Berkeley probt den Aufstand

Berkeley needs to learn that their actions have consequences,” DeMint said in a statement. “Patriotic American taxpayers won’t sit quietly while Berkeley insults our brave Marines and tries to run them out of town.

commondreams

So einer der Säbelrassler in Form der Republikaner als Antwort auf das Nein der Stadt zu einem Rekrutierungsbüro der Armee. Die Folgen sollen nun sein, daß Unterstützungen seitens des Staates bezüglichen Schulen, der bekannten Uni, Polizei etc. gekappt werden. Ein ehemaliger Captain der US-Army meinte diesbezüglich: There’s really no correlation between federal funds for schools, water ferries and police communications systems and the council’s actions, for God’s sake,” said Bates, a retired U.S. Army captain. “We apologize for any offense to any families of anyone who may serve in Iraq. We want them to come home and be safe at home.

Das die Stadt wohl gegen den Krieg per se, jedoch nicht gegen die Soldaten Stellung bezog dürfte wohl wirklich jedem klar sein. Interessant jedoch wie man dort offensiv versucht, in einer Demokratie, die Menschen zu einer Meinung zu pressen. Derartige Drohkulissen existierten in der Form wohl bei uns im Kaiserreich oder dem dritten Reich, sowie wohl in jedem totalitären Land damals und heute. Ergo wachen Teile des Volks auf, zeigt der Staat überall sein wahres Antlitz.

Alle Kriege sind nur Raubzüge. –Voltaire

6 Antworten zu “Berkeley probt den Aufstand”

  1. Trac3R sagt:

    Die USA ist eine Demokratie? Ich glaube da liegt dein Denkfehler.

  2. Oliver sagt:

    Wenn man sich einmal eingehend damit beschäftigt, dann gibts dort (immer noch) «mehr» Demokratie als hier überhaupt möglich. Wir beamen in der Regel nur die negativen Dinge als News herüber, damit wir uns besser fühlen. Die positiven Dinge dort oder gar negativen Dinge die wieder gecancelt werden, sind jedoch für uns belanglos — da der Zündstoff fehlt, die Ablenkung vom eigenen demokratischen Versagen. Die Schattenseiten existieren dort also ebenso und immer massiver, kaum zu glauben nach über 200 Jahren. Aber wir packen es ja nicht einmal knapp 60 Jahre am Stück und sehnten uns schon in den 60ern nach mehr rechts zurück. Die NPD zog 69 beinahe in den Bundestag ein und das recht kurz nach dem Krieg. Ich glaube in puncto Demokratie siedeln wir uns irgendwo unter ferner liefen an, nicht gefühlt, sondern realistisch betrachtet.

  3. Trac3R sagt:

    Darum geht’s doch überhaupt nicht. Was ich meinte war, dass dort nur der Geldadel eine Chance hat was in der Politik zu werden. Ausnahmen bestätigen nur die Regel, aber demokratisch ist das jedenfalls nicht, das nennt sich plutokratisch. Und es ist natürlich auch klar, dass gerade wie in diesem Falle diese Elite fürchtet Macht an das gemeine Volk zu verlieren. Gerade daran, dass hier wieder mit Geldentzug gedroht wird, zeigt doch klar was da läuft. Leute die nur in Dollars denken, glauben alle anderen wären genauso.

    Das Deutschland ein nicht minderschweres Problem hat steht doch außer Frage! Allerdings ist das hier — Machterhalt durch Korruption und Seilschaften — ein ganz anderes. Während es in den USA ab und zu auch mal ein Idealist und Menschenfreund an die Spitze schafft (reiche Leute sind ja nicht aus Prinzip böse), fault in unserem Lande die Demokratie, Freiheit und all das, womit wir einmal von den Alliierten (außer im Osten) beschenkt wurden, von innen heraus bis irgendwann nichts mehr davon übrig ist. Vielleicht haben wir den Punkt ja schon erreicht, wer kann das sagen? Der Krankheitskeim war eben nie ausgemerzt worden.

    Jedenfalls sind die deutschen Verhältnisse kein Argument, die USA sind keine Demokratie. Denn dann wählt das Volk nicht nur, sondern es herrscht, so ist nunmal die Bedeutung.

  4. Oliver sagt:

    Die Elitenbildung steht bei uns auch im Vordergrund und war im Kaiserreich und dritten Reich maßgeblich, heute basteln wir wieder daran. Die Eliten bestanden und bestehen, ebenso wie die zugehörigen Seilschaften. Schau erst einmal hier aktiv in die Politik hinein, gewisse Strukturen erkennt man ebenso und jeder kann halt doch nicht aufsteigen. Und wie schon erwähnt sind auch dort die Schattenseiten vorhanden, was auch zum Nachteil gereicht, z.B. die Eigenfinanzierung des Wahlkampfs und dem damit einhergehenden Vorteil eines eigenen Vermögens, gereicht keineswegs zu unserem Vorteil nur weils anders läuft. Und natürlich vergleicht man, denn wenn ich Demokratie anderer verneine kehre ich zuerst vor der eigenen Haustür und muß zudem irgendwo einen Ansatzpunkt besitzen, damit die Aussage überhaupt Wert erlangt.
    Ich gehe dabei immer vergleichend vor, weils sonst sinnlos wäre. Insofern beleuchte ich je nach News-Lage auch desöfteren andere Länder ohne wirklich Gewichtung, die irgendeinem anderen Land in letzter Instanz zum Vorteil gereichen würde.

  5. Trac3R sagt:

    Is mir schleierhaft wie du jedes mal auf das Kaiserreich oder Bismarck kommst, wenn wir über die BRD reden. Kohl hat ja auch während des Reichs regiert, nicht wahr?

    Zitat des Tages: Helmut Kohl

  6. Oliver sagt:

    Das ist recht einfach. Ich bin Historiker und betrachte Geschichte im Zusammenhang, dann und nur dann klappts auch mit dem Verständnis. Das kann im Prinzip jeder, wenn man denn möchte und nicht nur urban legends verbreiten möchte. Denn von nichts kommt eben nichts und diese Elite schleppte sich jeweils von der einen Zeit in die andere herüber. Das war z.B. auch der APO in den 60ern bewußt bzw. der Studentenbewegung per se, denn bei Kriegsende waren diese Eliten nicht plötzlich verschwunden, sondern leiteten weiterhin Firmen, gingen in die Politik usw. Gleiches geschah auch zuvor beim Übergang von Kaiserreich zu Weimarer Republik usw. Man schleppte also gewisse Strukturen weiter mit sich herum und diese beeinflußten auch nachfolgende Generationen. Ergo ist dieser Hinweis von immenser Bedeutung für die nachfolgende BRD.

    Du möchtest die USA bashen und nur diese. Du redest dabei von Geldadel und berücksichtigst dabei überhaupt nicht wie dieser entsteht. Es sind mitnichten die Neureichen die gewaltigen Einfluß haben, sondern es sind jene Leute, die über Generationen hinweg ihren Einfluß etablierten und auch das nötige Kleingeld mit sich bringen. Möchte ich also auch die USA interpretieren, muß ich die Geschichte Revue passieren lassen, vice versa gilt gleiches hier.

    Und um den Kreis zu schließen, der Verweiß auf diese vorgehenden Zeiten zeigt nur eines, daß der Schluß, die USA als demorkatisches enfant terrible zu outen, ein zu kurzatmiger ist. Denn wenn sich deine Annahme nur auf das kurze Zeitfenster im Jetzt gründet und das ist anzunehmen, da dir die Tragweite kausaler Zusammenhänge in der Geschichte nicht bewußt ist, dann ist es eben eine völlig irrige Annahme!

    Um es kurz zu machen, ich bin wahrlich nicht arrogant und abweisend wie man hier sehen kann, aber für profanes bashen ohne Hintergrund such dir das G:b oder eines der großen politischen Foren hier in Deutschland. Danke …

    P.S. das fehlende Verständnis bezüglich der Aussage mit dem Sozialistengesetz bestätigt übrigens nur obiges.

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