Bye, bye Vanity Fair

Manchmal muss man sie lieben — die taz. Die Branche munkelt, und die taz hat ihre Ohren überall. Worum es geht? Um das meiner Meinung nach überflüssigste Magazin ever, welches vor ein paar Wochen an den Start gegangen ist — Vanity Fair. Die Homepage lässt mich schon erschaudern — blinkzappeldiwink, Hochglanzmist ohne Inhalt. Die Texte treffen nicht wirklich meinen Geschmack, könnten vielleicht auf dem Titel einer Schülerzeitung ihren Platz finden. Aber das ist nur eine oberflächliche Kritik, ich gebs ja zu. Lassen wir die Profis von der taz zu Wort kommen.

Die Kollegen schreiben, dass das Magazin, welches mit so einem Großen Tohubawohu gestartet ist, yeah, wir sind die besten und werden Leitmedium, kurz davor steht, Chefredakteur Ulf Poschardt zu feuern, sich von ihm in gegenseitigen Einvernehmen zu trennen, von ihm seine Kündigung übergeben zu lassen — whatever. Ist auch nicht wirklich ein Wunder, wenn man bedenkt, dass eine Auflage von 120.000 erreicht werden sollte — laut der taz selbst beim Wir sind Papst-Cover Benedikt XVI. nur 50.000 verkauft wurden.

Nun aber soll Poschardt vor der Ablösung stehen — munkelt zumindest die Branche. Wie zuletzt vor dem Start kocht die Gerüchteküche in Sachen Vanity Fair wieder über. Nur wird diesmal statt einschüchternder Erfolgsphantasmen der Geist des Reinfalls beschworen. Von Headhuntern ist die Rede, die schon auf der Suche nach Ersatz wären. Oder hat Poschardt vielleicht schon selbst die Kündigung eingereicht?

taz — Vom Geist des Reinfalls

Hier am Hamburger Hauptbahnhof legt der Zeitschriftenladen jeweils die aktuelle Vanity Fair dick und fett, mehrere Ausgaben, ins Schaufenster. Ich habe noch keinen Menschen gesehen, der dieses Magazin gekauft hat. Allein die Cover-Auswahl jedes Mal lässt mich einen großen Bogen schon um das Zeitschriftengeschäft machen. Kurzum: Ich kann mit diesem Magazin absolut nicht anfangen und kenne niemanden, der es kann, geschweige denn mal eine Ausgabe gekauft hat. Vielleicht kommen ja nun wieder die Comics ins Schaufenster — zu wünschen wäre es. :)

(via Chat Atkins)

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Eine Antwort zu “Bye, bye Vanity Fair”

  1. Jochen Hoff sagt:

    Jede Schülerzeitung an der ich beteiligt war hätte solche Schreiber zurück in den normalen Unterricht geschickt. Wer will schon mit solchen Leuten einen trinken oder einen rauchen.

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