Aktion 15: 15% für Ärzte #2

Es gibt Neues zu der Aktion 15: 15% für Ärzte.

Politisch Korrekt hat einen Artikel vom Spiegel ausgegraben, in dem Ärzte zitiert werden, die auf dem HIPPOKRATNET aktiv sind (Rechtschreibung wie im Original):

Dr. med. Uwe N.-T. teilt mit: “Heute erfuhr ich vom Ableben eines langjährigen Patienten und ertappe mich dabei, wie ich mich freue, dass ich nun erheblich weniger Medikamente aufschreiben muss.” Und dann gibt er zu: “Wäre ich (Kassen-)Patient, ich würde den Fuß nicht in meine Praxis treten, so lustlos bin ich inzwischen.”

Dr. med. Georg F. sagt: “Es geht nicht an, dass sich ca. 90% der Gesellschaft in der Armenkasse eingenistet hat, und dort ihren Hintern nicht mehr hochkriegt, weil wir es ihr so bequem gemacht haben.”

Dr. med. Stefan T. fügt hinzu: “Nein, ich habe mit den heutigen “Armen”, mit dem “Prekariat” keine Spur Mitleid. Die eigentliche Schande ist, dass unser Sozialstaat diese feiste Unterschicht erzeugt und unterhält.”

Dr. med. Bert U. hat für Kassenpatienten nichts mehr übrig als Verachtung: “Praxis schließen, verrecken lassen, sonst kapiert’s keiner.”

Nachtrag zu den obigen Zitaten: Es sind teilweise gekürzte Zitate. Bevor hier irgendwelche Halbgötter in Weiß aufschlagen und rumjammern, sei das Update hier eingefügt. Es ändert nichts am Sachverhalt, sei die perfide Rechtfertigung um die skandalösen Worte noch so schön verpackt.

Christian hat sich ein wenig mit Thomas Fix, ein Gynäkologe und der Sprecher der Aktion 15 beschäftigt:

  • Er ist der Ansicht, konservative Ansichten würden in Deutschland diffamiert und man würde als Faschist oder Nazi bezeichnet, wenn man den Islam kritisiert: “In Germany, anyone who questions multiculturalism is accused of being racist or facist. And anyone who questions the legitimacy of rampant Islamism is called a Nazi. This is how most of the conservative protagonists in Germany have been defamed.”
  • Er übersetzte einen Text, der die Meinung vertritt, Europa würde vom Islam kolonisiert und die Regierungen auffordert, aus der EU auszutreten: “Wir fordern, dass die Regierungen unseres Heimatlandes sofort und ohne Verzögerung die Europäische Union verlassen, um sie von Grund auf zu verändern.” “Europa ist einer schleichenden Kolonisierung durch islamische Staaten ausgesetzt. Am Ende steht dafür Islamisierung und das Ende der persönlichen Freiheit. Wir sind Ziel einer Invasion der Fremden. Die Unterstützung dieser Invasion ist ein Verrat.”
  • Er schreibt Leserbriefe an die Junge Freiheit, dem Vorzeigeblatt der konservativen Rechten: “Die Islamversteherei der evangelischen Kirche stößt bei mir auf Unverständnis. Eine Religion, die mit Morden und Massakern begonnen hat, die sich als Unterdrücker der zivilen Gesellschaft aufführt, hat als Gast in einer evangelischen Kirche nichts zu suchen. Etwa, als in einer evangelischen Kirche in Bochum am diesjährigen Palmsonntag Mohammeds Geburtstag begangen wurde.”

Christian fragt zurecht: Ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion 15 wissen, wen sie da zum Sprecher erkoren haben? Da tun sich Abgründe auf. Schlimmer geht es wohl nicht. Da fragt man sich wirklich, bei welchen Arzt man schon alles war, unter welchem Messer man schon gelegen hat.

Ich betone aber noch einmal: Diese Aktion richtet sich nicht generell gegen alle Ärzte. Sie richtig sich gegen eine zweifelhafte Aktion zweifelhafter Personen. Zwischen Arzt und Patient besteht ein besonderes Vertrauens– und Abhängigkeitsverhältnis. Das wird auf schäbige Art und Weise ausgenutzt.

Ärzte, Schwestern, Pfleger gehören zu den Stützen dieser Gesellschaft — nur müssen sie aufpassen, wer wie für sie spricht.

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6 Antworten zu “Aktion 15: 15% für Ärzte #2”

  1. phoibos sagt:

    danke für die links!

    erschreckend, mit welchem unwissen jemand arzt werden kann… Eine Religion, die mit Morden und Massakern begonnen hat, die sich als Unterdrücker der zivilen Gesellschaft aufführt, hat als Gast in einer evangelischen Kirche nichts zu suchen. darüber lache ich immer noch.

  2. nils sagt:

    lol, klar. Die großartige evangelische Kirche und deren Vorgänger haben auch mit Morden und Unterdrücken nichts am Hut. Rein gar nichts. Höchstens ein kleines bischen. Aber nicht so viel wie dieser Islam dens da wo gibt.

    Verstehe ich das mit den 90% richtig, dass er meint, fast alle wären Schmarotzer in der «Kasse für Arme»? Das ist ja ein Ding, die restlichen 10% finanzieren also von ihrem hart erarbeiteten Geld die Gesundheitssystem der 90% die Schmarotzer sind? Meine Güte, wenn einem an der Logik nichts auffällt, ich kenn da nen Psychater, der ist echt nicht schlecht im Umgang mit Realitätsverlust.

    nils

  3. My 0,02 Euro sagt:

    Der SPIEGEL zitiert eine Satire als echte Meinungsäußerung!

    Zitate: Vollständig und teilweise

    Im SPIEGEL vom 11. Juni 2007 zitiert Univ.-Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach einen Facharzt.de-Forumsbeitrag von 2004 als Beweis für den „Abgrund an Abneigung“, der sich bei Facharzt.de auftue. Kleines Problem: Der schon ziemlich angestaubte Beitrag ist klar als Satire gekennzeichnet, das Landgericht Hamburg verbot Lauterbach in einer einstweiligen Verfügung die Verwendung des Zitates ohne den Zusatz „Satire“.

  4. Chris sagt:

    Nicht ganz richtig. Ein Satz soll angeblich Satire gewesen sein. Der Rest waren gekürzte Zitate. Trotzdem danke für den Hinweis. Es ändert nichts am Sachverhalt.

  5. Kulle sagt:

    Ich kann in dem Zusammenhang das Buch «Der Zweiklassenstaat» von Prof. Lauterbach empfehlen. Da werden die oben genannten Zitata auch ausführlich analysiert.

  6. Martin Schardt sagt:

    Mich erschreckt am meisten, wie ahnungslos die Autoren der vorigen Kommentare offensichtlich sind:

    Gelder für ambulante Versorgung auf 15% der Kassenausgaben vermindert (!)bei zunehmender (!) Zahl von Behandlungspflichtigen (siehe Altersstruktur der deutschen Bevölkerung).

    Wer kümmert sich da nicht richtig um die Bedürftigen ? Bestimmt sind daran nicht die Vielzahl ethisch denkender Ärzte schuld. Die Politiker haben diese Fehlentwicklung der Gesundheitsversorgung zu verantworten.

    Ich gehöre selbst als Kassenversicherter zu den letzten «geburtenstarken» Jahrgängen: Meinen Krankenversicherungsbeitrag betrachte ich inzwischen als Spende, aber eine tatsächliche «Versicherungsleistung», wenn ich dann selbst Patient werde, erwarte ich schon gar nicht mehr.

    Ganz zu schweigen von der Qualität der Pflegeversicherungsversorgung: Hier läßt eine «Leistungsverhinderungsbürokratie» die Bedürftigen im Stich.

    Vielen Dank an die politisch Verantwortlichen.

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