adical — Und die nächste Inzestveranstaltung?

Wieder mal hat Johnny eine doch sehr interessante Katze aus dem Sack gelassen, die — sagen wir mal, so wie ausgeführt — anrüchig daherkommt. Über Sascha mag ich nichts sagen, dafür kenne ich ihn zu wenig und habe ihn einfach zu wenig verfolgt. adical soll eine Plattform für Werbung auf Blogs, organisiert von Bloggern sein. Mal abgesehen davon, dass man da nen Knoten in der Zunge bekommt, hört sich das eigentlich sehr interessant an. Wenn ein Blogger mit seiner Schreibe Geld verdienen kann, die Werbung eindeutig als diese gekennzeichnet ist, why not — Glückwunsch. :)

Doch wo die — vielleicht — gute Idee und damit Sonnenschein ist, da ist natürlich auch sehr viel Schatten, wie sollte es auch anders sein. Aus den FAQ’s:

Q: Wer macht denn da mit?

A: Zum Start knapp 20 Blogs, die Liste werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Q: Kann ich auch mitmachen?

A: Zunächst ist adical kein ?offenes? Netzwerk, an dem jeder teilnehmen kann, vielleicht wird es aber eines. Ein Schritt nach dem anderen. Die ersten beteiligten Blogs haben wir selbst angesprochen und werden das auch weiter tun.

Na das ist doch mal prickelnd. Wieder so eine Inzestveranstaltung mit jemandem an der Spitze, der sich selbst hemmungslos überschätzt. 20 Blogs, der Rest bleibt aussen vor und darf Jubelperser spielen. Ich hasse sowas. Von wegen, wir sind die Elite, das Fußvolk muss draussen bleiben — da dreht sich mir der Magen um. Warum geht man dann an die Öffentlichkeit, wir präsentieren Bla-Bla, wenn man eh ein geschlossener Kreis ist? Ach ja, die Leute müssen unterhalten werden und später die beworbenen Produkte kaufen. Und wie man in den Kommentaren schon lesen kann, die Lemminge stehen bereit. 😀

Und auch mit der Tranzparenz hat man es da nicht so, weiter aus den FAQ’s:

Q: Wie werden die Einnahmen verteilt?

A: Der größte Teil geht an das jeweilige Blog, ein weiterer Teil bleibt bei adical und ein kleiner Teil fließt in eine gesonderte Kasse, aus der zunächst die beteiligten, in einzelnen Fällen aber auch nicht beteiligte Blogs angefallene Abmahnkosten finanzieren können.

Der größte Teil, na das ist doch mal eine genaue Ansage. Natürlich bleibt ein Teil, wie groß, und für welche Leistung überhaupt, bei adical — und ein kleiner Teil fliesst in eine schwarze Kasse. Oh, böses Wort, ich weiß, anders kann man den Blödsinn aber nicht ausdrücken. Wer will entscheiden, wer da Unterstützung bekommt, oder nicht. Der gute Johnny? Alle Beteiligten zusammen? *lol* Bis alle zusammen eine Entscheidung getroffen haben, ist der Abgemahnte schon an Altersschwäche gestorben.

Ich liege gerade vor Lachen unterm Tisch. Beispiel: Einer der Mitautoren von Spreeblick.com wird auf seinem eigenen Blog abgemahnt — die Tinte ist noch gar nicht trocken, da hat er die Unterstützung von adical sicher. Passiert das gleiche hier oder nebenan der ZAF, werden wir ausgelacht und können sehen wir wir bleiben. Und nein, hier braucht jetzt auch niemand sagen, das weißt Du doch gar nicht. Wie soll das rechtlich aussehen? Stiftung, in der ein Teil der adical-Einnahmen reinfliessen? Was ist, wenn ein Blogger sagt, meine Einnahmen an mich und nicht in diese schwarze Kasse? Erzählt es mir — und ich bin der erste, der sich freut, wenn abgemahnte Blogger Unterstützung erfahren.

Liebe Leute, wenn Ihr Geld machen wollt, macht es — mit der ursprünglichen Idee des Bloggens hat Spreeblick mittlerweile so viel zu tun, wie ich mit dem Stricken. Wenn andere sich dann in so einen Quatsch mit reinziehen lassen, auch okay — muss jeder für sich selbst entscheiden.

Aber: Wenn ich das ganze als die große Neuerung anpreise, dann aber gleichzeitig allen, bis auf wenige selbst ausgewählte elitäre Blogs, die Tür vor der Nase zuschlage, die Tranzparenz bei der Geldvergabe mehr als lächerlich ist, nämlich gar nicht existent, dann hört es ganz einfach auf.

Kommen wir aber noch zu einem letzten Punkt, Respekt. 😀

Q: Kann man die Kommentare zu diesem Eintrag abonnieren und sich schonmal Popcorn holen?

Ja.

Wenn man so schon anfängt, im voraus evtl. Kritiker diskreditiert, dann frage ich mich, wie sehr man sich von den Lesern, anderen Bloggern mittlerweile entfernt hat. Unglaublich das alles wieder — aber die Jubelperser werden auch diesen Quatsch mitmachen und euphorisch begleiten. Da kann man dann wohl nur sagen: Alles richtig und gut gemacht Johnny, Glückwunsch. :)

Und als kleiner Nachschlag: Im Jabber wird gerade ganz heiß diskutiert, ob und wie sehr adical gegen die ShareAlike2.5-Lizenz von Chris und seinem Cuteline-Theme verstösst. Weitergabe unter gleichen Bedingungen… CC-Profis anwesend? :)

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71 Antworten zu “adical — Und die nächste Inzestveranstaltung?”

  1. julian sagt:

    Stelle fest: du hast dich noch nie mit Werbevermarktern auseinander gesetzt und weißt nicht wie sie funktionieren und arbeiten. Ausserdem hast du keine Ahnung wie man Verträge macht und unterstellt den Teilnehmenden die Dummheit, nicht zu lesen was sie unterschreiben.
    Mutmaße: Deine Reaktion ist eine Mixtur aus albernem gestänker und beleidigtsein, dass man selbst nicht in der topliga mitspielt.
    Schlage vor: du lernst statt dessen dass man für kreative Ideen auch Konzepte erarbeiten darf, wie man damit Geld verdient.

  2. Chris sagt:

    Der erste Lemming ist da, hat ja nicht lange gedauert. 😀

    Natürlich sind wir hier alle nur neidisch — man Kleiner, geh nach Hause spielen… 😉

  3. Falk sagt:

    wie man damit Geld verdient

    Und die Kreativsten verdienen auch das meiste Geld. Oder warens doch eher die Konformisten?

  4. Oliver sagt:

    Chris mach den SEO-Fans nicht den Lebenszweck streitig 😀

    Getroffene … ach quatsch, ich wart nur ab was da noch nachrückt 😀

  5. Chris sagt:

    @malte: Comment gelöscht, ich lass mich von solchen Menschen wie Dir nicht beleidigen. Klar soweit?

  6. Grainger sagt:

    … Der größte Teil geht an das jeweilige Blog …

    Das heißt im Zweifelsfall 51% für das jeweilige Blog, 49% für andere.

  7. Tobias sagt:

    Man kann es auch so sehen: in Zukunft kann man dann das Berliner Kungel-Netzwerk besser erkennen. 😉

  8. Falk sagt:

    @malte: Comment gelöscht

    Eigentlich eher schade, denn der «imaginäre» Freund war meine Wenigkeit. Und ich hab mir nunmal drum Gedanken gemacht, ob man auf einer kommerziellen Webseite eine Theme verwenden darf, welches unter einer by-sa veröffentlicht wurde. Und darauf ehrlicherweise keine Antwort, da ich bei kommerziellen Kisten da prinzipiell von Abstand nehmen würde, solche Lizenzen zu verwenden.

  9. Chris sagt:

    Musst Du alles verraten? Ich kündige Dir die imaginäre Freundschaft, jawohl… 😀

  10. Falk sagt:

    Musst Du alles verraten?

    Nein, alles bestimmt nicht — aber sowas schon 😛

  11. squee sagt:

    Also ich lese fixmbr und spreeblick gern, kann allerdings die hier vorgebrachte Kritik nicht so ganz nachvollziehen. Klingt mir rein subjektiv sehr dogmatisch und, aus dem Blickwinkel eines nichtbloggenden Lesers, doch nach genau der Elitenbildung, die man an Johnnys Projekt kritisiert. Sprich: Wir hier (oder ich, Chris, hier) sind ganz nah am ursprünglichen Blogtum, halten die Fahne der Unabhängigkeit hoch und lassen uns durch nix korrumpieren und die anderen da, die verwässern alles und verkaufen ihre Seele. Sorry, aber das erinnert mich zu sehr ideologische Grabenkämpfe in meiner aktiveren Antifa Zeit, in der stundenlang über die kleinsten Fürze diskutiert wurde, weil jeder meint, er hat die Weisheit gepachtet und kann, während er für die Freiheit kämpft, anderen ihre Freiheiten vorschreiben. Aber letztendlich eh alles wurscht, ich werd mit viel Interesse hier (fixmbr) wie da (spreeblick) weiterlesen, da es zum Blog für mich dazugehört, gern mal was zu lesen, mit dem ich nicht übereinstimme.

  12. Erik sagt:

    Typisch mal wieder die HHer die sich aufregen. Mach doch ein eigenes Netzwerk, ohne Berliner.

  13. Oliver sagt:

    Der eine hat halt ne Meinung bzw. Einstellung der andere hat keine, alles Freiheit auch eben die Freiheit Meinung zu sagen. Wir sind nicht nah am Blogtum, sondern am Arsch und das tut eben weh. Die Korinthenkackerei gehört dazu, denn diese ist die Basis für die großen Dinge — ohne anständige Basis bleibt ergo die Konsequenz in der eigenen Weltanschauung auf der Strecke.
    Bessere Welt oder revolutionäres Abziehbild des Spießertums von anno tobak?

  14. Chris sagt:

    @squee: Ist okay. :) Es gibt Leute in meiner Family, die lesen F!XMBR, rufen mich an und schimpfen mich einen Anarchisten. Ich muss dann immer grinsen und mich zusammenreißen. Beim erstem Mal musste ich schallend lachen. Das war nicht gut… 😀

    Ich sag immer, man kann mich auch Arschloch nennen, bitte begründen, ganz ehrlich: Auch mit nem Smilie dabei und alles ist gut.

    @Falk: Ach, menno… *wattebäu federhandschuh an den kopf wirft*

  15. Chris sagt:

    @Erik: Die Hamburger Oliver und Falk, und vielleicht noch andere, werden Dich gleich übernehmen.

    Was bist Du denn für einer? *lol*

  16. Falk sagt:

    Typisch mal wieder die HHer die sich aufregen.

    Nur zur Info — ich mag zwar HH, hatte auch schon überlegt, mich dort niederzulassen, aber wohn momentan im Ruhrpott. Und wer regt sich denn auf?

  17. Oliver sagt:

    *gacker*

    Chris du lebst in HH zusammen mit den imaginären Freunden Falk und Oliver 😀

    Ich schmeiß mich hier gleich weg, mal sehen was für Geschütze man noch auffährt *g*

  18. Falk sagt:

    Wobei, bei Berliner muss ich immer an etwas denken, was sich in meiner früheren Heimat Pfannkuchen nannte. Und bei Hamburger dummerweise an den überdimensionalen Clown 2 Querstrassen weiter.

    Das muss allerdings jetzt nichts heissen…

  19. Oliver sagt:

    Also Berliner und Hamburger hab ich zum fressen gern, allerdings ist das Junkfood auch auf Dauer nicht so prall 😀

  20. Dr.Thodt sagt:

    Ich komm weder aus HH noch aus Berlin und trotzdem ist das Mist. Aber das meine ich wohl nur weil ich keine Ahnung von «Konzepten», «Vermarktung» und/oder «Werbung» habe. Von Verträgen mal ganz zu schweigen…
    Vielleicht sollte ich das mal meinen Kunden sagen, dann hätte ich wenigstens nicht so viel zu tun.

  21. Dr.Thodt sagt:

    Ähem, ich hatte da noch was vergessen…
    Mir hat schonmal jemand unterstellt, dass ich keine Ahnung hätte… damals sah’s aber wohl so aus, als hätte ich doch Recht behalten *schulterzuck*

  22. Prospero sagt:

    Hmm, ich bin kein Rechtsanwalt — aber ich weiß, dass Herr Curry da in Amsterdam einen Prozeß gewonnen hat bei dem es um Bilder ging, die in einer Boulevardzeitung abgedruckt wurden und die unter einer CC standen. Er hat Recht bekommen. Ich glaube die Bilder hatten das NC-Attribut…
    Es könnte jetzt sein, dass es sich auch in diesem Fall so ähnlich verhalten kann, ich würde da schleunigst ein anderes Theme wählen — aber ich bin kein Anwalt. Ist Herr Vetter denn zufällig in der Nähe? 😉
    (Das ist mal wieder so eine komische verzwickte Rechtsgeschichte wie die mit Cory Doctorow, Heyne und der CC-Lizenz — da blickt ja kein normaler Mensch durch…)
    Ad Astra

  23. kobalt sagt:

    Da ich den besten Browser der Welt benutze kann ich Werbung abschalten, einzelne Bilder oder auch alle Bilder eine Website blockieren. Pop-ups unterdrücken usw. Werbung sehe ich gar nicht.
    Ich nehme an, daß viele andere Internetnutzer ebenfalls über Werbefilter in ihren Browsern verfügen und diese sogar benutzen! Welchen Sinn macht es da, Blogs mit Werbung zu finanzieren? Ist das, angesichts der Werbefilter, denn nicht Beschiss am Werbetreibenden, der dafür zahlt, daß seine Produkinformation eingeblendet wird, aber niemand sie sieht?

  24. Julian sagt:

    Chris: war ja klar dass dir nichts besseres einfällt als meinen Kommentar zur Hälfte miß zu verstehen und zur anderen Hälfte als Blindes Fantum abzuschlagen…

  25. Chris sagt:

    Sonst noch was, oder wollst hier weiter den Klassenclown spielen?

  26. Falk sagt:

    Julian: Die Frage oben von mir war durchaus ernst gemeint und an dich gerichtet. Nichts gegen kreative Konzepte oder aber gegen das Geldverdienen. Darum gehts glaub in der Kritik auch gar nicht. Aber ich meine immer noch, dass Geld Kreativität sowohl eindämmt, wenn nicht sogar massiv behindert. Wie man das unter einen Hut bringen möchte, ist mir wahrlich derzeit ein Rätsel.

  27. Oliver sagt:

    Ich bin sogar der Ansicht, das Werbung Betrug am Leser/Zuschauer/Zuhörer ist — insbesondere jene die versucht irgendwelche Dinge vorzugaukeln — was die Regel ist.

    Ist das, angesichts der Werbefilter, denn nicht Beschiss am Werbetreibenden, der dafür zahlt, daß seine Produkinformation eingeblendet wird, aber niemand sie sieht?

    Das wissen die auch, aber solange der Rubel rollt juckt das keinen. Die Leben in einer Scheinwelt …

    Und die Jobs? Jo mei, wenn man so kreativ ist, wird man wohl in der Lage sein seine Fähigkeiten sinnvoller einzusetzen als Werbung zu produzieren, um Leute einzulullen.

  28. Chris sagt:

    Wenn Werbung klar gekennzeichnet ist, hab ich mit ihr keine Probleme. Warum auch. Wenn die Situation nicht so wäre, wie sie ist, müssten wir uns evtl. auch nach einer Möglichkeit umsehen, zumindest die Kosten für den Server reinzuholen.

    Wichtig ist Tranzparenz und Glaubwürdigkeit und die ist bei vielen auf der Strecke geblieben.

  29. linus sagt:

    wess´ brot ich fress,
    dess´ lied ich sing.

    war schon immer so, wird immer so sein und wer´s nicht glaubt muss einfach nur eine weile warten.

    das meine ich übrigens vollkommen wertfrei.

  30. rene sagt:

    Mit Verlaub, die komplette Kritik ist Unsinn. Weiter oben wurde gesagt: ?Die Korinthenkackerei gehört dazu, denn diese ist die Basis für die großen Dinge.?

    Das ist ebenfalls kompletter Unsinn. Die Basis für große Dinge ist, dass jemand nicht rumlabert sondern einfach macht. Und das hat Johnny mit zunächst mit dem Verlag und jetzt mit dem Werbenetzwerk einfach getan. Über die Qualität und die Umsetzung kann man streiten, aber die Tatsache, dass es jetzt nunmal da ist, zu kritisieren ist Kleingärtnermentalität. Maschendrahtzaun anyone?

    Chris, wir verstehen uns, aber wie Du weißt, bin ich in Sachen SB (und Adical) anderer Meinung. Du wohnst in Hamburg? Dann lies morgen mal bei mir vorbei, vielleicht können wir das alles nächste Woche bei nem Bierchen diskutieren 😉

  31. Oliver sagt:

    Die Basis für große Dinge ist, dass jemand nicht rumlabert sondern einfach macht.

    Macher haben wir schon zuviel in D, es ist an der Zeit auch mal wieder zu denken und miteinander zu reden.
    Warum die großen Dinge in der Regel scheitern erklärt sich auch aus eben diesem Umstand heraus. q.e.d.

    Manchmal ist es so einfach, das man es schon gar nicht mehr sieht — nicht wahr?

  32. Falk sagt:

    …die Tatsache, dass es jetzt nunmal da ist, zu kritisieren..

    Mag im Auge des Betrachters liegen, aber für mich liest sich das eben *nicht* so, dass die Tatsache als Solche kritisiert wird, sondern eher die Art und Weise wie es gestartet wird.

    Die Basis für große Dinge ist, dass jemand nicht rumlabert sondern einfach macht.

    Seh ich vom Prinzip genauso, aber auch dann darf man es kritisieren 😉

  33. Oliver sagt:

    @Falk, die Macher sind sich in der Regel nie im klaren was sie eigentlich machen. Erst die Kritik zeigt es ihnen, jene Leute die Nachdenken.

    Die Macher haben Erfolg, weil ihnen eine Herde folgt, die nicht selbständig denken möchte und somit eben diesen Macher benötigt. Dreht sich aber im Kreis und die tatsächlichen Gedanken bleiben auf der Strecke.

  34. Falk sagt:

    Macher haben wir schon zuviel in D

    Hmm, dem mag ich gern widersprechen. Aktionisten vielleicht, aber keine Macher. Und vor allem ist das mittlerweile oft genug nur auf eins ausgelegt, nämlich so schnell wie möglich damit Kohle zu machen. Siehe auch weiter oben, für mich schliessen sich Kreativität und Geldverdienen in weiten Teilen gegenseitig aus.

  35. Oliver sagt:

    In der Geschichte gab es zu hauf Macher, was blieb über? Nichts. Warum? Korinthenkacken war immer schon verpönt, spontan dumm sein ist in, später kann man auch noch seine Wunden lecken .. nicht wahr? :)

  36. Chris sagt:

    @Rene:

    Mit Verlaub, die komplette Kritik ist Unsinn. Weiter oben wurde gesagt: ?Die Korinthenkackerei gehört dazu, denn diese ist die Basis für die großen Dinge.?

    Akzeptiert, ich sehe es gänzich anders. Oli lies es oben schon anklingen. Nicht die 100 Lemminge, die da auf Spreeblick kommentiert haben bringen so eine Sache voran, sondern Artikel wie dieser hier — im stillen Kämmerlein wird nämlich dann doch überlegt, den einen oder anderen berechtigten Kritikpunkt zu beseitigen.

    Und das hat Johnny mit zunächst mit dem Verlag und jetzt mit dem Werbenetzwerk einfach getan.

    Böse Zungen würden nun antworten: Wenn der Verlag funktionieren würde, bräuchte er nun die Werbebude nicht — und jetzt erzähl mich nicht, es geht um die anderen Blogger. In erster Linie wollen Johnny und Sasche die Kohle machen.

    Über die Qualität und die Umsetzung kann man streiten, aber die Tatsache, dass es jetzt nunmal da ist, zu kritisieren ist Kleingärtnermentalität.

    Ich zitier mich mal selbst: Wenn ein Blogger mit seiner Schreibe Geld verdienen kann, die Werbung eindeutig als diese gekennzeichnet ist, why not — Glückwunsch. Das zum grundsätzlichen der Veranstaltung — danach sind einzelne Punkte kritisiert worden, ganz klare Kiste.

    Chris, wir verstehen uns, aber wie Du weißt, bin ich in Sachen SB (und Adical) anderer Meinung. Du wohnst in Hamburg? Dann lies morgen mal bei mir vorbei, vielleicht können wir das alles nächste Woche bei nem Bierchen diskutieren.

    Wenn Du mir eine Coke anstelle des Bieres zugestehst, sehr gerne, ich würde mich freuen. :)

    Zum Abschluß: Ich weiß, dass ich manchmal sehr polemisch sein kann — ich nenne es aufrütteln, auch mal treten, andere nennen es Neid, Missgunst, Aufmerksamkeitsdefizitsnydrom, whatever — nichtsdestotrotz habe ich schon zu viel gesehen, als dass ich offensichtlichen Mist, den ich sehe, unkommentiert lasse. Gerüchten zufolge soll manch sogenannter A-Blogger froh sein, dass ich nicht rund um die Uhr am Rechner sitze… 😀

  37. julian sagt:

    Falk: sorry, deine Frage hatte ich gelesen und als ich dann dazu kam endlich was zu schreiben vergessen.
    Wenn Geld Kreativität hemmt, dann tun das alle anderen Währungen auch. Respekt zum Beispiel. Oder Aufmerksamkeit. Schon jetzt lässt sich ein kreativer durch die Währung Aufmerksamkeit korrumpieren, oder er tut es nicht. Beispielsweise ein Blog das populitischer wird um mehr Leser zu bekommen.
    Es wird also auf die einzelnen ankommen. Nicht auf das Konzept. Und ob sich der einzelne Blogautor durch der Versprechung, künftig geld zu verdienen, verändert, das lässt sich nun wirklich nicht generalisieren. Genauso könnte die Aussicht auf Geld anspornen, mehr und bessere Artikel zu schreiben.

  38. Falk sagt:

    Aber siehst, liegt nicht darin der größte Fehler überhaupt — sobald man beginnt, Erfolge zu messen (sei es an Geld, an Reichweite, an Aufmerksamkeit) ist doch der Grat zum Verbiegen, um noch mehr davon zu bekommen nur noch ganz schmal. Das ein Konzept (wenns nicht von anfang an drauf ausgelegt ist) eigentlich nicht «korrumpierbar» sein sollte, versteht sich an sich von selbst. Aber wie sehen denn heutzutage Konzepte aus — da gehts doch immer in Richtung bestimmte Ziele erreichen zu müssen, wirtschaftlich zu sein oder Ergebnisse zu erzielen. Es geht also doch gar nicht um die Sache in sich, sondern um das, was man damit erreichen kann. (Hoffe ich hab meine Bedenken da jetzt einigermaßen verständlich werden lassen)

  39. Oliver sagt:

    Respekt hemmt? Woher stammt dieses schmale Brett? Aus dem BWL 1×1? Respekt blockiert, wenn du der einzige bist der mittels Vernunft ans Werk geht — ja so herum paßt es schon.

    das lässt sich nun wirklich nicht generalisieren.

    Es läßt sich sogar exakt nachvollziehen in diversen Bereichen und Mensch bloggt, ergo gehört auch der Blogger dazu.

    Aufmerksamkeits-Gehabe ist letztendlich der erste und beste Schritt zum Werbeblogger — wenn man diese braucht, wenn man sie fördert. Bei letzterem wird man nur entlohnt für die Anbiederung.

    Aber ehrlich, mal allgemein gesprochen — ohne jemanden explizit anzusprechen, dieser ganze Zweckoptimismus ob des schnöden Mammons ekelt mich an. Da muß man nicht die Diktatur des Proletariats ausrufen, um überall in allen Ecken des Netzes das Pharisäertum auszumachen. Besonders schlimm sind dan die SEO-Blogger die zugleich mit open content und Weltverbesserung werben.

    Aber jeder wie er mag, jedoch glaubt doch nicht das wir auf diese halbseidenen Argumentationsketten in jedem Posting eingehen. Während sich die einen Gedanken machen, wirkliche Gedanken — pro und kontra — denken die anderen an Gewinnmaximierung die Rechtfertigung dieser.

    Wann folgt denn eigentlich Kritik? Weil jemand Geld verdient? Für tatsächlich vorhandene *Kreativität*? Nein, wohl kaum — aber es kommt auf das *wie* an. Und was sonst noch damit einher geht. Die Vermengung diverser gegensätzlicher Dinge ist oft genug auf gewisse Art und Weise anrüchig und wird kritisiert.

    Und sorry natürlich für die Kritik allgemein, Kritik ist natürlich immer nur dann erlaubt, wenn man sie selbst gegenüber anderen Blogger äußert — keinesfalls gegen die eigene Person.

    Chris formulierte sicherlich pointiert, aber es waren auch Fragen drunter die mitunter durch infantile Kommentare Betroffener kommentiert wurden — auch beleidigender Natur.
    Man kann auch hitzig diskutieren, das liegt in der Natur der Sache — aber es besteht gar kein Interesse dran, weil man eben nicht drüber nachdenken möchte.

  40. Chris sagt:

    Genauso könnte die Aussicht auf Geld anspornen, mehr und bessere Artikel zu schreiben.

    Und das glaube ich nicht. Keiner der Blogger wird seinem Geldgeber auf die Füsse treten, sprich, man wird immer das beste schreiben. Da benötigt es noch nicht einmal irgendwelche «Beweise» der handelnen Personen, die für jeden nachlesbar da draussen rumliegen, Stichwort Wii-Blog, GEMA — es liegt in der Natur unserer Gesellschaft, seinen Kunden nicht verärgern zu wollen, der Scheck soll doch noch jeden Monat im Briefkasten liegen — und wenn ich von einem Unternehmen fürs Bloggen über ein Produkt bezahlt werde, whatever, werden dementsprechend die schlimmsten Sachen schön geschreiben.

  41. Chris sagt:

    Da die Zahlen ja im Dunkeln liegen, mal ein Rechenbeispiel:

    15,00 Euro Einnahmen pro Blogger
    13,50 für den Blogger
    1,00 Euro für adical
    0,50 für die schwarze Kasse

    Stimmt wohl, der größte Teil bleibt beim Blogger, oder vielleicht nicht?

    13,50 Euro pro Blogger, bei 20 Bloggern
    20,00 Euro für adical und nochmal für adical
    10,00 Euro für die schwarze Kasse

    So sind sie, die Werbeagenturen… 😀

    Disclaimer für diesen Comment: Ein wenig Spaß muss sein…

  42. oLiGaRcH sagt:

    Hääääh???

    Zitat: «der Rest bleibt aussen vor und darf Jubelperser spielen. Ich hasse sowas.»

    Du hast Dir das Ding NICHT ausgedacht, machst es mies und regst dich dann auch noch auf, dass Du nicht mitspielen darfst?

    Was ist denn DAS für eine Logik? Wachsen Dir die Weintrauben sonst auch beim Schlafen in den Mund? Welchen Anspruch machst Du in bezug auf Deine Teilnahme geltend?

  43. Chris sagt:

    *rofl*

    Noch sonne Pfeife. Du hast den Text oben schon gelesen, evtl. Dich ein wenig auf diesem Blog umgeschaut, ja? Wenn nicht, gleich weitergehen, der nächste Abhang kleiner Lemming kommt bestimmt die Tür ist da vorne. 😀

    Wer will da schon mitspielen, wir nicht. Ich habe kritisiert, dass die Veranstaltung nicht für alle offen ist, womit ich uns ganz bestimmt nicht meine — wozu so eine Inzestveranstaltung öffentlich machen, wenn eh geschlosse Gesellschaft?

    Aber auch egal, solche Lemminge wie Du werden es nie verstehen — die stolpern in irgendwelche Comments und sondern irgendwelchen Dreck ohne Kenntnis der Sachlage ab — Applaus. 😀

  44. rene sagt:

    >wozu so eine Inzestveranstaltung öffentlich machen, wenn eh geschlosse Gesellschaft?

    Unsinn. Adical ist zum Start geschlossen. Hast Du schonmal von einem offenen Versuchsballon gehört? Bei Gmail kam man auch zu Beginn nur über Einladung rein, so what. Wenns hinhaut wird sich das Dings schon öffnen. Dieser Kritikpunkt ist keiner.

  45. Falk sagt:

    Wachsen Dir die Weintrauben sonst auch beim Schlafen in den Mund?

    Na das ist doch mal ein Argument — wow, ich verneige mein Haupt in Ehrfurcht vor dieser Glanzleistung schriftstellerischen Könnens. Da könnt was drauss werden…

  46. Falk sagt:

    @Rene: Ich denk mal schon, dass man als Betrachter daran Kritik üben darf. Und zwar an der Art und Weise, wie es ankommt. Du kannst halt niemandem vorschreiben, wie sowas auf Jemanden wirkt. Denn wenns vielleicht bei den Meisten okay ist, kanns trotzdem wen anderen stören. Es steht niemals irgendwas oder irgendwer außerhalb jeglicher Kritik. Nur kommen die Leuts dann hier an und fangen an, rumzubeleidigen. Und da liegt doch auch der Hase mit im Pfeffer dann.

  47. Oliver sagt:

    >Bei Gmail kam man auch zu Beginn nur über Einladung rein, so what.

    Das Ding ist heute noch genauso kontrovers, ich weiß Verschwörungs-bla-bla. Aber es liegt halt in der Natur der Sache, das die *tatsächliche* Transparenz bei derlei Dingen immer auf der Strecke bleibt. Wir sind die Guten, half da noch nie wirklich weiter, Transparenz ist das Stichwort. Und der Habitus der jeweiligen Personen macht das Programm.

  48. Chris sagt:

    Das was Falk sagt, lass es gut sein Rene. 😉

  49. Chris sagt:

    Wir sind die Guten

    Das ist auch ein interessanter Punkt, ich sage:

    Eben nicht!

    Nur weil es andere so sehen, werde ich doch wohl noch selbstständig denken dürfen, ja? Danke. :)

  50. Chris sagt:

    Und zum Thema Glaubwürdigkeit irgendwelcher Ankündigungen aus Berlin schalte ich rüber zu Falk:

    Wo ich dann halt ins Grübeln komme?

    Nur ein Beispiel von vielen…

  51. […] habe steigen nun zu Sony ins Bett. Dazu kommt die schon angesprochene Inzestveranstaltung das schon angesprochene Werbenetzwerk vom Kommerzblogger Numero Uno unter uns. Die deutsche Blogosphäre hat wieder etwas zu schreiben, sonst wäre das […]

  52. […] wird es weiter knallen, der Ton vielleicht noch rauher. adical wird meiner Meinung nach gegen die Wand fahren. Wer so wenig Plan hat, wie Johnny, auf keine Frage […]

  53. […] Links zum Thema: Handelsblatt Liste der Weblogs beim Start von Adical Kritisch: Adical eine Inzestveranstaltung Qualität der vermarkteten Blogs zum Teil schlechter als die einer […]

  54. Jens sagt:

    Etwas spät — aber ich denke (bzw. ich weiß), daß einige der Vermutungen falsch sind. Es ist ja nicht so, daß man als Blogger nur plötzlich die $$$-Zeichen sieht und blind irgendwelche Vereinbarungen unterschreibt. Insofern weiß man schon, was man bekommt und was nicht.

  55. Oliver sagt:

    >Insofern weiß man schon, was man bekommt und was nicht.

    Tatsächlich? Dann wären wir aber wieder bei dem Glauben, dem Glauben das derjenige es weiß, der Glauben an den lauteren Charakter, der Glaube daran das die Welt gut ist und die Verneinung von Erfahrung. Bei letzterer heißt es im Nachhinein jedoch desöfteren Ausnahmen bestätigen die Regel.

  56. Jens sagt:

    @Oliver:
    Da ist natürlich «Treu und Glauben» dabei. Aber warum sollte ich adical weniger trauen als z.B. Google?

  57. rene sagt:

    Glaube ist scheiße und bringt schon wieder diese religiöse Dimension in diese Diskussion in die Runde, die da nicht hingehört.

    Ich kann Adical dehalb glauben, weil ich die Leute dahinter kenne. Die Menschen dahinter. Weil ich sicher bin, dass da nicht alles so heiß gegessen wird, wie es zum Beispiel hier gekocht wird.

    Ich verstehe die Diskussion, klar, aber im Rahmen von ihr existiert SO VIEL BULLSHIT.

    Wir sollten einfach alle mal wieder runterkommen. Denn relevant, das sind wir alle nicht.

  58. Oliver sagt:

    >Aber warum sollte ich adical weniger trauen als z.B. Google?

    Der ist gut, genau das ist unser «Problem» dabei :)

  59. Oliver sagt:

    >Denn relevant, das sind wir alle nicht.

    Rene, indem wir es auf eine pseudo-philosophische Diskussion anheben, macht die Sache auch nicht besser.

    Werbung ist geschickte «Lüge», man möchte die Leute prof. einwickeln und zugleich einen lauteren Charakter zu postulieren korrespondiert nicht wirklich. Genau da beginnt der Glaube und wenn du mit dem Begriff so dein Kreuz hast, hast du diesen eben nie wirklich verstanden. Du «verlangst» Vertrauen oder Adical, was einfach in der Form bei Werbung nie vorhanden sein kann. Ich muß wohl erst in dieser Scheinwelt leben, um micht dieser Argumentationsketten anschließen zu können, oder?

  60. Chris sagt:

    Ich will ja nicht meckern, aber die Diskussion läuft zur Zeit an anderer — aktualisierter — Stelle weiter… 😉

    Im Übrigen ist Google nicht wirklich zu trauen, ebenso wenig wie AOL und wie sie alle heißen, siehe nebenan .get privacy.

    @rene:

    Denn relevant, das sind wir alle nicht.

    Wo kann ich das unterschreiben? 😀

    Weißt, wenn eine Verlinkung bei Robert weitaus [sic!] weniger Klicks bringt, wie hier:

    http://www.bym.de/forum/s.….t=198492

    Dann kann man guten Gewissens behaupten: Selbst gegen den größten Blödsinn der old Media ist die Blogosphäre ein kleiner Hühnerschiß… 😀

    Und zum Anschluß hier (bitte alle ab in den neuen Artikel): Ich denke, auch diese Kritik ist wichtig, immens wichtig. Diese Gruschel-Blogosphäre geht mir gehörig auf den Senkel, da kommt nichts Konstruktives bei rum. Eigenlob stinkt, I know — aber im stillen Kämmerlein wirds der eine oder andere vielleicht zugeben. 😉

  61. Grainger sagt:

    Zum Thema Vertrauen zitiere ich einfach mal meinen Großvater (ein kluger und weiser Mann, der in seinem Leben einiges an Erfahrungen gesammelt hat und den ich leider nur viel zu kurz gekannt habe):

    Ich vertraue noch nicht mal meinem eigenen Arsch, denn der bescheißt mich auch!

  62. rene sagt:

    >Ich vertraue noch nicht mal meinem eigenen Arsch, denn der bescheißt mich auch!

    HarHar… wenn das mal nicht der Comment des Jahrtausends ist, dann weiß ich auch nicht…

  63. Jens sagt:

    @Oliver:
    Ich hab noch zu viel «We are not evil» in meinen Ohren… 😉

    @Chris:
    Okay, ich schaue mir in den nächsten Betrag rein.

  64. […] Selbst, wenn sich Journalisten jetzt Blogger nennen. Oder umgekehrt. Der Ärger ist jedenfalls […]

  65. […] Seite, die mir aufgefallen ist, bei der Werbung aus dem adical-Netzwerk angezeigt wird. Und das ist zumindest nicht unumstritten. Ich persönlich finde die adical-Idee ein wenig elitär und für den Werbenden […]

  66. […] adical — Und die nächste Inzestveranstaltung? […]

  67. […] adical — Und die nächste Inzestveranstaltung? […]

  68. […] adical — Und die nächste Inzestveranstaltung? […]

  69. […] adical — Und die nächste Inzestveranstaltung? […]

  70. […] sehen. Nicht zu vergessen die Streitgespräche hitziger Natur bei Thematiken wie StudiVZ, adical und Abmahnereien. Zu dumm zum zensieren könnten also die einen resümieren, wir aber sagen […]

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