adical — Warum Werber den Mund halten sollten

Hier hatte ich es bereits angekündigt — hier nun ein paar Gedanken zu dem Herrn Lobo und seine Worte, die, das kann man schon mal zusammenfassend sagen, perfekt zum SPIEGEL passen. Gleich zu gleich gesellt sich gern. Johnny hatte das kommunikative Heft in die Hand genommen, hätten sie es nur dabei belassen. Die Worte, die beim SPIEGEL zu lesen sind, lassen mich nur laut ausrufen: Liebe Werber, haltet einfach das Maul den Mund — da kommt nichts bei rum. :)

Schauen wir uns die Aussagen des Herrn Lobo mal an:

Viele seien dafür, viele dagegen. Unterm Strich versuchten gerade mal zehn Blogger

Erkennt wer den Widerspruch gleich beim ersten Lesen? Erst sind viele dagegen, dann nur noch zehn Blogger. Schon sehr pfiffig der Herr Lobo. Doch daraum geht es im Prinzip nicht — die Ecke, in der er die stellen möchte, die kritisieren, ist entscheidend. Das typische Totschlagargument von ein paar wenigen, die kritisieren. Die muss man nicht ernst nehmen , etc. pp. Man hat diese Argumente schon häufig gehört. Tja, es soll aber noch Leute geben, die nicht käuflich sind. Wobei mir die ganzen Opportunisten noch viel mehr zuwider sind, die jetzt abwarten *lol* — klar, sie wollen später auch etwas vom Kuchen abhaben. Da sind mir die, die ganz einfach zugeben, dass sie käuflich sind, noch lieber. Aber diese Opportunisten, das ist ganz schlimmes Volk.

Mehr zum obigen Zitat (und mehr) beim Don.

Sascha, weißt was? Sei froh, dass Du Johnny an Deiner Seite hast, ehrlich. Denk darüber einfach mal nach, was dieser Satz zu bedeuten hat. Ich stand vorgestern in der Wirtschaftsabteilung meiner Bücherei. Ich hatte kurzfristig Wir nennen es Arbeit in der Hand. Dann habe ich mich aber für ein Buch mit Substanz, mit Inhalt, für ein Buch, für das viel recherchiert wurde, was aufdeckt und anprangert entschlossen — Jürgen Roth — Der Deutschland Clan.1

Das ist das Problem jeder Subkultur, wenn sie in einem Bereich der Gesellschaft ankommt, der mit Kommerzialisierung und Professionalisierung zu tun hat. […] Eine Subkultur auf dem Weg zur Kultur bäumt sich auf.

Ich halte mich jetzt einfach mal zurück. Wenn ein Werber, ein mutmasslicher Manipulierer, jemand, der offensichtlich lügen muss, um Produkte zu verkaufen, das ganze als Kultur ansieht, in diesem Zusammenhang das Wort Kultur in den Mund nimmt, ist das nichts weiter, als eine Pervertierung des Wortes Kultur. Wie kann man nur so dreist sein, in Verbindung mit Werbung von Kultur zu sprechen? Shame, shame on you adical. Aber bevor es jetzt bitterböse wird, wie beim Kumpel Niggemeier, sage ich dazu nichts mehr. Ausserdem können andere das viel besser, Menschen die Kultur leben und auch gelernt haben, sei es der Historiker Don Alphonso oder auch Oliver.

Reden Sie mit Bloggern. Reden Sie mit uns.

So steht es auf der Homepage von adical. Man muss interessierten Unternehmen zurufen: Be careful! Dort kommuniziert ein eigenständiges Unternehmen für sich selbst, nicht für die Blogger. adical hat nichtmal 30% der sogenannten Topblogs auf der Lohnliste, adical spricht schlicht und einfach für die eigene Geldbörse. adical.de ist kein Blog, es ist eine Unternehmenshomepage mit fraglicher Kommunikation — und dabei sah es nach den Antworten doch so gut aus. Omfg.

Als letztes sei den evtl. interessierten Unternehmen mit auf den Weg gegeben: Traut Ihr wirklich einem Werber, der schon so viel Blödsinn erzählt hat, das Bloggen verkaufen will, Emotionen, Menschlichkeit in bare Münze umzuwandeln — aber nicht einmal die Blogsuchmaschine Nr. 1 Technorati näher kennt?

Nicht? Hab ich mir gedacht…

adical auf F!XMBR:

adical — Und die nächste Inzestveranstaltung?

adical, AAL, Datenschutz und andere Luftschlösser

Alice im Wunderland ?oder
adical in der Blogosphäre

adical startet — schlimmer als befürchtet

adical und die Hilflosigkeit

adical — wann und wie folgt der Relaunch?

adical — Eine Replik

  1. Und F!XMBR ist eines der wenigen Blogs, welches selbst hinter einem Amazon-Link keine Ref-ID versteckt. []

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24 Antworten zu “adical — Warum Werber den Mund halten sollten”

  1. Captain Cord sagt:

    hmm, aber mit kultur meinte lobo wohl eher die subkultur der blogosphere und deren weg in die breite öffentlichkeit.

  2. Chris sagt:

    Völlig egal, wer in Zusammenhang mit Werbung von Kultur schwafelt, hat mächtig einen anner Waffen, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

  3. Oliver sagt:

    Die Subkultur der Blogosphere … lol. Man kann sich aber auch viel einreden, um sich ab und an *anders* zu fühlen. Letztendlich sieht man auch nur ein Spiegel der Gesellschaft in den Blogs, die Arroganz anders sein zu wollen ist schon der erste Schuß ins Knie.

  4. «Und F!XMBR ist eines der wenigen Blogs, welches selbst hinter einem Amazon-Link keine Ref-ID versteckt.»

    Sowas finde ich auch eher schmierig.

    Gegen normale Werbebanner habe ich eigentlich nix. Ich finde Cisco nicht toller, nur weil bei den Herren Häussler und Niggemeier deren Anzeige flackert.

    Ich habe in meinem, kleinen bescheidenen Blog gerade die Adsense– und Ebay-Anzeigen rausgeworfen, aber nicht weil ich grundsätzlich Werbung in Blogs schlimm finden würde, sondern weil es einfach hässlich aussah und eh nicht viel einbrachte.

    Das war reine Spielerei. Und so eine Spielerei nehme ich niemandem übel, auch wenn sie adical– statt Adsense-Anzeigen einbinden.

    Links liegen lassen würde ich allerdings jedes Blog, bei dem ich nur das Gefühl hätte, da schreibt jemand Texte um die Werbung herum. Aber das befürchte ich bisher weder bei Spreeblick noch bei Herrn Niggemeier. Die anderen adical-Blogs lese ich nicht.

  5. dirk sagt:

    Selbstverständlich hat Kultur mit Kommerz zu tun. Und so unsinnig ist der Satz von der Subkultur auf dem Weg zur Kultur nicht, wenn man dabei ans Geldverdienen denkt. Eine kurze Erklärung:

    Was wir Kultur nennen, meint entweder Stile des Umgangs miteinander oder den Kulturkonsum. Kino, Fernsehen, Theater, Musik, Malerei usw. — all das ist Geschäft. Was keine Ware ist, wird nicht als Kunst anerkannt, ist Selbsttherapie, nettes Hobby etc. Die Wareneigenschaft als Zweck des Kunstwerks verschafft ihm (dem Kunstwerk) die Glaubwürdigkeit von anderen Zwecken frei zu sein (etwa dem der Propaganda). Werbung gilt genau darum nicht als Kunst.

    Subkultur, gleich welcher Art, ist Kultur, wie Tischsitten und Freizeitlektüre. Darum grenzt man nicht Kultur ab, sondern ‘legitime Kultur’, solche, die durch Dienst am Zinseszins (dem einzigen Gott) legitimiert ist. So ist nur der ein Künstler, der einen Galeristen hat, nur der Musiker, der eine Orchesteranstellung oder einen Plattenvertrag vorweisen kann, nur der Schriftsteller, der bei einem anerkannten Verlag (ohne Druckkostenzuschuss) unterkam. Manchmal geht das so weit, dass der Warencharakter der Werke bloß behauptet wird. Ein Beispiel: im Lyrikbetrieb kann keiner von Gedichtbänden leben, die bringen oft nur ein paar hundert Euro im Jahr. Statt dessen bezieht man Stipendien, Preis– und Fördergelder. Dennoch muss man so tun, als zehre man vom Bucherlös, darf keinesfalls Gedichte gratis verbreiten oder gar auf den Verleger pfeifen — denn wenn das Gedicht keine Ware ist, ist es auch kein Gedicht, der Autor nicht mehr förderungswürdig. Man muss Kommerz spielen, will man «in der legitimen Kultur sein.»

    In derlei legitime Kultur kann (muss nicht) auch die Bloggerei eintreten, wenn sie sich professionalisiert, sich auf Gewinnerzielung ausrichtet. Aus Befindlichkeitstexten, Tagebüchern, Politik (Meinung) und Kulturpessimismus …, durchweg verdächtigem Zeug, wird Broterwerb, anerkannte Tätigkeit im Kulturbetrieb. Bis hierhin schient mir der Satz unscharf, aber nicht ganz falsch. Erst beim «Aufbäumen» kann ich nicht mehr folgen, denn es existiert kein einschlägiger Transformationsprozess, dem das Bloggen an sich unterworfen wäre, es wollen nur manche etwas Geld verdienen. Das dürfen sie jederzeit tun.

    Es ist nur gar nicht spannend. Die Welt ist voll von Leuten, die Geld verdienen wollen. Interessant ist das Gespräch unter denen, die noch andere Zwecke kennen. Und die bleiben ja erhalten. Problematisch ist eher das vereinnahmende, alle Blogger zusammenfassende Reden über die Blogger, das Bloggen usw. — das aber ist wirklich nicht adical anzulasten, die haben das auch nur vorgefunden.

    Dass die Verbindung von Bloggen und Erwerb dauerhaft ohne Einfluss auf das Blog bleibt, das da verdienen will, kann ich allerdings nicht glauben. Wenn Quote zählt, zählt Quote. (Ebenso wenig, dass ein Vermittler zwischen Blogger und Werbekunde Druck wegnähme. Im Gegenteil: je größer das Auftragsvolumen eines Kunden, desto größer dessen Einfluss. Was, wenn er droht, gleich allen beteiligten Blogs die Werbung zu entziehen? Der Nutzen einer Vermittlung bleibt: überhaupt Inserenten zu finden.)

    Nb. Werbung hat uns umstellt, ist überall, immer dabei. Da braucht sie gar keine Kunst sein, um doch zur Kultur zu zählen. Wäre sie plötzlich fort, würden wir alle merken, dass sich unsere Kultur verändert hat. In diesem Zusammenhang finde ich das Adjektiv ‘pervers’ durchaus angebracht, nicht aber, wenn man nur die Wörter zusammenbringt, wo es die Dinge längst sind.

    Ich selbst verstehe vom Bloggen wenig und weiß von adical.de nix, habe mich nur eben rundum etwas eingelesen und poste den darum wohl zu langen Kommentar hier aus Gründen der Sympathie. Stört er, einfach löschen; bin ich nicht bös.

  6. Falk sagt:

    Selbstverständlich hat Kultur mit Kommerz zu tun.

    Und genau den Satz halt ich für sowas von falsch, peinlich bis hin zu widerlich. Wenn Geld verdienen zur Kultur erhoben wird, dann reden wir sicherlich von unterschiedlichen Dingen.

  7. Oliver sagt:

    Die Arbeit der Kulturbanausen trägt die ersten Früchte …

  8. Jochen Hoff sagt:

    Ick wiederhole mir Lobotomie.

    Es ist völlig witzloses irgendetwas zu analysieren was so vollständig ohne Inhalt ist. Sascha Lobo durfte im Spiegel (Mohn/Bertelsmann) Werbung für adical machen.

    Wenn das bei der Zielgruppe von adical ankommt, dann ist das gut für adical. Ich gehöre dann aber mehr als eindeutig nicht zu dieser Zielgruppe.

    Weder als Auftraggeber noch als Werbefläche.

    Das Sascha seinen Scheiß schön redet ist ihm nicht vorzuwerfen, er kann nicht anders und das dabei nicht viel wissenswertes herauskommt entspricht den Erwartungen.

  9. […] Ist Werbung Kultur? Ist Kultur Kommerz? Sind Blogs Subkultur? Einen Aspekt bitte ich bei dieser ganzen Diskussion, die sich letztendlich sowieso nur im Kreise der verfestigten Fronten dreht, zu bedenken. Der Kulturbegriff sollte in solchen Diskussionen kein Vehikel sein. Das mussten schon ganz andere in ähnlichen Zusammenhängen feststellen. […]

  10. Axel sagt:

    Wie man nur so dreist sein kann, im Zusammenhang mit Werbung von Kultur zu reden?
    Ganz einfach. Mit einem Kulturbegriff, der sich nicht auf einen selbstgeschnitzten Elfenbeinturm beschränkt. Kultur muss nicht Kunst sein; sie hat viel mehr damit zu tun, wie man etwas macht.
    Nichtmal Kunst gehört in diesen Turm. Hermetische Gedichte im Selbstverlag braucht kein Mensch. (Ja, an dieser Stelle bitte ich um Schläge. Bitteschön, Dankesehr.)

    Würde ich als Werber offensichtlich lügen, wär ich dauerhaft ein Lügner. Und nur sehr kurz ein Werber.

  11. Falk sagt:

    Also ich denke schon, dass ich einen recht weit gefassten Kulturbegriff habe, der über den von dir genannten Elfenbeinturm hinausgeht. Wenn ich aber vom Geldverdienen spreche, dann nenn ich das Kommerz. Und nicht Kultur. Denn Geld befriedigt nur meinen Instinkt und mein Interesse, mir beim Bäcker Brötchen zu kaufen. Kunst und Kultur macht mich dann als Mensch glücklich. So unterschiedlich kann die Auffassung sein und wird sie immer bleiben. Verständnis für solches Geschwurbsel ala Subkultur hab ich dann aber immer noch nicht.

  12. Axel sagt:

    Wo ist jetzt eigentlich der zwingende Widerspruch zwischen Geld und Kultur?

    Ich seh ihn noch nicht mal zwischen Geld und Kunst; aber von der red ich hier gar nicht.

  13. Falk sagt:

    Wer sagt denn, dass ich da einen zwingenden Widerspruch sehe. Ich stell doch hier kein Dogma auf, sondern teile meine Meinung mit. Und von daher empfind ich eben das «profane» Geldverdienen nicht unbedingt als zugehörig zu einer Kultur. In meinem eigenen kleinen bescheidenen Kulturbegriff ist halt kein Platz für Geld. Ich lös sie damit aber doch nicht aus dem Gesamtsystem einer Gesellschaft heraus, zu dem nunmal die Kultur gehört. Oder versteh ich dich grad nur falsch?

  14. Oliver sagt:

    >Kultur muss nicht Kunst sein;

    Weiß jeder der sich auch tatsächlich damit beschäftigt und nicht nur sein Gewerbe rechtfertigen möchte.

    >der sich nicht auf einen selbstgeschnitzten Elfenbeinturm beschränkt.

    Mir schwant hier schlägt jemand auf, der sich in seinem Gewerbe angegriffen sieht — und das zu recht — schwaffelt jedoch los ohne wirklich Aussagen auf diesem Blog zu kennen.

    Gut in aller Kürze, ich weiß es also — das *alles* Kultur ist Gewisse Dinge bezeichnet man als Niedergang dieser, wenn diese profanen «Werte» Dominanz erlangen. Ist kein Geheimnis, vollzieht sich so über die ganzen Jahrhunderte, Jahrtausende.

    Geld ist Bestandteil der Kultur, Geld verdienen etc. gehört auch dazu — es ist jedoch nicht der Kultur förderlich, denn die Triebfeder ist niederer Natur, die Triebfeder geistiger Natur ist die die tatsächlich «Kultur» ausmacht. Und ja da gibt es viel Schrott (Sachen die einem nicht gefallen), imo, wie die von dir erwähnten Gedichte, «die kein Mensch braucht». Aber diese Dinge, bei welchen «der Geist» Triebfeder ist bezeichnet man eben als wertfrei als Kultur. Die Leute die Geld zum A und O hochstilisieren früher profan als banausoi, heute Kulturbanausen.

    Geld ist nun einmal da, aber wir müssen diesem nicht mehr Charakter zusprechen als es tatsächlich besitzt, nämlich gar keinen. Geld ist ein Bestandteil am Rande, jedoch keine Voraussetzung noch ein Träger dieser.

    >Ich seh ihn noch nicht mal zwischen Geld und Kunst;

    Das wundert nicht wirklich …

    Grüße vom Elfenbeinturm. Ich toleriere gar moderne Kunst, obwohl sie *mir* nicht zusagt. Aber Geld einen kulturellen Wert zuzuordnen, es ist zum Teil ein notwendiges Übel. Machen wir es nicht zu mehr, nur weil der eigene Mikrokosmus recht klein ist.
    Leute die tatsächlich Kultur zu schätzen wissen, sitzen immer irgendwie im Elfenbeinturm — deren Horizont ist jedoch gigantisch, im Gegensatz zum dunklen Kämmerlein vieler Krämerseelen da draußen.

    >Kultur muss nicht Kunst sein

    Klar Meister, vielen ist jedoch überhaupt gar nicht bewußt was dieser Begriff Kunst alles beinhaltet. Er beinhaltet mehr als diese profane Polemik da oben.

    Geld dominiert heute, ist Bestandteil der Kultur und Zerstörer eben dieser. Werbung ist ebenso Kunst, rein als solche losgelöst von ihrem manipulativen Charakter. Auch ein Geldfälscher ist ein Künstler, läßt man denn seine niederen Motive beiseite — und da steckt keine Polemik drin.

    Wir sind nebenbei bemerkt kein Forum im klassischen Sinne, indem sich jeder zu Wort melden kann, andere Meinungen ja — andere Welten müssen und werden wir nicht dulden. Die einem leben halt im Elfenbeinturm mit Weitblick, die anderen im dunklen Panzerschrank und zählen ihre Reichtümer. Was soll ich auf die «Thesen» von Werbetreibenden hören, deren Motivation Geld ist und Manipulation der Kundschaft ist?

  15. phoibos sagt:

    «Würde ich als Werber offensichtlich lügen, wär ich dauerhaft ein Lügner. Und nur sehr kurz ein Werber.» (zitat axel)

    kennst du das buch 39,90 von beigbeder? werber sind per definitionem lügner. oder hast du jemals eine werbung gesehen, die realität abbildet? ganz nett finde ich in diesem zusammenhang auch die werbung/den film «dove evolution».

    ciao
    phoibos

  16. Axel sagt:

    Lügner, wie es Schauspieler, Schriftsteller und Photographen sind?
    Ja, in diesem Sinne sind Werber, bin auch ich ein Lügner.

  17. Oliver sagt:

    Beinahe und doch daneben. Halt mit dem kleinen Unterschied das auch der Werber erst diese Kunstfertigkeiten pervertiert.

    Die Welt ist schon recht klein? Alle Dinge kann ich mißbrauchen, die Werbung heuzutage ist schon weit übers Ziel hinausgeschossen und macht sich gar Philosophie und Psychologie zu nutze, um noch effektiver zu manipulieren — okay das ist dann die richtig prof. Werbewelt.

    Der Buchautor beispielsweise macht erst einmal gar nichts, der Werbetexter für den Klappentext etc. der macht den Mist draus den du gleichzusetzen suchst.

    Hier ist die Werbewunderwelt übrigens beendet, wir halten uns schließlich in der Realität auf. Ciao …

  18. Axel sagt:

    Dann halt EOD und noch einen schönen Gruß.

  19. thisoe sagt:

    Oha!
    Als einer derjenigen, die mit hinterhältiger Bösartigkeit versuchen die Massen zu manipulieren, ihren Verstand zu vernebeln und sie zu willenlosen Einkaufsrobotern zu machen, möchte ich doch auch einen kleinen Beitrag zu dieser Diskussion leisten.
    Kultur
    Habe ich damit jetzt Werbung für Wiki gemacht? Wenn ja, habe ich dann gelogen?
    Nachdem inzwischen auch der letzte verstanden hat, dass das was er über ein Medium (egal welches) wahrnimmt, nicht unbedingt der exakten Realität entspricht, sind Werber gezwungen Unterhaltung zu produzieren, die dann mit etwas Glück, die Sympathie für etwas (jaja, das Produkt oder die Marke) steigert.
    Schöne Ausrede?
    Ein Beispiel: Wer kennt sich denn mit allen Handytarifen aus und kann sofort sagen (und garantieren) das der Tarif X vom Anbieter Y immer genau der richtige, sprich billigste für mich ist? Mir persönlich wäre es auch zu anstrengend alle miteinander zu vergleichen, da geh ich lieber zu dem englischen Anbieter, weil ich den Spot, der die Menschen dazu animiert wieder etwas netter zu einander zu sein (oder zumindest mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert) als zu dem, der mit (mir unsympathischen) deutschen Schauspielerinnen und Fußballern einfach nur behauptet der tollste zu sein.
    Wo ist da die Lüge?
    Meiner Meinung nach liegt die Kunst in der Unterhaltung und jeder der schon einmal in diesem kreativen Schaffensprozess dabei war, wird bestätigen, dass es eine Kunst ist, die Aufmerksamkeit der Menschen zu wecken, ihenne das Produkt sympathisch zu machen, sie dann noch dazu zu bringen sich mit dem Produkt zu beschäftigen und am Ende noch(gemeinsam mit der Qualität des Produktes) dafür zu sorgen, dass sie nicht enttäuscht werden.
    Mir macht mein Job viel Spass, ich habe nicht das Gefühl ein Lügner zu sein und auch nicht die Menschen zu manipulieren (http://de.wikipedia.org/w.….pulation) Soviel dazu. Oups.

  20. Oliver sagt:

    >Habe ich damit jetzt Werbung für Wiki gemacht? Wenn ja, habe ich dann gelogen?

    Nein, es fehlt im Prinzip nur das Diskussionsniveau …

    mit einem Bein in der Werbung

    und

    Wie man Kultur pervertiert ?

    Frage ist schon x-fach geklärt. Wir sind halt kein Presseportal, sondern ein Blog dessen Einträge Meinung repräsentieren und aufeinander aufbauen in der Regel.

    Das du dich mit deinem Kommentar irgendwie lächerlich machst, merkst du wahrscheinlich überhaupt nicht — aber so ist das, wenn man nur in Falschirmspringer-Mentalität auf ein Posting ansetzt. oups …

  21. Chris sagt:

    Da hat sich gerade aber wer überhaupt nicht gut verkauft und verdammt lächerlich gemacht, oups… 😀

  22. Andreas sagt:

    @thisoe: Jeder Werber manipuliert und jeder der Werbung konsumiert, wird manipuliert. (Und wer glaubt gegen jede Manipulation von Aussen immun zu sein, hat schon verloren…).

    Geschickt gemachte Werbung *kann* unterhaltsam sein (und nicht nur nervtötend…), ist damit aber nicht unbedingt weniger manipulierend.

    Ach ja, zu den Handytarifen: Schon mal überlegt, warum diese von den Anbietern meist unnötig verkompliziert wurden?

  23. thisoe sagt:

    Ist denn dann jeder der kommuniziert, jeder der etwas mitteilt (durch welche Motivation auch immer) ein Manipulant? Wird denn dann hier nicht auch manipuliert? Man möge mich, von Hand selbst lächerlich gemachten bitte aufklären, äh belehren…

  24. […] adical — Warum Werber den Mund halten sollten […]

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