Afghanistan: Die nächsten Toten sind da

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Das ging ja verdammt schnell. Und ja, da hilft so langsam nur noch der blanke Zynismus. Der scheinbar immer frisch gegelte, nein, nicht BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, sondern unser aller Verteidigungsminister Karl Theodor von und zu Guttenberg spricht mittlerweile umgangssprachlich von Krieg. Lächerlich kann man das schon nennen, trotz des ernsten Themas. Heute gab es also vier weitere tote Soldaten. Vier weitere Namen, die man den Bundestagsabgeordneten auf die Stirn tätowieren sollte. Es kann dafür nur eine Lösung geben: Deutschland hat keinen Krieg zu führen, nicht nur aus seiner geschichtlichen Verantwortung heraus, die deutsche Bevölkerung lehnt den Krieg auch mehrheitlich ab. Der Deutsche Bundestag handelt gegen den erklärten Willen des Volkes. Ich wiederhole mich: Jeder tote deutsche Soldat trägt die Unterschrift des Bundestages auf seiner Stirn. Deutschland muss sofort mit dem Rückzug aus Afghanistan beginnen.

In den Medien wird gerade danach geschrien, man möge die Bundeswehr doch einfach nur besser ausrüsten. Als wenn dann alle Probleme gelöst werden würden. Perfide die Argumentation der so genannten Journalisten zu nennen, wäre noch harmlos ausgedrückt. Es wird argumentiert, dass eine besser ausgerüstete Armee der Abschreckung dienen würde. Genau, hat im Kalten Krieg ja auch wunderbar funktioniert. Der IQ mancher Journalisten scheint nur knapp oberhalb der Zimmertemperatur zu liegen.

Selbst unser großer Verbündeter, die USA, haben angekündigt, 2011 mit dem Rückzug aus Afghanistan zu beginnen. In Deutschland darf nicht sein, was nicht sein darf. Würde Deutschland sich eingestehen, dass wir am Hindukusch die größte deutsche Lebenslüge der neueren Geschichte erleben, würden viele Politiker vor einem Scherbenhaufen stehen. Deutschland führt und beteiligt sich am Krieg. Politisch gewollt, vom Deutschen Bundestag, der schon seit langer Zeit nicht mehr das deutsche Volk vertritt.

Schauen wir uns also in den nächsten Tagen das mediale Spektakel an: Verteidigungsminister Karl Theodor von und zu Guttenberg wird mit den toten Soldaten aus Afghanistan heimkehren, am Flughafen eine gute Frisur Figur machen. Es wird wieder unzählige Kommentare geben, die darauf hinweisen, dass der Tod der Soldaten nicht sinnlos sein darf. Wir werden erneut eine Beerdigung erleben, bei denen sich der PR wegen die Politiker die die Klinke in die Hand geben. Und so wird es sich wiederholen: Die nächsten Toten kommen bestimmt.

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26 Antworten zu “Afghanistan: Die nächsten Toten sind da”

  1. Anonymous sagt:

    Danke @Chris
    vor allem dafür, dass in dem Beitrag nicht die –selbst schuld– Debatte geführt wird. Es geht um die Politik!!!
    Und deswegen möchte ich hier nochmal einen sehr guten Beitrag verlinken.

    Ich sehe keinen Sinn mehr

  2. Ingo sagt:

    Nein. Ich will einen Sinn erkennen! Der ist aber nicht vorhanden, wie Georg Schramm vor ein paar Tagen in der Anstalt nochmal ausdrücklich betonte. Jeder Satz ein Treffer!

  3. Anonymous sagt:

    Ich hab in dieser Kommentarbox jetzt schon 2 kreative Einträge gemacht die mir dann doch nicht gefallen haben, daher sag ichs jetzt einfach frei raus:
    Wer sich bei der Bundeswehr verpflichtet der muss damit rechnen auch durch dumme/sinnlose Befehle/Einsätze getötet/verletzt zu werden — SO EINFACH!

  4. Anonymous sagt:

    Das ist der Wahlkampf der CDU. Die Bundestagswahl bestreitet die Union auf dem Rücken von missbrauchten Kindern, die Landtagswahl auf dem Rücken getöteter Soldaten.

  5. Anonymous sagt:

    @Anonymous 23:07
    Ich glaube, so einfach ist es eben nicht. Nach Afghanistan kommen nicht nur die Soldaten, die sich verpflichtet haben (Zeitsoldaten) und, wer weiß denn, was denen vorher erzählt wurde?
    Humantärer Auftrag, wir bohren Brunnen und bauen Schulen auf, auf die auch endlich Mädchen gehen können.….
    Man muss doch auch mal den Soldaten zuhören, die zurückkommen.

  6. ich sagt:

    Äh, wenn etwas im Kalten Krieg funktioniert hat, dann die Abschreckung. Allerdings bietet das volle Nuklearpotential einer Supermacht schon mehr Abschreckungspotential als zwei Panzerhaubitzen.

  7. Anonymous sagt:

    Ich sehe das genau andersherum: Es müssen wesentlich mehr Leute nach Afghanistan geschickt werden. Afghanistan ist ein Krisengebiet, und wenn da nicht Ruhe und Ordnung hergestellt wird, und dazu ist Afghanistan bis jetzt allein noch nicht in der Lage, dann wird das wieder ein Tummelplatz für Terroristen und deren Ausbildungslager und Ähnliches. Wieder ein Platz von dem aus Raketen nach Israel geschossen werden.
    Wer kann denn das wollen?

    Berichtigt mich wenn ich falsch liege :)

  8. Gaston sagt:

    Ja, ich Berichtige!

    Erst durch die Einmischung von Großmächten, egal welcher «Seite» ist das Land erst zu dem geworden, was es ist!

    Wenn Dein Garten von Nachbarn besetzt wird, weil die da den Außenposten gegen einen anderen Nachbarn (dem vermeintlich Bösen) errichten, dann sagen, als der vermeintlich Böse gar nicht mehr existiert, dass Sie deinen Garten nicht verlassen können, weil Du ja nicht in der Lage bist das Unkraut (oder das, was diese als Unkraut definieren) zu jäten, dann sitzt Du in dem Dachkämmerchen, das man Dir noch gelassen hat und bist Froh?

    Der Extremismus, den Du hier siehst ist ein Produkt von Ausbildern der sogenannten Großmächte, sei es die Sozialistischen oder die Kapitalistischen. Geblieben ist nur die Ausbildung zur Gewalt und die Entmündigung des Volkes, sowie die Gewalt, die jetzt diesen Menschen abgedient wird.

    Haben diese Menschen kein Recht auf Selbstbestimmung?

  9. Sternenwolf sagt:

    Worüber wird hier überhaupt gestritten?

    Ob eine wie auch immer zusammengesetzte Regierung beschließen darf, eine militärische Bündnistreue zu realisieren, ganz gleich, ob das, was unter Federführung der amerikanischen Regierung wie auch immer beschlossen wurde, nun unter welchen moralischen oder machtpolitischen oder vielleicht auch paranoiden Gesichtspunkten gerechtfertigt erscheint — oder auch nicht ?

    Dass unsere Soldaten die so oft zitierte «unsere Freiheit» in Afghanistan verteidigen, ist ja wohl der größte Schwachsinn — allerdings mit Methode.

    Wer, so frage ich einmal ketzerisch, hat das Recht zu entscheiden, ob mit Waffengewalt auf eine Bevölkerungsgruppe losgegangen werden darf ? Und wenn ja, WARUM ? Wer mag im Recht sein und nach welchem Recht ?

    Was wissen wir überhaupt über die tatsächlichen Zu– und Umstände, dass wir und einmischen dürften ? Dass wir eigentlich nichts wissen, ist doch tatsächlich bis zur Kanzlerin durchgedrungen — und sie sagt es auch noch.

    Was ist überhaupt mit den ganzen anderen zur Zeit aktuellen «Brennpunkten», seien es nun Kriege oder bewaffnete Konflikte ? Oder was ist mit «friedlicher» militärischer Unterdrückung ?

    Dass der «Krieg» in Afganistan, sei er nun irgendwie vertretbar oder auch nicht, überhaupt nicht mit militärischen Mitteln beendet (und ich sage absichtlich beendet — und nicht gewonnen) werden kann, dürfte inzwischen selbst der letzten Nase in den USA oder wo auch immer klar geworden sein. Wo bleibt da die Konsequenz ? Wenn nicht jetzt, wann dann ???

    Das erinnert mich an ein Sprichwort: Es gibt keine Festung, die nicht mit Geld eingenommen werden könnte, wenn man sie denn haben will.

    Man könnte das ganze Geld doch auch anders einsetzen — oder ? Es müsste ja nicht unbedingt die Waffenindustrie profitieren. Aber damit kommt man zu einer ganz anderen und viel umfassenderen Problematik. Und landet wieder bei der Festung — oder der moralischen Unreife (nennen wir es einmal so)

    Last but not least unsere Soldaten. Natürlich tragisch in jedem Einzelfall (und im Endeffekt so verdammt sinnlos) — doch der Tod ist eben schon immer eine Möglichkeit bei Söldnern und Soldaten gewesen. Genauso wie bei Polizisten oder bei sich in Konflikte einmischenden Zivilisten mit Zivilcourage … Das ist seit Jahrtausenden so — und wird nie wirklich enden.

    Aber was zum Teufel soll die Debatte, dass jemand, der, warum auch immer, gegen den Einsatz in Afghanistan ist, diese Soldaten nicht würdigen würde?

  10. Robert B. sagt:

    Wer redet eigentlich momentan vom Zweck dieser Mission und wie weit man dem angeblichen Ziel bereits gekommen ist? Mir scheint, dass dieser «bewaffnete Konflikt» verselbstständigt hat: Krieg um des Kriegs willen. Man darf dabei nicht vergessen, dass es der bislang längste Auslandseinsatz deutscher Soldaten ist — selbst in den beiden Weltkriegen haben wir nicht so lange fremde Länder besetzt.

  11. Diese asymmetrische Kriegsführung mit allen traurigen Verschleierungen und Beschönigungen seitens der Politik und dem hilflosen Bashing der Medien führt dazu, dass es der Bevölkerung am A.… vorbei geht, was in den tödlichen Kämpfen um Kabul herum passiert. Ich frage mich, wie Politik und Medien aus der Nummer wieder rauskommen wollen, ohne ihr Gesicht nicht genau so zu verlieren, wie die schweigende Masse der Deutschen, die für gefallene Soldaten jedenfalls nicht auf die Straße geht.

  12. Bile sagt:

    Nun denn, die USA sind sicherlich vieles, aber
    »…unser großer Verbündeter, die USA…» dass sind Sie ganz bestimmt nicht !
    Wer glaubt das dort Schulen gebaut, Frauen geschützt oder die «Demokratie» hergestellt wird, ist naiv.

    Die Methoden der «Demokratiebringer» verdeutlicht Frieder Wagner in seiner
    Dokumentation «Deadly Dust-Todesstaub», die ich jedem ans Herz legen möchte…

  13. Dennis sagt:

    Ich habe mit der Forderung eines sofortigen Abzuges, immer ein ungutes Gefühl. Es stimmt, dem Land wird es im Anschluss schlechter gehen. Die Taliban zerstört das bisschen, was bisher erreicht wurde. Aber wie sieht es aus, wenn sich der Rückzug um 10, 20 oder 30 Jahre verschiebt? Warum sollte sich die Lage verbessern, wenn sie sich momentan tendenziell verschlechtert.

    Was Afghanistan braucht ist ein echter ziviler Aufbau — zu dem eben auch eine Menge Geld gehört, was derzeit schlichtweg nicht vorgesehen ist. Erst wenn das Land eine intakte Infrastruktur hat, eine gute Bildung, eine halbwegs akzeptable demokratische Regierung, so ließe sich der Krieg für beendet erklären. Mit «einer Hand voll» Polizeiausbildern — einen Pseudoetat für Aufbauhilfen ist dies schlichtweg Utopie.

    Wenn die Regierung es mit Afghanistan erst nimmt, dann muss sie ihre Politik ändern — weg von einer militärisch dominierten Vorgehensweise, hin zu einer, die den Aufbau des Landes in den Vordergrund stellt. Ist dies nicht der Fall, so ist jedes Opfer, so hart es klingt, ein sinnloses Opfer — und jedes weitere wird ebenfalls sinnlos sein.

  14. olhe sagt:

    Drücken wir es mal so aus: mir ist der «weltweite Terror» relativ egal, da ohnehin vieles konstruiert wird. Aber wir haben nun da unten zusammen mit anderen den Tanz begonnen, also müssen wir es auch irgendwie zu Ende bringen — will heißen: Fersengeld geben bedeutet die Leute da unten im Dreck stehen zu lassen. Ich dachte früher auch mal anders, aber mal ehrlich: jene die jetzt einfach nur rauswollen wie die Linken, fügen den Menschen dort ebensolchen Schaden zu, wie jene die außer Krieg nichts in der Birne haben. Die Diskussion sollte also lauten, wie können wir diesen Menschen _tatsächlich helfen_? Wir sind uns wohl alle darüber im klaren, daß ein Abzug dort unten jedwedem Regime auf die Beine hilft. Für laissez-faire ist es schlicht zu spät, mitgegangen — mitgehangen.

  15. Anonymous sagt:

    Für laissez-faire ist es schlicht zu spät, mitgegangen – mitgehangen.

    Deutschland und Krieg… blättert man in einem Geschichtsbuch oder befragt das große Orakel Internet kommt man schnell zu dem Schluss, dass wir noch nie gut im Kriegerles Spielen waren… Nunja, dieses mal scheint es ja keine österreichische Beteiligung zu geben…
    Betrachtet man mal die Anzahl der Kriege und Opfer die es gebraucht hat, bis in dt. endlich mal sowas wie Demokratie und Freiheit herrschte, so zweifle ich doch stark daran, dass man in Afghanistan so was wie Sicherheit und «politische» Ordnung bzw. Stabilität in den nächsten Dekaden hin bekommt. Stellt sich einmal mehr die Frage, was zum Henker machen unsere Soldaten da unten und mitgegangen – mitgehangen? Seinen wir doch einmal schlauer!

  16. olhe sagt:

    >Seinen wir doch einmal schlauer!
    >blättert man in einem Geschichtsbuch

    Für Geschichte braucht es ebenso wie für andere Wissenschaften mehr als nur das Blättern in der Wikipedia oder in einem Büchlein von der Stange schmökern am Feierabend. Aber mal davon abgesehen, daß mit der Schlauheit … vielleicht beim nächsten mal zu Beginn? Wie wäre es einfach mal damit — geradezu ein Novum, anstatt im Nachhinein den Schwanz einzuziehen, wenn man ein wenig Prügel einsteckt? Nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und dann muß man eben durch. Bedeutet das folglich ein Plus an Krieg? Nein, davon redete ich überhaupt nicht — aber aus der Verantwortung stehlen ist unter aller Sau! Aber ebenso typisch Deutsch … für den Schaden ist der Deutsche immer zu haben, für die Verantwortung hingegen kaum — auch das lehrt die Geschichte.

    Der Deutsche ist kein Schweizer, sondern hat aus seiner Geschichte heraus schon eine besondere Verantwortung inne. Frieden schaffen mit Waffen gehört nicht dazu, aber den Drückeberger mimen ebenso wenig.

    Von mir aus raus mit dem Gros der Bundeswehr, außer Krieg bekommen die ohnehin nichts hin. Als Schutz für die Profis von THW & Co hingegen taugen diese mitunter noch bedingt und darauf muß hingearbeitet werden. Aber das einzige auf was der deutsche Michel hinarbeitet ist die WM …

  17. Anonymous sagt:

    daß mit der Schlauheit … vielleicht beim nächsten mal zu Beginn?

    Das wäre schön… */me träumt weiter* 😉

  18. ori sagt:

    Ich unterstütze den Beitrag bis auf einen einzigen Punkt: Wir dürfen nicht sofort den Rückzug anordnen.

    Deutschland ist widerrechtlich in Afghanistan eingedrungen, und das war das initiale verbrechen, und das haben wir jetzt auch auszubaden. Du kannst nicht in ein Land einmaschieren, da alle Strukturen — egal welcher art — über den Haufen werfen, die ins Chaos stürzen und dann nach ein paar Jahren sagen «Sorry lieber afghanische bevölkerung, uns ist aufgefallen das das hier eigentlich garkeine so geile idee war, wir gehe. Viel spaß mit den Taliban».

    Niemandes Mission in Afghanistan sollte sein, den Terror zu bekämpfen, die Bundeswehr braucht einen Rückzugsplan jetzt, aber der Rückzug aller Truppen sollte erst statt finden wenn das Land einigermaßen stabil ist. Schön wenn die Amerikaner abhauen, und ein weiteres Land in schutt und asche zurücklassen in ihrer langen Tradition, Deutschland sollte das nicht nachahmen.

    Die Suppe haben wir uns eingebrockt, und die löffeln wir jetzt auch wieder aus.
    Eine moralische Reinigung in Form eines sofortigen Rückzugs würde allein auf dem Rücken der afghanischen Bevölkerung geschehen.

  19. SZenso sagt:

    Ich bin für den sofortigen Rückzug und ich finde meine Position nicht radikal, sondern rational. Meine Begründung ist so:

    Die Taliban sind Afghanen, es handelt sich bei dem Krieg also um nichts anderes als ein Bürgerkrieg. Für die Taliban ist der Westen als Waffenlieferant oder Drogenabsatzmarkt interessant — zu mehr auch nicht. Daher haben wir aus meiner Sicht zwei Optionen:

    A) Afghanischer Bürgerkrieg mit Bundeswehr
    B) Afghanischer Bürgerkrieg ohne Bundeswehr

    Ich halte B) für attraktiver.

    Apropos, im nächsten Jahr ziehen nach Aussagen des Friedensnobelpreisträgers die amerikanischen Truppen aus Afghanistan ab. Sollen wir dann in Afghanistan bleiben und den Job ohne unsere Brüder aus Übersee zu Ende führen? Dann müssen wir uns langsam über eine Generalmobilmachung Gedanken machen.

  20. olhe sagt:

    Gemäß diesem entweder/oder-Prinzip hätte man die Nazis besser totgeschlagen für das Leid welches sie verursachten und um zukünftige Dummheit dem Rest der Welt zu ersparen.

  21. SZenso sagt:

    @olhe

    Ich sage es mal so: ich halte die Fähigkeiten Deutschlands für nicht ausgeprägt genug, um der Welt diese Dummheiten zu ersparen. Warum sollten wir also die Dummheit begehen, es zuversuchen?

  22. olhe sagt:

    Zumindest ob Menschlichkeit, dann hätte Deutschland wenigstens etwas aus seiner Geschichte gelernt. Wer nichts tut und zuschaut, der begeht oftmals ebenso große Grausamkeiten, auch dies wissen wir von unserer eigenen Geschichte. (Grenzdebile Zeitgenossen lesen bitte auch meine Kommentare oberhalb von diesem bzw. verschaffen sich erst einmal ein Gesamtbild über die Autoren dieser Publikation, bevor man sich zu wilden Spekulationen hinreißen läßt. )

  23. olhe sagt:

    Germans Sending More Heavy Armor, SP Howitzers to Afghanistan

    … ich dachte jetzt an humanitäre Hilfe wie THW & Co, die BW quasi als Schutz für diese. Nun ja aber mit den Toten hat die Aufrüstung laut Guttenberg nichts zu tun.

  24. SZenso sagt:

    @olhe

    Ich habe aus unserer Geschichte — immerhin haben wir ganze zwei Weltkriege versemmelt — gelernt, dass es gefährlich ist, sich auf die Kriegslogik zu verlassen. Das Militär ruft nämlich immer: wir brauchen mehr Soldaten und größeres und besseres Kriegsspielzeug. Wenn wir all das bekommen gibt es am Ende ganz bestimmt den versprochenen Endsieg.

    Ich bin kein Pazifist und ich bin ebenfalls der Überzeugung, dass ein frühes, gezieltes militärisches Eingreifen größeres Unheil verhindern kann. Nur sehe ich das in Afghanistan als nicht gegeben an, vor allem nicht nach acht Jahren.

  25. olhe sagt:

    German Soldiers in Afghanistan Wear Protest on Their Sleeve

    German troops have been buying up badges saying “I Fight For Merkel,” an ironic jab at German Chancellor Angela Merkel who they say has failed to explain why German troops are fighting and dying in Afghanistan. The protest badges have reportedly sent shock waves through the Bundeswehr leadership.

    … protestierende Soldaten in Afghanistan: I fight for Merkel

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