Ausbildung mag teuer sein, aber Jugendgefängnisse sind viel teurer.

  • Gnome-Gründer kritisiert Novell
    Open Source ist nicht gleich Open Source und das weiß auch Gnome-Chef De Icaza. Aber trotz aller Kritik weiß er doch wer ihn füttert.
  • USA: Neuer Abhörskandal
    Großes Mobilfunkunternehmen unterhält Standleitung zum FBI. Man sollte also aufpassen, wenn man Geschäftsreisen unternimmt. Obwohl derartiges traue ich *jeder* Regierung zu.
  • Terahertz-Kamera sieht aus der Entfernung durch Kleidung
    Durchleuchtung leicht gemacht, auch bewegte Objekte sind kein Problem mehr, selbst bei größerer Entfernung.
  • Erhebliche Differenzen bei Studiengebühren
    Die Technische Universität Ilmenau erhebt nun beispielsweise einen Verwaltungskostenbeitrag (50 Euro) …, sprich Unis rüsten (angeblich) bei den Gebühren auf. Nun was viele nicht wissen, weil es sie nicht interessiert, die teils verbreiteten 500€ Studiengebühren sind nicht die alleinigen Kosten. Zusätzliche Verwaltungsgebühren, teils bis an die 200€, gibts in diversen Bundesländern seit über einem Jahrzehnt, teils gar schon länger. Für viele Studenten kann sich gar die semesterliche Gebühr auf teils 700€ belaufen. Von Bildungsgerechtigkeit sind wir also Lichtjahre entfernt.

Zitat: Gregor Gysi

25 Antworten zu “Ausbildung mag teuer sein, aber Jugendgefängnisse sind viel teurer.”

  1. Freeze sagt:

    in Hamburg beträgt der Semesterbetrag sogar 255€ also mit Studiengebühren 755€ pro Semester, macht 1510€ pro Jahr.…

  2. anonym sagt:

    in Hannover auch (253 Euro). Studieren ist ein teurer Spass und soll anscheinend nur den gut betuchten vorbehalten werden.… oder denen, die sich für ihr Studium in horrende Schulden stürzen wollen. Von freier Bildung keine Spur in deutschen Landen.

  3. upsala sagt:

    Ich kenne keine Uni wo man nicht ~200 euro plus studiengebühren zahlen muss.
    Aber da wir ja alle studenten nach auffassung der politiker später viel geld haben müssen, ist es ja kein problem das zurück zu zahlen.

  4. Oliver sagt:

    Es existieren in Deutschland auch nur Konsumverweigerer, Leute die sparen müssen gibts nicht …

  5. stimme sagt:

    Immerhin gibt es bald einen Absatzmarkt für Blei-Unterwäsche 😉

  6. WarMac sagt:

    Darmstadt: 204 (Verwaltung) + 500 (Studiengebühren = 704…

  7. Oliver sagt:

    204 für *Verwaltung*, dabei wird damit ja schon bei den Studiengebühren argumentiert 😀

  8. itti sagt:

    wir bezahlen reichlich milde 126€ + 500€ studiengebühren (natürlich beides annähernd pro semester um wenige euro erhöht).

    recht «geil» find ich, dass der verwaltungswasserkopf aus topf a (semesterbeitrag) nicht die verwaltung für topf b (studiengebühr) übernehmen kann. daher läuft ein großer teil der gebühren in deren eigene verwaltung. ein weiterer teil ist dann für «rücklagen» gesetzlich verankert.

    trotz allem ists eigentlich noch erstaunlich gut zu meistern das geld irgendwo abzusparen. das heist wenn man so «arm» ist bafög zu bekommen.

  9. profmakx sagt:

    Eure Werte zeichnen ein Zerrbild. Es ist ja nicht so als haette man von den x Euro nichts. Diese ca. 200 Euro setzen sich normalerweise (zumindest hier in NRW) aus einem guenstigen Studententicket, Sozialbeitraegen fuer Studentenwerk etc. pp. zusammen. Davon sieht die Uni selber genau garnichts.
    Selbst ueber diese Semesterbeitraege laesst sich schon ungeheuer toll diskutieren (man suche in rwth.general nach Diskussionen zum Thema «Semesterticket» Ewig dieselben Argumente fuer Ewig dasselbe Thema)

    Ob Studien_beitraege_ an sich ein Probates mittel sind um «Die Studierenden an den Kosten ihrer Ausbildung zu beteiligen» (sic!). Ich halte sie fuer das falsche Mittel, aber kurzfristig haben sie hier ein paar nette verbesserungen gebracht. Ich fuerchte nur, dass das nicht lange anhaelt.

  10. Oliver sagt:

    >Eure Werte zeichnen ein Zerrbild.

    Keineswegs.

    >Diese ca. 200 Euro setzen sich normalerweise (zumindest hier in NRW)

    Das führt deine obige Aussage schon zum Teil ad absurdum. Bei dieser Art Zwangsticket (zumindest in *einigen* Bundesländern) treten auch zum Teil bizzare Konstellationen auf, z.B. existieren Gegenden in denen keine öffentlichen Verkehrsmittel vorhanden sind (auf dem Land mehr denn je) dazu dennoch die Pflicht zum Zahlen, da einige zu «nah» an der Uni wohnen und dennoch ein Auto benötigen.

    >Davon sieht die Uni selber genau garnichts.

    Was für den Studenten selbst ohnehin Jacke wie Hose ist. Und selbst für die Uni wären alle Beiträge ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man sich alleine überlegt was manches Gebäude kostet oder was der jährliche Unterhalt gewisser Anlagen verschlingt. Und geht man dann aber von Beiträgen a la US-Elite-Unis aus, die hier das Gehalt mancher gut verdienenden Familien übertreffen, so würden auch diese kaum etwas bewegen — das Gros dort wird mittels Dritter finanziert. Der Denkfehler beginnt ab dem Punkt, an welchem man glaubt «hätte denn die Uni nur auch alle Gelder …», denn es würde so oder so nichts bringen.

    Das Problem das ich hier sehe ist selbst bei Studenten heutzutage eine gewaltiges Wissensdefizit in diesen Dingen und deswegen ist auch der Kampf gegen diese Absurdität völlig aussichtslos. Bei den Politikern selbst kann man entweder von Absicht, zwecks Elitenbildung, ausgehen oder von eben solcher eklatanter Unwissenheit.

    «Bildungsgerechtigkeit» der asozialen Art wäre z.B. auch teure Studiengänge, die viele Ressourcen verschlingen, entsprechend zur Kasse zu bitten bzw. wieder Lehrgeld für Beruf einzuführen — denn die tatsächliche Produktivität findet während der Lehre noch nicht statt, auch wenn das einige glauben. Aber damit wäre man um keinen Deut besser, als jene die diese Märchen von der Bildungsökonomie in die Welt setzen, um eine Elite zu fördern.

  11. Als die deutschen Behörden bemerkt haben, daß Mobilfunk verschlüsselt ist, hat der Gesetzgeber die Betreiber dazu verdonnert, eine Abhörschnittstelle einzurichten, die heute exessiv genutzt wird. Ich habe allerdings die schwache Hoffung, daß der Provider nur fallweise die Daten jener Anschlüsse ausleiten, für die ihnen die Behörden einen Gerichtsbeschluß vorlegen.

  12. Björn sagt:

    Bei mir an der Uni gibt es neben den Studiengebühren (500 Euro) und den Verwaltungskosten (50 Euro) und den generellen Abgaben für Asta, etc. (250 Euro) zudem noch «Langzeitstudiengebühren». Sobald man 4 Semester über der Regelstudienzeit ist, zahlt man erst zusätzlich 500 und dann Stufenweise bis zu 900 Euro dazu. Die wurden eingeführt um zu verhindern, dass Langzeitstudenten ins damals noch studiengebührenlose Hessen kommen. Jetzt wo die Studiengebühren auch eingeführt wurden, bleibt die Langzeitstudiengebühr trotzdem: Ist wie mit der Sektsteuer. Was man mal hat, das hat man. Wenn’s dumm läuft darf man also lockere 1700 Euro pro Semester, spricht 3.400 Euro pro Jahr blechen. Dafür muss ‘ne alte Frau lange stricken…

  13. Oliver sagt:

    Ja logo der Grund fürs lange studieren ist ja generell Faulheit 😀 Nebenbei vergißt du ja noch die üblichen Lebenshaltungskosten, Miete … bla bla, eben das unwesentliche Zeugs.

  14. derhans sagt:

    500 euro studiengebühren/semester, je nach standort zwischen 150 und 200 euro verwaltungskosten/semester, Semesterticket knapp über 100 euro, Miete in ner Studentenbude ab 200 euro aufwärts/monat, sind schonmal gut 2000 euro pro semester, die man fest einplanen kann. Dazu kommen je nach Studiengang noch teilweise ordentliche Kosten für Lehrmaterial (Bücher, Schreibkram, evtl. Laptop), eigentlich unverzichtbare inet Anbindung, und die ganz normalen Lebenshaltungskosten, so dass man um einigermaßen entspannt studieren zu können gut und gerne 700 euro oder mehr im Monat braucht. Bleibt eigentlich nur reiche Eltern, Schulden machen, oder arbeiten, was je nach zeitlicher Auslastung durch das Studium ganz schön schwierig sein kann.

    Das nennt man dann freien Zugang zu Bildung…

  15. Marcel sagt:

    wenn ich das so höre muss ich schon schlucken. ich arbeite bereits und wollte neben der arbeit noch studieren. das wird mich ca. 870eus pro semester kosten. da stimmt irgendwas in den relationen nicht

  16. Oliver sagt:

    Mach dich darauf gefaßt, daß es *das* Teilzeitstudium nicht gibt, auch wenn gelegentlich mittels mancher Bachelorstudiengänge derartiges vorgegaukelt wird. D.h. selbst das Geld verdienen funktioniert nur in einem eng begrenzten Rahmen. Aber laß dich nicht entmutigen, es geht, man muß sich nur enorm einschränken. Allerdings sollte zwischendurch nichts passieren.

  17. Dr. Azrael Tod sagt:

    also wenn ich da an diverse Studiengänge (z.B. Soziopa.. äh Soziologie mein ich) denke… doch es gibt das Teilzeitstudium. Schwierig wirds nur, das mit einem Abschluss zu kombinieren, bei dem man hinterher auch was davon hat.

  18. Marcel sagt:

    ach, das es nicht einfach wird ist klar. aber da daddel ich halt mal etwas weniger und lerne dafür. 😉

    es ist nur so, dass ich die kosten dann sogar von der steuer absetzen kann. während der normale student schulden macht. irgendwie sehr paradox

  19. Oliver sagt:

    @Dr. Azrael Tod

    Habe ich auch nicht verneint, nur ist es von Land zu Land unterschiedlich konzipiert und dennoch weiterhin mit starken Einschränkungen belegt.

    @marcel

    >es ist nur so, dass ich die kosten dann sogar von der steuer absetzen kann.

    Dann muß es auch etwas zum absetzen geben 😉 Und selbst diese Option ist nicht überall gegeben.

  20. Robert B. sagt:

    @Dr. Azrael Tod: In Hessen wurde mit der Einführung des HStubeiG (hässliches Studienbeitragsgesetz) die Möglichkeit des Teilzeitstudiums abgeschafft.

  21. Dr. Azrael Tod sagt:

    Robert B.: alles nur die Frage, wie viel Geld man (sprich: die Eltern) zur Verfügung hat.
    Zeit ist Geld, wer viel Geld hat, kann sich Zeit leisten.

  22. Dr. Azrael Tod sagt:

    Oliver: läuft dann aber auf selbe hinaus.. wer Geld hat, kann sich Bildung leisten. Wenn man genug Geld hat sogar «unwirtschaftliches» Wissen.

  23. Oliver sagt:

    >sprich: die Eltern

    Denk auch mal an die Leute mit dem berühtem zweiten Bildungsweg 😉

  24. Oliver sagt:

    >wer Geld hat, kann sich Bildung leisten.

    Nein ich denke (bzw. ich weiß es aus eigener Erfahrung) eher wer mit massiven Entbehrungen leben kann, massiven Entbehrungen denen selbst einige Länder der dritten Welt in puncto Bildung besser begegnen als Deutschland.

    Die Leute mit Geld haben nur einen Vorteil, sie _können_ sich aufs Studium konzentrieren und sie _können_ es auch schneller beenden und haben eventuell ob dieser Punkte später im Berufseintritt wiederum einen Vorteil. Geld erleichtert, macht das Leben in dieser Zeit menschenwürdiger — aber keinesfalls ist es unmöglich. Die üblichen Jammer-Socken sind mir da auch relativ egal, nur kotzt es eben an, daß dies die Grundlage werden soll, die Basis um überhaupt Bildung zu erlangen. Aber davon sind wir noch weit entfernt, nur sollten wir uns auch nicht naiven Träumen bezüglich der Gebühren hingeben, diese werden noch weiter steigen im nächsten Jahrzehnt und dann erst wird es gar technisch einfach unmöglich das Geld in Eigenregie aufzubringen.

  25. Robert B. sagt:

    Mit viel Geld kannst du dir aber nicht immer den gewünschten Abschluss kaufen. Manchmal steht einem ja auch die Studienordnung im Weg.

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