AMDs Danaergeschenk?

So sollen die Treiberspezifikationen unter NDA (Non-Disclosure Agreement) an X.org übergeben werden, was bedeutet, dass die Spezifikationen selbst nicht weitergegeben werden dürfen. Zudem dürften die Spezifikationen nicht vollständig sein, da die ATI-Grafikchips nie für eine Programmierung von dritter Seite vorgesehen waren.

pro-linux

Wohl doch zu früh frohlockt. Auch diesen Umstand kann man sich vielleicht von der pragmatischen Seite her gut reden, aber so richtig Opensource ist das auch nicht …

3 Antworten zu “AMDs Danaergeschenk?”

  1. bed sagt:

    Aber immerhin ein Ansatz.
    Vielleicht kommt dadurch ein umdenken bei anderen Hardware Lieferanten zustande.
    Leider kann man gerade auf dem Grafikkartensektor ohne Riesen Investitionen kein Bein auf die Erde bekommen, sonst gäbe es vielleicht schon eine Open Hardware. Denn da wäre die Treiberentwicklung wahrscheinlich automatisch auch Open…

  2. Oliver sagt:

    Es ist ein «Ansatz» wie er schon vielerorts vorhanden ist und der einem Blobs en masse in Form von Firmware etc. unterjubelt. Das ist alles nur kein Opensource, mir deucht hier eher man möchte Publicity erregen, da man mit den Grafikkarten eher mal Papiertiger zeugte und auch bei den Prozis außer viel heißer Luft nicht viel zu bieten hatte. AMDs einziger Vorteil sind im Mom noch die wahnsinnig günstigen Preise.

    Das Problem ist wohl eher das man überhaupt nicht derart viel investiert, weder in Hard– noch in Software. Die Grafikkarten sind meist recht unausgegoren, die Treiber einigermaßen stabil, wenn schon die nächste Generation im Handel ist. Da werden Features angekündigt, die in der Praxis gar nicht anwendbar sind usw. Das Problem der geschlossenen Treiber ist recht simpel, man lebt von fremden Technologien und kann diese nicht einfach freigeben ob der Lizenzen. Zudem würde man auch recht arm dabei wirken.
    Last not least kontrolliert man den Markt damit, den ein wirklich guter Opensource Treiber erhöht massiv die Halbwertszeit eines Produkts und das ist bei diesem Entwicklungstempo nicht im Sinne des Erfinders.

    Wenn mal ein wenig Intelligenz bei den Windows-Spielern einkehr, erst _dann_ wird sich etwas ändern. Denn Opensource stellt nur eine Minoriät, die allenfalls etwas für Publicity taugt wie im obigen Fall.

  3. Bernd sagt:

    Wenn mal ein wenig Intelligenz bei den Windows-Spielern einkehr, erst _dann_ wird sich etwas ändern.

    Von alleine auf gewisse Dinge kommen ist recht schwer. Meinereiner hatte Glück, dass er noch eine Zeit lang den C64 nutzen durfte und da war es eben so, dass die HW nicht einfach durch nen neuen Grafikchip ersetzt werden konnte, was zur Folge hatte, dass auch Spiele-Entwickler an gewisse Vorgaben gebunden waren. Wenn man dann die erste Generation von Spielen mal mit einer der letzteren für den C64 vergleicht, bemerkt man recht oft ein Verbesserung von Graphik und Sound, im Rahmen des Möglichen. Nun, ich denke, man lernte eben damals mit den Ressourcen besser umzugehen und durch ein paar gewiefte Tricks das ein oder andere noch zusätzlich aus dem Brotkasten herauszuholen.
    Beim Gamer-PC wurde diese intensieve und evtl. auch kostspielige Arbeitsweise eingespart und geht nun zu lasten der Konsumenten — die sich ja immer bessere HW anschaffen muss — mutmaße ich mal.
    Drum: Wer einen PC zum Zocken kauft, hat imo nicht mehr alle Tassen im Schrank! 😉

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