Anwaltliche Zensur?

Ich habe in den letzten Wochen häufig über Abmahnungen, Anwaltsschreiben, etc. philosophiert. Häufig hat man den Eindruck, dass einfach eine Zensur betrieben werden soll, sprich, das Forum, das Blog hat einfach den Mund zu halten. Wehren können sich die Wenigsten, dies hat zwei Gründe:

Zum einen muss erstmal ein gewisser Betrag im Voraus eingeplant, gezahlt werden - für die erste Instanz sind das ca. 8.000 Euro. Zum zweiten ist nicht unbedingt gesichert, dass genau diese Kosten bei gewonnenem Prozess der Gegenseite durch das Gericht aufgebrummt werden; die Kosten werden nach Ansicht des Gerichts verteilt, gut, im Regelfall an den Unterlegenden, aber das muss nicht unbedingt passieren.

Udo Vetter schreibt auf seinem lawblog.de über bedrohte Blogger, was passieren kann, wie man sich verhalten sollte - sehr empfehlenswert. Wenn auch zur Zeit nicht wirklich beruhigend, da - wenn es einen trifft - man kaum die Möglichkeit hat, sich zu wehren, es sei denn, man hat genug Geld auf der hohen Kante.

lawblog.de — Bedrohte Blogger

Eine Antwort zu “Anwaltliche Zensur?”

  1. Oli sagt:

    Geld=Recht in Deutschland, wird wohl nie anders sein. Sprich wer das ausdauerndere Sitzfleisch vor dem Kadi hat, gleichbedeutend mit einer großen Geldbörse, der gewinnt auch letztendlich. Ausnahmen bestätigen die Regel …

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