Brigitte Fehrle, die ZEIT und warum Lord Voldemort in Form von Oskar Lafontaine wieder auferstanden ist

Lafo VoldiLord Voldemort ist tot, Joanne K. Rowling verklagt Fansites — und somit hat auch Harry Potter seinen gerechten Platz in der Hölle der Verdammnis gefunden. Zumindest dachte ich das bisher. Falsch gedacht. Die Leiterin des Hauptstadtbüros der ZEIT, Brigitte Fehrle, beweist: Lord Voldemort lebt! Er lebt weiter als Reinkarnation im Körper des Oskar Lafontaine. Lord Voldemort ist zurück — er unterdrückt ganze Parteien, besonders seine ehemaligen Gefolgsleute und Todesser der SPD — ja, er unterdrückt sogar ein ganzes Land. Von welchem Land die Rede ist? Natürlich von Deutschland — über 70 Jahre mussten wir warten, bis, ja bis wir endlich wieder von einem Diktator beherrscht werden. Ihr glaubt das nicht? Dann lest folgenden Artikel aus der ZEIT von Brigitte Fehrle. Oskar Lafontaine muss und sollte kritisiert werden — wenn das auf so plumpe Art und Weise geschieht, wie im neuesten ZEIT-Artikel, dann fragt man sich nicht mehr, was aus dem deutschen Journalismus geworden ist — hier hat man es dann schwarz auf weiß. Dem Artikel fehlt jegliche Substanz, jegliche Quellenangabe für angebliche Zitate — sprich: Selbst auf jedem noch so kleinen Weblog wäre so ein Artikel dem Autor um die Ohren geflogen. Und das heißt verdammt viel. Schauen wir uns mal ein paar Schmankerl an, die Brigitte Fehrle zu Lord Voldemort zu sagen hat:

Lafontaine: Eint oder spaltet er die deutsche Linke? Als Saarnapoleon wird er natürlich wieder in einer Karikatur dargestellt — das ist ungefähr so neu, wie die Erkenntnis, dass die Erde keine Scheibe ist. Doch darum soll es nicht gehen, wird hier doch gleich behauptet, es gäbe zwei Linke in Deutschland. Tschuldigung, wo? In der SPD garantiert nicht. Dort haben die Netzwerker, die Seeheimer, die Rechtsaußen ohne Wenn und Aber das Sagen. Schon hier kann man eigentlich den Artikel ad acta legen — Realität verfehlt, möchte man der Autorin zurufen. Doch, um einen kleinen Moment Geduld wird gebeten, sie hat noch mehr auf Lager,man mag es kaum glauben. Gleich im ersten Absatz schreibt sie über einen angeblichen Witz, der im Reichstag unter den Linken die Runde macht. Ohne jegliche Quellenangabe ist das nicht nur perfide, es diskreditiert, und soll es auch tun, Oskar Lafontaine als Politiker, als Mensch. Wie soll man sich gegen Gerüchte auch wehren? Brigitte Fehrle macht aus einem Gerücht mal eben eine Tatsache. Das ist schon ein ganz interessantes Spiel, welches dort getrieben wird. Naja — unsere Journalisten der etablierten Medien halt.

Angst, Panik, die derzeitigen Regierungsbeschlüsse — an all dem ist Oskar Lafontaine schuld. Als wäre Lord Voldemort aus dem Grab aufgestiegen und verflucht die führenden Köpfe aus Union und SPD mit dem unverzeihlichsten aller Flüche — dem Soziale-Gerechtigkeits– Fluch. Längeres Arbeitslosengeld, höheres Wohngeld, Begrenzung der Privatisierung — diese kleinen Brotkrumen hat das Volk Oskar Lafontaine zu verdanken. Nicht etwa der Tatsache, dass selbst die Rechtsaußen von Union und SPD gemerkt haben, dass etwas verkehrt läuft. Nein. Lord Voldemort ist zurück — er allein hat Angela Merkel, Kurt Beck, Volker Kauder und Peer Steinbrück verflucht. Sie sind ihm untertan, wie auch die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Imperius!

Auch aus Hogwarts, der Parteizentrale der Linken, hat Brigitte Fehle Sensationelles zu berichten. Die SPD soll schrumpfen, die Linke stärker werden, so der Vorwurf der Leiterin des Hauptstadtbüros der ZEIT. Das ist kein Scherz. Da wird Oskar Lafontaine der Vorwurf gemacht, er arbeite daran, dass die eigene Partei stärker wird, und der Hauptkonkurrent schwächer. Na das ist aber mal eine Erkenntnis — ich hoffe im Sinne der ZEIT-Gesellschafter, dass man für diesen großen Erkenntnisgewinn nicht übermäßig bezahlt wird. Im Nachfolgenden wird es dann aber richtig wirr:

Aber Lafontaine bezieht auch dämonische Kraft aus der Destruktion. Seine Angriffe auf die Sozialdemokratie sind irrational, eindimensional, perspektivlos.

Lord Voldemort — der Dämon schlechthin. Ich lach mich tot. Und wenn im nächsten Satz dann behauptet wird, es gehe ihm um die Frage, wer bestimmt, was links sei, dann hat der Artikel schon fast auf Seite zwei seinen Höhepunkt erreicht. Den Leuten ist es egal, ob da Linke oder SPD drauf steht. Die Leute haben gemerkt, dass sie über Jahrzehnte ausgebeutet wurden, dass die Gesellschaft immer reicher wurde, das Vermögen aber völlig falsch verteilt ist. Das ist der Punkt, den auch Oskar Lafontaine wieder korrigieren möchte — die Scharmützel mit der SPD und die eigene Macht sind dabei zugegeben sehr willkommen. Sonst wäre er auch kein Politiker. Man fragt sich an diesem Punkt wirklich, ob Brigitte Fehle sich irgendwann, irgendwo mal mit den Realitäten in diesem Land beschäftigt hat. Gerade erst wurde dann auch den Politikern offenbart, was die Menschen schon seit Jahren wissen — die Mittelschicht ist eingebrochen und wird bald weniger Menschen in sich vereinen als die Unterschicht. Ach ich vergaß — laut Müntefering gibt es die Unterschicht ja genauso wenig, wie laut Volker Kauder die Altersarmut. Man kann durchaus diskutieren, wo und wie die einzelnen Schichten beginnen und wie man sie bewertet. Wenn aber in diesem Land eines  klar ist: Wir haben eine unheimlich große journalistische Armut zu verzeichnen. Grausam.

Ich könnte jetzt folgenden Absatz schreiben, der reine Fiktion ist:

Fragt man Redakteure, Mitarbeiter, die Chefredaktion der Zeit nach Brigitte Fehrle, so ist ein häufiges Wort: Diktatorisch! Sie sei «autoritär, brutal, hart». Das Urteil kommt aus dem Herzen der Zeitung. Fehrle verlange «Gefolgschaft» nach dem Motto «Die Zeitung bin ich».

Aber ich heiße ja nicht Brigitte Fehrle — sie schreibt:

Fragt man Funktionäre, Mitarbeiter, Abgeordnete nach ihm, so ist ein häufiges Wort: Stalinistisch! Er sei «autoritär, brutal, hart». Das Urteil kommt aus dem Herzen des Apparats. Lafontaine verlange «Gefolgschaft» nach dem Motto «Die Partei bin ich».

Ohne Quellenangabe — hier wird einfach wieder mit den Vorurteilen der Menschen gespielt. Das ist deutscher Journalismus im Jahre 2008 — in einer der angesehensten Wochenzeitschriften. Das fasst man sich echt an den Kopf. Neben den mittlerweile üblichen Blödsinn hat Brigitte Fehle auf Seite drei dann sogar Zitate unter Namensnennung ausgraben können. Die Linke darf keine Protestpartei werden sowie die Forderung nach einer modernen Linken, die nicht in die 70’er zurückfallen darf. Zwei ganz wichtige Punkte, gerade für den derzeitigen Zustand der gesamten Linken, werden hier auf Oskar Lafontaine bezogen. Aber ich vergaß. Oskar Lafontaine = Linkspartei = deutsche Politik = Deutschland = Lord Voldemort = Bugs Bunny im Strapskorsett.

Die Kompetenz der guten Brigitte Fehrle über besagte Linkspartei lässt sich dann an einem einfachen Beispiel festmachen: Sahra Wagenknecht wird von der Zeit-Redakteurin wie folgt geschrieben: Sarah Wagenknecht. Das allein beweist meiner Meinung nach, wie hoch die Kompetenz der Frau Fehrle ist, zumindest was die Personen innerhalb der Linken angeht. Über einen weiteren Punkt bin ich bei Feynsinn gestolpert — ich hatte es schlicht und ergreifend überlesen:

Lafontaines Welt ist digital. Gut-böse, schwarz-weiß. So wird er Wahlkampf machen. Die anderen Parteien müssen, wenn sie ehrlich sein wollen, kompliziertere Antworten geben.
Sie meint nicht “digital”, sondern “binär”, Schwamm drüber.

Wie gesagt, man kann und muss vieles an Oskar Lafontaine kritisieren — Oliver könnte da wahrscheinlich mehr drüber schreiben, hatte er doch schon mit ihm zutun. Aber: Was Brigitte Fehrle hier abliefert, spottet jeglicher Beschreibung. Jeder Vorwurf, der in dem sogenannten Artikel aufkommt, kann umgekehrt an jeden Politiker gerichtet werden, ob er oder sie nun Angela Merkel, Kurt Beck, Claudia Roth oder eben Oskar Lafontaine heißt. Dass Oskar Lafontaine nach einer Wahl blitzschnell auf Regieren umstellen kann? Geschenkt. Man siehe die Grünen in Hamburg, die SPD auf Bundesebene oder die Forderung nach Jamaika von Schwarz-Gelb in Hessen. Nein, ich denke, in diesem Artikel geht es nicht um Kritik an Oskar Lafontaine. Nach diesem Artikel ist wohl zu bezweifeln, ob Brigitte Fehrle die nötigen Kenntnisse dafür besitzt. Ich denke, des Rätsels Lösung ist wie immer viel einfacher. Die ZEIT gehört, wenn auch von SPD-Hand herausgegeben zum bürgerlichen Lager — rechts der Mitte fühlt man sich wohl.

Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie ZEIT-Herausgeber Michael Naumann versucht hat, als Ole von Beust-Kopie das Rathaus zu stürmen und dabei kläglich gescheitert ist. Wieso soll ich eine neoliberale Kopie wählen, wenn das Original da ist — so werden die Menschen gedacht haben. Michael Naumann kann man innerhalb der SPD wohl als Schrödianer sehen, dem rechten Flügel zugehörig. Nach der Hamburg-Wahl hat dieser an einer Dolchstoßlegende gebastelt — über die selbst Hans-Ulrich Jörges nur müde lächeln konnte. Und hier liegt dann wohl auch der Hase im Pfeffer begraben. Das alte Netzwerk, es funktioniert noch. Während Wolfgang Clement per Springer’schem Hetzblatt WELT seine Ansichten verbreiten darf, macht die ZEIT das offensichtlich etwas subtiler — da darf dann die Leiterin des Hauptstadtbüros ran.

Die neoliberale Lehre ist gescheitert. Sie beißen, sie zetern, sie verordnen höhere Dosen — nur die Wahrheit wollen sie nicht wahrhaben. Doch irgendwann — irgendwann werden sie es verstehen müssen, wie sehr sie den Menschen in diesem Land geschadet haben, die Gesellschaft gespaltet haben –sie in die falsche Richtung marschiert sind. Der Erfolg der Linken ist nicht ein Produkt von Oskar Lafontaine — sondern ein Produkt des Wirkens der etablierten Parteien in den letzten Jahren. Oskar Lafontaine nun zu Lord Voldemort machen zu wollen — sorry, das hat mit Journalismus rein gar nichts zu tun. Aber auch das kennen wir von unseren etablierten Medien ja zu genüge — es sind fast ausschließlich nur noch PR-Stuben der Wirtschaft und der Parteien. Wenn man am Tag der Pressefreiheit Kritik aus den Redaktionsstuben an unserer Regierung vernommen hat, dann rufe ich zurück:

Verdient Ihr Euch erstmal wieder Eure Pressefreiheit!

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9 Antworten zu “Brigitte Fehrle, die ZEIT und warum Lord Voldemort in Form von Oskar Lafontaine wieder auferstanden ist”

  1. Oliver sagt:

    >50 Jahre mussten wir warten

    Inzwischen gar über 60 Jahre, wenn man nicht die Kindheit Lafos mitzählt, aber in seiner Jugend war selbst der Korse Bonaparte noch ein ganz anderer Mensch. Auch hier die passende Analogie, Anfangs Revoluzzer, später wohlwollender Kaiser :D

    >dass die Erde keine Scheibe ist.

    Seit ein paar hundert Jahren vor Christus hat eigentlich kein Mensch mehr daran geglaubt. Das ist quasi ein Geschichts-Hoax der immer noch verbreitet wird. Und viele dieser Hoaxes stammen aus dem 19. Jahrhundert, was nicht paßte wurde halt passend gemacht. Das jedoch nur als doch äußerst wichtiges Teil am Rande, da eine gern genutzte Analogie, um heutige Dinge u.U. adäquat als Absurdität zu outen.

  2. Chris sagt:

    Alter Schwede — es sind schon über 70 Jahre, wenn man es genau nimmt. Ist korrigiert. Der zweite Punkt ist mir schnuppe (auch wenn ich es jetzt weiß und mir merken werde) — die Leute wissen, was ich damit sagen will. War in dem Zusammenhang ja auch eine Übersptzung der Neuigkeit des Saarnapoleons…

  3. Oliver sagt:

    Ich rechne da vom Tod des Diktators, einfach bis zum Aufkommen der Linkspartei und einem wortstarken Lafontaine.

    >ja auch eine Übersptzung der Neuigkeit des Saarnapoleons…

    Ebenso wie Gasgerd und vielleicht in 20 Jahren der Nero der Republik und wie jener in der Antike ließ der heutige die Republik brennen — ein Kosename halt unter Freunden. Kosenamen die eine Analogie herstellen sollen, denn auch z.B. Bonaparte war per se kein diktatorisches Ungetüm. Sein Code Civil hat im Prinzip sogar noch heute Geltung in Frankreich, insbesondere die Gleichheit vor dem Gesetz, welche auch bei uns einfloß. Ich denke diese Analogie schwebte der studierten Politikwissenschaftlerin auch vor, es ist eben die Zeit, keines der üblichen Kampfblätter.

  4. Chris sagt:

    Die Zeit ist eben bürgerlich… ;-)

  5. Robert B. sagt:

    Achja, Oskar hat die SPD verraten. Und wer hat uns verraten? Soll der Artikel zufällig ein Kommentar sein? 100% subjektiv und keine Butter bei die Fische, könnte so eigentlich auch im Focus stehen, wenn er nicht so lang wäre.

  6. Oliver sagt:

    Natürlich hat er das, was ist daran auch verwunderlich? Viele Saarländer traten aus der SPD aus oder wählten keine SPD mehr wegen ihm damals. Warum? Sie fühlten sich verraten und das mehr als bei anderen Politikern und das schon vor Schröder. Bildung für alle? Nein er führte Studiengebühren für alle ein etc. Ich ging damals zu den Jusos wegen ihm, so eine Wirkung hatte er auf viele. Nein und ich bin nicht neoliberal und fühlte mich betrogen weil Oskar links war und ich nicht. Er war es nicht mehr, als er in politischer Verantwortung stand. Und sein Clique, die es teils bis in den Bundestag schaffte, können wir auch noch zu genüge.

    Er wird alles einsammeln, was Stimmen bringt.

    und

    Ihr werdet sehen, wie schnell Lafontaine von Opposition auf Regierung umschalten kann.

    Was ist daran verwunderlich? Es ist doch geheuchelt, wenn jeder von den rethorischen Qualitäten des Mannes erzählt und wenn diese jemand zu seiner Politik in Bezug setzt wird es geleugnet und plötzlich mutiert er gar zu einem Durchschnittpolitiker? Naiver gehts wohl kaum noch. Opposition und politische Realität sind immer zwei paar verschiedene Schuhe — ganz wertfrei analysiert. Das Volk möchte das aber nicht glauben und liebt es Zucker in den Arsch geblasen zu bekommen, ergo es möchte betrogen werden.

    Die Opposition genießt eben dieses Vorrecht und die politische Realität wird damit nie übereinstimmen, sie kann und sollte sozial sein — aber das Himmelreich auf Erden wird man nie erreichen. Es wäre auch heute noch genügend Freiraum für Verbesserungen vorhanden, aber in gewissen Grenzen. Und diese Aussage allein mag man nicht, warum auch? In der Politik herrscht keine Vernunft und beim Volk ebenso wenig.

    Und Lafontaine neigt eben zu gewaltigen Übertreibungen das ist seine Masche, vielleicht ist er irgendwo noch Links, aber im Moment fungiert er als Dampfplauderer und Menschenfischer, die gleiche Funktion hatte er zuvor immer bei der SPD inne. Und die Realität enttäuschte eben maßloser als bei anderen. Und bitte liebe Kinder, es _ist_ ein Kleinkrieg zwischen Lafontaine und der SPD — da braucht man auf _keiner_ Seite etwas beschönigen.

    Interessant auch die Mär vom linken Lafo der ob seiner Gesinnung mit Schröder brach — einfach grandios, regelrecht hinreißend. Die Realität jedoch, hier trafen zwei extreme Machtmenschen aufeinander. Lafo hatte sich nur besser im Griff als Gasgerd — der einzige Unterschied bzw. Gasgerd hatte seinen Ausfall zum falschen Zeitpunkt vor der Kamera.

    Kurzum wenn interessiert sein momentanes Gewäsch, wenn viele Leute ihn hautnah politisch erlebten, bevor überhaupt ein Bundesbürger wußte um was es geht?

    Und ehrlich ich finde ein paar Politiker in Spitzenpositionen tatsächlich tauglich: Ströbele, Bisky und auch noch Gysi. Eventuell sogar die Nahles und mitunter gar Beck als Interimslösung, wenn ich da gerade so sehe was da nachrückt. Aber von Lafontaine ließ ich mich einmal verarschen und spürte hautnah seine verfehlte Politik. Wenn ich könnte würde ich gar härtere Worte wählen und ich haderte tatsächlich lange Zeit ob ich nach vielen Jahren Abstinenz wieder der SPD beitrete oder liebe zu den Linken gehe. Mit ersteren beschäftigte ich mich ohnehin sehr kritisch, letztere schaute ich mir lange Zeit vor Ort an. Olle Kamellen gibt es nicht, es gibt nur Ignoranz und Wunschdenken.

  7. Robert B. sagt:

    Meinst du Langzeitstudiengebühren? Jaja, dieser Vorhut der Campusmaut ist in der Tat ein Kainsmal der Sozialdemokraten.

    Mir scheint, dass die Linke Lafontaine als Enfant Terrible aufgenommen hat, als ihren Markus Söder oder Peter Struck. Man muss ja sagen, dass der „Saarnapoleon“ mit der Linkspartei eine Chance gesehen hat, sich an Schröder zu revanchieren. Quid pro quo ;-)

  8. Oliver sagt:

    >Meinst du Langzeitstudiengebühren?

    Beides wurde zu seiner Zeit initiiert und später umgesetzt, in der Pfalz ebenso. In dem ganzen Kindergarten sehe ich es sogar irgendwo, ganz weit entfernt, als legtim an — das er sich eben Genugtuung verschaffen möchte. Aber man soll bitte nicht so tun als wäre dies nicht der Fall, er möchte es so und er kann es auch. Und wer ihn im Saarland schon einmal auf dem PREMABÜBA erlebte, der weiß wovon ich rede — seine Faschingsreden sind legendär, denn dort konnte er rethorisch beinahe ohne Grenzen loslegen.

  9. […] was bleibt über vom flink angeeigneten Code Civil des Saar-Napoleons? Nur die Anfangs vermutete Worthülse, einen Ruck wirds auch mit der Union geben, Rentner […]


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