Besuch-Verbot von F!XMBR für Ü18-Kaufhof-Mitarbeiter

pskF!XMBR hat heute in Hamburg während einer Aufsehen erregenden Pressekonferenz bekannt gegeben, dass es Kaufhof-Mitarbeitern über 18 Jahren zukünftig nicht gestattet sei, F!XMBR zu besuchen. Man reagiere damit auf die Reaktion des Hauses Kaufhof auf den Amoklauf in Winnenden. Es scheint so, als arbeiten im Hause Kaufhof labile Menschen, die aus PR-Gründen zu Schnellschüssen neigen, so F!XMBR. F!XMBR-Publizist Chris sprach von einem Zeichen für soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung in der Bundesrepublik Deutschland, dem F!XMBR hier gerecht werden möchte. Schnellschüsse seien, wenn auch aus PR-Gründen, nach Winnenden schon sehr zynisch. Ob das Besucherverbot auch für die angeschlossenen Funkhäusern ausgesprochen wird, ist fraglich. Dazu wollte sich F!XMBR nicht äußern. Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten, so Chris heute morgen.

In einer ersten Stellungnahme äußerte sich der Verband deutscher Internetbesucher (VdIb) kritisch zu den Planungen F!XMBRs. Natürlich bleibt es jeder Internetpublikation selbst überlassen, welche Besucher sie zulasse. Es sei allerdings sehr bedauerlich, dass erwachsenen Kaufhof-Mitarbeitern das Recht auf Unterhaltung eingeschränkt wird. Auch der Internetentwicklerverband I.N.T.E.R.N.E.T. sparte nicht mit Kritik. Die Reaktion sei völlig überzogen. Kaufhof-Mitarbeiter, die teilweise hervorragende Arbeitszeugnisse aufweisen können, auszusperren, nur weil sie über 18 Jahre alt sind, grenze an unüberlegte Hysterie und Aktionismus. Auch von Seiten der Journaille kam Kritik. Selbstzensur lautete noch der harmlosesten Vorwurf, dem sich F!XMBR derzeit stellen muss.

Drehen nach den Medien jetzt eigentlich alle durch? Ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen. Das ist doch wohl nichts Weiteres, als ein PR-Coup um als Saubermann zu gelten. Das wird schon dadurch klar, dass andere Unternehmen, die ebenso zum Unternehmensgruppe gehören, diesen Schmarrn nicht umsetzen, Media-Markt und Saturn zum Beispiel. Meiner Meinung nach wird der Amoklauf von Winnenden hier von Kaufhof zur eigenen Reputation ausgeschlachtet. Ach — und die Mutter aller Killerbibeln, ähm Killerspiele, wird natürlich weiter vertrieben. Counter Strike ist von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ab 16 freigegeben worden. Unglaublich das. Die Realität schlägt jegliche Satire

Disclosure: Nach den Killerbibeln habe ich mehrere Mails bekommen (auch unglaublich): Nein, Cate Archer kann ich zwar nicht widerstehen, aber ich bin kein Gamer und habe noch nie Counter Strike gespielt…

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7 Antworten zu “Besuch-Verbot von F!XMBR für Ü18-Kaufhof-Mitarbeiter”

  1. StoiBär sagt:

    Beim Männerkaufhaus Conrad hat man sich nach Emstetten schon dazu entschieden, keine «Killerspiele» mehr zu verkaufen. Da findet man gelegentlich nur ein paar «Restposten» im Regal:

    Conrad und die Killerspiele

  2. […] FSK und USK ab 18 gekennzeichnet sind, aus den Regalen zu nehmen. Wegen Winnenden. Alles klar?! Chris weißt richtigerweise daraufhin, wie heuchlerisch die Ankündigung ist, wenn andere Unternehmen der Gruppe wie Media Markt und […]

  3. noir sagt:

    Ich denke mal war ne gute Gelegenheit Platz im Lager zu schaffen. Der Rest von Metro verkauft ja noch fleißig

  4. […] Besuch-Verbot von F!XMBR für Ü18-Kaufhof-Mitarbeiter […]

  5. Yuggoth sagt:

    Ich habe gerade den Drang, in den nächsten E-Konsummarkt zu rennen und das Ü18-Regal vollständig aufzukaufen.

  6. Chris sagt:

    … und dann spenden wir die Spiele der Tombula vom jährlichen Schützenfest …

  7. ori sagt:

    kaufhof verdient ja auch wenig an den bösen ü18 spielen, die passen eh nicht in die Konzeption eines Familienkaufhauses. MediaMarkt und Saturn würde es ziemlich weh tun wenn sie das machen würden, aber Kaufhof kann auch gut auf die Spiele verzichten und gute PR isses ja 😉

    nachdem nun auch die CSU aufgegeben hat «Killerspiele» zu verbieten, ist in 2 — 3 Wochen wieder Ruhe im Karton. Und ich such jetzt mal No One Lives Forever 2 raus, Cate Archer kann ich nämlich auch nicht widerstehen *g*

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