Bildbearbeitung: Gimp 2.4

Gimp, kurz für GNU Image Manipulation Program, ist nun endlich in der Version 2.4 angelangt, die initiale Version erschien anno 1996 und wurde als Studienarbeit geboren. Neben einer aufgeräumten Oberfläche, präsentiert sich diese freie Bildbearbeitung auch mit einer Menge neuer Features. Größtes Manko jedoch, jedenfalls für tatsächliche Grafikprofis, ist die immer noch fehlende höhere Farbtiefe pro Kanal, 8 Bit ist hier immer noch usus und die Umstellung auf höhere Tiefen ist auch nicht derart einfach bewerkstelligbar wie viele vermeinen. Projekt GEGL wird da zukünftig Abhilfe schaffen und den Kern von Gimp komplett umstellen. Variable Pinsel, ein aufgeräumtes und geschöntes Äußeres, Farbprofile, von Grund auf neu programmierte Auswahlwerkzeuge etc. machen Gimp in dieser Version zu einer tatsächlich runden Sache. Mehr über die neuen Fähigkeiten en detail, inklusive einiger Flash-Demonstrationen findet man hier. Auf Pofacs.de findet man dazu noch ein Interview (mp3) mit Roman Joost von gimp.org. Gimp existiert für diverse Plattformen, neben dem unixoiden Bereich u.a. auch für Mac und Windows.

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5 Antworten zu “Bildbearbeitung: Gimp 2.4”

  1. Martina sagt:

    Endlich die neue Version von Gimp! *freu* Ich hatte wirklich schon drauf gewartet. Und ich bin gespannt, was GEGL «erreichen» wird. 😀

    Hmmmm… 10+4=????? *grübel*

  2. truetigger sagt:

    Für Grafik-Amateure ist es aber ein nettes Werkzeug. Und es sieht definitiv schicker aus als das alte GiMP (was für eine Begründung), war ganz erstaunt, als es sich im aktuellen Ubuntu so bunt und verspielt gab.

    Klasse Teil!

  3. tontechniker sagt:

    Für die meisten Spielereien und Verläufe im Webbereich ist Gimp wohl ausreichend und sieht auf Linux inzwischen sogar ganz nett aus. Was die professionelle Bildmanipulation angeht fehlt meiner Meinung nach noch einiges, das Selektieren mit dem eines Objektes (als Video präsentiert mit dem Foreground Select Tool) geht in Adobes Bolide zehnmal so schnell. Vorhandene Features müssen in Zukunft voralledem besser in die die Benutzeroberfläche integriert werden, an Buttons gibt es schon fast zu viele.

  4. Oliver sagt:

    Erinnere ich mich mal an PS3 auf dem Mac zurück, so war dies im Vergleich zu heute sehr spartanisch, dennoch konnte man damit prof. arbeiten. Meist verwechselt man Feature-Geilheit mit prof. Ansprüchen. Im allgemeinen, nicht auf die Kommentare hier bezogen, würde ich gar behaupten das Gros der Nörgler braucht kein PS und könnte es sich mitunter gar nicht leisten 😉 geschweige denn das Potential überhaupt in irgendeiner Weise nutzen. Die Zertifikate die man da z.B. bei Adobe macht, selbst bei PS3, setzten mehr auf Grips um auch mit einfachen Mitteln zum Ziel zu kommen, als denn mit tausenderlei Spielereien. Diese verkürzen in geübten Händen einiges an Zeit, ersetzen aber nicht Können und da sah ich selbst «Gimp-Arbeiter» die mehr als Spielereien fertigten und einiges aufbieten konnten im Vergleich zu manchem PS-Pixel-Schubser. Aber das Problem sind auch nicht die Developer, diese vergleiche nicht mit PS, es sind die Medien, die immer etwas zu vergleichen benötigen … ist halt recht krank. In der Praxis zählt das Ergebnis und der Zeitrahmen … und dazu gehören die Parameter Software *und* Anwender.

  5. tontechniker sagt:

    Da geb ich dir absolut Recht Oliver, ich würde fast schätzen 40% der Leute die Photoshop installiert haben brauchen eigentlich nur ein Programm in der Größenordnung Paint.NET. Bei Photoshop entstehen die wirklich komplizierten und Anspruchsvollen Sachen nie alleine aus Features selber (Filter oder Effekte) sondern sind meist eine Kombination aus verschiedenen Masken und vielen Ebenen. Dabei spielt natürlich auch die Interaktion des Benutzers mit dem Programm und die Vorlieben des Benutzers eine große Rolle. Benutzer die nur mal ein Bild kleiner machen oder die

    Gradationskurve in eine Standardposition schieben ist Photoshop viel zu umfangreich und die meisten werden sich in Gimp wohl auch schneller zurechtfinden. Für Retouschen, Farb– und Belichtungskorrekturen zählt aber einiges mehr um in einem akzeptablen Zeitrahmen zu bleiben.

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