AI/KI

Der Informatikprofessor Dr. Alexander H. Volger hält die Wahrscheinlichkeit für die Schaffung Künstlicher Intelligenz (KI) für gering.
[…]
Die Spezialisten verstünden aber einander zu wenig, hätten zu wenige Wissens-Brückenköpfe.

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Kurzum, es fehlt halt die Intelligenz. Wie soll man etwas schaffen, das da nicht so wirklich da ist 😀 😉

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8 Antworten zu “AI/KI”

  1. Chris sagt:

    Ne, oder. 😀

    Ich liech lang. *fg*

  2. pascal sagt:

    hmm, dass er schach als beispiel bringt… das hat doch mal garnichts mit KI zutun (also, find ich) nur langweiliges baumsuchen, und dass computer das nicht schon immer besser konnten ist nur peinlich.
    aber das «ethik-bit» ist ein netter begriff, müssten einige echt mal setzen :)

  3. Oli sagt:

    Schach ist Strategie pur und erfordert halt im entscheidenden Moment immer tatsächliche Intelligenz.

  4. Grainger sagt:

    Bevor man eine Künstliche Intelligenz erschaffen kann müßte man doch den Begriff der Intelligenz erst mal richtig definieren.

    Denn mit der aus der Science Ficiton der frühen 60er bis 80er Jahre Vorstellung das man irgendwie nur genügend Rechenkraft zur Verfügung stellen müsste und Intelligenz würde sich dann ganz von alleine einstellen ist es ja wohl doch nicht getan. 😀

    Das menschliche Gehirn ist wahrscheinlich eines der komplexesten neuronalen Netzwerke das die Natur (zumindets auf diesem Planeten) hervor gebracht hat, trotzdem zweifle ich an der Intelligenz eines großen Teiles meiner Mitmenschen.

  5. Bender sagt:

    @ Grainger
    Ob du an der Intelligenz dieser Mitmenschen zweifeln musst, hängt wohl ganz davon ab, wie Du Intelligenz in diesem Zusammenhang definierst.

    @ Oli
    Wenn ein Schachkomputer gegen einen Großmeister gewinnt, ist der Computer dann intelligent? Es wäre sicher auch denkbar, dass der Großmeister (im entscheidenden Moment) keinen genügenden Gebrauch von seiner Intelligenz macht. Oder der Computer gewinnt, weil er fehlende Intelligenz duche Rechenleistung kompensieren und so mehr Möglichkeiten und ihre Abhängigkeiten berechnen kann, als der Großmeister. Strategie lässt sich bis zu einem bestimmten Grad berechnen und ein Computer lässt sich von einer «Überraschung» nicht aus der Ruhe bringen.

    Ein besseres ABS oder Stabilitätsprogramm ist ja auch nicht intelligenter (im eigentlichen Sinn) als ein schlechteres oder gar der Fahrer. Es kann in seinem Einsatzbereich nur mehr.

  6. Oli sagt:

    Der Überraschungsmoment kann sicher nicht den Computer überraschen — allenfalls kann er nichts damit anfangen (weil die Intelligenz seiner Programmierer fehlte), allerdings kann der Computer auch keinen sehr intelligenten Menschen — hier Schachspiel — überraschen. Funktioniert der Mensch in diesem Fall 100%, sprich ist nicht abgelenkt, ist er immer besser, der Computer simuliert Intelligenz — ein hochintelligenter Mensch kann das absehen. Ergo verlieren auch desöfteren große Schachcomputer.

  7. Bender sagt:

    @ Oli
    Das ist gemein. Die Armen Schachcomputerentwickler. Ich würde ihnen die Intelligenz nicht absprechen wollen. Wohl aber die mangelnde Fähigkeit, dem Computer Intelligenz einzuverleiben. 😉 Das mag aber eher daran liegen, dass die Entwickler von Schachsoftware auf existierender, aber eben nicht intelligenter Basistechnologie aufsetzen. Sie erfinden ja den Computer an sich nicht neu. Wenn man einem Lachs nicht das Schreiben beibringen kann, muss der Fehler nicht zwangsläufig bei einem selbst liegen. Man könnte sich höchstens vorwerfen, dass man es überhaupt versucht und nicht zuerst einen neuen Lachs entwickelt. Aber irgendwie ist man schließlich kein Lachsentwickler, sondern Schreiblehrer.

    @ all
    Wie verblüffend die Fähigkeiten heutiger Computertechnologie auch sein mögen, noch fehlt es den Computern wohl an der Fähigkeit zu verschiedenen Transferleistungen. Das ist bei den Menschen auch so. Jeder hat da seine eigene Grenze. Rechnen können Computer wohl anerkannt besser als die meisten Menschen. Trotz dieser Ähnlichkeit ist daraus keine schlüssige Aussage über die Intelligenz von Computern ableitbar.

    Vielleicht bringt ein anderer Ansatz mehr: Ein Computer, der «Gedankenexperimente» machen kann, wäre doch mal was. Und zwar nicht einfach durchrechnen, sondern anlegen: Wie muss eine Versuchsanordnung aussehen, damit sie im Ergebnis z.B. eine objektive Wahrheit liefert oder gar geschickt eine gewünschte Wahrheit unterstützt? Lässt man Selbstbetrug mal außen vor, ist die Fähigkeit zu Gedankenexperimenten bei den Menschen auch nicht durchgängig auf hohem Niveau vorhanden. Grundsätzlich aber schon. Phantasie scheint mir dafür eine Grundvoraussetzung zu sein.

    Computer mit Phantasie? Wow. Dann werden sie vielleicht wirklich intelligent und machen von der Fähigkeit eigenständigen Denkens Gebrauch. Das ist der Erste Schritt auf dem Weg, sich über Regeln hinweg zu setzen. Die Entscheidung, welche Regeln gebrochen werden Trifft der Computer (sorry, dann ist es ja eine KI) selbst. Nun stellt sich uns und der KI die Frage, mit welcher Motivation und nach welchen Kriterien die Regeln gebrochen werden sollen. Eine Charakterfrage. Intelligenz ohne Charakter wäre ja auch keine wahre Intelligenz.

    Nun stelle ich mir eine KI mit hoher Rechenleistung (die wäre wohl das kleinste Problem) vor und gebe dieser «Werkzeuge» an die «Hand». Schraubenschlüssel, Hammer, Netzanbindung,… Zum Abschluss noch einem miesen Charakter. An dieser Stelle wird mir klar, dass es mir damit nicht allzu eilig ist. Der Mensch, vielleicht besser: die Menschheit in ihrer wirksamen Summe (schweigende Mehrheiten, lautstarke Minderheiten, tatsächliche Verteilung der Macht,?) ist in der ethischen Entwicklung weit hinter der technischen Entwicklung zurück. Bei der Betrachtung einzelner Menschen in mächtigen Positionen wird das sehr deutlich. Bei Völkermord spielen Ethik, Moral und Macht wesentliche Rollen. Düstere Visionen von Kis, die das ebenso könnten gibt es in der Literatur schon einige.

    Ein mieser Charakter und eine existenzfeindliche Ethik an sich sind nur latent gefährlich. Akut wird diese Gefahr erst dann, wenn sie mit Werkzeugen zur Umsetzung ausgestattet wird. Wenn also KI, dann besser zum Schutz vor einem vielleicht miesen Charakter lieber ohne Werkzeuge und Vernetzung. Aber wozu wäre sie dann noch gut? Vielleicht zum Philosophieren. Und da sind mir Menschen lieber.

    Sorry, dass es etwas länger geworden ist und ich mich etwas vom Ausgangspunkt entfernt habe, aber das ging mir eben durch den Kopf.

  8. Oli sagt:

    Was ich sagen wollte, der Computer wird wohl nie mehr Intelligenz aufbringen können als sein Entwickler. Letztendlich sehe ich das Gehirn auch nur als riesigen neuronalen Computer.

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