Android, Adblocker, Custom Roms, Root und die Hersteller

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Koushik Dutta hat heute hier auf Google+ verkündet, dass das CWM Recovery 7,2 Mio mal heruntergeladen und installiert wurde. Klar, Carsten Knobloch weist zurecht darauf hin, dass man diese Zahl vielleicht noch durch 10 teilen muss, damit man auf eine realistische Zahl kommt.

Wenn ich sehe, dass sich gerade im xda developers Forum gut 55.000 User tummeln, wird eines offensichtlich: Androids große Stärke ist es, das Handy, das Tablet den eigenen Wünschen entsprechend anpassen zu können. Das erste Rechtsgutachten kommt mittlerweile zu den Ergebnis, dass das Flashen des eigenen Gerätes nicht zur Folge hat, dass die Gewährleistung verloren geht.

Ich hatte es bereits einmal geschrieben: ich liebe mein S2 — und doch würde ich heute nach aktuellem Stand nur noch ein Gerät mit blankem Android kaufen. Bei Samsung heißt es Touchwiz, bei HTC Sense, wie auch immer, es ist unnötiger Ballast, im Prinzip will es kein Mensch haben.

Die obigen Zahlen wären noch viel beeindruckender, wenn das Flashen, das Rooten eines Gerätes per Knopfdruck und ohne Risiko möglich wäre. Dazu kommen unzählige Apps, die das Gerät einfach nur ohne Not zumüllen, kommen sie nun vom Hersteller oder dem Telekommunikationsunternehmen, mit dem man einen Vertrag abgeschlossen hat.

Allein das eigene Gerät zu rooten, ist schon fast zwingend von Nöten. Ich selbst nutze AdAway , morgen betritt eine weitere Alternative die Bühne, ein alter Bekannter (und für mich nicht mehr allzu vertrauenswürdig): Adblock Plus.

In Caschys Kommentaren wird (teilweise durchaus zurecht) darauf hingewiesen, dass so kleine Entwickler, die ihre Apps kostenfrei anbieten um ihren Obolus gebracht werden. Dieses Argument greift aber nur soweit, bis es das eigene Datenvolumen und den Akkuverbrauch betrifft. Werbeintensive Webseiten oder Apps können zur Folge haben, dass die Hälfte des im Monat zur Verfügung stehende Transfervolumens für solch einen Unsinn verbraucht werden. Blinkzappeldiwink hat zudem erhöhten Akkuverbrauch zur Folge.

Habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich einen Adblocker einsetze? Nein. Nicht einmal im Ansatz. So viel Geld für Software, wie in den letzten Monaten, habe ich in den Jahren davor nicht ausgegeben. Ich habe es gerne getan — und werde es auch in Zukunft tun. Nur mit Werbung möge man mich bitte in Ruhe lassen. Ist das nicht möglich, werde ich weiterhin die Voraussetzung dafür auf meinen Geräten schaffen.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Hersteller müssen sich Gedanken machen. Wer einmal ein frisches Nexus 7 in der Hand hatte, daneben ein Tablet, beispielsweise von Samsung, weiß, wie viel unnötiger Ballast mitgeliefert wird. Dazu kommt ein weiterer, nicht unerheblicher, Punkt: die Updates. Bis Samsung, HTC & Co. ihre Software an das neueste Android angepasst haben, vergehen Monate. Es ist fast schon eine Farce. Von den Sicherheitslücken ganz zu schweigen.

Ich bin sicher: der erste Hersteller, der verkündet, er werde in Zukunft auf ein eigenes Android verzichten, ein reines Android einsetzen, wird eine positive Presse und einen Push bekommen. Warum? Ich bin davon überzeugt, dass der Anwender es genauso will. Darum sind Joyn und andere Dinge auch Totgeburten: sie wurden auf dem Reisbrett von Nieten in Nadelstreifen ausgedacht. An die Nutzer hat kein Mensch gedacht.

Außer Google.
Und darum sind sie so erfolgreich.

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Eine Antwort zu “Android, Adblocker, Custom Roms, Root und die Hersteller”

  1. Mordred sagt:

    so siehts aus.
    habe relativ wenig ahnung von der materie. erstes smartphone war von meiner firma ein htc desire. wunderte mich, was da alles fürn zeug drauf ist. nun gut dachte ich: einfach deinstallieren wie beim pc. pustekuchen :(
    und dann habe ich mir von base ein lutea2 aufschwatzen lassen. die hälfte des speichers ist voll mit apps die ich nicht loswerden kann. trotz dieser funktion des auslagerns auf die speicherkarte bekomme ich da gerdae mal ne handvoll selbstgewählte apps installiert. wtf?

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