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Big Brother Awards 2007

Heute wurden mal wieder die Big Brother Awards [1] in Bielefeld 😉 vergeben. Traditionell wurden die herausragendsten Datenkraken des Jahres ausgezeichnet. Die verdienten Gewinnen können hier nachgelesen [2] werden — leider waren auch die diesjĂ€hrigen PreistrĂ€ger terminlich verhindert, so dass keiner der Gewinner den Preis persönlich in Empfang nehmen konnte. Überrascht hat mich persönlich aber der Umgang mit — Stasi 2.0 — Wolfgang SchĂ€uble. Die Jury schreibt [3]:

Viele werden sich die Frage stellen, warum denn ausgerechnet ein Traumkandidat fĂŒr den BigBrotherAward diese Auszeichnung im Jahr 2007 nicht erhĂ€lt.

Zum einen wĂ€re es falsch, sich zu sehr auf SchĂ€uble zu konzentrieren, ihn zu dĂ€monisieren und die Terrordebatte auf diese Weise zu verengen. Denn „SchĂ€uble“ ist nur eine Metapher fĂŒr die verhĂ€ngnisvolle Tendenz einer „TerrorismusbekĂ€mpfung“ auf Kosten der BĂŒrgerrechte und fĂŒr eine SystemverĂ€nderung zu Lasten des demokratischen und sozialen Rechtsstaats.

Hervorhebung von mir. Das ist genau der Punkt, den wir in den letzten Monaten immer [4] und immer [5] wieder eindringlich angesprochen haben. FortwĂ€hrend wurden wir deshalb auf anderen Blogs angegriffen, wir wĂŒrden ja nur aus Prinzip dagegen sein, gegen Projekte wie uberwach.de [6] stĂ€nkern. Es ist schön zu sehen, dass diese Argumentation nun auch im Datenschutz-Mainstream ankommt. 😉

Last but not Least — einfach als Zitat — ein Dank an Wolfgang SchĂ€uble, den man besser an die ganze Bundesregierung richten sollten — nimmt man die obigen eigenen Worte ernst. *g*

Diese Art von Humor ist mir nicht ganz unbekannt. 😉

Auf der anderen Seite mĂŒssen wir jedoch dankbar konstatieren, dass der Innenminister sich durchaus beachtliche Verdienste um das Datenschutzbewusstsein der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger erworben hat, die inzwischen zu Tausenden auf die Straße gehen, Internet-Demos organisieren und Massenbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht ankĂŒndigen, um sich gegen seine HorrorplĂ€ne zur Wehr zu setzen.