BSA — Diebstahl geistigen Eigentums in der Schweiz?

Die BSA sieht sich selbst als Beschützer kommerziell hergestellter Software, geistigen Eigentums und Bekämpfer der Software-Piraterie. In der Schweiz indes ist es nun zu einem peinlichen Fauxpax gekommen, wenn man es diplomatisch ausdrücken soll. Im Land der Eidgenossen darf die Business Software Alliance das Kürzel BSA nicht mehr führen, sie muss zudem die Domain bsa.ch abgeben, die sie sich registriert hatte.

Der Verein Bund Schweizerischer Architekten — BSA (gegründet 1908, seit 97 Jahren im Handelsregister eingetragen) hatte geklagt und verlangt, dass die BSA eben nicht mehr BSA heißen darf. Die BSA war natürlich dagegen, mit der Begründung, der Begriff BSA sei eine allgemein übliche Abkürzung. Nun, sie verloren vor dem Bezirksgericht, vor dem Obergericht und nun in letzter Instanz vor dem Bundesgericht.

Sehr interessant auch in dem Zusammenhang: 2003 führte die BSA (Lobby) unter Architekten eine Droh– und Angstkampagne unter dem Motto «BSA Schonfristkampagne» zur nachträglichen Legalisierung von Softwarelizenzen durch. (Quelle)

Das Urteil BSA vs. BSA im Wortlaut

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