Bye bye PSPad — Hallo UltraEdit

Jahrelang war mir PSPad ein treuer Begleiter bei all meinen Online-Projekten. Und auch die ersten Monate auf F!XMBR war er mir treu zu Diensten, sei es nun am alten, am derzeitigen Style oder auch per Hack bei der Spamabwehr — ohne PSPad wäre so manche Sache hier auf F!XMBR oder auch auf dem Desert Inn damals schwieriger von statten gegangen. Doch wie das so ist im Leben — irgendwann stößt man, oder besser PSPad, an seine Grenzen. Spiele ich eine Kopie von F!XMBR hier lokal ein, zum Testen, Spielen, whatever — niemals am offenen Herzen arbeiten — muss ich eine umfangreiche Suchen/Ersetzen-Operation durchführen. Sonst läuft es lokal ganz einfach nicht. Suche fixmbr.de und ersetze es mit lokalhost/fixmbr, um es mal simpel auszudrücken. Natürlich könnte ich es auch per SQL-Befehl — aber, was der Bub nicht kennt — und ausserdem habe ich es schon immer so gemacht. Die Datenbank von F!XMBR ist mittlerweile im zweistelligen MB-Bereich groß, okay, manche würden sagen klein — nichtsdestotrotz kommt PSPad beim Suchen/Ersetzen damit nicht klar.

PSPad Fehler

Keine Chance, PSPad weigert sich beharrlich, dann fortzufahren. Dabei war und ist der Ausdruck — ist doch nur eine URL — immer okay. Und wenn das dann immer passiert, und das eine der wenigen umfangreichen Operationen ist, die ein Editor hier zu bestehen hat, dann wird es irgendwann nervig — und man schaut sich halt nach Alterntiven um. Hängengeblieben bin ich dann beim (kommerziellen) Gegenstück — UltraEdit-32.

Auf den Foren dieser Welt herrscht ein wenig der Glaubenskrieg — die PSPad-Jünger gegen die UltraEdit-Jünger. Ich habe mich daran nie wirklich beteiligt — beide Editoren haben sicherlich ihre Vorteile, für mich hat deine eine immer ausgereicht. Tja, nun nicht mehr — schauen wir uns UltraEdit darum mal ein wenig genauer an.

UltraEdit Hauptfenster

Das Hauptfenster ist einfach und klar struktuiert. Oben die typischen Symbolleisten, inkl. der Reiterleiste. Links ist die Dateiverwaltung platziert — hier können die Dateien sogar direkt auf dem FTP aufgerufen und bearbeitet werden. Rechts natürlich, der größte Teil, nimmt das Hauptfenster ein, die Zeile, in der man sich jeweils befindet, ist markiert. Starten tut das Programm sehr fix, nur unwesentlich länger, wie das altbekannte Notepad.

UltraEdit erkennt den jeweiligen Dateityp und zeigt die Datei dann in unterschiedlicher Art und Weise an. Hier mal als Beispiel HTML und CSS:

UltraEdit HTML

UltraEdit CSS

Selbstverständlich hat UltraEdit auch die obligatorische Rechtschreibprüfung, eine Zeilenumbruchfunktion, ein (funktionierendes) Suchen/Ersetzen, beherrscht SSL/Telnet, hat natürlich einen (integrierten) Hex-Editor und vieles mehr.

UltraEdit Optionen

Ein Highlight von UltraEdit ist auch sein Projektmanagement. Ganze Projekte lassen sich mit dem Programm abspeichern, bearbeiten. Für die Programmierer dieser Welt ist diese Funktion nicht unwichtig. Aber auch bei der Bearbeitung einzelner Dateieien kommen hier die Features zur Geltung, wie z. B. das schon angesprochene Syntax-Highlighting, welches der User individuell gestalten kann. Sehr fein das alles.

Fazit: UltraEdit ist ein sehr mächtiger Editor, von dem ich bestimmt noch nichtmal die Hälfte der Funktionen entdeckt habt. Ein sehr feines Stück Software, wenn nur nicht der Preis wäre. Über IDM Computer Solutions Inc. direkt kostet eine Lizenz 37.63 Euro — deutsche Händler bieten die Single User Licence schon für 35,- Euro an. Das ist nicht wenig Geld für einen Editor — doch wenn man ihn öfter benötigt, kann man das Geld durchaus ausgeben. Was man dabei dann auch bedenken muss: Man erwirbt jeweils eine Lizenz für die jeweilige Nummer der Hauptversion — bei mir war es jetzt die 12.x — für die nächste Version, die 13.x wäre dann wieder ein Upgrade fällt. Das ist natürlich überhaupt nicht schön. Schau m’er mal…

UltraEdit Homepage

UltraEdit Features

UltraEdit Download Trial

Nachtrag: Mir ist gerade folgendes mitgeteilt worden: Wenn innerhalb eines Jahres, nachdem man eine Lizenz für UltraEdit gekauft hat, eine neue Version released wurde, dann bekommt man kostenlos das Upgrade. Also gehen wir mal davon aus, in 2 Monaten kommt die 13’er — dann bekomme ich das Upgrade gratis.

15 Antworten zu “Bye bye PSPad — Hallo UltraEdit”

  1. Jan sagt:

    Ich finde den EditPlus eigentlich ganz fein, bietet auch fast alle Funktionen von UltraEdit. Vorgefertigte Templates gibts für HTML, PHP, Java, C, können auch erweitert bzw. neue hinzugefügt werden.
    Das Einzige was mir bisher fehlt ist der Hex-Editor… keine Ahnung warum ausgerechnet der fehlt.
    Mit $30 liegt EditPlus preislich auch ungefähr in der Größenordnung vom UltraEdit.
    Zu finden hier: http://www.editplus.com

  2. Oliver sagt:

    Vim, Emacs — und dann kommt das Geraffel am Rockzipfel der echten Editoren 😀

  3. Moe sagt:

    Notepad++ ist frei (as in speech) schnell und man kann plugins dafür bauen…

  4. Gerd sagt:

    Ansonsten kann man auch jEdit empfehlen, ein wirklich toller Editor. Und man merkt nicht wirklich, dass er in Java geschrieben ist (ich weiß, die böse Sprache 😉 ).

    Der Editor für die *echten* Programmier ist im Übrigen teco 😉

  5. fmat sagt:

    Auch wenn er mittlerweile in Vergessenheit geraten ist: Was ist denn mit sed für ebend diesen Anwendungsfall?

    $ sed –e ‘s,fixmbr\.de,fixmbr.local,g’ fixmbr.local_sql.dump

    Das geht fix und ohne alles auf einmal in den Soeicher laden zu müssen. Zudem geht es pschnell per Script/Komandozeile.

    Comments?

  6. fmat sagt:

    Leider sind beim vorherigen Posting ein paar Zeichen «verloren» gegangen. Die sed Zeile war eine vollständige Komandozeile mit «kleiner Eingabedateiname größer Ausgabe Dateiname» am Ende.

  7. Chris sagt:

    Ich versteh kein Wort… 😀

    Dem Chris lebt (mehr oder weniger glücklich) mit seinem Windows… 😉

  8. Falk sagt:

    Und ich bin seit Jahren ein zufriedener Anwender von UltraEdit. Schnell, schlank, Syntax-Highlighting und direkter FTP-Abgleich. Mehr brauch ich nicht :)

  9. Grainger sagt:

    Leider sind beim vorherigen Posting ein paar Zeichen ?verloren? gegangen. Die sed Zeile war eine vollständige Komandozeile mit ?kleiner Eingabedateiname größer Ausgabe Dateiname? am Ende.

    WordPress mag es nicht wenn die «kleiner Zeichen» bzw. «größer Zeichen» im Text verwendet, es interpretiert diese immer als Tags und verschluckt sich.

  10. Usul sagt:

    Ultraedit ist wirklich gut, hab ich damals unter Windows auch als Standardeditor eingesetzt. Meine zwei Lieblingsfeatures: Suchen und ersetzen in mehreren Dateien gleichzeitig (einfach nur Verzeichnis auswählen) sowie das Blockmarkieren. Damit kann man aus Textdateien wirklich rechteckige Bereiche rauskopieren. Ganz praktisch, wenn man mal eine Spalte einer Textdatei haben will ohne gleich die Tabellenkalkulation zu bemühen.

    Ja ich weiß, auf Konsole mit awk …

  11. Grainger sagt:

    Blockmarkieren kann PSPad aber auch.

  12. Patrick sagt:

    Also ich benutz schon seit vielen Jahren Textpad, welches in dieser Liste von Amazon sogar vor UltraEdit liegt.

    Damit soll sogar Java-Bearbeitung mit automatischem Compilieren und Co möglich sein (dafür nutz ich allerdings Eclipse) und ist auch sehr tief konfigurierbar.

    Ist leider auch Bezahlsoftware, aber soweit sind mir keine großen Einschränkungen aufgefallen, wenn man es als Shareware benutzt ausser nem nervigen Screen beim Start.

  13. matze sagt:

    Schließe mich dem Moe an. Notepad++ ist unter Windows schon länger mein Editor der ersten Wahl.

  14. phoibos sagt:

    ich teste grad als alltagseditor das programm title. weniger als 700kb groß, standalone und übersichtlicher als pspad, so meine meinung. url: http://www.koolpeople.de/.….tle.html

    mal gucken, wie lange ich damit arbeite…

    und ein bischen ot: kennt ihr einen guten und vollständigen unicode (hauptsache ist, dass polytonisches griechisch als präkombinierte zeichen dabei sind) fixed width font?

  15. phoibos sagt:

    hehe, um mal meine Frage zu beantworten: Everson Mono ist zwar nicht schön, aber dafür hat der Font polytonisches Griechisch.

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