Boykottiert Olympia!

This is not out of disrespect for the athletes, but I cannot tolerate China using the Olympics as image campaign for being an equal member of the international community. All the new stadiums and so on — they’re trying really hard to give the impression of a new china — when they actually have not changed at all.

Boycott Olympia!

Und diesem Aufruf schließe ich mich nur allzu gerne an und es bereitet mehr als nur Bauchschmerzen, wenn u.a. «alterehrwürdige» Traditionen aus Deutschland dort Anwendung finden. Deja vu ist das Stichwort, Menschlichkeit fordert zur Handlung auf. Und für die ewig Gestrigen, die ihr Leben nur auf entweder … oder aufbauen, mit dieser Frage beschäftigte ich mich ebenso — wer den Links folgt macht meinen Tag. Und in diesem Zusammenhang möchte ich auch auf den großartigen China-Watchblog hinweisen. Und auch hier der Hinweis an die Fraktion der unmenschlichen Grenzdebilen, ja es existiert noch anderes Leid in der Welt und auch vor Ort — aber es ist schon einmal ein Anfang überhaupt exemplarisch die Aufmerksamkeit für derlei Dinge zu schärfen. Nachahmer können sich gerne anschließen und andere Bereiche abdecken, sofern dies die Informationslage zuläßt. Es gibt viel zu tun …

3 Antworten zu “Boykottiert Olympia!”

  1. Oliver sagt:

    An den ersten Kommentator, du kannst weiterhin gerne kommentieren, aber der ausschließliche Hinweis auf die Grabenkämpfe der quotengeilen Medien und ihrer Vertreter hat hier kein Platz. Warum, wieso? Ich schrieb auf beiden Blogs schon etwas dazu.

  2. phoibos sagt:

    warum sollten nur die olympischen spiele boykottiert werden? ich finde das kurzsichtig und inkonsequent.

    kurzsichtig: wann wird es mal wieder so viel aufmerksamkeit der weltöffentlichkeit in china geben? der aufstand der minderheiten in dem vielvölkerstaat china ist nicht umsonst erst dieses jahr so richtig bekannt geworden.

    inkonsequent: bloß weil die tibeter rumdemonstrieren und es ein paar tote gegeben hat (ja, verzeiht mir den zynismus, aber kümmerte es irgendwen, dass im irak zur zeit der westlichen öl-nicht zum marktpreis-gegen-medikamente zum marktpreis-blockade kinder zu hauf starben? hat es irgendwen gekümmert, dass großbritanien nordirland durch gewalt im united kingdom hielt (mir fallen spontan noch basken, kurden, tschetschenen, alles mögliche volk in exjugoslavien, letztlich die halbe gus, indios in mexiko ein, in denen auch irgendwer sich von irgendwem bevormundet fühlt)? tibet hat nur das glück, dass es eine ausgezeichnete werbekampange und ein tolles maskotchen (dalai lhama) hat, zudem noch eine recht einseitige berichterstattung der westlichen welt.

    ich frag mich ja immer wieder, glauben wir nun an die selbstbestimmtheit von völkern oder betreiben wir nur einen neokolonialismus? demokratie wird als neuer heilsbringer verkauft und mit schwert und feuer unter den ungläubigen verbreitet. der dschihad des kapitalismus, bei dem nur die anderen sterben… (den im vergleich zu den zivilen opfern lächerlichen bodycount der allierten im irak ignoriere ich grad mal in meiner polemik).

    @ oli: im from-hades sagst du, der dalai lhama hätte nicht unter der jahrzehntelangen unterdrückung der chinesen zu leiden gehabt. hatte überhaupt wer unter den chinesen zu leiden? sofern ich mich recht entsinne, war die tibetische monastische herrschaft alles andere als angenehm für die bevölkerung (tiefstes mittelalter wäre hier wohl eine richtige umschreibung) und die chinesen bemühten sich, gegen eine gewisse autonomie mit ein paar einschränkungen, um die kaste der mönche, da diese das volk niederhielten.

    dass man eine apparatediktatur nicht gutheißt, verstehe ich gut, tu ich ja auch nicht. doch diese gegen einen monastischen theokratiefirlefanz auszutauschen ist auch keine gute idee.

    warum können wir als westler nicht mal die welt in ruhe lassen und uns um unseren eigenen scheiss kümmern? solange menschen vor unserer haustür verhungern, sollten wir nicht den moralischen zeigefinger im kategorischen imperativ erhoben gegen gewachsene und gewollte strukturen (ich glaube fest an die eigenverantwortlichkeit des individuums und des individuellen gesellschaftskörpers) heben.

    ciao
    phoibos

  3. Oliver sagt:

    >ich frag mich ja immer wieder, glauben wir nun an die selbstbestimmtheit von völkern oder betreiben wir nur einen neokolonialismus?

    Ich sehe kein Problem daran, schließlich macht man auch lukratrive Geschäfte. Ergo ist der Tadel nicht verfehlt, sondern mehr als angebracht.

    >sofern ich mich recht entsinne, war die tibetische monastische herrschaft alles andere als angenehm für die bevölkerung

    Schrieb ich ebenso schon einmal, daß ich nichts vom Dalai Lama halte und seinem feudalen System. Aber das hat nichts mit dem Volk zu tun und wie hier seitens der Chinesen eine Kultur vollkommen unterdrückt, quasi ausgemerzt wird.

    >solange menschen vor unserer haustür verhungern, sollten wir nicht den moralischen zeigefinger im kategorischen imperativ erhoben

    Ich sehe damit kein Problem, sofern man als Mensch agiert und nicht als Nationalist. Letzteres ist mir völlig fremd, dennoch interessieren mich ebenso die Belange vor Ort bei denen ich sogar aktiv helfen kann und auch helfe. Das eine schließt das andere nicht aus, sofern man Mensch ist.

    >kurzsichtig: wann wird es mal wieder so viel aufmerksamkeit der weltöffentlichkeit in china geben?

    Kurzsichtig ist es an irgendeine Art von Aufmerksamkeit zu glauben in einem nahezu perfekt durchorganisiertem System. Ähnliches erlebte die Welt auch zur Nazi-Olympiade in Deutschland und zu allem Überdruss begehen wir diese Spiele auch noch nach eben diesem dort initiierten Vorbild.

    Kurzsichtig ist es auch von westlicher Überheblichkeit zu reden und gleichermaßen mit dieser Aussage die massive Involvierung westlicher Nationen zu tolerien. Kurzsichtig ist es ebenso Armut in diesem Land vorzuschieben und gleichermaßen dem Umstand Vorschub zu leisten, daß ein Gros unseres Wohlstandes eben u.a. auch mittels Waffenexporten in dieses Land finanziert wird. Waffen die wiederum eingesetzt werden wie z.B. anno tobak auf dem Platz des himmlichen Friedens. Das ist Heuchelei in Reinkultur, wie man sie ebenso nur in diesem Land erleben wird.

    Lächerlich ist es Kritik an derlei Dingen zu tadeln, denn wer dergleichen vornimmt hat Freiheit überhaupt nicht verdient. Freiheit ist für alle da und Deutschland sollte sich endlich von nationalstaatlichen Grenzdebilitäten verabschieden! Lächerlich ist es ebenso jeglichen Tadeln an einem Regime mit demokratischer Missionierung gleichzusetzen, Regime gibt es überall und wenn man diese unterstützt, aber auch toleriert, macht man sich schuldig.

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