen wird nahezu allen Titeln eine klares Freund/Feind-Schema aufgebaut. In der gleichen Situation in einem Spiel wären alle Anwesenden klar erkennbar bewaffnet gewesen, oder die Spiellogik hätte die Präsenz von Zivilisten nicht zugelassen = alle anwesenden sind Feinde.
    Ich glaube sowas vermittelt ein viel zu sauberes Bild vom Krieg und deckt sich z.B. zu sehr mit der Mär von «chirurgischen» Luftschlägen.

  8. olhe sagt:

    Kriege erklären, Situationen erklären … Handlungen relativieren. Wir machen uns Sorgen über die Spieler von Egoshootern? Es wäre wohl ratsamer die zurückkehrenden Soldaten, inklusive Befehlshaber, unter eine dauernde Überwachung zu stellen. Da wird es ja einem Angst und Bange, wenn man diese Art von Leuten um sich weiß …

  9. Madder sagt:

    Ich wollte mit meiner Aussage nicht Computer spiele loben oder das video relativeren. Es kam mir nur sehr surreal vor auf diese Weise zu sehen wie Menschen umgebracht werden und mein erste Assoziation war halt nunmal ein Computerspiel.
    Erschreckender ist für mich die Distanz, die der Schütze zu seinem Ziel hat. Aber trotzdem eine solche Macht. Das sich Distanz und Mitgefühl indirektproportional verhalten ist ja bekannt, aber schockierend ist es nichts desto trotz.
    Ich hoffe das Video kommt in den nächsten tagen in den Mainstreammedien an. Auf rtl 2 die vip news streichen und dafür den Abschnitt wie die helfer ermordet werden einfügen wäre für mich ein Anfang.

  10. […] Roland Koch erzählt noch heute ganz aufgeregt vom Treffen mit W., im selben Jahr hoffierte Angela Merkel beim unbeliebtesten Präsidenten seit Nixon, um ihre unbedingte Unterstützung für eine Intervention im Irak zu offerieren. Dieser Tage jährt sich die völkerrechtswidrige Invasion des Irak zum siebten Mal, und somit ist der Krieg im Irak auch ohne deutsche Beteiligung Alltag geworden. Wie der Alltag im Irak aussieht, dokumentiert das soeben veröffentlichte Video eines Amerikanischen Kampfhubschraubers, der Journalisten bei der Arbeit mit aus Stahlmantelgeschossen durchsiebt. Doch seht selbst. (via) […]

  11. Anonymous sagt:

    und schon wurde das video fsk 18 geflaggt.. mir wird Übel, die tolerieren so viel Dreck ohne die 2–3 Umwegmausklicks aber die Realität? Ja..die Realität..

  12. olhe sagt:

    heute.de hat es aufgegriffen: Irak: Video zeigt US-Helikopter beim Töten von Zivilisten

  13. markus sagt:

    ja seit heute mittag schwappt es durch alle kanäle, alle großen newsseiten habens auch aufgegriffen. Sp0n ist gar ungewohnt kritisch.

  14. snake662 sagt:

    Was dort geschehen ist, ist ganz klar MORD!!!
    So etwas kann und darf nicht sein. Diese arrogante Großmacht Amerika sollte nach 9/11 doch wissen, dass sie nicht unverwundbar sind, oder? Und mit solchen «Heldentaten» ziehen sie nur noch mehr Hass auf sich. Diese Soldaten aus der Hubschrauberbesatzung gehören vor ein Gericht und müssen verurteilt werden! Die erste Attacke auf die Gruppe Zivilisten ist schon ein Verbrechen, da — selbst wenn dort Waffen bei ein oder zwei Personen gewesen wären, zu viele Unschuldige durch einen Angriff gefährdet werden würden. Was aber den Angriff auf den Kleinbus angeht, so ist dies klar und deutlich ein Kriegsverbrechen!!! Zu keinem Zeitpunkt ging von diesem Fahrzeug und den Menschen um das Fahrzeug herum Gefahr aus. Deutlich war zu erkennen, dass diese Männer nur dem Verwundeten Journalisten helfen wollten und deutlich genug konnte man auch die Kinder auf dem Vordersitz erkennen. Glatter Mord! Und diese Schweine kommen damit durch, da so etwas ja in den Staaten bekanntlich nicht verfolgt wird. Zu viele hohe Tiere decken die Handlanger! Aber vor dem jüngsten Gericht können sie sich nicht verstecken!!!

  15. Thorben sagt:

    @markus
    «Bewaffnete sind nunmal ein Ziel in nem Krieg, ob die sich nun aggresiv verhalten oder nicht. Soweit zum Verständnis…»

    Ist das so?
    Ich kann mich noch gut an die Berichte erinnern, daß afghanische Hochzeitsgesellschaften zusammengeschossen wurden, nur weil sie Freudenschüsse in die Luft abgaben.
    Was ist mit den lokalen Warlords? Sind die und ihre Anhänger unbewaffnet, wenn sie durch die Straßen ziehen?
    Und ist eine vermeintliche Waffe ein Freibrief, um blind draufzuhalten? Man glaubt, aus mehreren Kilometern Entfernung so etwas wie eine Waffe zu entdecken und kann dann einfach so losschießen? Kann ich mir nicht vorstellen und im Übrigen erweckt das Video einfach den Eindruck eines Hinterhalts.

  16. olhe sagt:

    Hier die Einschätzung eines US-Soldaten zu diesem Video. Hochinteressant und dennoch auch ein Beispiel, warum ich Kriege verabscheue. Bleibt den Soldaten ein Vorwurf zu machen? Nicht wirklich, vielmehr sind es die jeweiligen Regierungen, die als Täter agieren. Dennoch bleibe ich bei der Aussage: ein Soldat unter Zivilisten, auch hierzulande, ist mir nicht geheuer.

  17. KAL sagt:

    Kriege waren, sind und werden immer grausam sein.
    Ich glaube, dass es nunmal ein ungemeines Risiko darstellt in einem (offensichtlichen) Kampfgebiet als Fotograf oder Kameramann zu agieren, zumal wenn man sich mitten in einer Traube von Einheimischen bewegt. Das ist ein klares Berufsrisiko. Wirklich tragisch ist natürlich die Tatsache, dass der Schütze die Ausrüstung als Waffen fehlinterpretiert, dies wohl auch der weiten Entfernung geschuldet.
    Aber ich kann einigermaßen auch die Sicht des Schützen nachvollziehen, denn schließlich trägt er auch ein gewisses Risiko und muß dauernd befürchten, selbst zum Ziel zu werden. Seine Vorgesetzten hören ja nur über Funk mit und können sich selbst kein genaues Bild der Lage machen, also liegt eindeutig eine tragische Fehlentscheidung des Schützen vor. Aber ich sage bewußt tragisch, denn zusammen mit irakischen Bewaffneten ist die Chance angegriffen zu werden, natürlich weitaus höher, zumal ich mich wundere, dass die Opfer keine erkennbaren Presswesten o.ä. trugen, dies hätte die Tragödie vielleicht verhindern können.
    Den Angriff auf den Transporter sehe ich auch kritischer, aber ich glaube, da eigene Infanterie in der Nähe ist, entscheiden die Vorgesetzten über Funk, doch anzugreifen, um kein Risiko einzugehen, denn aus Sicht der Army sind eigene Verluste immer schlimmer zu bewerten als gegnerische oder zivile Opfer. So hart das auch klingen mag, aber so funktioniert nunmal der Krieg.

    Und dem Schützen oder dem ganzen Geschehen eine Absicht oder einen Sadismus zu unterstellen, halte ich für gewagt, denn es liegt wohl kaum im Interesse der amerik. Streitkräfte solche Videos und die daraus resultierenden Schlagzeilen herbeizuführen.
    Für mich ist das vordergründig ein schrecklicher Unfall und eben eine subjektive Fehleinschätzung, sicherlich auch z.Teil psychologisch bestimmt, aber ich glaube dieser Abstumpfung diesem blutigen Handwerk gegenüber und der daraus resultierenden Traumatisierung verfolgt einen ein Leben lang.
    Zumal als er erfahren hat, wen er da genau ums Leben gebracht hat.
    Man kann es nur als ein Wunder begreifen, dass die Mädchen von den fatalen und heftigen Salven nicht getötet wurden.
    Dieses Video erregt zum Glück Aufsehen, auch da es nunmal Journalisten/bzw. Zivilisten sind, die hier ihr Leben lassen, aber man muss sich bewußt machen, wieviele Menschen tagtäglich durch andere Menschen zu Tode gebracht werden und das diese Menschen, mögen sie dort wohnen oder dort «eindringen» sich dieser Tatsache und dieser Gefahr täglich bewußt sind.
    der Schütze wirkt für mich so, als ob er berauscht wäre, ganz wie von einer Droge, wobei ich mal gehört habe, dass diese Hightechwaffen und ihre Bedienung der Wirkung psychedelischer Drogen entsprechen.
    Ich hätte noch soviel dazu zu schreiben, aber ich breche hier ab und setze die Tage fort.
    Schreckliche Welt, in der wir leben, auch wenn wir (vermeintlich) weit weg und in Sicherheit sind, es sollte mehr solcher Videos geben, um uns die Alltäglichkeit des Grauens nicht in unseren lächerlichen Problemen vergessen zu lassen, denn nur dann kann sich ein politischer Wille formieren, solche Greuel nicht mehr zu entfesseln, aber wie weit ist unsere Zivilisation davon noch entfernt? Trotz Demokratie, aber die hatten schon die alten Griechen und trotzdem hauten sie sich die Köpfe ein.…

  18. olhe sagt:

    >Und dem Schützen oder dem ganzen Geschehen eine Absicht oder einen Sadismus zu unterstellen, halte ich für gewagt, denn es liegt wohl kaum im Interesse der amerik. Streitkräfte solche Videos und die daraus resultierenden Schlagzeilen herbeizuführen.

    Natürlivh nicht, in der Regel möchte man die regelmäßig auftretenden Greueltaten vertuschen wie in Vietnam oder Korea. Auch fabuliert man sich mal etwas von Massenvernichtungswaffen zusammen, um einen Krieg vom Zaun zu stoßen. Und sie USA sind es auch, die seit jeher gute Kontakte zu allen Arten von Regimen pflegen. Ja man mag dort sicherlich nur die heroisch-saubere Presse, die den Patriotismus anstachelt und auch schlichte Gemüter im Rest der Welt irgendwie mitreißt. Soll ich einem Soldaten Perversion unterstellen? Nein, ich bin da eher traurig was Kriege aus Menschen machen, aber solcherlei weichspülenden Aussagen unterstelle ich eine latente Perversion. Wir achauen zwar aktive Befehlsempfänger vor Ort, jedoch Legionen passiver Schreibtischtäter in großer Entfernung, die erst mit ihrem Tun und Handeln Kriege/Grausamkeiten legitimieren.

  19. […] Zukunft mal ein paar Hellfire-Raketen in sein Haus schießt. Die US-Armee ist schließich nicht als eine Truppe bekannt, die lange nachdenkt, bevor sie schießen und töten. Was liegt da näher, wenn jemand […]


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