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adical — 8−19−5−1

Ich hatte gestern [1] in einem Satz kurz darauf hingewiesen, der Don macht es heute [2] an einem expliziten Beispiel fest. Es geht um die Tatsache, ob die adical-Werber dazu verpflichtet sind, ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) in ihrem Impressum anzugeben. Schauen wir vorab mal kurz, ob die Damen und Herren überhaupt verpflichtet sind, ein Impressum zu führen. Dazu ist die Webseite 13 Fragen zum neuen Telemediengesetz [3] von der Kanzlei Dr. Bahr eine gute Anlaufstelle. Zur Impressumspflicht schreibt Dr. Bahr:

Ein nicht ordnungsgemäßes Impressum sei in jedem Fall eine Wettbewerbsverletzung. […] In jedem Fall sollte ein Webseiten-Betreiber ein Impressum auf seine Homepage packen, um jeden Ärger von vornherein zu vermeiden.

Man kann natürlich nackt in ein Haifischbecken springen — ob man es überlebt, ist eine andere Frage. Das neue Telemediengesetz ist derartig schwammig, dass es auch Überlegungen gibt, dass Webseiten nur impressumspflichtig sind, wenn sie einen kostenpflichtigenn Online-Dienst anbieten würden. Ich gehe davon aus, dass der Geist des Gesetzes (also der Lobbygruppen) es verlangt, dass selbst ich als kleiner Privatblogger ein Impressum führen muss. Ich komme später noch mal kurz darauf zurück.

Nun aber zu adical, zu den regelmässigen fliessenden Werbeeinnahmen = Einkünfte. Manche von den Netzwerkern sind Freiberufler, da dürfte es keine Gewerbeanmeldung brauchen — adical wird einfach nur eine weitere Einnahme sein. Anders sieht es bei den bisherigen Betreibern der privaten Homepages aus. Da benötigt es nun meiner Meinung nach eine Gewerbeanmeldung. Zumindest wenn ich das, was ich heute gelesen habe, korrekt interpretiere. Ich hoffe, die Damen und Herren von adical wissen da genau, was sie tun — mit der Gewerbeanmeldung kann zum Beispiel eine Pfichtmitgliedschaft in eine der zuständigen Kammern einhergehen [4].

Ich hoffe, die netten Herren und Damen haben die Buchführung im Griff, und wissen, dass die Geschäftsunterlagen wohl 10 Jahre aufbewahrt werden müssen. Ich hoffe, sie schreiben ordentliche Rechnungen — und sie zahlen auf deren Einkünfte Umsatzsteuer. Es sei denn, sie sind davon befreit, das kann nur auf Antrag geschehen [5]. Natürlich haben sie ihre Einkünfte in der Steuererklärung anzugeben — sollten sie in einem festen Angestelltenverhältnis leben, wird der Lohnsteuerjahresausgleich kein Spaß, kann ich mir zumindest vorstellen. Auch an die Krankenkasse sollte gedacht werden oder auch an Transferleistungen des Staates, ich meine es wirklich nur gut. Und zurück zum Impressum: Liegt eine USt-IdNr. vor, ist sie zwingend anzugeben. (via amardi.de [6])

Ich möchte da nicht großartig viel zu schreiben, Ihr seid die Profis, Ihr wisst, was Ihr machen müsst, um keinen Ärger zu bekommen. Da vertraue ich Euch feinen Geschäftsleuten voll und ganz. Bitte? Was die Headline zu bedeuten hat? Ganz einfach — eine oberflächliche Überprüfung hat gezeigt:

Aber — legen wir das mal wieder unter Schreihals ab — ich bin sicher, Ihr habt das alles im Griff.