Bundestrojaner, RFS oder wie man sich ein Armutszeugnis ausstellt

Erst mal muß man sich auf deren Neusprech kalibrieren. Den Bundestrojaner nennen sie jetzt RFS, «remote forensic software», dabei paßt «Schäuphilis» doch so viel besser. Auch an anderer Stelle soll PR-Neusprech die differenzierte Betrachtung des Sachverhaltes verhindern. So unterscheiden sie zwischen «Quellen-TKÜ» und «Online-Durchsuchung». Quellen-TKÜ ist, wenn sie Skype abschnorcheln. Online-Durchsuchung ist, wenn sie Dateien raustragen. Und, so der Gedanke, wenn man das so schön trennt, dann klingt das gleich gar nicht mehr so bedrohlich

Felix von Leitner, fefe, analysiert das Papier des BMI, welches die eigene Welt erklärt. Das Resüme von fefe ist wirklich lesenswert und entlarvt RFS als das was es tatsächlich ist, der größte anzunehmende Unfall 😀

Überhaupt haben wir einen völlig falschen Eindruck von dem was die da machen wollen,

Mit der Online-Durchsuchung werden keine Personen ausgespäht, sondern relevante Erkenntnisse auf informationstechnischen Systemen erhoben.

😀

Eine Antwort zu “Bundestrojaner, RFS oder wie man sich ein Armutszeugnis ausstellt”

  1. […] mit erhobenem Zeigefinger, na wenn das mal nicht vollkommen lächerlich ist. Wenn man noch nicht einmal in der Lage ist die eigenen Reihen zu überzeugen bzw. kaum in der Lage ist überhaupt ein Konzept zu […]

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