boooring …

Erneut sind beim Online-Netzwerk SchülerVZ Nazi-Symbole sowie Hinweise auf Hardcore-Porno-Seiten aufgetaucht.

de.internet.com

Kennt man ja alles vom großen Bruder irgendwie und das ist halt Web 2.x zusammen mit halbherzig umgesetzten Ideen, um das schnelle Geld zu machen. Soderle, weiter im Text …

9 Antworten zu “boooring …”

  1. tante sagt:

    Ist ja vielleicht nur Satire oder so und wir raffens nich. Die Böhsen Onkelz kriegen auch nen Echo …

    Vielleicht verstehen wir das alles einfach nur nicht?

  2. Oliver sagt:

    Die Böhsen Onkelz, ja die Lieblinge der Medien. Ehrlich gesagt ich hörte sie bis zu ihrem Abgang ebenso, warum auch nicht. Ich sah da eigentlich nie Glatzen, eher «langhaarige Penner», die ein stark anarchistisches Verhalten an den Tag legten. Aber your mileage may vary, ich traue diesen eine Änderung zu. Kann man natürlich nie 100% ausmachen, aber ansonsten müßten wir auch gemäß der Logik unser Strafsystem umbauen auf entweder gut und frei oder böse und Knast ohne Widerspruch als Optionen vor dem Kadi einführen.

    Im obigen Fall bildet sich eine Schnittmenge diverse Gruppen und die Verantwortlichen sind am rollenden Rubel interessiert und da ist halt eine arge Beschneidung eher ungünstig.

  3. tante sagt:

    Ich traue jedem Menschen ein Änderung zu, ich halte die ganze «Wir sind nun nimmer rechts»-Proklamation der Onkelz nur für äusserst halbherzig, eben weil sie beim Thor Steinar tragenden Fan offensichtlich nicht angekommen ist.

    Ich bin da sicherlich auch, aufgrund des Ortes in dem ich aufwuchs, vorgeschädigt, aber ich kann ihnen einen echten Meinungswechsel nicht glauben, so lange sie eben nicht bestimmte «Fangruppen» rauswerfen.

    Jede Gruppe und jeder Künstler hat asige Fans, die Frage ist eben, ob man, wenn sie derart widerlich sind wie das Faschopack ernsthaft aktiv dagegen vorgeht oder sie schweigend duldend um ihr Geld erleichtert.

    Aber wie ich sagte, ich bin in der Hinsicht auch aufgrund meiner Erfahrungen äusserst vorgeprägt.

  4. Benni sagt:

    @ tante:

    Wie soll man denn als Musiktruppe mal eben Rechtsradikale rauswerfen? Etwa mit Gesichtserkennung, frei nach dem Motto «Keiner kommt ins Konzert, der uns nicht ins Gemüse passt»? Das ist erstens ein extrem organisatorisch hoher und kostspieliger Aufwand den man nicht mal ebenso stemmen kann und zweitens bekommst du dann auch ganz schnell Probleme mit deiner Fanbase, wegen Diskriminierung usw.. Außerdem besteht diesbezüglich auch noch das Problem, dass sich auf Onkelz-Konzerten Skinheads breiter politischer Couleur. Da könnte man also ganz schnell linke mit rechten verwechseln… Fazit ist also, dass das praktisch nicht wirklich umsetzbar ist. Außerdem finde ich das sowieso unangemessen bei Rechten die keine Verfassungsfeindlichen Zeichen tragen und die ihr rechtes Gedankengut still für sich ausleben. Denn die sind durch die Meinungsfreiheit geschützt…
    Übrigens war die wirklich rechte Phase der Onkelz im Vergleich zu ihrer musikalischen Karriere relativ kurz und sie haben sich auf ihrer Homepage auch ausreichend distanziert, meine ich.

    Was die Unterscheidung von Skinheads betrifft, möchte ich übrigens mal folgende Website empfehlen:
    http://www.du-sollst-skin.….seln.de/

  5. Anna Licht sagt:

    Da möchte ich nur eben mal einwerfen, dass ein einziger «eindeutig» erhobener rechter Arm während eines Onkelz-Konzertes, welches ich besuchte, zur Unterbrechung des Konzertes, dem Rauswurf der zum Arm gehörigen Person und einer ziemlich klaren Ansage zum Thema «absolut unerwünschtes Faschogehabe» seitens des Sängers führte.
    Dass nicht jeder Thor-Steinar-Träger von vornherein ausselektiert wird, mag für viele verwerflich sein, passt aber zum Selbstverständnis der Gruppe — nicht zu sehr nach Äußerlichkeiten zu gehen, egal welchen.

    (Sorry, alte Reflexe, dachte die wären mittlerweile weg…)

  6. tante sagt:

    @Benni: Ich weiß sehr wohl, dass Skinhead!=Nazi gilt, es geht also nicht darum, dass man Leute mit Glatzen rauswirft.

    Wenn man sich eine Reputation wie eben die Onkelz aufgebaut hat, und man da wirklich von weg will, dann kostet das Aufwand und Geld, ja, aber man kann dann halt eben nicht zulassen, dass Menschen mit eindeutigen Nazi-Insignien zum Konzert kommen: Man duldet keine Hakenkreuze und genauso duldet man auch keine anderen offensichtlich nicht neutralen «Uniformen» (wie Thor Steinar Klamotten, die man eben nicht «einfach so zufällig kauft»).

    Wer ein Nazi is, aber nur halt ne Glatze zum Konzert mitbringt und sich da benehmen kann, kann ja kommen. Sobald irgendein deutliches äusseres Zeichen durch Kleidung oder Benehmen gegeben wird, muss man diese Person rauswerfen bzw schon beim Eingang kontrollieren und nicht reinlassen.

    Man bekommt so sicher nicht alle in den Griff, aber man macht doch mal ein deutlicheres Statement, das über stille Duldung hinausgeht.

    @Anna Licht:
    Schön, wenn das bei nem Konzert von denen mal so geklappt hat. Ich persönlich würde es zwar vor allem darauf schieben, dass der Hitler-Gruss eben illegal ist und die Onkelz so gross sind, dass sie immer unter Beobachtung stehen, so dass sie sich das einfach (auch ihrer CD-Verkäufe wegen) nicht leisten können, aber wenn das weiterhin durchgezogen und vielleicht sogar noch verstärkt wird, wie ich oben andeutete, dann bin ich durchaus bereit, davon auszugehen, dass bei ihnen irgendeine Form von Umdenken stattgefunden hat, und würde sie dann aus der «I-Bah-Nazipack»-Kiste in die «fade Mucke, lahme Texte»-Kiste werfen.

  7. Oliver sagt:

    >Sobald irgendein deutliches äusseres Zeichen durch Kleidung oder Benehmen gegeben wird, muss man diese Person rauswerfen bzw schon beim Eingang kontrollieren und nicht reinlassen.

    Ich hoffe ich falle jetzt da nicht mit meinen Springerstiefeln durch und das ich dazu keine Leinehose trage dürfte klar sein 😉

    Übrigens wirds da mit der «Kleider machen Leute» Idee schnell eng und der Rest ist wohl Sache des Staats bzw. der Exekutive, die ja sonst auch in der Lage ist Linke wegen Belanglosigkeiten zu drangsalieren.

    >dass bei ihnen irgendeine Form von Umdenken stattgefunden hat, und würde sie dann aus der “I-Bah-Nazipack”-Kiste in die “fade Mucke, lahme Texte”-Kiste werfen.

    Kommst du mit der Thematik nicht schon ein wenig zu spät? Die Onkelz hatten ihre Zeit und auch ihre guten Konzerte in den 90ern bis vielleicht noch Anfang 2000. Die Band ist ohnehin schon seit einiger Zeit Geschichte. Und die Gründe für ihre Ächtung liegen weit weit zurück in ein paar Liedern begründet, weniger ob des später auftretenden Gesindels, daß man heutzutage auch auf anderen Konzerten beobachten kann.

  8. tante sagt:

    Nunja, dass das rechte Gesindel mittlerweile an vielen Stellen zu finden ist, macht es ja auch nicht besser 😉

    Sicherlich sind die Onkelz schon recht lange irrelavant und die «Szene» ist zumindest zu gewissen Teilen weitergezogen (Hallo Black Metal ;)) aber die Jungs vons Land sind halt immer ziemlich zurück (die tragen auch immer noch Lonsdale und müssen sich dann auf Demo von den eigenen Leitnazis ankacken lassen ;)).

    Wie ich sagte bin ich da vor allem aufgrund meines Aufwachsens in eben einem Dorf vorgeprägt, wo wir nämlich eben genau diese Nazi von vor 5–10 Jahren haben .

  9. Oliver sagt:

    Und ich mußte in den 80ern mit dem Vorurteil leben wie oben beschrieben, weil ich halt gerne Springerstiefel trug und trage, dazu noch damals keine langen Haare, sondern das Gegenteil (hatte praktische Gründe beim Ringen). Wenn man das ganze nur weit genug treibt, weiß man irgendwann gar nicht mehr wie man die Kameraden unterscheiden soll und die normalen Leute laufen dann in Uniformen herum. Ist ja auch nicht der Bringer …

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