BKA: urbi et orbi

Das allsehende Auge unseres Innenministers greift seinen bundeskriminalen Sturmtruppen, mmh Schergen Einsatzkräften, in Form des BKA, weitsichtig unter die Hufe. Just wurde ein Deal mit dem Deutschen Zentrum für Luft– und Raumfahrt besiegelt, um eine bessere Nutzung von Satellitenbildern zur Unterstützung der polizeilichen Arbeit zukünftig zu gewährleisten. In einer Mitteilung des BKA wird Jörg Ziercke, der Chef des Bundeskriminalamtes, mit der Aussage zitiert, dass er von der Arbeit des DLR beeindruckt sei. Beispielsweise könne man damit Schäden von Flugzeugunglücken besser auswerten. Es ist schon der blanke Hohn, wenn fortwährend die harmloseste Anwendung bei derlei Datenakquisen offeriert wird. Ausdünnung demokratischer Gefilde, Zentralisierung und Optimierung von ermittlungstechnischen Datenbeständen a la NSA-Germany usw. sprechen da eher tacheles. Wir blicken keineswegs netten Zeiten entgegen …

via heise

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2 Antworten zu “BKA: urbi et orbi”

  1. Grainger sagt:

    Das Auswerten der Schäden von Flugzeugunglücken ist ja auch Routinegeschäft, das kommt in Deutschland sicherlich mehrfach täglich vor.

    Ebenso wie die Terrorismusbekämpfung, nahezu täglich höre ich von Bombenanschlägen und Entführungen in Deutschland.

    Die kritische Masse wird das Ganze sicherlich überschreiten, wenn man mal alle bereits vorhandenen (und zukünftigen) Datenbestände miteinander abgleicht (und auch das wird kommen):

    da werden dann die Krankenkassen vor Bewilligung einer Anschlussheilbehandlung erst mal die mittels Payback-Systemen gesammelten Daten des Versicherten prüfen und ihm die Kostenübernahme anschließend vielleicht verweigern.

    Weil jemand, der sich nach Analyse seines Einkaufsverhaltens so ungesund ernährt, zuviel Alkohol konsumiert, eventuell gar noch raucht oder eine Risikosportart betreibt, seine Krankheit ja ganz oder teilweise selbst verschuldet hat.

    Oder der künftige neue Arbeitgeber hat sich schon vor der EInladung zum Vorstellungsgespräch mal die Krankheitsdaten der letzten 10 Jahre angesehen und winkt dankend ab. Zumindest bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst ist das imho leicht vorstellbar und auch die Krankenkassen selbst (die ja Zugriff auf die Daten des Gesundheitssystemes haben müssen) werden die sicherlich für ihre eigenen Zwecke zu nutzen wissen (wie ja die Nutzung der Vorratsdatenspeicherung durch die Telekom sehr anschaulich zeigt).

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