BeOS

Nostalgie pur: BeOS, das System das sich einst anschickte die multimedialen Gefilde zu erorbern, aber dank fehlender Treiber seitens der Hersteller und somit auch mangelnder Aufmerksamkeit durch die entwicklende Klasse schnell nur noch ein Schattendasein fristete. Eine kurze Zäsur ob Verhandlungen mit Apple machte Mut, denn jene waren auf der Suche nach einem adäquaten System, aber diese wurden wiederum jäh ins Reich der Träume geschickt ob zu hochgesteckter Vorderungen seitens des BeOS Chefs.

Mit dem 4er stieg ich damals frohen Mutes ein, mit dem 4er beendet ich auch mein kurzes Intermezzo — OS/2 dauert weitaus länger an 😉 Doch heute erlebt BeOS einen zweiten Frühling und diesbezüglich berichtet ein neuer Podcast von pofacs:

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Das Betriebssystem BeOS wurde oft als kleiner und schlanker Bruder von Mac OS X bezeichnet. Neben OpenStep wurde es als heisser Kandidat fuer das neue Betriebssystem bei Apple gehandelt. Waehrend Apple durch den Kauf von NeXT dann NeXT-bzw OpenStep als Codebasis fuer das heutige Mac OS X nutzte, wurde es ruhig um BeOS. Mehr von dem leidgeplagten Betriebssystem BeOS erfahren wir vom BeOS-Aktivisten Andre Meissner.

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6 Antworten zu “BeOS”

  1. Thomas Muders sagt:

    Ich habe mir den Podcast nicht angehört, hatte aber seiner Zeit auch mal mit BeOS 5 herumgespielt. Das war gar nicht mal so schlecht, aber es gab kaum Software, und wenn, dann gab es die auch für Windows oder Linux.
    Hinzu kommt die völlig fehlende Sicherheit, da BeOS kein Multiuserkonzept kennt (jedenfalls nicht BeOS 5), da durfte der User alles machen.
    Es ähnelt durchaus etwas dem MacOS X in dem Sinne, dass zwar kein Unix untendrunter läuft, man sich aber auch eine Shell aufmachen kann und dort mit den gewohnten Unix-Befehlen arbeiten kann und auch der Bootprozess über Scripte läuft wie bei einem Unix.

  2. Oliver sagt:

    Ich nutzte zwar Linux schon recht früh, aber zwischen 96–98 war BeOS auch noch relativ weit voraus, vor allem im Bereich einer irgendwie gearteten Usability. Die fehlende Multiuser-Fähigkeit war damals auch noch kein wirkliches Manko. Und Sicherheit? Sicherlich im kleinen Rahmen, für tatsächliche Sicherheit bedarf es dann jedoch wiederum anderer Mechanismen.

    >Es ähnelt durchaus etwas dem MacOS X in dem Sinne, dass zwar kein Unix untendrunter läuft

    Mac OS X ist seit jeher ein UNIX unter der Haube, ohne da jetzt näher auf die Umsetzung und Pflege eingehen zu wollen. Bis System 9 war es etwas eigenes und die Shell gabs für Developer gut versteckt. BeOS hingegen hat keine UNIX-Herkunft und hatte auch den Nachteil gegen die Übermacht von Microsoft antreten zu müssen, auf der anderen Seite gabs aber schon ein System zum Basteln für lau.

  3. Thomas Muders sagt:

    Im Bezug auf die Sicherheit hast du natürlich recht, damals hat die Mehrheit der Leute Windows 95 oder 98 eingesetzt.
    In Bezug auf MacOS X habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich wollte nicht sagen, dass bei OS X kein Unix läuft, sondern dass bei BeOS zwar keins läuft, es sich wegen der Shell und der vorhandenen Tools durchaus auf dieser Ebene wie eines anfühlt (nicht wie z.B. bei Cygwin einfach nur ‘drangepappt’)

  4. Grainger sagt:

    BeOS hatte aber einige wunderschöne Ansätze in der Betriebssystem-Architektur.

    z.B. waren Treiber eine einzige große Datei (keine Ahnugn mehr, ob es ein Overlay ähnlich wie beim AmigaOS, ein Container oder eine Art Archiv war).

    Diese Datei kopierte man einfach in den für Treiber vorgesehenen Ordner und das war es dann im Normalfall auch schon an Installation.

    Das OS hat sich dann aus der Treiberdatei zur Laufzeit alles herausgeholt, was es brauchte.

    Keine Treiber mehr, die aus hunderten von einzelnen Dateien bestehen, einem das halbe System zumüllen und manchmal kaum noch (oder gar nicht mehr) sauber zu deinstallieren sind — das hat doch schon was.

  5. Oliver sagt:

    >Diese Datei kopierte man einfach in den für Treiber vorgesehenen Ordner und das war es dann im Normalfall auch schon an Installation.

    Das übernahm der BeOS Chef und ehemalige Apple-Mitarbeiter von MacOS.

  6. @Thomas Muders: Hey, da hat jemand denselben Namen wie ich und liest denselben Blog? Kannst mich ja mal über meine Webseite kontaktieren. Würd mich interessieren, ob wir irgendwie verwand sind :-)

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