Adblock Plus will Werbung gegen Geld durchlassen

adblock_werbung

Was wurde ich vor einem Monat angegriffen, als ich überspitzt die neue Version von Adblock Plus als Malware bezeichnet habe. Nun kommt heraus: Adblock Plus will Werbung gegen Geld durchlassen. Die PC Welt berichtet: Adblock Plus schlug den Deal im Verlagsgebäude der PC-WELT in München vor. Dann schauen wir doch mal, wie Mozilla reagiert. Noch Fragen, Hauser?

P.S. Liebe PC Welt, schaut Euer Lektorat eigentlich auch über Eure Online-Texte? Ich glaube nicht.

, , , , , , , , , , ,

18 Antworten zu “Adblock Plus will Werbung gegen Geld durchlassen”

  1. Heiko sagt:

    So nobel das Ziel, unaufdringliche Werbung durchzulassen, auch ist, besser wäre es gewesen, die Filterlogik (optional) umzukehren.
    Soll heißen: Es wird nur noch auf den Seiten geblockt, die der User(!) auf eine Blacklist setzt.

  2. Anonymous sagt:

    @Heiko: Lad keine Liste, dann funktioniert es genau so wie von dir gewünscht (übrigens schon immer).

  3. Bisher war es reines Amusement gegenüber jener Einfalt der moralisierenden Werbenden und deren seit der Kindheit konditionierten Abnehmer der blinkenden, geistigen Umnachtung. Heute aber wird aus dem passiven Unfug vergangener Tage eine ernst zunehmende Gefahr für vernunftbegabte Individuen.

    Privoxy … und der Rest gibt sein Hirn ab mittels Post Privacy und «guter Werbung» ab …

  4. Die Lösung ist doch eigentlich einfach: Ein kommerzieller Adblocker ist Quark. Wir brauchen ein freies Projekt, das diesen Kram ausfiltert, erst dann wäre Ruhe. Vorerst. 😉

  5. mschild sagt:

    Ich benutze auch privoxy — gibt es da eigentlich noch Alternativen für Linux? Nicht das ich privoxy schlecht finde, aber gucken kann man ja mal. :)

  6. Moritz sagt:

    Latschen die einfach mal so zu einem der größten (Tech-)Zeitschriftenverlage Deutschlands und machen einen auf «Schutzgeld«erpressung. Kann man sich gar nicht ausdenken sowas. :)

  7. Tom sagt:

    Natürlich sollte standardmäßig alle Werbung geblockt und der Haken durch den Benutzer geändert werden. Aber solange es diese Wahl gibt, ist AdBlock noch brauchbar.
    Sollte es eines Tages Werbung nicht mehr blockieren, ist es ganz schnell weg vom Fenster.

  8. allo sagt:

    mschild guck im verlinkten alten fixmbr Artikel, da habe ich urls fuer adblock-listen die man z.B. im lokalem DNS-Server verwenden kann gepostet.

  9. Die PC Welt gehört zu IDG. Man wird wohl allgemein angefragt haben, da IDG viele Publikationen weltweit besitzt, und u. a. auch Tech-Artikel für die NYT liefert. Schutzgeld glaube ich ergo weniger, IXG würde Adblock gekonnt filetieren.

  10. Till sagt:

    Wir haben die «Acceptable Ads» Initiative gestartet, weil die meisten unserer Nutzer nur etwas gegen nervige Werbung hat und sich durchaus bewusst ist, dass Werbung zum Anbieten kostenloser Inhalte notwendig ist. Hier arbeiten wir im Moment mit einigen Testpartnern zusammen, keiner davon zahlt für die Aufnahme in die
    Ausnahmeliste.

    Wir wollen mit den Acceptable Ads vor allem kleinen Websites helfen. Es gibt leider keine Alternative dafür, nur Websites aufzunehmen, mit denen wir schriftliche Vereinbarungen haben (ansonsten könnten die Ausnahmefilter leicht missbraucht werden, um Werbung durchzumogeln, die nicht unseren Anforderungen entspricht, eine technische Methode zum automatischen Erkennen gibt es nicht). Dies erfordert hohen manuellen Aufwand und natürlich müssen wir uns irgendwann überlegen, wie wir kostendeckend arbeiten können. Eine Möglichkeit ist es, große Firmen, wenn Sie durch die Zusammenarbeit mehr verdienen als jetzt, an diesen Kosten zu beteiligen (kleinere Websites werden wir selbstverständlich nicht um Zahlungen bitten). Dies ist aber keine Enthüllung der PC Welt, das erklären wir auch ganz transparent auf unserer Website: http://adblockplus.org/de.….#payment

    Die Details stehen allerdings noch längst nicht fest und wir haben nie irgendjemandem einen «Freischaltung gegen Geld» Deal angeboten. Ich bin nicht auf IDG zugegangen, die haben mich nach München eingeladen um die Acceptable Ads vorzustellen. Die IDG Mitarbeiter waren aber leider der Meinung, dass nur möglichst aufdringliche Werbung Erfolg haben kann. Schon während des Gesprächs mit mir wurde deutlich, dass IDG nur daran interessiert ist, Adblock Plus zu schaden, z.B. durch Aussperren der Nutzer von den Websites.
    Offensichtlich haben sie nun stattdessen beschlossen, mit falschen Behauptungen die Reuputation von Adblock Plus anzugreifen. Richtig ist: Wir wollen das werbefinanzierte Internet nicht zerstören, aber im Sinne unserer Nutzer
    verbessern. Die Acceptable Ads Initiative scheint im Moment der einzige realistische Mittelweg zu sein, zwischen Adblock Usern und Websites einen Kompromiss zu erreichen. Wie gesagt, irgendwie müssen wir langfristig natürlich auch die Kosten decken, es kann sich aber niemand einfach auf die Liste einkaufen. Wir machen nur Ausnahmen für Werbung, die den Kriterien entspricht und jeder User kann die Acceptable Ads Funktion jederzeit sehr leicht deaktivieren. Das Feature soll kleinen Verlagen und Blogs helfen, wenn große Firmen auch davon profitieren möchten, dann werden wir sie irgendwann an den Kosten beteiligen müssen.

    Also nochmal, wir haben dieses Szenario IDG als Kompromiss vorgestellt aber nie ein Angebot gemacht, sich vom Blockieren freikaufen zu können. Und das es jetzt als «Enthüllungsstory» präsentiert wird ist auch nur eine Masche, schließlich wurde schon mehrfach darüber berichtet, z.B. hier: http://www.nytimes.com/20.….usiness#

  11. dwio sagt:

    Könnte man das betreuen von Whitelists nicht auch der Community überlassen?
    Bei den Blacklists kann ich abonnieren, was ich will und die Listen auch um eigene Regeln ergänzen/mir eine eigene machen. Wenn mir die Richtung, in die sich eine Filterliste entwickelt, nicht gefällt, abonniere ich einfach eine andere.
    Bei den Whitelists würde das einen Großteil der Arbeit auf die Community abwälzen und sicherlich die Aktepzanz der ‘acceptable ads’ erhöhen, denn ich behaupte, dass ein von der community betreutes/reviewtes Projekt weniger anfällig gegen (vermeintliche) manipulationen (und –vorwürfe) ist.

  12. Till sagt:

    @dwio: Die Community ist keine juristische Person, die mit den Websites Verträge abschließen kann, mit denen sichergestellt wird, dass keine Ausnahmeregeln missbraucht werden.

    Dennoch arbeiten wir 100% transparent unter Einbeziehung der Community: https://adblockplus.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=9280

  13. dwio sagt:

    # Es bedarf keines Vertrages zwischen AV-Herstellern und anderen Softwareschmieden, damit ihre Programme nicht als Malware entfernt werden.
    # Es bedarf keines Vertrages zwischen Websitebetreibern und Surfer, welche Inhalte denn auszuliefern, darzustellen(!) und zu konsumieren sind.

    Ich sehe auch keinen großen Nutzen in einem Vertrag mit den Websites (auch wenn ich mich zugegebenermaßen nicht weiter mit den Zielen hinter den Anstrengungen dazu auseinandergesetzt habe, als es hier hier und in der allgemeinen Presse steht. Sollte ich mich irren, klären sie mich bitte auf).
    Denn die Websites die sollten ja das größte Interesse daran haben, nicht negativ aufzufallen und die ihnen eingeräumten Freiheiten zu missbrauchen, wenn man ihnen das Einblenden schlichter Ads einräumt. Passiert das doch, fliegt die Website halt zeitnah wieder von der Liste und die Glaubwürdigkeit ist erstmal zerstört. Der Effekt wäre für die Website das Gegenteil des Gewünschten.

  14. Tom sagt:

    Tja das war es dann wohl.
    Wäre ja nicht das erste Mal, dass ein gutes (open source) Projekt langsam aber sicher den Bach herunter geht, weil die verantwortlichen vor lauter $$$ ihre Seele verkaufen.

  15. richard sagt:

    ~14 Million User, laut dem gelinkten Artikel. Wirklich?

    Selbst wenn das alles deutsche wären, wäre das grad mal ~1/3 der Internetnutzer hierzulande. Ausser bei Seiten, die ein hohes aufkommen an technisch versierten Nutzern (Heise, Golem, …) haben, seh ich nicht, wo da die Einkünfte signifikant sinken sollten und hinter den genannten stehen immer noch (große) Verlagshäuser.

    Vielleicht sollten die Betreiber mal damit anfangen, ihre eigenen Kosten zu senken? Wenn ich sehe, was diese Seiten z.B. alles an Softwaredownloads mirrors, was gar nicht nötig ist, aber natürlich Geld kostet. Dann kommen Layouts mit riesen Graphiken, unnötige Effekthaschereien, etc. hinzu, das kostet alles bare Münze.

    Gerade die Nachrichtenseite schreiben alle untereinander oder von dpa/reuters/… ab, auch wieder unnötiger Aufwand/Kosten.

    Wer am Ende des Monats bei mehr als +/- 0 rauskommen möchte, soll eine Paywall hochziehen, aber nicht jede kleine Klitsche ist die NYT und selbst da lohnt das kaum.

    Werbung geht gar nicht, in keiner Form und ich werd ganz bestimmt nicht aufhören, diese zu blocken, wo es nur geht. Punkt aus.

  16. Tom sagt:

    das ging ja schnell 😉

  17. Leo sagt:

    Benutzt Lynx!

RSS-Feed abonnieren