Ach Hansenet

Wer in Himmelhergottsnamen hat Euch eigentlich gestattet, mich auf die Alice-Suche umzuleiten, sollte die von mir angeforderte Webseite nicht vorhanden sein (404)? Es ist nicht nur rechtlich fragwürdig, sondern auch eine Unverschämtheit gegenüber Ihren Kunden. Vom Datenschutz — gerade in heutiger Zeit — ganz zu schweigen. Die Protokolle, die Sie nun anfertigen (können, Stichwort Surfverhalten Ihrer Kunden), lassen wohl Ihre Werberherzen höher schlagen. Ich als Kunde kann aber über diese Dreistigkeit nur mit dem Kopf schütteln.

Ich fordere Sie hiermit unverzüglich auf, diesen widerlichen Mist bei mir zu entfernen. Ein wenig nachdenken kann auch in Ihrem Haus nicht schaden, Sie sollten dies komplett aus Ihrem Angebot entfernen.

Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?

Als ich Anfang des Jahrtausends zu Hansenet gewechselt bin, war Ihr Unternehmen der Ferrari unter den vorhandenen Anbietern. Gerade hier in Hamburg gehörte es fast schon zum guten Ton, Hansenet-Kunde zu sein. Mittlerweile läuft Ihr Unternehmen unter ferner liefen. Es ist nichts Besonderes mehr, die Kundenhotline ist eine Katastrophe, unfreundliche, unverschämte und unfähige Mitarbeiter verrichten dort Dienst nach Vorschrift. Zumindest ist das meine Erfahrung. Über die nicht mehr vorhandene Qualität kann man nur noch lachen, statt der versprochenen 16.000 Kbit/s komme ich vielleicht auf 9.000 Kbit/s — und anstelle mit stolz geschwellter Brust im Bekanntenkreis davon zu sprechen, man sei bei Hansenet, gibt man missmutig zu, man sei noch bei Alice.

Leben bedeutet Veränderung, dies gilt auch für Unternehmen. Bei Hansenet bedeutete diese Veränderung in den letzten Jahren eine Abkehr vom Kunden von der Qualität — anstelle eines Geheimtipps ist Hansenet zu einem Anbieter unter vielen geworden. Wir leben in Zeiten der Finanzkrise — in dem Unternehmen Hansenet scheint sich diese zu manifestieren. Auf der Jagd nach dem goldenen Kalb wurde der Kunde auf dem halben Weg zurückgelassen. Sie sollten man darüber nachdenken, was Ihr Unternehmen so groß gemacht hat. Ein kleiner Tipp: Es waren Ihre Kunden.

Gestatten Sie mir eine letzte Frage: Wer in Ihrem Unternehmen ist eigentlich dafür verantwortlich, dass in dieser Art und Weise mit Ihren Kunden umgegangen wird?

Mit freundlichen Grüßen

Chris

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26 Antworten zu “Ach Hansenet”

  1. Oliver sagt:

    >statt der versprochenen 16.000 Kbit/s komme ich vielleicht auf 9.000 Kbit/s

    Das kann in der Regel nicht einmal (mehr) die Telekom bieten. Selbst wenn man wie ich eine ideale Verbindung hat, sind selbst auf dem Land die Kapazitäten mehr als erschöpft. Und Brutto-Leistungen sind übrigens irgendwo im Kleingedruckten erläutert. Die Preise fallen massiv, die Leute wollen alle fette Leitungen — verständlicherweise. Kupfer ist eigentlich Schrott, aber da erfolgte anno Tobak ja noch ein netter Deal mit Christian Schwarz-Schilling, seines Zeichens damaliger Postminister :)

    Insofern freu dich über das was noch netto rauskommt, es wird definitiv noch enger werden.

    >Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?

    HanseNet gehört Telecom Italia — von daher, ein Konzern ist wie der andere *g*

  2. Chris sagt:

    Ist mir alles bekannt.

    Btw, Hanenet gehört mittlerweile zu AOL — oder umgekehrt, wie man es auch sehen will. 😉

  3. Oliver sagt:

    Nebelkerzen, Telecom Italia übernahm auch AOL Deutschland (Internet).

  4. Chris sagt:

    Wenn Du es sagst…

  5. Oliver sagt:

    Okay nachgeschaut:

    AOL Deutschland Internetgeschäft 2007 an Hansenet verkauft, Hansenet gehört zu 100% Telecom Italia bis dato. Berlusconi hatte 2007 Interesse an Telecom Italia, da weiß ich allerdings nichts weiteres darüber ob der Deal über die Bühne ging. Insofern würde ich das als Nebelkerzen bezeichen, um die Kunden nicht zu «beunruhigen».

  6. Chris sagt:

    Ach Oliver, das interessiert doch gar nicht. :p

    Der Satz da war ein Hinweis, ein Gag, ein Insider, bezeichne es wie Du willst, auf alte Zeiten. AOL, AOL-CDs, AOL-User im IRC. You understand now? Ich nun auch AOL… *args*

  7. Oliver sagt:

    Das mit Hansenet gehört Telecom Italia war auch als Anspielung — falls man dem Link folgt — auf deren Abhörskandal gewesen. Ergo alle gleich usw. in Leistung, «Leistung» etc. pp.- gleich wie die DT («Leistung» & Leistung).

  8. Chris sagt:

    Ah, siehst, nun haben wir uns verstanden — und dabei haben wir hier mehr Platz als 140 Zeichen… 😀

  9. Marc sagt:

    Über die Suchseite denke ich wirklich genauso wie ihr. Das ist Mist und ich kann nur hoffen, dass sie den Unsinn bald wieder abstellen.

    Den Rest würde ich so allerdings nicht bestätigen — ich bin ein zufriedener Alice-Kunde. Geschwindigkeitsprobleme? Habe ich noch nie gehabt. Gerade erst neulich, direkt bevor ich am Sonntag in den Urlaub gefahren bin, habe ich die Beta-ISO von Ubuntu 8.10 (obwohl ich Fedora-User bin, wollte ich mir die Beta mal anschauen) heruntergeladen und das mit fast Fullspeed bei ~1500 KB/s (bei DSL 16.000).
    Support kann ich nicht beurteilen, denn den habe ich noch nie gebraucht.
    Aber insgesamt bin ich mit den Leistungen von Alice sehr zufrieden, denn bei mir ist der Anschluss schnell und stabil. Hinzu kommt, dass Alice neben dem Internetanschluss, einen ausgezeichneten Handytarif anbietet (der ist bei meinem Alice-Complete-Paket enthalten), mit dem ich meine Mobilfunkkosten von monatlich etwa 45€ auf weniger als 10€ senken konnte.

  10. Oliver sagt:

    >Habe ich noch nie gehabt.

    Sollen wir abzählen oder was? Die Leistungsprobleme sind in ganz Deutschland offenbar, Glasfaser ist die einzige Lösung und das hat auch die Telekom inzwischen erkannt. Sprich selbst die frühere Regel «ich wohne auf der Vermittlungststelle» ist crap heutzutage und bringt kaum noch Vorteile. Wenn es jetzt noch klappt, freu dich — in einem Jahr kann es schon völlig anders ausschauen. Einzelfälle täuschen eben nicht über die allgemein recht desolate Lage bei den Breitband-Verbindungen hinweg.

  11. Chris sagt:

    Um Olivers Hinweis mit dem Kupfer und dem Schwarz-Schilling zu vervollständigen. Unser damaliger Postminister Christian Schwarz-Schilling hat Mitte der Achtziger Jahre dafür gesorgt, das in ganz Deutschland Kupferkabel anstelle von Glasfaserkabel verlegt wurden. Das hat Deutschland eine Generation im internationalen Vergleich zurückgeworfen. Auch heute noch hinkt unser Land im internationalen Vergleich weit hinterher.

    Wie geschmiert
    Was-soll-das-Kabel

    Leider kaum andere Dokumente aufzufinden…

    Es stehen Vermutungen im Raum, dass Schwarz-Schillings Familie durch die Kupferverlegung in ganz Deutschland mitverdient hat.

  12. phoibos sagt:

    ach ja hansenet. anfangs konnte ich mit bis zu 7mbits saugen, heute sind ja nur noch irgendwas umd die 55kbits möglich — bei nicht veränderter konfiguration. manchmal surf ich auch nur im akkustikkopplermodus, was dazu führt, dass hansenet mir dann ein neues modem schickt (ich sitze übrigens noch an einem der wenigen cisco-ports, kann mir jemand mal erzählen, was ich dann mit deren billigfernostschrott soll, den sie mir zuschicken?). naja, hotline halt. neues modem ist wohl allheilhilfsmittel. aber sie sind immer schnell dabei, mir ihre grandiosen superduperangebote anschwatzen zu wollen (voip statt isdn, gleichzeitig tv-streamen, surfen, … wie soll das alles bloß bei meiner leitung gehen?).

    ciao
    phoibos

  13. Frank sagt:

    Ach ja Hansenet .…

    Es war einmal, dann kamen einige connection loss dank zu niedrigem Störspannabstand. Nach mehreren Anrufen mit unfähigsten Bearbeitern stellte sich heraus, dass meine leitung innerhalb eines Jahres um 0.7km gewachsen ist. Physik? Man lernt doch immer noch dazu. Wusste gar nicht, dass Kupferkabel noch in der Wachstumsphase sind.
    Jedenfalls stecke ich nun bei 7mbit, was eine gleichzeitige Reduzierung des upstreams verursachte … was mich doch sehr sehr wurmt.

    Allerdings muss ich sagen, ich hab meinen eigenen Router anm Netz, zu deren Hardware bekommt man ja inzwischen nicht mal mehr die Zugangsdaten.

  14. Yuri sagt:

    Ueber diese dumme Suchseite habe ich mich auch schon geaergert. Kann man die eigentlich irgendwie wieder loswerden? Anruf bei HanseNet Alice oder so?

  15. Irre ich, oder ist die Kündingsfrist nur 1 Monat, sprich, man hat keinen Vertrag über 12/24 Monate?
    So ist es zumindest bei mir (2 Monate Alice).

    Ich hatte mich für Alice entschieden:

    a) waren es die günstigsten
    b) wenn es nicht rund läuft, kann ich schnell kündigen und wechseln

    Laut Test würde bei mir 16.000 gehen, dann waren es auf einmal nur noch 6000. Soll ich Alice nun dafür verantwortlich machen? Kaum, auch die Telekom meinte es würden 16000 gehen.
    Auch in der alten Wohnung das gleiche Spiel, wobei hier nur max. 2000 hinten ankamen.

    Von daher freue ich mich über die 6000 ;-).

    Die einzige Alternative wäre dann KabelBW. Bis zu 32000. Aber dafür deutlich teurer, da ich hier nicht nur den Internetzugang brauche+ISDN, sondern auch gleich noch KabelBW TV für 16 Euro. Da ich aber eine Schüssel habe, kann ich mir dies ersparen.

  16. Falk sagt:

    Kann mir mal wer verraten, wozu man 16.000÷32.000 Kbit/s braucht? P*rn saugen?

  17. Oliver sagt:

    Ich arbeite viel mit großen Datenmengen, verteile Images weiter etc. DSL16.000 ist ideal dafür, besser noch wäre ein adäquater Upload. Mehrere Teilnehmer im Haus die große Bandbreite nutzen geben dann ohnehin Anlaß genug. Zudem muß man sich heutzutage nicht mehr verteidigen ob der unterstellten primären Nutzung für illegale Zwecke, es gibt genügend legale Anwendungszwecke die dies erforderlich machen. Benötigt man DSL16.000? Nicht unbedingt, allerdings gibts das auch selten Brutto und zudem hat ADSL2+ darüber hinaus noch andere Vorteile bei der Verbindungsqualität. Die Nutzung von ADSL2+ ist bei vielen Voraussetung für überhaupt stabile Verbindungen, dazu kommt die Stromsparoption für den ISP usw. Über kurz oder lang werden die anderen «Leitungen» verschwinden. Davon abgesehen wäre 25MBit brutto möglich, wird jedoch gedrosselt auf 16MBit.

  18. Fabian sagt:

    Hm dass «herkömmliches» DSL verschwinden wird, glaube ich eher nicht. Gerade auf dem Land ist ADSL2+ schwierig zu realisieren, da die Dämpfung des Signals bei den genutzten Frequenzen ab etwa 3 km Leitungslänge zu groß wird. Deswegen wird man in Hintertupfingen auch niemals 16000 Kb/s im Downlink erreichen. Die Leitungsstrecke bis zur nächsten Vermittlungsstelle ist einfach viel zu groß.

  19. Oliver sagt:

    >Gerade auf dem Land ist ADSL2+ schwierig zu realisieren

    Gerade auf dem Land ist ADSL2+ ob seiner variablen Eigenschaften ideal und wird deshalb auch dort mehr und mehr ausgebaut. Den Bären band man dir eventuell auf, als du dich diesbezüglich erkundigt hast. Regel Nr.1 lieber dem Kunden Crap erzählen als die Wahrheit, denn man möchte Geld sparen indem man nichts ausbaut. Als ich damals bei dem gelben Verein mal lernte erzählte man den Leuten in techn. Hinsicht jedenfalls noch nicht fortwährend nonsense.

    >da die Dämpfung des Signals bei den genutzten Frequenzen ab etwa 3 km Leitungslänge zu groß wird

    Exakt, das normale DSL quittiert dies mit fortwährenden Abbrüchen — 6000 ist daher meist schon ein no-go, ADSL2+ paßt sich in gewissen Grenzen an und ermöglicht weitaus mehr Bandbreite. Problem sind nicht primär mehr die Leitungslängen, sondern die schlechte/leistungsschwache Hardware die in der Regel in Städten besser ist — was jedoch keineswegs die Regel ist.

    /me wohnt auf dem Land, kennt sich in der totalen Provinz aus — vom Saarland bis hinein in die tiefste Pfalz. Und was dort größtenteils geht, geht auch in Hintertupfingen.

    Beispiele gefällig? Es ist durchaus auf dem Land möglich 16.000 ohne weiteres zu erreichen — keine Seltenheit! — trotz hoher Belastung und in Ballungszentren reichts nicht mal mehr für 8000–9000. Grund: Hardware/Belastung. Es ist auch kein Geheimnis das in mancher Region bei fortwährenden Abbrüchen z.B. gar schon bei DSL2000, plötzlich DSL16.000 geschaltet wird und netto auch 9000 möglich ist. O Wunder, o Wunder — man sollte nicht allerlei Crap vor allem aus onlinekosten glauben, das war mal gut vor x Jahren. Heute PR-Platz von einzelnen Anbietern und Vertretern aus der Hotline.

  20. Falk sagt:

    @Oliver: Die Frage war eher rhetorisch gemeint, denn (bis auf Ausnahmen) ist doch solch eine Bandbreite auch wieder nur zur Belustigung (Stichwort: TV übers Web etc.) gut…Große Datenmengen beim Privatnutzer? Wohl eher selten wirklich genutzt, daher versteh ich eben diese Fixierung auf «Höher, Schneller und Weiter» nicht…Lieber bißchen was langsamer, dafür stabil und gut ist. Diese Transferraten müssen ja schließlich auch irgendwo weiterverteilt werden. Und dann wirkts auf mich wie «dekadente Umweltzerstörung», wenn dieser Geschwindigkeitswahn Bestand hat.

  21. phoibos sagt:

    das ist doch eh alles glücksache. wie gut deine leitung ist, hängt primär davon ab, wie die vermittlungsstelle aussieht, was für hardware da drin steckt, wie diese hardware mit deiner vor ort zusammenarbeitet, wieviele leute sich eine leitung teilen, … also nichts, was man selbst beeinflussen könnte (mal abgesehen von der qualität der verkabelung im eigenen haus). ich hab 7mbit down gehabt, als das angeblich noch gar nicht bezahlbar war und nun hab ich weniger als andere leute mit einer dedizierten 512/512 sdsl-leitung). und am schönsten arbeitet es sich sowieso an einer synchronen leitung, da langt mir aber auch 2mbit total. an der sdsl-leitung fällt filesharing aus wegen produktivumgebung und angriffsvektoren und so viel kann ich gar nicht downloaden, als dass ich die leitung dichtgemüllt bekomme (bzw. zeit/geld/durchsatz stehen dann in keinem verhältnis mehr zueinander)

    ciao
    phoibos

  22. slowcar sagt:

    Bin auch immer unzufriedener mit Alice, insbesondere was die Verbindungsqualität betrifft.
    Die 404-Seite ist eine Unverschämtheit, ist mir auch durch Zufall aufgefallen und wird bei Gelegenheit entsprechend bemängelt. Leider fehlt es etwas an den Alternativen…

  23. Oliver sagt:

    @falk

    >Lieber bißchen was langsamer, dafür stabil und gut ist.

    Diese Aussage hat doch nur bei DSL1000-6000 Bestand, das ist dieselbe Technologie. Nehmen wir das oben angesprochene Land, bis DSL2000 ist dort meist ohne Probleme drin, u.U. DSL3000 ob extrems alter unter unterdimensionierter Hardware. Hatte wohl keiner damit gerechnet das die dort auch etwas wollen und die Medien schauen ob der Probleme auch nur auf die Ballungszentren.

    Wo DSL2000 heutzutage hakt merkt selbst der ultranormale Michel, es ist oft recht lahm bei den Seiten die eben der normale Otto frequentiert. Also muß mehr her — surft ja inzwischen nicht nur mehr der Papi oder sein Filius — die ganze Familie will rein ins Netz, 3000 würde langen und 6000 ist ohnehin der identische Preis — Knackpunkt Verbindungsabbrüche en masse. Ergo wird teils DSL16.000 geschalten, netto erreicht man zw. 6000–9000, hier auch 14.000 in der Regel. Der immense Vorteil von ADSL2+ spielt sich in der Bandbreite auf recht kurzen Verbindungen ab, ob anderer Qualitäten auch auf langen und vollgestopften Verbindungen. Mehr ist als in diesem Fall inzwischen für das Gros der Leute ein Vorteil, auch wenn es manchem nicht generell bewußt ist und ob anderer Kriterien angeschafft.

  24. Kommentator sagt:

    Bandbreite wird mit der Zeit weniger:
    Der Fluch des Erfolgs: DSL wird zum Quasi-Standard in jedem Haushalt und Unternehmen, und die damit immer dichter werdende Belegung der im Hauptverteiler und im Boden verlegten Kabelstränge sorgt für so etwas wie «Übersprechen» — die Schirmung der ursprünglich für Telefonie konzipierten Kabelbündel ist zu schlecht, um DSL-Signale aus benachbarten Adern herauszuhalten. Dadurch erreichen ehemals gut versorgte Haushalte und Unternehmen mit der Zeit immer schlechtere Bandbreiten: Wenn sich im Erdkabel immer mehr Signale im gleichen Spektrum tummeln und gegenseitig dämpfen, kommt für den einzelnen Nutzer immer weniger zwischen Hauptverteiler und «Modem» verhandelte Bandbreite raus. Physik kennt keine «Kunden».

    Hoher Upload:
    Hoher Upload ist problemlos zu haben: Das schöne Kind heißt SDSL — Up– und Download sind immer gleich hoch und zu haben bis hinauf zu höchsten Bandbreiten. Nur: Danach weinen ist das eine — es bestellen und bezahlen ist das andere, das will dann wieder keiner. Wem diese Auskunft trivial erscheint: Werd’ selber Provider und biete SDSL zum ADSL-Preis an — allein die Einkaufs– und Supportpreise für die Hardware (nicht nur beim Kunden, sondern auch in der Vermittlungsstelle und im Backbone) werden Dich in kürzester Zeit vom Markt fegen. Wenn’s schön macht…

    HanseNet:
    HanseNet war wirklich mal ein geiler Laden: Jeden Tag wurde der «Post» mit Juchhei ans Schienenbein getreten, Probleme wurden innerhalb von Minuten nicht nur kompetent erzeugt, sondern auch kompetent wieder gelöst, die Kunden waren technisch beschlagen, hatten Spass, wenn man sie auf eine obskure Seite mit Treiberdownloads und englischsprachigen Anleitungen verwies und bezahlten für 2000/192 fast 60,- Euro pro Monat (ohne Telefon-Flatrates — versucht so etwas heute mal), und der Altersdurchschnitt beim Personal lag bei deutlich unter 30 Jahren, die Partys waren dann auch dementsprechend. Hätten die HEW damals einen längeren Atem gehabt … ach nee, die HEW wurden ja auch verscherbelt. Seitdem regieren «shareholder value» (Inhaber) und «Geiz ist geil» (Kunden) — der Service wird in dieser kommerziellen Klemme zerrieben. Keine Klage, sondern schlicht eine Feststellung. (Nur die Partys und den «Spirit» vermisse ich, die fehlen echt.)

  25. Chris sagt:

    Im ersten Schritt haben sie nun mein persönliches Kennwort abgefragt. Durfte ich so ganz unverschlüsselt im Klartext per Mail dort hinschicken. 😉

    Naja, es war dann nicht mein Mädchenname, sondern mein erstes Haustier… :d

  26. […] bist mit deinem Provider höchst unzufrieden und hast um Webung zu vermeiden einen anderen DNS-Server eingetragen? Du hast schon mal ein Netzwerk oder Router eingerichtet und hast dir die möglichen […]

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