adical — Eine Replik

BlogfundamentalistWir befinden ins im Jahr 2007 n. Chr. Kleinbloggersdorf ist von Werbetreibenden besetzt. Ganz Kleinbloggersdorf? Nein! Ein von 2 unbeugsamen Bloggern bevölkertes Blog hört nicht auf, den Werbetreibenden Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die werbenden Blogger, die als Besatzung in den befestigten Lagern adical, Shoppero, Edelight und Trigami liegen.

Gestern hat Johnny (endlich) das kommunikative Heft bei adical in die Hand genommen. Er hat seinen Artikel schlicht und einfach Antworten genannt. Die Blogosphäre jubelt — die ganze Blogosphäre? Nein! Auch wenn der Text an manchen Stellen entwaffnend ehrlich ist, habe ich ein paar Anmerkungen zu machen schließlich zielt ein Teil der Antworten auch auf F!XMBR, hier wurde und wird adical besonders kritisch begleitet.

1. Start-Up oder nicht.

Das ist völlig unerheblich. adical ist ein gewinnorientiertes Unternehmen und ist dementsprechend den Gesetzen des Marktes unterworfen, genauso wie Eure Mitbewerber. Und Ihr habt sehr wohl Risikokapital eingesetzt — und wenn es nur Euer eigenes war. Diese auf Emotionen schielende Argument, wir sind die Guten, greift nicht. Das adical-Netzwerk ist schlicht und ergreifend ein Unternehmen. Ich höre schon das Gegenargument, das muss doch nichts Schlechtes sein, Chris. Richtig, doch wird man doch wohl die negativen Begleiterscheinungen ansprechen dürfen.

2. Die Auseinandersetzung, der Tonfall

Eines meiner bliebtesten Stilmittel, welches ich gerade bei emotional geführten Debatten verwende, ist das der Polemik. Das Problem dabei ist, dass die Antworten darauf sich häufig mit diesem Stilmittel beschäftigen und nicht mit dem Inhalt der Kritik. Das weiß ich, das wird auch immer so sein, selbst mir passiert das ab und an. Nichtsdestotrotz verwahre ich mich gegen die Unterstellung der Beleidigung oder gar — wie es der gute Mike, wahrscheinlich als lächerliche Retourkutsche, ausdrückte — der Verleumdung. Ich hier auf F!XMBR, ich bin kleiner Privatblogger, der sich mit den Methoden eines Unternehmens oder dem Unternehmen selbst und seinen handelnden Personen auseinanderetzt. Nichts weiter.

Wenn sich jemand persönlich, privat, als Mensch beleidigt gefühlt hat, sory for that, das war nicht meine Absicht.

Johnny schreibt zum Schluß das richtige: Das adical-Netzwerk mit allen Blogs, alle wie sie da sind haben nun regelmässige Einnahmen, ich hoffe, sie sind sich der rechtlichen Konsequenzen bewusst, hat professionell zu kommunizieren. Wenn ich hier mal nen Fehler mache, who cares — ich verdiene nicht einen Cent mit F!XMBR, das Gegenteil ist der Fall. Ich als kleiner Privatblogger kann es mir erlauben, auch ohne das kleinste Stück Glaubwürdigkeit zu verlieren. Das adical-Netzwerk will professionell — ein Unternehmen — sein? Dann seid es auch.

3. Die verschiedenen Ideen der Werbung

Das ist mir ja sowas von egal. Werbung ist und bleibt nervig, schlicht und einfach crap. Besonders natürlich bewegende Werbung wie der Flashdreck. Der Vergleich mit YouTube hinkt im Übrigen, den lasse ich nicht zu — YouTube startet erst, wenn ich auf Play drücke — bei adical fing der Mist mit dem Betreten der Seite selbstständig an zu laufen. Was ich damit sagen will: Der User hatte nicht die Chance, selbst zu entscheiden, ob das Flash eben anfängt zu laufen oder nicht. Und wenn Ihr nun argumentiert, Euer Kunde ist für neue Werbeformen noch nicht bereit, dann hätte man das vielleicht von vornerein kommunizieren müssen, und nicht vollmundig versprechen, wir sind neu, wir sind besser. Zudem Werbung immer crap ist, aber wiederhole mich. Die Form der Werbung ist meiner Meinung da völlig egal. Aber ich lasse mich da gerne in Zukunft überraschen, welch großartige Ideen Ihr ausarbeitet. Überzeugt mich!

4. Der Datenschutz

Es ist völlig egal, ob nun IP’s gespeichert werden oder nicht — Techniker anwesend, wie will man sonst unique IP’s erkennen? Es werden Statistiken en masse angelegt — über jeden Besucher. Es kann ein Bewegungsprotolkoll angelegt werden, uswusf. User Y surft um 10.00h auf Spreeblick, um 12.30h war er dann beim Pottblog… Der Verweis auf andere Systeme greift — wie immer — auch hier nicht. Auch die anderen Systeme werden hier und auf .get privacy kritisiert. Tacheles: Wir kämpfen hier täglich gegen die Überwachungsflut — ich setze um den Adservern zu entgehen wie unzählige andere Internetuser Adblocker ein — das Thema (Überwachung) ist sogar schon auf Spreeblick angekommen. Geht es nun aber um den schnöden Mammon, ist auf einmal alles egal und vergessen. Das ist doch Blödsinn — steht zu dem Müll, explizit genannt sei hier auch netzpolitik.org, und gut. Lasst solche Themen dann aber auf Euren Blogs sein. Da huscht dann immer ein Lachen über mein Gesicht.

5. Die Moral und die Kunden

Zu Cisco muss man nicht mehr viel schreiben. Ich bin der Überzeugung, Ihr habt es einfach verpennt, verschlafen, whatever — Ihr wart Euch nicht bewusst, welcher nette Kunde Cisco war. Okay, das kann passieren. Menschen mit Rückgrat hätten aber, nachdem es hier auf F!XMBR bekannt gemacht wurde, sofort den Banner von der eigenen Homepage entfernt. It’s so easy, or not?

Aber dann wäre ja Geld verloren gegangen, evtl. sogar Vertragsstrafe fällig gewesen, nicht wahr?. Also redet bitte nicht über Moral, die gibt es in der Werbeindustrie nicht. Ihr seid, ich schrieb es oben schon, den Gesetzmässigkeiten des Marktes unterworfen, da existiert schlicht und einfach keine Moral. Da nutzen auch keine Hinweise à la, wir haben schon Abzocker abgelehnt. Ihr habt für die Great Firewall of China , mit der auch Dissidenten, Regimekritiker verfolgt, gefasst, gefoltert, eingesperrt wurden, geworben. Wollen wir uns wirklich über Moral unterhalten? Ich denke nicht, dann wird es wieder arg polemisch.

6. Abhängigkeit — Unabhängigkeit

Immer wieder wird von den Befürwortern von Werbung angeführt, dass Geldeinnahmen unabhängig machen. Das sehe ich nicht so, das Gegenteil ist meiner Meinung der Fall. Gerade der Fall Cisco hat es bewiesen, man muss sich nur mal Johnnys Worte anschauen, wie er versucht, was zu sagen, was er nicht sagen darf oder nicht sagen möchte — aus Verpflichtung gegenüber einem (ehemaligen) Kunden. Der Fall beweist meiner Meinung nach, dass eine Abhängigkeit zum Kunden gegeben ist — und ganz im Ernst: Es wäre ja auch schlimm, wenn es nicht so wäre. Da kann zigmal geschrieben werden, ich darf auch über den Werbekunden schreiben, was ich möchte. Es ist einfach Blödsinn. Die Abhängigkeit ist schlicht und einfach gegeben. Ich behaupte sogar, sie geht noch einen Schritt weiter. Gerade vom Interesse her, die Kenntnis ist auch vorhanden — warum hat sich keines der adical-Blogs in die Shoppero-Diskussion eingeschaltet — mal von einem Screenshot-Gag von Felix abgesehen? Weils ein Mitbewerber ist? Weils um die gleiche Thematik geht, sie auf adical zurückfällt. Ich bin mir sicher, der eine oder andere adical-Netzwerker hätte mit Sicherheit etwas zu sagen gehabt — hat aber aus vielleicht unterschiedlichen Gründen den Mund gehalten. Und das soll sie nun sein, die neue Unabhängigkeit. Nope — willkommen in der neuen Abhängigkeit, Folks.

Ich habe in diesem Artikel versucht, die Polemik beiseite zu schieben, da ich u. a. in den letzten Wochen einen sehr konstruktiven und auch offenen Mailkontakt mit Johnny hatte. Ich hoffe, es ist mir weitesgehend gelungen. Wenn nicht — ich verschicke gerne Taschentücher. 😀

Persönlich und menschlich wünsche ich Johnny und den Adicalianern alles Gute, keine Frage — nur, es tut mir leid, mit der Werbung habe ich es nicht so. Und wer sagt, Werbung sei toll, der lügt sich selber was vor. Ich habe noch niemanden im realen Leben getroffen, der Sonntagabend den RTL-Spielfilm wegen der Werbung schaut — im Gegenteil. Wegen der Werbung holt man sich den Film auf DVD. Genauso wirds hier auf den Blogs laufen. Wegen der Werbung wird keiner vorbeischauen — es werden aber Leute wegen der Werbung abschalten.

adical auf F!XMBR:

adical — Und die nächste Inzestveranstaltung?

adical, AAL, Datenschutz und andere Luftschlösser

Alice im Wunderland ?oder
adical in der Blogosphäre

adical startet — schlimmer als befürchtet

adical und die Hilflosigkeit

adical — wann und wie folgt der Relaunch?

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14 Antworten zu “adical — Eine Replik”

  1. kobalt sagt:

    Das schlimme ist, daß Werber mir sagen wollen, wofür ich mich interessiere. Die wichtigste Frage aber, ob ich überhaupt Werbung sehen will, stellen sie nicht.
    Ich klicke auf Werbebanner, wenn ich die Site, auf der sie eingebunden sind, unterstützenswert finde. Andernfalls…

    …weißt Du was das für ein Haufen Arbeit ist, den Konqueror werbetechnisch freundlicher einzurichten?
    Ich muß den Werbefilter deaktivieren, Java&Javascript einschalten, Plugins zulassen, den Zwischenspeicher einschalten, erlauben, Informationen zu Name+Version des Betriebssystems, zum Namen der Rechnerplattform, zum Typ der Maschine/des Prozessors und zur verwendeten Sprache preiszugeben.
    Die Angaben zum Browser muß ich auch noch konfigurieren, sonst gibt der sich nämlich als Googlebot oder Internetexplorer oder sonstwas aus, den Plugins muß ich mitteilen, daß sie nicht auf http und https-Adressen beschränkt sind, ich muß mir Gedanken darüber machen, ob Java&Javascript Fenster öffnen/verschieben/aktivieren können dürfen, etc.
    Und das alles, damit ich Werbung sehen kann?
    Es gibt keinen Anreiz dafür, Werbung anzusehen.

  2. Don Alphonso sagt:

    Jubel, na, ich weiss nicht… da ist nur eine gewisse Erleichterung, dass da ein paar grundlegende Fehler ausgeräumt werden. Gründlicher, als beispielsweise bei Trigami.

  3. Chris sagt:

    Dich meinte ich damit auch weniger. Das Statement ist auch nicht schlecht, und wie geschrieben, Gott sei Dank hat Johnny das Heft in die Hand genommen. Ich seh die Dinge zwar immer noch teilweise anders als Johnny, aber damit können wir beide wohl leben.

  4. Jens sagt:

    warum hat sich keines der adical-Blogs in die Shoppero-Diskussion eingeschaltet

    Ich kann — wie eigentlich klar sein sollte — nur für mich antworten:

    Weil es mich nicht so sehr interessiert hat. Ich habe derzeit 34 Beiträge «in der Warteschleife» hängen, die ich noch nicht beenden konnte.

    Und da ich z.B. der Meinung bin, dass die meiner Meinung nach interessante Sichtweise der WDR-Intendantin in Bezug auf das Internet wichtiger ist, schreibe ich eher darüber.

    Abgesehen davon, dass Shoppero derzeit wohl noch in einer frühen Beta-Phase ist und man vielleicht noch abwarten sollte.

    Die Form der Werbung ist meiner Meinung da völlig egal. Aber ich lasse mich da gerne in Zukunft überraschen, welch großartige Ideen Ihr ausarbeitet. Überzeugt mich!

    Hmm… ich glaube man kann Dich nicht überzeugen, da Du halt was gegen Werbung hast. Ist ja Deine Sache, da will ich nicht Dir ‘reinreden, nur wirst Du kaum überzeugt werden, außer adical macht Werbung für die Friesische Freiheitsbewegung und zeigt die friesische Kriegsflagge (weißer Adler auf weißem Grund) völlig in weiß…

  5. johnny sagt:

    Hi Chris, danke für die Zahlen, das macht’s leichter für alle. :)

    1. (Start-Up-Frage): Point taken, vermutlich macht’s nur für unser Empfinden einen Unterschied, ob man fremdes Geld ausgibt oder das eigene. Am Ende ist es ein Unternehmen, da hast du Recht.

    «Wir sind die Guten» würde mir übrigens nie über die Lippen oder die Tastatur kommen. Denn wenn ich adical nicht gut finden würde, würde ich es nicht machen. Ob andere das jedoch ebenso empfinden kann ich gar nicht beurteilen, das können nur: die anderen.

    2. Das ist eine lange Diskussion wert, denn ich sehe das mit dem «kleinen Privatblogger» etwas anders. Schon ein Artikel, den du morgen tippst, kann aus fixmbr alles andere als eine Privatsache machen. Durch Zufall. Und auf der anderen Seite: Nur, weil ich adical mache, werde ich nicht meine Person ändern. Bitte nicht vergessen: Ich arbeite seit inzwischen über 20 Jahren in Medien, in denen geworben wird.

    Trotzdem: Was die Kommunikation betrifft, da habe ich ja im Text «drüben» einiges geschrieben.

    3. Stromberg würde wohl sagen: «Tja da.… da beißt die Maus keinen Faden ab!» — Denn es ist nicht Ziel von adical, dich von Werbung zu überzeugen. Wenn du Spreeblick wegen der Werbung nicht (mehr) liest (wobei RSS ja werbefrei ist), dann finde ich das schade, kann und will es aber nicht verhindern, denn wir haben uns für Werbung entschieden und müssen dann auch solche Konsequenzen tragen.

    4. Du wirst nicht von uns überwacht oder deine Klicks verfolgt. Wenn wir uns mal treffen, zeige ich dir gerne mal den Adserver.

    Und sorry, das Thema Datenschutz ist auf Spreeblick schon etwas länger eines und wird es auch bleiben (sicher nicht in der Tiefe wie hier oder bei netzpolitik, aber das liegt an der Ausrichtung der Blogs).

    5. Wie gesagt: Ich werde nicht für Unternehmen sprechen oder diese verteidigen. Aber ich sehe die Sache etwas anders, na klar.

    6. Wir sind alle abhängig von irgendwas. Ich habe jedoch nirgends unterzeichnet, dass ich nichts negatives über z.B. Cisco sagen dürfte. Wohingegen sehr viele freie und feste Arbeitnehmer sich zu einigem verpflichten müssen, wenn sie ihren Arbeitsvertrag unterzeichnen oder einen Auftrag annehmen.

    Dennoch stimme ich dir zu: Wenn Knüwer z.B. sagt, er schreibe nichts negatives über das Handelsblatt, finde ich das auch okay.

    Shoppero: Ehrlich gesagt verstehe ich bis heute nicht, wie das funktionieren soll und es hat mich nicht genug interessiert, um mich damit auch noch zu beschäftigen. Die Sicherheitslücken, über die ich gelesen habe, können fatal sein, da WordPress aber auch Probleme hat, haben wir uns erstmal um unsere eigenen gekümmert. Ansonsten gebe ich solchen Portalen gerne mehr Zeit (außer sie starten mit offenen Marketing-Wikis…), weiß aber schon jetzt, dass mich das Thema Social Shopping einfach nicht die Bohne interessiert.

    Soviel in der Kürze.

  6. Chris sagt:

    Hoi Johnny,

    da musste ich erstmal überlegen, welche Zahlen gemeint waren. Euro? Dollar? 😀

    1. Ich finde es jetzt nicht mehr. Irgendwo habt Ihr sinngemäß geschrieben: Reden Sie mit Bloggern, reden sie mit uns. Da habt Ihr Euch IMHO als die, die für alle Blogger sprechen hingestellt, und es sagt eben auch aus, wir sind die Guten. Das wird dann jetzt aber auch alles Haarspalterei — das Empfinden spielt ja auch eine große Rolle — nicht nur ich habe das Empfinden, dass sich da wenige Blogger an die Spitze der Blogosphäre stellen, und sagen, wir sind die Guten. Belassen wir es dabei.

    2. Du schreibst: Nur, weil ich adical mache, werde ich nicht meine Person ändern. Mag durchaus sein — dennoch habe ich Bedenken, und nicht vergessen, adical ist ein großes Netzwerk, nicht nur Spreeblick, die vielleicht damit umgehen können. Wenn ich nur sehe, wie Dobby da in jegliche Diskussion seinen Kumpel Farlion reinschickt, wird mir ganz anders und stelle fest, die können mit der Situation nicht umgehen. Aber auch das würde hier jetzt zu weit führen.

    Die StudiVZ-Sache mit Spiegel Online, mit Heise und wie sie alle hießen hat .get privacy und aus F!XMBR nicht verändert, außer dass wir ein paar Besucher mehr haben :) — wir sind die alten geblieben. Zum Schreck vieler, das macht aber auch gar nichts. *g*

    3. Spreeblick klicke ich noch regelmässig an, allein der Infos willen, andere adical-Teilnehmer nicht mehr. Nur dem Überblick wegen muss ich mir sowas nicht mehr geben. Ich bin wirklich gespannt auf Eure neuen Ideen, ehrlich.

    4. Ich muss mich mal mit der Technik eines Adservers auseinandersetzen — allein der Auswertung wegen gehe ich davon aus, dass jeder Schritt überwacht wird. Oki, ich glaub Dir jetzt einfach mal. :)

    5. Legen wir über Cisco den Mantel des Schweigens — Ihr habt zurecht Prügel bezogen, ich gehe davon aus, dass so ein Fall nicht wieder eintrifft. 😉

    6. Klar sind wir alle irgendwie abhängig, ich finde es aber extrem schade, wenn man sich bei seinem Hobby, in seiner Freizeit in eine neue Abhängigkeit begibt. Und wenn es nur eine moralische ist.

    Ich habe es gerade selbst gemerkt. Unser Hoster hier, ein Freund von mir, Banner rechts 😉 hat tierisch scheiße gebaut, völlig unerheblich, ob seine Software da versagt hat, er trägt die Verantwortung. Mir viel es schwer da harte Worte zu finden. Auch eine gewisse Art von Anhängigkeit.

    Zu Shoppero ist alles gesagt, auch mit Nico besteht mittlerweile offener und konstruktiver Kontakt, doch da gehen gewisse Ansichten noch weiter auseinander als hier. 😉

    Chapeau. :)

    @Jens:

    34 Artikel in der Pipeline. Könnte ich gar nicht. Bei mir muss es spontan, emotional passieren. Ideen, die ich auf To-Do lege, kommen, wenn überhaupt, mit den del.icio.us-Links. Ich bereite da nichts vor. Habe ich heute ein Thema, keine Lust, fällt es unter den Tisch, morgen ist etwas anderes aktuell. *g*

  7. Jens sagt:

    @Chris:
    Ich wage zu bezweifeln, dass überhaupt ein Viertel davon das Licht der Blogwelt erblicken wird…

    Wobei mir das mit der WDR-Intendantin schon wichtig ist… die behauptet doch glatt, dass man im Internet auf Qualität wie die der öffentlich-rechtlichen Anstalten angewiesen ist.

    Bestimmte Qualitäten der ARD-Anstalten sind ja leider mehr als bekannt…

  8. johnny sagt:

    Nochmal icke.

    1) Genau an dem Punkt wird es immer wieder spannend, denn es geht um Interpretation. «Reden Sie mit Bloggern, reden Sie mit uns» ist im Grunde ein völlig okay-er Satz. Denn wir sind Blogger. Die Interpretation, dass wir meinen, wir wären die einzigen, besten, was weiß ich… die kommt immer von außen, von anderen.

    2) Es ist sicher eine Herausforderung für Blogger, wie sie mit einem BLog, auf dem Werbung passiert, umgehen. Die einen wird es negativ beeinflussen, die anderen nicht. Vielleicht lässt das ein oder andere Blog das Werben auch wieder sein, wenn es sich nicht wohl fühlt damit.

    3) Okay.

    4) Ich zeig dir das gerne mal. Wir reportieren an den Kunden z.B. allein die Abrufe und die Clickrate. Nichts anderes. Mehr interessiert den Kunden übrigens auch nicht. Wer wirklich detaillierte Profile übers Klickverhalten anlegen und auswerten will, ist eh ganz woanders, glaube ich.

    5) Oh, so ein «Fall» wird sicher wieder eintreten, ich gehe davon aus, dass es noch den ein oder anderen Kunden geben wird, den der ein oder andere Blogger für moralisch nicht vertretbar hält. Das Thema ist ja auch schwierig, denn jeder hat andere Ansichten und andere Infos und bewertet diese anders.

    6) Für mich ist Spreeblick schon seit etwa drei Jahren viel mehr als ein Hobby. Ich finde das klasse und fühle mich sehr wohl damit. Ich habe aber schon immer versucht Geld mit dem zu verdienen, das ich gerne mache. Ich hatte noch nie wirklich «Hobbies», die Aufteilung meiner Tätigkeiten in «Arbeit» (ernst) und «Hobby» (Spaß) ist mir relativ fremd. Insofern machen mir Verantwortung oder auch gewisse «Abhängigkeiten» nicht so viel aus.

    Als ich neben Spreeblick noch Websites gebaut habe, habe ich wegen Spreeblick zweimal große Kunden verloren, denn denen passte meine auf Spreeblick veröffentlichte Meinung nicht, obwohl sie mit Spreeblick nichts zu tun hatten und die Artikel nichts mit ihnen. So kann’s auch gehen.

  9. […] gibt es durchaus sehr interessante Diskussionen, auch wenn man gegensätzlicher Meinung ist, sei es hier, beim Massenpublikum oder direkt bei adical. Aber was red ich hier großartig rum, SPIEGEL […]

  10. […] schon mal zusammenfassend sagen, perfekt zum SPIEGEL passen. Gleich zu gleich gesellt sich gern. Johnny hatte das kommunikative Heft in die Hand genommen, hätten sie es nur dabei belassen. Die Worte, die beim SPIEGEL zu lesen sind, lassen mich nur […]

  11. […] Stellvertretend zwei Artikel hierzu. Adical beantwortet Fixmbr Kritikpunkte, bzw. aktuell Warum Werber den Mund halten sollten. Robert Basic beteiligt sich an der Diskussion. […]

  12. […] Titel dieses Beitrages sollte eigentlich »von der Werte– zur Werbedebatte« lauten, und ich hatte vor, ganz viele ähnlich dumme Wortspiele wie »Werbeverfall« und […]

  13. […] ein diffuses “aber die Ergebnisse der Zusammenarbeit sind so gut” verkauft. Genau wie  Adical sich entschieden hat, Cisco und die Great Firewall of China zu unterstützen. Genau wie die Polizei von Heiligendamm […]

  14. […] dem Unternehmen auseinandergesetzt, man war entgegen den eigenen Anündigungen unprofessionell. Diese Vermutung wurde dann auch indirekt bestätigt durch eine Aussage von Johnny: Oh, so ein Fall wird sicher wieder eintreten, ich gehe davon aus, dass es noch den ein oder […]

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