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Angst statt Freiheit?

Dieses Motto repräsentierte der Freund und Helfer vor Ort. Trotz Zusagen der Zurückhaltung, wurde gefilmt etc., teils mit einer Vehemenz, die Wohl Überlegenheit auf der einen und quasi das Ende der demokratischen Nahrungskette auf der anderen Seite demonstrieren sollte. Letzendlich stellte sich der demokratische Staat jedoch ein gewaltiges Armutszeugnis aus. Eines aber auch zeigte diese Aktion und auch schon die letzte beim G8-Gipfel, hier ist einiges faul im Staat [1] und die Hysterie um das Schreckgespenst Bundestrojaner bzw. die verbalen Hirngespinste der Politiker muten mehr und mehr wie ein geschicktes Ablenkmanöver an.

Reden wir doch einfach tacheles, liebe Blogger, Internetaktivisten: der Trojaner macht mir keine Angst, da ich weiß wie ich mich zu schützen habe. Und Schutz ist wirklich relativ einfach, hier aber geschehen andere Dinge, Dinge vor Ort, nicht fiktiv, sondern äußerst real. Hier wird nicht mehr nur versucht, hier wird schon Meinung aktiv unterdrückt. Dinge am Rande, wie die Einschüchterungswelle gegen Tor-Server-Betreiber [2], runden die Angstkulisse gekonnt ab. Ob in der Virtualität oder im Netz, der Staat zieht die Zügel an und schützt Volk, indem er ein Kastrat einer Demokratie schafft. Dringend erforderlich sei mehr «Medienkompetenz bei Politikern», das wohl auch, dringend notwendig sind jedoch auch straffere Zügel für die Exekutive, sowie engere Grenzen für die diversen Bundesländer, die oft meinen einen Alleingang bestreiten zu können, während auf Bundesebene noch diskutiert wird.

Ein Zeichen wurde definitiv gesetzt mit dieser Veranstaltung, Freiheit statt Angst, man ließ sich dort nicht einschüchtern. Wichtig darüber hinaus wäre es imo noch Veranstaltungen vor Ort, lokalisiert, zu organisieren. Denn eben diese Länder vor Ort betreiben teils ihre ureigene Politik, hart an der Grenze, quasi in einer Grauzone. Wohl wissend das einige Dinge recht schwammig formuliert sind und erst ein Gang vor den Bundes-Kadi Klarheit verschafft. So ein Gang jedoch braucht Zeit … Zeit die zu Mißbrauch verleitet.

Ich stürzte mich hier absichtlich auf die Details am Rande, wie in diesem Heise Text berichtet, denn der Bericht zum Beispiel eines Tagesspiels [3] läßt eher die üblichen Störer vermuten. Dem war und ist aber nicht so. Eben jene Details sind die Eckpfeiler einer gesunden Demokratie. Auf der einen Seite die Friede-Freude-Eierkuchen-Fraktion und auf der anderen Seite der ominöse schwarze Block, mag zwar die übliche Denke sein, um frohen Mutes dem S/W-Denken zu frönen, aber der gesunde Menschenverstand weiß das vielerlei Farbabstufungen existieren. Er [Künstler padeluun von FoeBuD] beklagte, dass Polizisten trotz des sensiblen Themas der Veranstaltung Demonstranten «Kameras direkt ins Gesicht gehalten haben». Das habe «Stress erzeugt».

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut. wußte schon Perikles und damit haben unsere Politiker und auch deren Einsatzkräfte noch ein gewaltiges Problem. Wohl würde man gerne alles verbieten, jegliche Demo, die Welt wäre doch weitaus leichter handhabbar, noch aber stehen diesem Anliegen demokratische Schranken entgegen … noch.

Bilder von der Demo gibts bei FoeBuD [4]. Infos auch [5] bei fefe [6], sowie z.B. SWR [7]. Auffallend ist doch teils die Detailarmut der sonstigen Medien, bei derlei Details: Am Ort des Geschehens mussten sich auch eine halbe Stunde nach den Übergriffen noch Verletzte von eilig herbeigerufenen Notarztwägen behandeln lassen.? Ich reagiere wahrscheinlich auch nur über, ob dieser Berichte …

heise [8]