Arme Kinder, reiche Kinder

Kinder bräuchten eine feste Tagesstruktur, einen klaren Rhythmus. Entscheidend sei, ob sie Qualitätszeit mit ihren Eltern verbrächten.

SPON

Schon im vorhergehenden Artikel ging ich auf den desaströsen Einfluß des Staates ein und diese Studie hier, so nett sie sich auf den ersten Blick auch lesen mag, wird wiederum mißbraucht um Eltern die Erziehung stetig zu entziehen. Die befragten Kinder, soviel dürfte jedem klar sein, sind durch etwaige bewußte oder unbewußte Suggestivfragen leicht zu beeinflussen und wer Wissenschaftler kennt, kennt auch oft deren fachliche Beschränktheit, d.h. man arbeitet nach ausgeklügelten Methoden und vermeint(!) um die Korrektheit dieser zu wissen. Und auch schon wie zuvor erwähnt, können Millionen von Eltern irren? Und wenn ja, wie leicht ist es dann, das eine Gruppe Wissenschaftler und Politiker in die völlig falsche Richtung marschiert?

Arme, reiche Kinder — die Nachteile der schwächeren Gruppe dürfte offenbar sein, aber ist die Ursache wiederum ausschließlich bei den Eltern zu suchen? Ich denke nicht, die Gesellschaft ist zu vielschichtig als das man sie ausschließlich an zwei Schubladen festmachen könnte und an hauptsächlich einer Ursache, den Eltern. Der staatliche Support war noch nie in Deutschland sonderlich groß, Kindergeld, Bafög und andere Hilfen wirken nur auf dem Papier groß. Hartz IV, Elitenbildung, monetäre Konditionierung der Gesellschaft und ähnliche Ungetüme geben letztendlich dieser schwächeren sozialen Schicht den Todesstoß. Natürlich ist es einfacher einen Universalschuldigen auszumachen, wie passend natürlich auch wiederum den Schwächeren …

Die Verantwortung des Staats ist es eine gerechte Basis für *alle* zu schaffen, weder omnipotente Kontrolle, noch Bevorzugung einiger sollte dessen Anliegen sein. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, man entzieht sich dieser grundlegenden Verantwortung, schafft einen Prügelknaben und hält das Ungleichgewicht der Gesellschaft aufrecht — es geht schlicht um Kontrolle.

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