Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive)

Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive) heißt die Agentur, die sich für die neuesten Drecksvideos aus dem Hause StudiVZ verantwortlich zeichnet. Ich mag dazu gar nicht mehr viel schreiben — nur beweist es doch eines eindeutig: Auch wenn vroni und Patrick — als Ausnahmen — noch so sehr protestieren, die Werbebranche ist käuflicher, manipulativer, ekelerregender Dreck. Hier wird es ob der Gewaltverherrlichung und der Menschenverachtung nur umso deutlicher — weil halt manche mit Herz noch aufschreien. Wenn eine Agentur sowas produziert, überhaupt nachdenkt, solche Videos zu veröffentlichen, sollte sich eine gesamte Branche einfach mal hinterfragen. Da ist jegliche Grenze geschwunden.

lanu hat ein paar Kunden von Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive) angeschrieben, mit Bitte um Stellungnahme zu den Videos. Ich glaube zwar nicht, dass da etwas bei rauskommt. Duck und weg, nicht unser Problem ist weit verbreitet — aber führen wir mal die Idee weiter fort:

Eine Mail an die Unternehmen Heineken und Asics:

Sehr geehrter Damen und Herren,

als große Marke arbeiten Sie sicherlich mit mehreren (Werbe-) Agenturen zusammen. Unter anderem arbeiten Sie mit Aimaq Rapp Stolle zusammen, einer Agentur, die menschenverachtende Spots kreiert und produziert. Siehe hier.

Ich bitte um Stellungnahme, wie das Unternehmen Heineken zu derartigen Arbeiten (Verfütterung von Menschen an Schweine) eines Dienstleisters steht. Werden in Zukunft ähnliche Werbespots aus dem Hause Heineken zu erwarten sein?

Nicht nur der Name Holtzbrinck wird in Zukunft mit Gewaltverherrlichung, Menschenverachtung, mit Verfütterung von Menschen an Schweine (ich kotze gleich in die frisch gewienerte Tastatur) in Verbindung zu bringen sein — insbesondere die Agentur Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive) ist hier in der verantwortlichen Position. Was sind das für Menschen? Ich verstehe es nicht, ganz ehrlich.

StudiVZ hat sich schon viel geleistet — auch unter Führung von Holtzbrinck ist es keinen Deut besser geworden. Warum auch, man passt sich immer auch ein stückweit dem Niveau der eigenen Nutzer an. Was erstaunt ist, dass tatsächlich ein Unternehmen gefunden wurde, welches diese Videos entwickelt hat, produziert, eben Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive). Es werden noch weitere Videos folgen, Entführung und son Dreck wo sich mancher dann ob seiner perversen Phantasien einen vor dem PC von der Palme schütteln kann — ob die Videos jemals offiziell das Licht der Welt erblicken, ist unerheblich. Menschen haben sie sich ausgedacht, Menschen haben sie produziert, Menschen wollen damit etwas aussagen. Menschen von Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive) und Holtzbrinck.

17 Antworten zu “Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive)”

  1. Stefan sagt:

    Schon mal die (in unglaublich peinlichem Werbesprech verfassten) «Leitsätze» auf der (flashverseuchten) Website von Aimaq Rapp Stolle (ARS Berlin) durchgelesen?

    Angesichts der für StudiVZ bzw. studimovies.com produzierten Clips der blanke Hohn.

    Ich zitiere kurz:
    Impact: Erfolg entsteht durch kreative Kommunikation, die von der Norm abweicht, positive Aufmerksamkeit erzeugt und dadurch messbare Veränderungen bewirkt. Dabei ist jede kreative Lösung ein Unikat.

    Tja, das mit «von der Norm abweicht» nimmt man wohl wörtlich, ob das hier allerdings «positive Aufmerksamkeit» erzeugt hat, mag doch stark bezweifelt werden.

    Inspiration: Wir suchen immer und überall nach Inspiration, denn sie ist der Treibstoff für unser Produkt: gute Idee.

    Na, da hat man sich ja wirklich «überall» inspirieren lassen, auch im menschenverachtenden Rassismus.

    Integrität: Wir sind unabhängig und frei von Politik. Wir sind loyal, aufmerksam und ehrlich untereinander mit unseren Kunden und mit unseren Partnern.

    Jaja, sehr «frei von Politik» bzw. vollkommen ***.

    Ich habe Brechreiz.

  2. vroni sagt:

    Sorry Chris,
    aber es so hinzustellen, als ob nur 2 Hanserln das dumm finden, dagegen kämpften, Don Quichotte ließe grüßen, und der Rest der «Werbewelt» aber durchaus käuflichen ekelerregenden Dreck ohne großes Wimpernzucken erstelle…

    Jung v. Matt (Blog) findet das ebenfalls nicht witzig. Sans scho drei, oda?
    http://blog.jvm-neckar.de.….werbung/

    Du darst ja gerne Werbung generell hassen wie Teufel, aber pass’ bitte mit der Argumentation auf. BTW, ich mache gar keine Werbung…, bin Designer, mache Logos, Webauftitte und erstelle Unternehmensprofile — und bin disgusted & not amused, dass permanent alles in einen Topf geworfen wird. Ich werde demnächst ein T-Shirt erstellen (ähnlich dem:
    «Ja, ich bin 196 m groß.
    Nein ich spiele kein Basketball.
    Nein, die Luft da oben ist nicht besser.»:

    «Ja, ich mache Design.
    Nein, ich mache keine Persil-Werbung fürs Muttchen.
    Nein, wenn du Schlachtfilme und Blut sehen willst, gehe in eine Publikumsführung eines Schlachthof deines Vertrauens.»

    (OT: Was ist eigentlich mit den Zeilenabstand los, seht komisch aus in der Vorschau.)

  3. Chris sagt:

    Können wir mal mit der Mär aufhören, Werbung würde hier per se gehasst? Danke.

    Und trotzdem: Ja, der Großteil der Werbewelt produziert manipulativen, ekelerregenden Dreck. Da besteht gar kein Zweifel. :)

  4. ak sagt:

    Also ich finde den Clip toll. Jeder Cineast wird die offensichtlichen Referenzen auf den Film «Snatch» klar erkennen.

  5. Oliver sagt:

    pass’

    .
    .

    disgusted & not amused

    Fesche Ansprache. Drei hassen nun schon per se Werbung, btw. eure Welt ist schon recht klein, und der Rest kann leider nicht lesen oder ist auf kurzatmige Werbeparolen trainiert? Oder wie sonst soll ich mir den Meinungs-Shredder hier bei uns erklären? Vorwärtsverteidigung im Blindflug? Wahrscheinlich wurde nicht einmal einer der recht langen Texte vollständig gelesen.

    >OT: Was ist eigentlich mit den Zeilenabstand los, seht komisch aus in der Vorschau.

    Mac oder IE wahrscheinlich oder seltsame Plugins für den FF.

  6. Oliver sagt:

    Wegen jedem Käse muß man heutzutage Cineast sein?

  7. Grainger sagt:

    Quatsch, ich kenne «Snatch» auch (und ich betrachte mich durchaus als Hobby-Cineasten), aber eine Szene, die in den Kontext eines mind. 90-minütigen Spielfilmes paßt muss deswegen noch lange nicht in den Kontext eines 30-sekündigen Werbespots passen.

    Und ich mag Werbung per se schon mal gar nicht.

    Haßen wäre ein zu starkes Wort, meinen Hass hebe ich mir für Sachen auf die es verdient haben und für die sich ein starkes negatives emotionales Engagement auch wirklich lohnt.

    Trotzdem wäre ich nicht traurig wenn alle Werbung dieser Welt von heute auf morgen verschwinden würde, vermissen würde ich sie nicht und vielleicht würden einige Produkte tatsächlich billiger.

    Und wenn dann einige (bisher ganz oder teilweise) werbefinanzierte Angebote teuerer würden könnte ich mich ja entscheiden, ob sie mir den Aufpreis wert sind oder ob ich lieber dankend verzichte.

    Wäre irgendwie eine ehrlichere Welt.

  8. […] Jung von Matt/Neckar Bewegungsmelder, turi2, VisualBlog, Ich.Mir.Mich, Basic Thinking Blog, F!XMBR, Who said that I wasn´t right?, + Blog‘N‘Roll +, finyard, Patsy Jones, […]

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  10. Chris sagt:

    Das Unternehmen Asics teilt mit:

    Ich kann Sie beruhigen. Die gemeinsamen Wege von ARS und ASICS haben sich
    vor einiger Zeit getrennt, so dass wir keine Dienstleistungen von ARS
    beziehen.

    Die Antwort war verdammt flott im Briefkasten…

  11. Claus Thaler sagt:

    Mir wird nur Angst und Bange, was passiert, wenn jemand dem Don Alphonso erzählt, wer früher seine Brötchen als Texter bei ARS verdient hat …
    :-)

  12. Chris sagt:

    Und auch Heineken lässt mitteilen:

    Sehr geehrter Herr,

    zu Ihrer Information, die Agentur Aimaq Rapp Stolle gehört schon seit länger Zeit nicht mehr zu unseren Dienstleistern.

    Mit besten Grüßen

    Das ging ja alles ziemlich fix, ich bin offiziell beeindruckt…

    … zumindest für ein paar Minuten … 😀

  13. […] Wie lanu auf BooCompany schreibt, hat die Agentur Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive) ihre Anwälte in Gang gesetzt. lanu macht das nicht erst seit gestern — und so muss eine unschuldige Person dran glauben. […]

  14. Claus Thaler sagt:

    Wurde gerade von einem Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass man meinen Kommentar auch so verstehen könnte, als ich hätte ich jemals als Texter für ARS gearbeitet. Dies ist nicht der Fall, gemeint war der Herr mit dem Iro aus Berlin.

  15. Chris sagt:

    Das war mir schon klar — interessant viel mehr das Verlangen, sich von dem Unternehmen wohl distanzieren zu wollen. 😉

  16. Falk sagt:

    Jung v. Matt (Blog) findet das ebenfalls nicht witzig. Sans scho drei, oda?
    http://blog.jvm-neckar.de.….werbung/

    Diese Seite wurde nicht gefunden.

    War wohl nichts mit Nestbeschmutzung? Hätte mich ja schonmal interessiert, ob die Krähen sich nicht doch noch gegenseitig die Augen aushacken…

  17. […] Wir haben bereits über Aimaq Rapp Stolle (ARS Interactive) und deren Videokampagne für Holtzbrincks StudiVZ gesprochen. Heute dann der Höhepunkt, die Anwält wurden offensichtlich einer Unschuldigen auf den Hals gehetzt. […]

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