Abkassieren aber richtig

Hörte man noch vor einiger Zeit wie gut es den Krankenkassen geht, stimmen sie jetzt schon zu einem neuen Klagelied an und die Berliner Politversager präsentieren auch stante pede eifrig Lösungen.

Fünf ?uro pro Arztbesuch sollen fällig werden, jedenfalls brachte dies das brainstorming in der großen Koalitation hervor. U.a. entstehen die Löcher einfach so, trotz eines Rekordtiefs im deutschen Krankenstand, und wegen wahrscheinlicher Erhöhungen der Medikamentenkosten, sowie der Einführung der Gesundheitskarte. Na wenn das mal keine News sind :)

4 Antworten zu “Abkassieren aber richtig”

  1. Oli sagt:

    Top-Aktuell nahm man natürlich direkt Stellung und wiegelte wie schon so oft ab.

    Rhein Zeitung Ticker

    Warten wir es ab, aus den Augen — jedoch nicht aus dem Sinn.

  2. Chris sagt:

    Ich hab gestern kurz zu Illner in Berlin Mitte reingeschaltet. Dort war u. a. zu Gast Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß– und Außenhandels. Der denkt darüber nach, Deutschland zu verlassen. Der hat in einer flammenden Rede gemeint, er lebe von der Hand in den Mund, ihm und der Wirtschaft würde es so schlecht gehen, etc. pp, und was interessieren ihn überhaupt sowas wie Arbeitsplätze und soziale Verantwortung — der Auftrag, der morgen Abend in New York vergeben wird, der ist von Interesse.

    Und trotzdem sind Saarland-Müller und Berlin-Wowereit ihm hinten reingekrochen. Noch Fragen?

    P.S. Nachtrag noch zum Elterngeld. Gehen wir davon aus, eine gut verdienende Familie bekommt 300,- Euro im Monat, und eine schlecht verdienende 1.800 Euro. Pro Jahr bezahlt die gut verdienende auf das Elterngeld noch mal Steuern in Höhe von 450,- Euro, die schlecht verdienende 2.450,- Euro. Dass Einkünfte versteuert werden, ist nicht neu, aber auch hier wird der dumme deutsche Bürger wieder verarscht, seht her, Ihr bekommt 12 Monate Elterngeld — nichts da am Ende des Jahres müssen 1,5 Monate an Steuern wieder zurückgezahlt werden.

  3. Grainger sagt:

    Der nächste Schritt in der sog. «Gesundheitsreform» wird sicherlich der endgültige Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung der verschiedenen Zweige der Sozialversicherungen sein, zwischen den Zeilen kann man das auch schon überall heraus lesen.

    Der AG-Anteil wird vermutlich (auf möglichst niedrigem Niveau) festgeschrieben und wird in dieser Form eher den Charakter eines Arbeitgeberzuschusses zu den Sozialaufwendungen haben, der AN-Anteil steht für die Träger der Sozialversicherungssysteme zur mehr oder weniger freien Disposition.

    Dann fallen auch die letzten Hemmungen, denn bisher musste man sich ja bei jeder Beitragserhöhung auch mit den Arbeitgeberverbänden wegen der daraus resultierenden Erhöhung der Lohnnebenkosten auseinander setzen. Bei festen AG-Anteilen werden den Arbeitgeberverbänden die absolute Höhe Beitragssätze logischerweise vollkommen egal sein.

    Macht euch schon mal auf drastisch steigende SV-Abzüge gefaßt.

    Die Politik hat auch nicht umsonst versucht möglichst viele Punkte der neuen Gesundheitsreform (die wievielte ist das jetzt eigentlich? ;)) terminlich während der Fußball-WM abzuhandeln, man hofft wohl (zu Recht?) so dem Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu entgehen.

    P.S.: Auch ein Nachtrag zum Elterngeld 😀

    Die maximal mögliche Bezugsdauer für das Kindergeld soll mit Einführung des Elterngeldes ja auch um zwei Jahre verkürzt werden.

    So finanzieren die Eltern der heutigen Kinder das Elterngeld für die Eltern zukünftiger Kinder auch gleich mit.

  4. Falk sagt:

    «paritätischen Finanzierung» — ich hab da tatsächlich _zuerst_ parasitär gelesen. So beeinflusst ist man schon.

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