Aufschwung

Der anständige Herr Beck macht mal wieder von sich reden. Während Tante Merkel vom Volk geliebt wird, fristet der Frontmann der ASPD ein Nischendasein — keiner mag ihn, keiner will ihn, keiner nimmt ihn wahr — naja, es sei denn, ein Punk auf dem Rathausmarkt. Herr Beck gibt sich gerne als wahrer Solzialdemokrat — was das heißt, durften wir in den letzten Jahrzehnten erleben. SPIEGEL Online zitiert unseren bärtigen Vollblutpolitiker wie folgt:

Der derzeitige wirtschaftliche Aufschwung sei schließlich seiner Partei zu verdanken — «damit das mal klar ist».

Man könnte jetzt natürlich fragen, welcher Aufschwung. Man könnte von den geschönen Arbeitslosenstatistiken anfangen — oder man könnte draußen auf der Straße, innerhalb der Familie oder den Arbeitskollegen in der Kantine fragen, was er denn vom Aufschwung hält, wie er ihn wahrnimmt. Was man da wohl für Antworten bekommen würde?

Der anständige Herr Beck droht uns zudem mit der Kanzlerkandidatur:

Die SPD wird die Frage der Kanzlerkandidatur Anfang 2009 entscheiden — und der Parteivorsitzende hat dabei das erste Wort.

Meine Stimme, Herr Beck, werden Sie nicht bekommen.

Herr Beck, eine Sache aber: Sollten wir in den nächsten Monaten, Jahren doch einen Aufschwung bekommen, so bekommen ihn wir nicht, wegen der SPD, sondern trotz der SPD. Es ist garantiert nicht der asozialen und neoliberalen SPD zu verdanken, dass es evtl. wieder ein Stück aufwärts geht. Wenn dem so sein sollte, ist es den Menschen und deren Einsatz in unserem Land zu verdanken — aber ganz bestimmt nicht einer Partei wie der SPD. Die Menschen da draußen leisten im Moment teilweise unmenschliches — ihr Verdienst wird ein evtl. Aufschwung sein, aber ganz bestimmt nicht der eines anständigen Herr Becks oder der ASPD.

Eine Antwort zu “Aufschwung”

  1. Grainger sagt:

    Wobei ich mir die angebliche Beliebtheit von Tante Merkel auch nicht so recht erklären kann (wen fragen die denn bitteschön bei ihren Meinungsumfragen?), die politische Richtung der Frau schwankt zwischen Aussitzen (so ziemlich alle innenpolitischen und sozialen Probleme) und Aktionismus (Klimadiskussion).

    Das Aussitzen hat sie sicherlich von ihrem politischen Ziehvater Helmut Kohl gelernt, der hatte es darin ja zu einer gewissen Meisterschaft gebracht.

    Allerdings hätte Kohl wohl auch die aktuelle EU-Klimadebatte einfach ausgesessen (und diesesmal imho zu recht).

    Aber zurück zu Beck:

    Falls die SPD weiter Wählerstimmen an die CDU verlieren will muss sie nur Herrn Beck als Kanzlerkandidaten nominieren, falls er gegen Tante Merkel antritt haben wir dann die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Vermutlich wird die Wahlbeteiligung dann endgültig deutlich unter 50% sinken, verständlich wäre es irgendwo schon. Die beiden großen Volksparteien 😀 sind unwählbar, die Grünen sind ebenfalls keine Alternative für die Alternativen mehr, die FDP verbietet sich von selbst (falls man nicht gerade niedergelassener Arzt, Zahnarzt, Jurist, usw. ist) und über das linkere und rechtere Spektrum braucht man eigentlich kein Wort mehr zu verlieren.

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