Andrea Ypsilanti — die Unglaubwürdigkeit in Person

Nicht wirklich glaubwürdig

Andrea Ypsilanti möchte angeblich einen Mindestlohn — mit der FDP? Andrea Ypsilanti möchte angeblich den Ausstieg aus Atom– und Kohleenergie, den Einstieg in erneuerbare Energien — mit der FDP? Andrea Ypsilanti möchte angeblich die Gesamtschule — mit der FDP? Andrea Ypsilanti möchte angeblich die Studiengebühren abschaffen — mit der FDP? Andrea Ypsilanti möchte angeblich soziale Gerechtigkeit — mit der FDP?

Ich glaube, die letzten Stunden haben eindrucksvoll gezeigt, wie sehr es um die Glaubwürdigkeit um Andrea Ypsilanti — und der gesamten SPD — bestellt ist. Man stellt sich selbst als sozial gerecht hin — sobald es aber nach einer Wahl an die Verteilung der Pfründe geht, schmeißt man sich an die Rechtsaußen der Wirtschafts– und insbesondere Sozialpolitik, der FDP an den Hals. Dieser sogenannte Vorsitzende der SPD, Kurt Beck, seine neue starke Frau, die genauso links ist, wie Andrea Nahles und der Chefkomiker Hubertus Heil — ein wirklich interessantes Gespann. Mit dieser ekelhaften Anbiederung an die rechten Wirtschafts– und Sozialpolitiker der FDP ist klar: Wer wirklich soziale Gerechtigkeit in diesem Land will, muss Die Linke. wählen. Da besteht nun gar kein Zweifel mehr. Die brauchen vielleicht noch ein wenig Zeit — aber wenn selbst eine Dame, die als links innerhalb der SPD gilt, noch am Wahlabend mit der FDP ins Bett steigen will, dann kann man — mal wieder — erkennen, wie verkommen die SPD mittlerweile ist.

Fotos Andrea Ypsilanti, Hubertus Heil: spd.de.

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13 Antworten zu “Andrea Ypsilanti — die Unglaubwürdigkeit in Person”

  1. Swa sagt:

    Mit der Doppelzüngigkeit der SPD habe ich am Wahltag durchaus gerechnet und daraus meine Konsequenzen gezogen ^^ Ypsilantis Verhalten dürfte doch niemanden überraschen

  2. pit sagt:

    Die würden vor der Wahl auch jedem ein Schloß auf dem Mond versprechen und sich dabei grölend auf die Schenkel klopfen,erstaunlich ist doch lediglich wie unendlich dämlich ein großer Teil der Wähler ist.

  3. Jan sagt:

    Es ist doch immer dasselbe… Erst wird erzählt, und getan wird eh nichts :) Es wird echt Zeit, das Politiker sich nach ihren Aussagen richten müssen, und das verpflichtend. Alles andere ist nämlich Betrug!

  4. My 0,02 Euro sagt:

    Deshalb darf man eben auch erst ab 18 Jahre wählen. Eben damit man nicht alles glaubt, was der Onkel (oder eben die Tante) da oben einem alles erzählt (frei nach Volker Pispers).

  5. Grainger sagt:

    Das so ziemlich alle Parteien bereit sind, so ziemlich alles zu tun wenn es um den puren Machterhalt bzw. die Machterlangung geht überrascht mich nicht wirklich.

    Tatsächlich habe ich nach dem Wahlergebnis mit so etwas gerechnet, die FDP ist ja berühmt/berüchtigt dafür, sich zu prostituieren und mit jedem Freier, der genug bietet, ins Bett zu steigen.

    Das Thema Mindestlohn hatte im hessischen Wahlkampf imho ohnehin nichts verloren, das ist nämlich ein reines Bundesthema (wie übrigens das Jugendstrafrecht auch 😉 ).

    Ohnehin verblüffend, das dieser Wahlkampf auf Landesebene mit so vielen reinen Bundesthemen geführt und gewonnen bzw. verloren wurde.

    Das der SPD nicht mehr zu trauen ist wußte ich auch schon vorher, daran ändert auch eine auf vertrauenswürdig getrimmte Kandidatin nicht viel.

    OK, Koch hat viel verloren (an Image, an politischer Bedeutung und evtl. auch sein Amt als Ministerpräsident), das ist der bisher positivste Aspekt dieser Wahl. Aber wenn wir Pech haben sehen wir ihn bald als Bundesminister wieder.

  6. djo sagt:

    Bzgl. Koch und Bundesminister (5):
    Gestern Abend auf Phoenix malte ein Journalist (?) tatsächlich das Schreckensgespenst auf, Koch könnte ja Verteidigungminister werden. Für eine hessische Große Koalition im Austausch mit Jung — Koch nach B, Jung nach WI.
    Da weiss ich tatsächlich nicht, was schlimmer wäre: ein durchgeknallter MP, oder ein durchgeknallter Mann an den Waffen.

  7. Chris sagt:

    Die Gerüchte gab es auch schon vor der Wahl. Ich denke, das ist im Bereich des möglichen…

  8. Filzo sagt:

    …als ob nicht vorhandene Übereinstimmungen in den Parteiprogrammen nicht schon oft genug kein Hindernis waren wenn’s um das Erlangen/Behalten von politischer Macht gilt.
    Die FDP steht da ganz sicher nicht alleine auf dem Koalitionsstrich!

  9. Loui sagt:

    alle in’ Sack stecken, draufhaun — man trifft immer die richtige…

  10. Robert B. sagt:

    Komisch, gell: 2005 die Linke stark im Bundestag, 2007 die Linke in Bremen, 2008 die Linke in Hessen und Niedersachsen. Koalitionen werden darum geknüpft und der Wähler ist unzufrieden. Könnte es sein, dass der Wähler im Gegensatz zu den gewählten schon bereit für eine linke Regierung ist, die Mehrheit steht schließlich links?

  11. Chris sagt:

    Das Problem ist dabei nur, als linke Partei, haste zur Zeit nur die Linkspartei — und die wird kurzfristig nicht alleine regieren können… 😉

  12. […] Netter Artikel dazu auch bei F!XMBR. […]

  13. Robert B. sagt:

    Tja, das stimmt schon, aber in Hessen dürfte es keine besseren Partner geben: Die Linke will nicht regieren, nur tolerieren. Das bekommt man noch nicht einmal aufm Straßenstrich.

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