Cineastische Orgasmen #2 — Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Beck VoldiSchon wieder eine Jules Verne-Verfilmung. Heute geht es um Die Reise zum Mittelpunkt der Erde aus dem Jahr 1959 von Henry Levin. Es gibt Filme, die kann ich mir immer und immer wieder anschauen. Dazu gehört auch dieses Film-Highlight, welches seinen ganz besonderen Charme hat. Dieses Werk hat alles, was einen Film zu etwas ganz besonderen macht: Good guys, bad guys, eine feine Geschichte, die Buchvorlage wurde phantastisch umgesetzt, kleine Monster, große Monster und hervorragende Schauspieler. James Mason, Pat Boone, Arlene Dahl, Peter Ronson und Thayer David laufen zur Höchstform auf. Dabei natürlich nicht zu vergessen: Gertrud the Duck. Kaum eine Ente war im Film sympathischer, wie eben Gertrud in Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Donald Duck konnte einpacken — Gertrud kam. Auch wenn sie ein grausames Ende fand. Die Geschichte ist altbekannt: Geologie-Professor Oliver Lindenbrook bekommt einen Lava-Stein geschenkt. Es stellt sich heraus, dass in diesem ein Senkblei mit Nachricht von Arne Saknussem eingeschlossen ist. Dieser verschwand als er den Mittelpunkt der Erde erreichen wollten.

Und so macht sich Professor Oliver Lindenbrook um den Spuren Saknussems zu folgen. Er stellt ein Expedition zusammen: Sein Student Alec ist mit von der Partie, ebenso wie die Witwe Goetaborg. Professor Goetaborg wollte Lindenbrook hintergehen, als dieser ihm von der Nachricht Saknussems berichtete, bezahlte dies aber mit seinem Leben, er wurde vergiftet. Zum Schluss stoßen noch der Isländer Hans und seine Ente Gertrud dazu — die Reise ins Unbekannte kann beginnen. Bevor der Mittelpunkt der Erde erreicht wird, das versunkene Atlantis entdeckt wird, sogar die Überreste Saknussems gefunden werden, hat die Gruppe viele Abenteuer zu bestehen. Sie werden verfolgt von einem Nachfahren Saknussems, der Professor Goetaborg umgebracht hat, müssen gegen Uhrzeitmonster kämpfen, überqueren per Floß einen riesigen See, der sich inmitten der Erde gebildet hat, um schließlich bei einem Erdbeben durch einen Schlot auf einer Schale wieder an die Erdoberfläche zu gelangen. Die Expedition scheitert, da die Existenz Atlantis’ und der Mittelpunkt der Erde nicht bewiesen werden kann. Lindenbrook und Alec aber finden ihr privates Glück.

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ist ein zeitloser Klassiker. Mittlerweile ist der Film auch restauriert auf DVD erschienen, was aber seinem Charme, seinem Reiz keinen Abbruch tut — im Gegenteil. Wenn man bedenkt, dass der Film mittlerweile fast ein halbes Jahrhundert alt ist, kann man vor den Filmemachern nur den Hut ziehen. Natürlich können die Effekte nicht mit denen von Jurassic Park mithalten — doch ziehen sie heute noch den Zuschauer in seinen Bann. Heute heißt es größer, höher, weiter. Das Besondere, der Charme bleiben weitesgehend auf der Strecke. Die Reise zum Mittelpunkt der Rede gehört zu den cineastischen Highlights Hollywoods. Die Musik steuerte Bernard Herrmann bei, der auch schon für die Stimmung bei mehreren Alfred Hitchcock-Filmen verantwortlich war. Wer die Chance hat, zufällig an der DVD vorbeikommt, sollte zugreifen. Da kann man wahrlich nichts verkehrt machen.

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Eine Antwort zu “Cineastische Orgasmen #2 — Die Reise zum Mittelpunkt der Erde”

  1. from hades sagt:

    They’re here!…

    Cuesta Verde, USA: ein Familienvater radelt recht unbeholfen auf dem BMX-Bike, bewehrt mittels einer Palette Bier, gen Football-Happening bei den Freelings. Eine idyllische Neubausiedlung, eine typisch US-amerikanische Familie, ein erfolgreicher Famili…

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