- F!XMBR - http://www.fixmbr.de -

Die 7 größten Blog-Pappnasen und warum ich sie nicht im Feed habe

  1. Probloggerworld
  2. Probloggerworld
  3. Probloggerworld
  4. Probloggerworld
  5. Probloggerworld
  6. Probloggerworld
  7. Probloggerworld

Wir haben hier ja schon oft über das SEO-Porn-Gedöns gesprochen, doch was da im Moment durch die Blogs getrieben wird ist peinlich, mehr als peinlich. Da erstellt ein sogenannter Problogger eine Liste von 7 Fehlern von Blogneulingen und wie man sie vermeidet. Nicht, dass ich es ihm nicht zugestehen würde — aber so einen hanebüchenden Schwachsinn habe ich selten gesehen. Wenn der Kollege Problogger ist, hole ich mir morgen den Pulitzer-Preis ab.

1. Gleich im ersten Punkt müsste eigentlich jeder Mensch aufschreien ob solchen Schwachsinns. Ein eigener Server ist unablässig. Juchuu — ich wusste immer, wir machen etwas verkehrt mit unserem — zugegeben großen — Webpaket. Was wohl Thomas dazu sagt mit seiner Indiskretion Ehrensache? Was für ein Blödsinn — mal völlig davon abgesehen, dass sich ein Anfänger [sic!] einen eigenen Server da hinstellen soll. Genau, mein Name ist Hase Problogger, ich weiß nicht bescheid.

WordPress ist unumgänglich. Noch mehr von dieser Merkbefreitheit, ich bin begeistert. WordPress? Vielleicht Movable Type oder auch sehr oft genutzt Serendipity — Oliver hatte mal Textpattern getestet, das sei hier nur in den Raum geworfen, um zu zeigen, dass es unzählige Lösungen für ein Weblog gibt. WordPress kann einzig und allein wegen der Community empfohlen werden. Bessere technische Lösungen gibt es mittlerweile an anderer Stelle. Von blogger.de, twoday.net und die unzähligen anderen Anbieter ganz zu schweigen.

2. Bloggen ist kein Sprint, sondern Marathon, weiß der Autor zu berichten. Er schreibt von Erfolg. Da kann man schon erkennen, wohin die Reise hingehen soll. Klickvieh muss nach Ansicht des Autors her — man verzeihe mir, wenn ich zu diesem Schwachsinn keinen Link setze. Und im Übrigen:

Was ist Erfolg — erst recht beim Bloggen?

3. Auch dieser Punkt schreit laut, hurra, hurra, der Kobold mit dem roten Haar, nein, nicht der Lobo, Pumuckel, ehrlich, mir fällt bei sowas selbst nur Kokolores als Antwort ein. Was will man schon mit einem Blog erreichen wollen? Natürlich die Weltherrschaft! Ach, geht nicht, da gibbet schon nen Weltherrscher. Man kann sich schon denken, es geht umme Kohlen — schauen wir uns die nächsten Punkte an.

4. Geld kann man prima mit Blogs verdienen und auch Traffic ist kein Problem – sofern man weiß, wie man es macht. So der neue Bloggott — tja, nun ist Robert Basic vom Thron gestossen worden. Hm, sofern man weiß, wie man es macht. Lasst uns eine Spendenaktion für den Problogger starten — das ist wohl dringend notwendig.

5. Was ist genauso nervig, wie SEO-Porn-Gedöns? Richtig, PR-Dreck. Ohne PR geht nichts, so unser Bloggott. PR für ein Blog, dazu SEO-Porn-Gedöns — genauso widerlich wie manche Dialer- oder Abmahnfreunde. Ich schreie gleich laut los, ehrlich…

6. Dieser Punkt ähnelt den hilflosen Argumenten der Old Media, wir müssen uns dem Web 2.0 anpassen. Blödsinn. Lesegewohnheiten sind individuell. Der Blogger muss sich auf seinem Blog in erster Linie wohlfühlen. Fühlt er sich wohl, schlägt sich das auf seine Texte nieder, die Leser werden das merken und vielleicht wiederkommen. Und vor allen Dingen: Was sind die neuen Techniken? Internet, BTX oder dieses SEO-Porn-Gedöns? Okay, er könnte natürlich auch RSS und Kommentare meinen. Diese werden aber in der Regel automatisch mit der Blogsoftware mitgeliefert, also die Technik dazu. 😉

7. Im letzten Punkt meint unser Experte, er wäre tatsächlich einer — ein Experte. Neulinge sollten auf die Tipps und Tricks von den Experten im Internet hören. Geldverdienstmöglichkeiten oder ein Update der Blogsoftware — kein Problem dank solcher Experten wie dem Problogger.

Eigentlich sollte ich ihm eine Rechnung schicken. Beim ersten Mal lesen habe ich meinen Kakao quer über den Schreibtisch auf den Monitor verteilt. Klasse Sache, klebt so schön. Eine Realsatire sondergleichen von einem selbsternannten Problogger. Wenn sich sogenannte Blogprofis so darstellen, habe ich keine Angst um uns Amateure. Dann haben wir zur Not immer etwas zu schreiben und zu lachen. Mehr davon! 😀

Ich halte es dann doch wie das XSBlog2.0beta — über das ich diesen famosen Text gefunden habe:

8. Niemals, aber wirklich niemals auf irgendwelche selbsternannten Problogger hören. Tippsel einfach los, finde Deine eigene Identität und habe Spaß. Keine Regeln, einfach drauflosschreiben, egal ob 10 oder 5.000 Besucher, Hauptsache Du hast Spaß und bist zufrieden. Hey, und selbst wenn dieser Problogger mit dieser Merkbefreitheit zufrieden ist, dann hat auch er sein Ziel erreicht — vorstellen kann ich mir es allerdings nicht. 😉

Es gibt schon Profis, da fällt einem nichts mehr ein. Die Headline im Übrigen soll auf Die 7 größten Fehler von Blog-Neulingen und wie man sie sicher vermeidet anspielen. Omfg… 😀