- F!XMBR - http://www.fixmbr.de -

Kultur: Lobbyisten wollen mehr Macht

Rund 200 teilweise prominente Künstler haben einen vom Bundesverband Musikindustrie verfassten offenen Brief an Angela Merkel unterzeichnet, in dem die Bundeskanzlerin aufgefordert wird, sich für den Schutz des geistigen Eigentums einzusetzen und das Thema «zur Chefsache» zu machen.

heise [1]

70% des Internetverkehrs in Deutschland würde aufgrund illegaler Aktivitäten in diesem Bereich zustande kommen usw. Yada yada, die Banausen fabulieren u.a. von Kulturwirtschaft(!), alleine schon ein Grund ein derartiges Pamphlet in die Tonne wandern zu lassen. Ein Blick auf einen Teil der Unterzeichner [2] läßt oft schmunzeln, kennt man doch teils widersprüchliche Aussagen diesbezüglich von diesen in der Vergangenheit. Aber who cares, der Blick auf den schnöden Mammon gereicht nur allzu häufig zu maßgeschneiderten Scheuklappen. Das man als Künstler tagtäglich von Kultur zehrt, ja diese teils gar ausbeutet, ist kein Geheimnis für vernunftbegabte Individuen die Kultur um ihrer selbst Willen zu schätzen wissen. Verhältnismäßigkeit ist wohl das Stichwort, ich gebe keine Kultur zurück indem ich mir diesen Schatz des Volks unter den Nagel reiße und das Recht beanspruche den kulturellen Remix als mein Eigentum auszugeben. Die Vergüldung des Remixes ist nur legitim, der Mensch lebt eben nicht vom Brot allein, diese Vehemenz der Ausbeutung jedoch ist mit diesem absurden Anspruch bezüglich einer geistigen Urheberschaft keineswegs gerechtfertigt.